Archivmitarbeiter Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Archivmitarbeiter Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Kurzüberblick: Archivmitarbeiter (m/w/d) Gehalt 2026Archivmitarbeiter (m/w/d) Gehalt 2026
∅ Einstiegsgehalt
(0–2 Jahre)
3.000 €
brutto / Monat
Median-Gehalt
(Fachkraft, 3–5 Jahre)
3.550 €
brutto / Monat
Senior-Gehalt
(5+ Jahre)
4.100 €
brutto / Monat
Top-Regionen
München · Frankfurt am Main · Düsseldorf
Arbeitsmarkt
Mittlere Nachfrage
Tarifliche Grundlage: TVöD EG 7 / A6 (Beamte). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)
Kurzbeschreibung Archivmitarbeiter (m/w/d)
Im Arbeitsalltag ist meist vom Archivmitarbeiter (m/w/d) die Rede, offiziell lautet die Berufsbezeichnung Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (m/w/d).
Zum Tagesgeschäft gehören das Übernehmen, Ordnen und Verzeichnen von Beständen, das Recherchieren in Findmitteln sowie das Bereitstellen von Akten, Fotos oder digitalen Dateien für interne Stellen und Nutzende. Gearbeitet wird vor allem in Magazinbereichen und Lesesälen, teils auch am Bildschirm in Erschließungs- und Dokumentenmanagementsystemen. Arbeitgeber finden sich beispielsweise in Kommunal- und Landesarchiven, bei Universitäten, in Museen und Stiftungen oder in Unternehmensarchiven, etwa in größeren Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.
Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten
Gehaltsspannen für Archivmitarbeiter (m/w/d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.
München
3.976 €
3.584 € – 4.256 €
Frankfurt am Main
3.905 €
3.520 € – 4.180 €
Düsseldorf
3.799 €
3.424 € – 4.066 €
Stuttgart
3.763 €
3.392 € – 4.028 €
Hamburg
3.728 €
3.360 € – 3.990 €
Köln
3.657 €
3.296 € – 3.914 €
Nürnberg
3.621 €
3.264 € – 3.876 €
Hannover
3.621 €
3.264 € – 3.876 €
Essen
3.586 €
3.232 € – 3.838 €
Deutschland (Durchschnitt)
3.550 €
3.200 € – 3.800 €
Dortmund
3.550 €
3.200 € – 3.800 €
Bremen
3.515 €
3.168 € – 3.762 €
Berlin
3.479 €
3.136 € – 3.724 €
Leipzig
3.266 €
2.944 € – 3.496 €
Dresden
3.266 €
2.944 € – 3.496 €
| Stadt | Min | Median | Max | Faktor |
|---|---|---|---|---|
München | 3.584 € | 3.976 € | 4.256 € | +12% |
Frankfurt am Main | 3.520 € | 3.905 € | 4.180 € | +10% |
Düsseldorf | 3.424 € | 3.799 € | 4.066 € | +7% |
Stuttgart | 3.392 € | 3.763 € | 4.028 € | +6% |
Hamburg | 3.360 € | 3.728 € | 3.990 € | +5% |
Köln | 3.296 € | 3.657 € | 3.914 € | +3% |
Nürnberg | 3.264 € | 3.621 € | 3.876 € | +2% |
Hannover | 3.264 € | 3.621 € | 3.876 € | +2% |
Essen | 3.232 € | 3.586 € | 3.838 € | +1% |
Deutschland (Durchschnitt) | 3.200 € | 3.550 € | 3.800 € | ±0% |
Dortmund | 3.200 € | 3.550 € | 3.800 € | ±0% |
Bremen | 3.168 € | 3.515 € | 3.762 € | -1% |
Berlin | 3.136 € | 3.479 € | 3.724 € | -2% |
Leipzig | 2.944 € | 3.266 € | 3.496 € | -8% |
Dresden | 2.944 € | 3.266 € | 3.496 € | -8% |
Regionale Einschätzung
Höhere Gehälter finden sich häufiger in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen sowie in großen Metropolräumen. In vielen ostdeutschen Flächenländern liegen die Vergütungen dagegen oft darunter.
Ein wichtiger Grund sind Unterschiede bei Lebenshaltungskosten und Tariflandschaften, außerdem spielt die Dichte großer öffentlicher Arbeitgeber und Konzernstandorte eine Rolle.
Zugang zur Tätigkeit
Duale Ausbildung im Archivwesen
In Archiven führt der Regelzugang in Deutschland meist über eine geregelte duale Ausbildung. Für Archivmitarbeiter (m/w/d) ist dabei die formale Berufsbezeichnung Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (m/w/d) prägend, häufig mit Einsatz im Schwerpunkt Archiv. Der Einstieg erfolgt typischerweise über eine Ausbildungsstelle in staatlichen, kommunalen oder kirchlichen Archiven, aber auch in Unternehmensarchiven oder wissenschaftsnahen Einrichtungen.
Schulische Abschlüsse und Sorgfaltspflicht
Formale Voraussetzungen sind je nach Arbeitgeber unterschiedlich, verbreitet sind ein mittlerer Schulabschluss oder ein (Fach-)Abitur. Bei öffentlichen Arbeitgebern können zusätzlich Anforderungen aus dem jeweiligen Auswahlverfahren, aus Sicherheits- oder Datenschutzkontexten sowie aus der Arbeit mit Schutzfristen und Benutzungsordnungen eine Rolle spielen. In der Praxis wird häufig Wert auf nachweisbare Sorgfalt und eine belastbare schriftliche Ausdrucksfähigkeit gelegt, weil Erschließungsdaten, Findmittel und Dokumentationen nachvollziehbar erstellt werden müssen.
Dauer und inhaltliche Schwerpunkte
Die Ausbildung verbindet betriebliche Praxis mit Berufsschule und umfasst typischerweise 3 Jahre. Inhaltlich geht es um Übernahme, Ordnung und Verzeichnung von Archivgut, Recherche und Benutzungsdienst, Magazin- und Bestandserhaltung sowie um rechtliche Grundlagen rund um Datenschutz und Urheberrecht. Durch den fachlichen Kontext IT & Software, Digitalisierung und Tech/Cloud gewinnt zusätzlich der Umgang mit elektronischen Akten, Metadatenstandards, digitalen Repositorien und Erschließungs- bzw. Archivsoftware an Bedeutung, einschließlich einfacher Workflows für Digitalisate und Schnittstellen zu Dokumentenmanagement-Systemen.
Optionen für den Quereinstieg
Ergänzend existieren alternative Zugänge, etwa über Quereinstieg aus Bibliothek, Dokumentation oder Verwaltung, wenn praktische Archivpraxis nachweisbar ist und interne Qualifizierungen möglich sind. In der digitalen Ausrichtung kommen auch Profile aus Informationsmanagement oder IT-nahen Rollen vor, wenn Aufgaben stark auf Systembetrieb, Datenqualität oder Migrationsprojekte ausgerichtet sind. Solche Wege ersetzen die anerkannte Ausbildung jedoch nicht als Regelfall.
Strukturierte Arbeitsweise und Diskretion
Für die Tätigkeit zählen neben Interesse an Geschichte und Verwaltungsvorgängen vor allem Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine strukturierte Arbeitsweise. Wichtig sind außerdem Diskretion im Umgang mit sensiblen Beständen, Kommunikationsfähigkeit für Benutzungsanfragen sowie eine gewisse technische Affinität, etwa für Scan-Workflows, Formatfragen und den sicheren Umgang mit Fachanwendungen und Cloud- bzw. Serverumgebungen.
Beruflicher Einstieg
Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI)Zertifiziert
Für die Tätigkeit als Archivmitarbeiter wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI).
Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Archivmitarbeiter
Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.
Ausbildung & Berufseinstieg
Kombination aus Praxis und Theorie
Der typische Zugang zum Beruf Archivmitarbeiter (m/w/d) führt über die duale Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (m/w/d). Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre und verbindet Praxis in einem Archiv, einer Verwaltung oder einer Einrichtung des Kultur- und Bildungsbereichs mit Unterricht an der Berufsschule. Ergänzend kommen (je nach Einsatzfeld) auch einschlägige Studien- oder Weiterbildungswege vor, häufig mit Schnittstellen zu Informationsmanagement, Verwaltung oder Bestandserhaltung.
Datenpflege und rechtliche Grundlagen
Im Ausbildungsalltag stehen das Übernehmen, Ordnen und Verzeichnen von Beständen, die Pflege von Daten in Archivsystemen sowie die Unterstützung bei Benutzung und Auskunft im Vordergrund. Grundlagen wie Schutzfristen, Rechte an Unterlagen und interne Abläufe werden im Betrieb vermittelt; die Ausbildung ist vergütet, häufig tariflich geregelt. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt in Deutschland im Rahmen von 2.900 € bis 3.200 € brutto pro Monat, mit einem typischen Wert von 3.000 € brutto/Monat.
Recherchekompetenz und Teamarbeit
Für den Start werden vor allem Sorgfalt, ein verlässlicher Umgang mit Regeln und Dokumentation sowie Interesse an strukturiertem Arbeiten erwartet. Praktisch relevant sind Routine im Umgang mit Office-Anwendungen, ein sicherer Blick für Ordnungssysteme und die Fähigkeit, Informationen präzise zu recherchieren. Im Team zählen Abstimmung, ruhige Kommunikation mit Nutzenden und ein professioneller Umgang mit sensiblen Unterlagen.
Erste Aufgaben und Entwicklungsschritte
Typische Einstiegspositionen sind Tätigkeiten in der Magazin- und Bestandsbearbeitung, in der Erschließung oder in Servicebereichen der Benutzung, häufig unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Erste Entwicklungsschritte ergeben sich über die Übernahme eigener Teilbestände, die Mitarbeit an Bewertungs- oder Digitalisierungsprojekten oder das Vertiefen von Kenntnissen in Erschließungsstandards und Datenqualität. In vielen Einrichtungen ist die Eingruppierung nach Branchentarifverträgen üblich und prägt Aufgabenprofil und Vergütung.
Vielfalt der archivischen Arbeitsmittel
Je nach Arbeitgeber kann sich der Schwerpunkt zwischen historischem Archivgut, Verwaltungsakten oder digitalen Unterlagen verschieben. Damit verändern sich auch die Werkzeuge, von analogen Ordnungsstrukturen bis zu elektronischen Archiv- und Dokumentenmanagementsystemen, sowie der Anteil an Nutzerkontakt und Projektarbeit. Solche Unterschiede erklären, warum Einstiegsaufgaben trotz ähnlicher Grundlogik im Detail spürbar variieren können.
Berufliche Entwicklungsoptionen Archivmitarbeiter
Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:
Bibliotheksmitarbeiter (m/w/d)
Bearbeitet Medienzugang, Katalogisierung, Ausleihe und Auskunftsdienste in Bibliotheken.
Dokumentenmanager (m/w/d)
Betreut Dokumentenlenkung und digitale Aktenführung im DMS inklusive Versionierung, Rechte- und Prozesslogik.
Sachbearbeiter Datenmanagement (m/w/d)
Pflegt und prüft Stamm- und Bewegungsdaten, definiert Plausibilitätsregeln und unterstützt Fachbereiche bei Datenprozessen.
Sachbearbeiter Registratur / Aktenverwaltung (m/w/d)
Organisiert Aktenlauf, Fristen, Ablage- und Aussonderungsprozesse in Behörden oder größeren Organisationen.
Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:
Stufe 1:Archivmitarbeiter (m/w/d) (Einstieg)
Unterstützt die Übernahme, Ordnung und Bereitstellung von Beständen, führt einfache Recherchen aus und arbeitet nach Vorgaben zu Schutzfristen und Dokumentation.
Stufe 2:Archivmitarbeiter (m/w/d) (nach Berufserfahrung)
Übernimmt eigenständig Teilbestände, koordiniert Arbeitsabläufe im Magazin- und Lesesaalbetrieb und wirkt an Bewertungs- und Übernahmeprozessen mit.
Stufe 3:Senior Archivmitarbeiter (m/w/d)
Verantwortet komplexere Erschließungsprojekte, Qualitätssicherung in Metadaten und Findmitteln sowie die Abstimmung mit abgebenden Stellen und internen Schnittstellen.
Stufe 4:Teamleitung Archiv / Leitung Magazin- und Benutzungsdienste (m/w/d)
Steuert Personal- und Ressourceneinsatz, verantwortet Standards und Prozesse (inkl. Dienstplanung, Qualität und Arbeitsschutz) und vertritt das Archiv nach innen.
Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:
Erschließung & Verzeichnung (Findmittel/Metadaten)
Regelwerksbasierte Beschreibung von Beständen, Strukturierung von Bestandsgruppen und Qualitätssicherung von Metadaten.
Bewertung, Übernahme & Aussonderung
Mitwirkung an Bewertungsentscheidungen, Übernahmeprozessen und dokumentierter Aussonderung inkl. Fristen- und Schutzrechtsbezug.
Magazinmanagement & Bestandserhaltung (präventiv)
Organisation von Lagerung, Verpackung, Klima-/Schädlingsmonitoring sowie Arbeitsabläufen rund um Magazin, Umzüge und Bestandspflege.
Digitale Archivierung & elektronische Akten
Workflows für digitale Übernahmen, Dateiformate, Metadatenmapping sowie Zusammenarbeit mit IT und Fachbereichen bei E-Akte/DMS-Schnittstellen.
Benutzungsdienst, Auskunft & Recherche
Nutzerberatung, Auskunftsbearbeitung, Recherchestrategien sowie Betreuung von Lesesaalprozessen und Reproduktionsanfragen.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Gehalt nach Branche
Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.550 € brutto/Monat
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Archivmitarbeiter
Mit wachsender Routine in Erschließung, Magazin- und Benutzungsdienst sowie in der digitalen Bestandspflege steigen Aufgabenbreite und Gehalt von Archivmitarbeitern schrittweise. Üblich sind Eingruppierungen nach Branchentarifverträgen, wodurch Entwicklungssprünge oft an übernommene Zuständigkeiten, Projektarbeit oder Spezialisierungen geknüpft sind. Nach der Einarbeitung rücken Themen wie Records Management, Digitalisierung und Qualitätssicherung stärker in den Fokus. Der Einsatz von Archivsoftware, Dokumentenmanagementsystemen sowie Scan- und OCR-Workflows erhöht die Anforderungen an Metadatenkenntnisse, Datenschutz und strukturiertes Dateimanagement.
| Berufsjahr | Ausbildung / Qualifikation | Karrierelevel | Ø Bruttogehalt / Monat (€) |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr | Einarbeitung in Archivabläufe, Grundlagen in Archivsoftware und Bestandsrecherche; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 3.000 € |
| 2. Jahr | Routine in Verzeichnung, Benutzungsdienst, Magazinorganisation; Metadaten-Basics (z. B. Dublin Core); fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 3.110 € |
| 3. Jahr | Übernahme fester Zuständigkeiten (Teilbestände, Ausleihe/Benutzung); sichere Arbeit im Bibliotheks-/Archivsystem; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.220 € |
| 4. Jahr | Mitwirkung an Digitalisierungs- und Scanstrecken; strukturierte Ablage, Dateinaming, Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.330 € |
| 5. Jahr | Eigenständige Bearbeitung typischer Vorgänge; Datenschutz- und Records-Management-Grundlagen im Arbeitsalltag; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.550 € |
| 6. Jahr | Spezialisierung z. B. digitale Langzeitablage oder Erschließung komplexerer Bestände; Arbeit mit DMS/Repositorien; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 3.690 € |
| 7. Jahr | Mehr Projektanteil (Migration, Bereinigung, Retrokonversion); OCR-Workflows und Fehleranalyse; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 3.830 € |
| 8. Jahr | Fachliche Verantwortung für Standards/Workflows (z. B. Metadatenqualität, Rechercheprozesse); fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 4.100 € |
| 9. Jahr | Optional: Koordination von Teilprojekten oder Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, v. a. in größeren Einrichtungen; fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle | 4.140 € |
| 10. Jahr | Optional: erweitertes Aufgabenpaket (z. B. Systempflege, Prozesskoordination, Schnittstelle zu IT/Datenschutz); fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle | 4.180 € |
Einarbeitung in Archivabläufe, Grundlagen in Archivsoftware und Bestandsrecherche; fortschreitende Qualifizierung
Routine in Verzeichnung, Benutzungsdienst, Magazinorganisation; Metadaten-Basics (z. B. Dublin Core); fortschreitende Qualifizierung
Übernahme fester Zuständigkeiten (Teilbestände, Ausleihe/Benutzung); sichere Arbeit im Bibliotheks-/Archivsystem; fortschreitende Qualifizierung
Mitwirkung an Digitalisierungs- und Scanstrecken; strukturierte Ablage, Dateinaming, Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung
Eigenständige Bearbeitung typischer Vorgänge; Datenschutz- und Records-Management-Grundlagen im Arbeitsalltag; fortschreitende Qualifizierung
Spezialisierung z. B. digitale Langzeitablage oder Erschließung komplexerer Bestände; Arbeit mit DMS/Repositorien; fortschreitende Qualifizierung
Mehr Projektanteil (Migration, Bereinigung, Retrokonversion); OCR-Workflows und Fehleranalyse; fortschreitende Qualifizierung
Fachliche Verantwortung für Standards/Workflows (z. B. Metadatenqualität, Rechercheprozesse); fortschreitende Qualifizierung
Optional: Koordination von Teilprojekten oder Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, v. a. in größeren Einrichtungen; fortschreitende Qualifizierung
Optional: erweitertes Aufgabenpaket (z. B. Systempflege, Prozesskoordination, Schnittstelle zu IT/Datenschutz); fortschreitende Qualifizierung
Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.
Tarifliche Grundlage: TVöD EG 7 / A6 (Beamte). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.
Gehaltsanalyse
Zum Berufseinstieg bewegen sich Archivmitarbeiter (m/w/d) im Schnitt um 3.000 € brutto im Monat. Nach einigen Jahren greifen in vielen Einrichtungen Stufensteigerungen oder eine höherwertige Eingruppierung, sodass nach fünf Jahren häufig etwa 3.550 € brutto monatlich erreicht werden.
Mit zunehmender Routine und breiterer Zuständigkeit liegt das Gehalt erfahrener Fachkräfte typischerweise bei rund 4.100 € brutto im Monat. Wer zusätzliche Koordinationsaufgaben übernimmt oder eine Leitungsfunktion ausübt, kann deutlich darüber liegen; bei erweiterter Verantwortung sind um 6.200 € brutto monatlich üblich.
Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung
- 1Berufserfahrung und Verantwortungsumfang: Mit wachsender Routine in Bewertung, Erschließung und Aushebung sowie bei komplexen Recherchen steigen Eingruppierung und Zulagen in vielen Häusern.
- 2Tarifbindung im öffentlichen Dienst: Vergütung nach TVöD oder TV-L sorgt häufig für klarere Stufensteigerungen als in kleineren, nicht tarifgebundenen privaten Archiven.
- 3Zusatzqualifikationen in Records Management und DMS: Fortbildungen zu elektronischer Aktenführung, Metadatenstandards oder rechtssicherer Digitalisierung können höher bewertete Aufgaben ermöglichen.
- 4Spezialisierung auf audiovisuelle Medien und Bestandserhaltung: Know-how zu Foto-, Film- und Tonträgerarchiven sowie konservatorischen Maßnahmen erhöht die Einsatzbreite und kann sich in der Vergütung niederschlagen.
- 5Größe und Komplexität des Arbeitgebers: Große Kommunal-, Landes- oder Konzernarchive haben oft mehr Hierarchiestufen und Projektrollen als kleine Einrichtungen.
Marktausblick
Der Arbeitsmarkt für Archivmitarbeiter (m/w/d) bleibt in vielen Regionen stabil, weil öffentliche Verwaltungen, Wissenschaftseinrichtungen und größere Unternehmen kontinuierlich Bestände betreuen und zugänglich halten müssen.
Veränderung kommt vor allem durch Digitalisierung: Elektronische Akten, Langzeitarchivierung und die Bereitstellung digitaler Nutzungsangebote verschieben Aufgaben in Richtung Datenmanagement und Qualitätssicherung. Gleichzeitig erhöht der Generationenwechsel in Teilen des öffentlichen Dienstes den Bedarf an verlässlicher Nachwuchsbesetzung, während Projektarbeit rund um Erschließung und Retrodigitalisierung zusätzlich Beschäftigung schafft.
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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld
In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Archivmitarbeiter (m/w/d)?
Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 3.550 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 7.200 € brutto/Monat möglich.
Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Archivmitarbeiter (m/w/d) erwartet?
Für den Einstieg als Archivmitarbeiter (m/w/d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.
In welchen Branchen arbeitet man als Archivmitarbeiter (m/w/d)?
Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Bundesbehörden (BfArM), Landesämter (Kultur und Denkmalpflege), Stadtverwaltungen, Universitäten, Öffentliche Bibliotheken oder Bundeswehr-Bibliotheken. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Archivmitarbeiter (m/w/d)?
Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 3.000 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 4.100 € brutto/Monat bis 6.200 € brutto/Monat entwickeln.
Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Archivmitarbeiter (m/w/d)?
Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.000 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.100 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 7.200 € brutto/Monat möglich.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Archivmitarbeiter (m/w/d)?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD EG 7 / A6 (Beamte) vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz
Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen
Mehr über den Autor →Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.
Datenbasis & Methodik
Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD EG 7 / A6 (Beamte)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.
Definitionen
- Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
- Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
- Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.
Datenherkunft
- Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
- Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.
Verwendete Quellen (9)
Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.
Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)
Redaktionell geprüft am:
