Altenpflegerin Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.900 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.300 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.700 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: P5 TVöD-P / P7 TVöD-P / P8 TVöD-P. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

4.100 €
4.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.300 € brutto/Monat

Akutkrankenpflege
5.160 €
+20%
Geriatrische Kliniken
4.950 €
+15%
Kommunale Pflegeeinrichtungen
4.730 €
+10%
Kirchliche Träger
4.520 €
+5%
Vollstationäre Dauerpflege
4.390 €
+2%
Alten- und Pflegeheime
4.300 €
+0%
Ambulante Pflegedienste
4.090 €
-5%
Haus- und Familienpflege
3.660 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Der Arbeitsalltag von Altenpflegerinnen verbindet grundpflegerische Aufgaben mit medizinisch angeleiteten Tätigkeiten. Dazu gehören Unterstützung bei Körperpflege und Mobilität, Beobachtung des Gesundheitszustands, Dokumentation sowie die Begleitung im Umgang mit Demenz oder chronischen Erkrankungen.

Gearbeitet wird vor allem im Schichtdienst und nah an den Bewohnerinnen und Bewohnern oder Patientinnen und Patienten, häufig im Team mit Pflegefachkräften, Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten. Beschäftigung findet sich beispielsweise in stationären Pflegeheimen, ambulanten Pflegediensten, geriatrischen Kliniken, Reha-Einrichtungen oder Wohngruppen, teils auch bei Trägern wie Kommunen, Kirchen oder privaten Betreibern.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.816 €

4.592 € – 5.040 €

+12%

Frankfurt am Main

4.730 €

4.510 € – 4.950 €

+10%

Düsseldorf

4.730 €

4.510 € – 4.950 €

+10%

Hamburg

4.644 €

4.428 € – 4.860 €

+8%

Stuttgart

4.558 €

4.346 € – 4.770 €

+6%

Köln

4.558 €

4.346 € – 4.770 €

+6%

Nürnberg

4.386 €

4.182 € – 4.590 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

4.300 €

4.100 € – 4.500 €

±0%

Hannover

4.214 €

4.018 € – 4.410 €

-2%

Essen

4.171 €

3.977 € – 4.365 €

-3%

Dortmund

4.128 €

3.936 € – 4.320 €

-4%

Berlin

4.085 €

3.895 € – 4.275 €

-5%

Bremen

4.085 €

3.895 € – 4.275 €

-5%

Leipzig

3.784 €

3.608 € – 3.960 €

-12%

Dresden

3.784 €

3.608 € – 3.960 €

-12%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich regionale Unterschiede, die sich häufig an Wirtschaftskraft und Lebenshaltung orientieren. In vielen Fällen liegen die Verdienstmöglichkeiten in süddeutschen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg sowie in Stadtstaaten wie Hamburg höher.

Niedriger fallen Vergütungen im Durchschnitt eher in strukturschwächeren Regionen aus, etwa in Teilen von Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Thüringen, wobei lokale Tarifstrukturen mitprägen.

Zugang zur Tätigkeit

Schulischer Weg zur Pflegefachkraft

Der Zugang zur Tätigkeit als Altenpflegerin erfolgt in der Regel über eine schulische Ausbildung an einer Pflegeschule, die praxisnah in Einrichtungen der Versorgung angebunden ist. Der Berufsweg ist im Gesundheitswesen verortet und verbindet medizinisch-pflegerische Grundlagen mit sozialpflegerischen Anteilen, weil Pflege im Alltag meist gleichzeitig körperliche Unterstützung, Beobachtung und Beziehungsgestaltung bedeutet.

Voraussetzungen für die Schulaufnahme

Formale Voraussetzungen richten sich nach den landesrechtlichen Vorgaben der Schulen und den üblichen Zulassungsprüfungen im Pflegebereich. Typisch sind ein allgemeinbildender Schulabschluss und der Nachweis der gesundheitlichen Eignung, teilweise ergänzt um praktische Vorerfahrungen oder ein Vorpraktikum. Im Bewerbungsprozess spielen außerdem Zuverlässigkeit und die Fähigkeit, in Schichtsystemen zu arbeiten, häufig eine Rolle, weil Pflegearbeit organisatorisch stark an Dienstpläne und Teamabsprachen gebunden ist.

