Archivmitarbeiter Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.000 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.550 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.100 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: TVöD EG 7 / A6 (Beamte). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.200 €
3.800 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.550 € brutto/Monat

Bundesbehörden
4.440 €
+25%
Bundeswehr-Bibliotheken
4.330 €
+22%
Landesämter
4.260 €
+20%
Forschungseinrichtungen
4.190 €
+18%
Stadtverwaltungen
4.080 €
+15%
Medienunternehmen
4.080 €
+15%
Universitätsbibliotheken
3.980 €
+12%
Universitäten
3.910 €
+10%
Informationsdienstleister
3.910 €
+10%
Archivdienste
3.830 €
+8%
Hochschulen
3.830 €
+8%
Öffentliche Bibliotheken
3.730 €
+5%
Verlage
3.730 €
+5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Arbeitsalltag ist meist vom Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, offiziell lautet die Berufsbezeichnung Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (m⁠/⁠w⁠/⁠d).

Zum Tagesgeschäft gehören das Übernehmen, Ordnen und Verzeichnen von Beständen, das Recherchieren in Findmitteln sowie das Bereitstellen von Akten, Fotos oder digitalen Dateien für interne Stellen und Nutzende. Gearbeitet wird vor allem in Magazinbereichen und Lesesälen, teils auch am Bildschirm in Erschließungs- und Dokumentenmanagementsystemen. Arbeitgeber finden sich beispielsweise in Kommunal- und Landesarchiven, bei Universitäten, in Museen und Stiftungen oder in Unternehmensarchiven, etwa in größeren Industrie- und Dienstleistungsunternehmen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.976 €

3.584 € – 4.256 €

+12%

Frankfurt am Main

3.905 €

3.520 € – 4.180 €

+10%

Düsseldorf

3.799 €

3.424 € – 4.066 €

+7%

Stuttgart

3.763 €

3.392 € – 4.028 €

+6%

Hamburg

3.728 €

3.360 € – 3.990 €

+5%

Köln

3.657 €

3.296 € – 3.914 €

+3%

Nürnberg

3.621 €

3.264 € – 3.876 €

+2%

Hannover

3.621 €

3.264 € – 3.876 €

+2%

Essen

3.586 €

3.232 € – 3.838 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

3.550 €

3.200 € – 3.800 €

±0%

Dortmund

3.550 €

3.200 € – 3.800 €

±0%

Bremen

3.515 €

3.168 € – 3.762 €

-1%

Berlin

3.479 €

3.136 € – 3.724 €

-2%

Leipzig

3.266 €

2.944 € – 3.496 €

-8%

Dresden

3.266 €

2.944 € – 3.496 €

-8%

Regionale Einschätzung

Höhere Gehälter finden sich häufiger in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern, Baden-Württemberg oder Hessen sowie in großen Metropolräumen. In vielen ostdeutschen Flächenländern liegen die Vergütungen dagegen oft darunter.

Ein wichtiger Grund sind Unterschiede bei Lebenshaltungskosten und Tariflandschaften, außerdem spielt die Dichte großer öffentlicher Arbeitgeber und Konzernstandorte eine Rolle.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im Archivwesen

In Archiven führt der Regelzugang in Deutschland meist über eine geregelte duale Ausbildung. Für Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist dabei die formale Berufsbezeichnung Fachangestellter für Medien- und Informationsdienste (m⁠/⁠w⁠/⁠d) prägend, häufig mit Einsatz im Schwerpunkt Archiv. Der Einstieg erfolgt typischerweise über eine Ausbildungsstelle in staatlichen, kommunalen oder kirchlichen Archiven, aber auch in Unternehmensarchiven oder wissenschaftsnahen Einrichtungen.

Schulische Abschlüsse und Sorgfaltspflicht

Formale Voraussetzungen sind je nach Arbeitgeber unterschiedlich, verbreitet sind ein mittlerer Schulabschluss oder ein (Fach-)Abitur. Bei öffentlichen Arbeitgebern können zusätzlich Anforderungen aus dem jeweiligen Auswahlverfahren, aus Sicherheits- oder Datenschutzkontexten sowie aus der Arbeit mit Schutzfristen und Benutzungsordnungen eine Rolle spielen. In der Praxis wird häufig Wert auf nachweisbare Sorgfalt und eine belastbare schriftliche Ausdrucksfähigkeit gelegt, weil Erschließungsdaten, Findmittel und Dokumentationen nachvollziehbar erstellt werden müssen.

Dauer und inhaltliche Schwerpunkte

Die Ausbildung verbindet betriebliche Praxis mit Berufsschule und umfasst typischerweise 3 Jahre. Inhaltlich geht es um Übernahme, Ordnung und Verzeichnung von Archivgut, Recherche und Benutzungsdienst, Magazin- und Bestandserhaltung sowie um rechtliche Grundlagen rund um Datenschutz und Urheberrecht. Durch den fachlichen Kontext IT & Software, Digitalisierung und Tech/Cloud gewinnt zusätzlich der Umgang mit elektronischen Akten, Metadatenstandards, digitalen Repositorien und Erschließungs- bzw. Archivsoftware an Bedeutung, einschließlich einfacher Workflows für Digitalisate und Schnittstellen zu Dokumentenmanagement-Systemen.

Optionen für den Quereinstieg

Ergänzend existieren alternative Zugänge, etwa über Quereinstieg aus Bibliothek, Dokumentation oder Verwaltung, wenn praktische Archivpraxis nachweisbar ist und interne Qualifizierungen möglich sind. In der digitalen Ausrichtung kommen auch Profile aus Informationsmanagement oder IT-nahen Rollen vor, wenn Aufgaben stark auf Systembetrieb, Datenqualität oder Migrationsprojekte ausgerichtet sind. Solche Wege ersetzen die anerkannte Ausbildung jedoch nicht als Regelfall.

Strukturierte Arbeitsweise und Diskretion

Für die Tätigkeit zählen neben Interesse an Geschichte und Verwaltungsvorgängen vor allem Genauigkeit, Verantwortungsbewusstsein und eine strukturierte Arbeitsweise. Wichtig sind außerdem Diskretion im Umgang mit sensiblen Beständen, Kommunikationsfähigkeit für Benutzungsanfragen sowie eine gewisse technische Affinität, etwa für Scan-Workflows, Formatfragen und den sicheren Umgang mit Fachanwendungen und Cloud- bzw. Serverumgebungen.

Beruflicher Einstieg

Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Archivmitarbeiter wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (FaMI).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule)

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Archivmitarbeiter

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Bibliotheksmanagementsysteme (z. B. Alma, Koha, SISIS)Archivsoftware (z. B. Augias, ActaPro)Dokumentenmanagement- und Records-Management-SystemeDigitale Repositorien und DatenbankenOCR- und Scan-WorkflowsOffice- und Kollaborationstools

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Kombination aus Praxis und Theorie

Der typische Zugang zum Beruf Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über die duale Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Die Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre und verbindet Praxis in einem Archiv, einer Verwaltung oder einer Einrichtung des Kultur- und Bildungsbereichs mit Unterricht an der Berufsschule. Ergänzend kommen (je nach Einsatzfeld) auch einschlägige Studien- oder Weiterbildungswege vor, häufig mit Schnittstellen zu Informationsmanagement, Verwaltung oder Bestandserhaltung.

Datenpflege und rechtliche Grundlagen

Im Ausbildungsalltag stehen das Übernehmen, Ordnen und Verzeichnen von Beständen, die Pflege von Daten in Archivsystemen sowie die Unterstützung bei Benutzung und Auskunft im Vordergrund. Grundlagen wie Schutzfristen, Rechte an Unterlagen und interne Abläufe werden im Betrieb vermittelt; die Ausbildung ist vergütet, häufig tariflich geregelt. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt in Deutschland im Rahmen von 2.900 € bis 3.200 € brutto pro Monat, mit einem typischen Wert von 3.000 € brutto/Monat.

Recherchekompetenz und Teamarbeit

Für den Start werden vor allem Sorgfalt, ein verlässlicher Umgang mit Regeln und Dokumentation sowie Interesse an strukturiertem Arbeiten erwartet. Praktisch relevant sind Routine im Umgang mit Office-Anwendungen, ein sicherer Blick für Ordnungssysteme und die Fähigkeit, Informationen präzise zu recherchieren. Im Team zählen Abstimmung, ruhige Kommunikation mit Nutzenden und ein professioneller Umgang mit sensiblen Unterlagen.

Erste Aufgaben und Entwicklungsschritte

Typische Einstiegspositionen sind Tätigkeiten in der Magazin- und Bestandsbearbeitung, in der Erschließung oder in Servicebereichen der Benutzung, häufig unter Anleitung erfahrener Kolleginnen und Kollegen. Erste Entwicklungsschritte ergeben sich über die Übernahme eigener Teilbestände, die Mitarbeit an Bewertungs- oder Digitalisierungsprojekten oder das Vertiefen von Kenntnissen in Erschließungsstandards und Datenqualität. In vielen Einrichtungen ist die Eingruppierung nach Branchentarifverträgen üblich und prägt Aufgabenprofil und Vergütung.

Vielfalt der archivischen Arbeitsmittel

Je nach Arbeitgeber kann sich der Schwerpunkt zwischen historischem Archivgut, Verwaltungsakten oder digitalen Unterlagen verschieben. Damit verändern sich auch die Werkzeuge, von analogen Ordnungsstrukturen bis zu elektronischen Archiv- und Dokumentenmanagementsystemen, sowie der Anteil an Nutzerkontakt und Projektarbeit. Solche Unterschiede erklären, warum Einstiegsaufgaben trotz ähnlicher Grundlogik im Detail spürbar variieren können.

Berufliche Entwicklungsoptionen Archivmitarbeiter

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Bearbeitet Medienzugang, Katalogisierung, Ausleihe und Auskunftsdienste in Bibliotheken.

Gehalt:
2.800: 3.800 € brutto/Monat
Hoher Overlap bei Erschließung, Metadatenpflege, Recherche und serviceorientierter Auskunft
Mittlerer Aufwand

Betreut Dokumentenlenkung und digitale Aktenführung im DMS inklusive Versionierung, Rechte- und Prozesslogik.

Gehalt:
3.600: 4.900 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen in Dokumentation, Datenqualität und regelbasierter Ablage/Registratur

Sachbearbeiter Datenmanagement (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Leichter Wechsel

Pflegt und prüft Stamm- und Bewegungsdaten, definiert Plausibilitätsregeln und unterstützt Fachbereiche bei Datenprozessen.

Gehalt:
3.200: 4.400 € brutto/Monat
Skill-Overlap bei strukturiertem Erfassen, Prüfen und Klassifizieren von Informationen in IT-nahen Systemen

Sachbearbeiter Registratur / Aktenverwaltung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Leichter Wechsel

Organisiert Aktenlauf, Fristen, Ablage- und Aussonderungsprozesse in Behörden oder größeren Organisationen.

Gehalt:
2.900: 3.900 € brutto/Monat
Ähnliche Anforderungen an Ordnungssysteme, Datenschutz/Regelkonformität und interne Dienstleistungsprozesse

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Archivmitarbeiter (m/w/d) (Einstieg)

Gehalt:
2.900: 3.200 € brutto/Monat

Unterstützt die Übernahme, Ordnung und Bereitstellung von Beständen, führt einfache Recherchen aus und arbeitet nach Vorgaben zu Schutzfristen und Dokumentation.

Berufseinstieg nach einschlägiger Qualifikation; sichere Anwendung von Erschließungs- und Ablagesystematiken

Stufe 2:Archivmitarbeiter (m/w/d) (nach Berufserfahrung)

Gehalt:
3.200: 3.800 € brutto/Monat

Übernimmt eigenständig Teilbestände, koordiniert Arbeitsabläufe im Magazin- und Lesesaalbetrieb und wirkt an Bewertungs- und Übernahmeprozessen mit.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Kenntnisse in Erschließung, Schutzfristen und Nutzerbetreuung

Stufe 3:Senior Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
3.800: 4.500 € brutto/Monat

Verantwortet komplexere Erschließungsprojekte, Qualitätssicherung in Metadaten und Findmitteln sowie die Abstimmung mit abgebenden Stellen und internen Schnittstellen.

Umfangreiche Berufserfahrung; Projektarbeit, vertiefte Regelwerks- und Provenienzkenntnisse, Routine in digitalen Workflows

Stufe 4:Teamleitung Archiv / Leitung Magazin- und Benutzungsdienste (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
5.200: 7.200 € brutto/Monat

Steuert Personal- und Ressourceneinsatz, verantwortet Standards und Prozesse (inkl. Dienstplanung, Qualität und Arbeitsschutz) und vertritt das Archiv nach innen.

Mehrjährige Erfahrung plus Führungs- oder Leitungsschulung; fundierte Kenntnisse zu Organisation, Prozesssteuerung und Regelkonformität

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Erschließung & Verzeichnung (Findmittel/Metadaten)

analytisch

Regelwerksbasierte Beschreibung von Beständen, Strukturierung von Bestandsgruppen und Qualitätssicherung von Metadaten.

Gehalt:
3.300: 3.900 € brutto/Monat
Vertiefung in Erschließungsstandards und Normdaten; Routine in Archivsoftware und kontrollierten Vokabularen

Bewertung, Übernahme & Aussonderung

regulatorisch

Mitwirkung an Bewertungsentscheidungen, Übernahmeprozessen und dokumentierter Aussonderung inkl. Fristen- und Schutzrechtsbezug.

Gehalt:
3.500: 4.100 € brutto/Monat
Praxiswissen zu Schutzfristen, Archivrecht/Datenschutz im Arbeitskontext, strukturierte Dokumentation von Entscheidungen

Magazinmanagement & Bestandserhaltung (präventiv)

organisatorisch

Organisation von Lagerung, Verpackung, Klima-/Schädlingsmonitoring sowie Arbeitsabläufen rund um Magazin, Umzüge und Bestandspflege.

Gehalt:
3.200: 3.800 € brutto/Monat
Schulungen zu Bestandserhaltung und Arbeitssicherheit; Erfahrung in Logistikabläufen und Bestandssicherung

Digitale Archivierung & elektronische Akten

analytisch

Workflows für digitale Übernahmen, Dateiformate, Metadatenmapping sowie Zusammenarbeit mit IT und Fachbereichen bei E-Akte/DMS-Schnittstellen.

Gehalt:
3.900: 4.500 € brutto/Monat
Weiterbildung zu digitaler Langzeitarchivierung, OAIS-orientierten Prozessen, Schnittstellen- und Datenformatgrundlagen

Benutzungsdienst, Auskunft & Recherche

beratend

Nutzerberatung, Auskunftsbearbeitung, Recherchestrategien sowie Betreuung von Lesesaalprozessen und Reproduktionsanfragen.

Gehalt:
3.100: 3.700 € brutto/Monat
Kommunikation im Auskunftsdienst, Recherchemethodik, sichere Anwendung von Benutzungsordnung und Schutzfristen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.082 €
Großunternehmen
3.905 €
Mittelstand
3.550 €
Kleinunternehmen
3.124 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.550 € brutto/Monat

Bundesbehörden
4.438 €
+25%
Bundeswehr-