Inhalte nach dem Pflegeberufegesetz

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und folgt der Rechtsgrundlage PflBG (Pflegeberufegesetz). Inhaltlich geht es um Pflegeplanung und -dokumentation, Unterstützung bei Körperpflege, Mobilisation und Ernährung, Beobachtung von Gesundheitszuständen sowie den Umgang mit typischen Krankheitsbildern im höheren Lebensalter. Ein wesentlicher Teil ist die praktische Ausbildung, in der Abläufe in stationären Einrichtungen und ambulanten Diensten eingeübt werden; Theorie und Praxis greifen dabei eng ineinander.

Abschluss durch das Staatsexamen

Abgeschlossen wird die Qualifikation mit dem Staatsexamen; prüfende Stelle ist die Staatliche Prüfung (Staatlich anerkannte Pflegeschule). Damit sind die formalen Grundlagen für eine Tätigkeit in Pflegeeinrichtungen geschaffen, in denen fachgerechtes Handeln, Hygiene- und Sicherheitsstandards sowie Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und anderen Berufsgruppen zum Alltag gehören.

Optionen zur fachlichen Spezialisierung

Ergänzend kommen Spezialisierungen und Fortbildungen innerhalb der Pflege in Betracht, etwa in Gerontopsychiatrie, Palliativversorgung, Wundmanagement, Schmerzmanagement oder Praxisanleitung. Für Leitungs- und Koordinationsaufgaben werden häufig weiterführende Qualifikationen wie Wohnbereichs- oder Pflegedienstleitung verlangt. Persönlich wichtig sind Belastbarkeit, sorgfältige Kommunikation und ein professioneller Umgang mit Nähe und Distanz, weil Pflege sowohl körperlich fordernd als auch emotional anspruchsvoll sein kann.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Altenpflegerin

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.300 €
2. Lehrjahr
1.350 €
3. Lehrjahr
1.400 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.400 € brutto/Monat

Großkonzern
1.610 €
+15%
Großunternehmen
1.540 €
+10%
Mittelstand
1.400 €
+0%
Kleinunternehmen
1.232 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Altenpflegerin

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
mittel
PflegemanagementsoftwareElektronische PatientenaktenMobilitätshilfen mit SensorenTelecare-Systeme

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Struktur der pflegerischen Qualifizierung

Der Regelzugang in den Beruf Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über eine schulische Ausbildung: 3-jährige staatlich anerkannte Ausbildung (Pflegefachfrau/-mann oder Altenpfleger/in) nach dem Pflegeberufegesetz (PflBG). Die Ausbildung endet mit einer staatlichen Prüfung (Staatlich anerkannte Pflegeschule) als Staatsexamen. Typisch ist ein Wechsel aus theoretischem Unterricht und Praxiseinsätzen, in denen grundlegende Pflegetechniken, Beobachtung und Dokumentation, Hygiene sowie Kommunikation mit Pflegebedürftigen und Angehörigen zusammenlaufen. Die Ausbildung ist in der Regel vergütet, häufig in Anlehnung an tarifliche Strukturen.

Aufgabenfelder nach der Prüfung

Beim Einstieg nach dem Examen liegen die Aufgaben häufig in der direkten Pflege, der Unterstützung bei Mobilität und Ernährung, der Begleitung im Alltag sowie im Mitwirken bei der Pflegeplanung. Für das Einstiegsgehalt wird im bundesweiten Durchschnitt ein Rahmen von 3.600 € bis 4.100 € brutto/Monat beschrieben, mit einem typischen Wert um 3.900 € brutto/Monat. In der Praxis wirkt sich vor allem aus, ob in einer stationären Einrichtung, in der ambulanten Pflege oder in spezialisierten Bereichen gearbeitet wird; auch Schicht- und Wochenenddienste prägen die Vergütungssystematik vieler Arbeitgeber.

Verantwortung im pflegerischen Team

Die ersten Schritte erfolgen oft als Pflegefachkraft im Team, teils mit Einarbeitung in feste Wohnbereiche oder Touren. Mit wachsender Routine entstehen häufig zusätzliche Verantwortungen, etwa als Bezugspflegekraft, im Anleiten von Auszubildenden oder beim Übernehmen von organisatorischen Aufgaben im Dienst. Entwicklungsschritte führen in vielen Einrichtungen über interne Qualifizierungen oder formale Weiterbildungen, zum Beispiel in Richtung Praxisanleitung, Wundversorgung oder Gerontopsychiatrie; dafür gelten dann je nach Träger eigene Eingruppierungen und Orientierungswerte.

Erforderliche Kompetenzen im Berufsalltag

Für die Arbeit sind neben fachlichem Wissen vor allem Belastbarkeit, ein sicherer Umgang mit Nähe und Distanz sowie verlässliche Kommunikation wichtig. Im Alltag zählt zudem die Fähigkeit, Veränderungen im Gesundheitszustand früh zu erkennen und im Team strukturiert weiterzugeben. Da Dokumentation und Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten sowie Therapeutinnen und Therapeuten fest zum Ablauf gehören, spielen Sorgfalt und ein klarer Blick für Prioritäten beim Berufseinstieg eine große Rolle.

Unterschiede der verschiedenen Einsatzbereiche

Auch organisatorische Rahmenbedingungen unterscheiden sich: In der stationären Pflege stehen Übergaben, feste Abläufe und multiprofessionelle Zusammenarbeit im Vordergrund, während in der ambulanten Pflege Selbstständigkeit, Routenplanung und kurze Entscheidungswege prägend sein können. Unabhängig vom Einsatzfeld bleibt der Berufseinstieg meist eng an Einarbeitung, Teamkultur und den jeweiligen Qualitätsanforderungen des Trägers gebunden, wodurch der Start je nach Einrichtung spürbar unterschiedlich ausfallen kann.

Berufliche Entwicklungsoptionen Altenpflegerin

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Gesundheits- und Krankenpfleger/in (bzw. Pflegefachfrau/-mann im Krankenhaus)

Mittlerer Aufwand

Pflege und Überwachung von Patientinnen und Patienten im klinischen Setting mit stärkerer Akutorientierung und stationsbezogenen Abläufen.

Gehalt:
3.500 € - 4.700 € brutto/Monat
Hoher Skill-Overlap in pflegerischer Versorgung, Beobachtung, Dokumentation und interdisziplinärer Zusammenarbeit.

Pflegefachassistenz / Pflegeassistenz

Leichter Wechsel

Unterstützung der Pflegefachkräfte in der Grundpflege und bei delegierbaren Tätigkeiten sowie in der Betreuung im Alltag.

Gehalt:
2.600 € - 3.300 € brutto/Monat
Ähnliche Tätigkeitsschwerpunkte in Grundpflege, Mobilisation und Alltagsunterstützung, jedoch geringere Anforderungsbreite als Fachkraftpflege.

Betreuungskraft nach § 43b/53b SGB XI

Leichter Wechsel

Aktivierende Betreuung und Begleitung von Pflegebedürftigen mit Fokus auf Alltagsgestaltung und sozialer Teilhabe.

Gehalt:
2.400 € - 3.000 € brutto/Monat
Überschneidung in Beratung, Alltagsstrukturierung und Unterstützung von pflegebedürftigen Menschen im häuslichen Umfeld.

Case Manager/in im Gesundheitswesen

Hoher Aufwand

Koordination komplexer Versorgungsverläufe, Organisation von Leistungen und Abstimmung zwischen Leistungserbringern und Kostenträgern.

Gehalt:
3.800 € - 5.200 € brutto/Monat
Starker Bezug zu Pflegekoordination, Anleitung und Versorgungsplanung, häufig an Schnittstellen zwischen Pflege, Medizin und Angehörigen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Altenpflegerin / Pflegefachfrau (Berufseinstieg)

Gehalt:
3.600 € - 4.100 € brutto/Monat

Einsatz in der Grund- und Behandlungspflege sowie in der Alltagsbegleitung, typischerweise im Schichtdienst und eingebunden in dokumentations- und qualitätsrelevante Abläufe.

3-jährige staatlich anerkannte schulische Ausbildung nach PflBG, staatliche Prüfung (Staatsexamen)

Stufe 2:Altenpflegerin / Pflegefachfrau (Fachkraft mit Berufserfahrung)

Tarifband (typisch):
4.100 € - 4.500 € brutto/Monat

Übernahme eines stabilen Patienten- bzw. Bewohner-Settings, häufig mit zusätzlichen Aufgaben in Anleitung, Dokumentation und Schnittstellenarbeit im Team.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Pflegeprozesssteuerung und Routine in pflegerischer Dokumentation

Stufe 3:Erfahrene Altenpflegerin / Pflegefachfrau

Gehalt:
4.500 € - 5.000 € brutto/Monat

Komplexere Pflegesituationen, häufig koordinierende Rolle im Dienst, engere Zusammenarbeit mit Ärztinnen/Ärzten und Angehörigen sowie hohe Verantwortung in der Versorgungskontinuität.

Langjährige Berufserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Pflegeplanung, Qualitätssicherung und Kommunikation in anspruchsvollen Situationen

Stufe 4:Wohnbereichsleitung (WBL)

Gehalt:
4.800 € - 5.500 € brutto/Monat

Führung eines Wohnbereichs mit Personaleinsatzplanung, fachlicher Steuerung der Pflege, Qualitätsmanagement im Bereich sowie Verantwortung für Prozesse und Schnittstellen.

Berufserfahrung als Pflegefachkraft, Leitungsweiterbildung (z.B. Wohnbereichsleitung/Stationsleitung), Grundlagen in Personalführung und Organisation

Stufe 5:Pflegedienstleitung (PDL)

Gehalt:
5.250 € - 6.000 € brutto/Monat

Gesamtverantwortung für Pflegeorganisation und -qualität, Personalführung, Budget- und Prozessverantwortung sowie Zusammenarbeit mit Träger, Behörden und externen Partnern.

Mehrjährige Berufserfahrung, anerkannte PDL-Weiterbildung, Führungskompetenz und vertiefte Kenntnisse in Qualitäts- und Organisationsanforderungen

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Gerontopsychiatrische Pflege (z.B. Demenzbereich)

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Umgang mit kognitiven Einschränkungen, herausforderndem Verhalten, Milieugestaltung und Angehörigenarbeit im Langzeitsetting.

Gehalt:
4.200 € - 4.700 € brutto/Monat
Fachweiterbildung/Qualifizierung Gerontopsychiatrie, Deeskalation, Validation und dokumentationssichere Pflegeprozessarbeit

Palliative Care

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Symptomlinderung, psychosoziale Begleitung und Versorgung in der letzten Lebensphase mit hoher Abstimmungsdichte im multiprofessionellen Team.

Gehalt:
4.300 € - 4.900 € brutto/Monat
Zusatzqualifikation Palliative Care, Schmerz- und Symptommanagement, Gesprächsführung mit Angehörigen

Wundmanagement / ICW-Wundexpertin

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Beurteilung und Versorgung chronischer Wunden, Verbandstechniken, Verlaufskontrolle sowie Schulung im Team und gegenüber Betroffenen.

Gehalt:
4.200 € - 4.800 € brutto/Monat
Qualifikation als Wundexpertin (z.B. ICW), standardisierte Dokumentation, Kenntnisse zu Materialien und Therapiekonzepten

Hygienebeauftragte Pflege

GESUNDHEIT-SOZIALES: diagnostisch

Mitwirkung an Hygienestandards, Schulungen, Audits im Arbeitsalltag und Schnittstellenarbeit mit Hygiene-Fachpersonal.

Gehalt:
4.100 € - 4.600 € brutto/Monat
Weiterbildung Hygienebeauftragte/r in der Pflege, Kenntnisse zu Infektionsprävention und Qualitätssicherung

Praxisanleiterin in der Pflege

GESUNDHEIT-SOZIALES: pädagogisch

Anleitung von Auszubildenden und neuen Mitarbeitenden, Planung von Lernsituationen sowie Bewertung und Dokumentation von Lernfortschritten.

Gehalt:
4.300 € - 5.000 € brutto/Monat
Weiterbildung zur Praxisanleitung, didaktische Grundlagen, rechtssichere Beurteilung und strukturierte Anleitungskonzepte

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.945 €
Großunternehmen
4.730 €
Mittelstand
4.300 €
Kleinunternehmen
3.784 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.300 € brutto/Monat

Akutkrankenpflege
5.160 €
+20%
Geriatrische Kliniken
4.945 €
+15%
Kommunale Pflegeeinrichtungen
4.730 €
+10%
Kirchliche Träger
4.515 €
+5%
Vollstationäre Dauerpflege
4.386 €
+2%
Alten- und Pflegeheime
4.300 €
+0%
Ambulante Pflegedienste
4.085 €
-5%
Haus- und Familienpflege
3.655 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Altenpflegerin

Mit wachsender Routine steigen in der Altenpflege Verantwortung und Einkommen meist schrittweise an. Nach der 3-jährigen staatlich anerkannten Ausbildung (Pflegefachfrau/-mann oder Altenpfleger/in) und dem Staatsexamen folgen Einarbeitung, sichere Praxis in Grund- und Behandlungspflege sowie zunehmend koordinierende Aufgaben im Team. Typisch sind Gehaltszuwächse durch Berufserfahrung, tarifliche Eingruppierung und zusätzliche Zuständigkeiten, etwa in Wundversorgung oder Demenzbegleitung. Digitale Pflegedokumentation, Pflegeinformationssysteme und elektronische Patientenakten prägen den Alltag; Telecare und sensorbasierte Mobilitätshilfen erhöhen den Bedarf an digitaler Kommunikation und technischer Sicherheit.

1. Jahr3.900 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Staatlich anerkannte Ausbildung (Pflegefachfrau/-mann oder Altenpfleger/in), Staatsexamen (PflBG); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr4.000 €
Berufseinstieg (zunehmend selbstständig)

Staatsexamen; erste eigenständige Touren- und Schichtverantwortung im Rahmen der Fachkraftrolle; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr4.100 €
Berufliche Festigung

Berufserfahrung; sichere Pflegedokumentation, Übergaben, Angehörigenkommunikation; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr4.200 €
Berufliche Festigung

Berufserfahrung; häufig vertiefte Aufgaben (z. B. Demenzbereich, Bezugspflege); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.300 €
Berufliche Festigung

Berufserfahrung; mehr Verantwortung in Organisation und Qualität im Stations-/Wohnbereich; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.400 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung in der Praxis (z. B. Wundversorgung, Palliativversorgung) je nach Einrichtung; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.500 €
Erfahrung & Spezialisierung

Erweiterte Fachaufgaben; häufige Rolle als Praxisanleitung im Alltag (einrichtungsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.700 €
Erfahrung & Spezialisierung

Hohe Routine; verlässliche Steuerung komplexer Pflegesituationen und Dokumentationsqualität; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.900 €
Erfahrene Fachkraft (mit möglichen Zusatzrollen)

Langjährige Berufserfahrung; ggf. Funktionsverantwortung (z. B. Qualitäts- oder Dienstplananteile) je nach Größe/Struktur; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr5.250 €
Optionale Verantwortungsrolle (nicht regelhaft)

Langjährige Berufserfahrung; optional koordinierende Rolle (z. B. Teamkoordination) bei Übernahme zusätzlicher organisatorischer Aufgaben; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: P5 TVöD-P / P7 TVöD-P / P8 TVöD-P. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegen typische Monatsgehälter für Altenpflegerinnen bei rund 3.900 € brutto, wobei je nach Rahmenbedingungen auch Werte zwischen 3.600 € und 4.100 € vorkommen. In vielen Einrichtungen laufen Gehaltsanpassungen über festgelegte Stufen oder regelmäßige Höhergruppierungen, sofern Aufgaben und Verantwortung mitwachsen.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung bewegt sich das Monatsbrutto häufig um 4.300 €. Als erfahrene Fachkraft sind rund 4.700 € üblich, besonders wenn zusätzliche Aufgaben übernommen werden oder die Eingruppierung steigt. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsanteilen liegt das Monatsgehalt oft bei etwa 5.250 € brutto.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich häufig über tarifliche Stufen oder interne Entwicklungsmodelle aus und erhöhen das Monatsbrutto Schritt für Schritt.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Praxisanleitung, Wundmanagement, Palliativ-Care oder die Qualifikation zur verantwortlichen Pflegefachkraft können Aufgabenprofil und Eingruppierung erweitern.
  • 3
    Tarifbindung und Trägerstruktur beeinflussen das Niveau deutlich, etwa über kirchliche Arbeitsvertragsrichtlinien, kommunale Tarife oder Haustarifverträge im Vergleich zu nicht tarifgebundenen Einrichtungen.
  • 4
    Spezialisierungen im Umgang mit Demenz, Gerontopsychiatrie oder außerklinischer Intensivpflege können die Einsatzmöglichkeiten verändern und werden in einzelnen Bereichen höher vergütet.
  • 5
    Leitungs- und Koordinationsanteile, etwa als Wohnbereichsleitung oder stellvertretende Pflegedienstleitung, erhöhen die Verantwortung und gehen oft mit einer höheren Vergütung einher.

Marktausblick

Die Nachfrage nach qualifizierten Pflegekräften in der Altenpflege bleibt hoch und wird durch die demografische Entwicklung weiter gestützt. Für Berufseinsteigerinnen ergibt sich dadurch in vielen Regionen ein vergleichsweise breites Angebot an Einsatzbereichen.

Veränderungen im Berufsbild entstehen unter anderem durch stärkere Digitalisierung der Dokumentation, den Ausbau ambulanter und teilstationärer Versorgungsformen sowie höhere Anforderungen an Qualitätssicherung. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Spezialisierungen, etwa in Demenzbegleitung oder Palliativversorgung, weil Versorgungsprofile differenzierter werden.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Gibt es während der schulischen Ausbildung zur Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) eine Vergütung?

Ja, die Ausbildungsvergütung beträgt 1.300 € brutto/Monat, 1.350 € brutto/Monat, 1.400 € brutto/Monat über die Ausbildungsjahre.

Mit welchem Gehalt kann man als Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach der Ausbildung rechnen?

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 3.900 € brutto/Monat. Öffentliche Träger zahlen oft nach Tarif, private Arbeitgeber variieren stärker.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) über die Jahre?

Mit Berufserfahrung steigt das Gehalt auf 4.300 € brutto/Monat und bei längerer Tätigkeit auf bis zu 4.700 € brutto/Monat. Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen beschleunigen diese Entwicklung.

Welche Rolle spielen Tarifverträge für den Beruf Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Gerade im öffentlichen und kirchlichen Bereich wird häufig nach dem P5 TVöD-P / P7 TVöD-P / P8 TVöD-P vergütet, was für transparente Gehaltsstrukturen und regelmäßige Stufenaufstiege sorgt.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.900 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.700 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 6.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Altenpflegerin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem P5 TVöD-P / P7 TVöD-P / P8 TVöD-P vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. P5 TVöD-P / P7 TVöD-P / P8 TVöD-P), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: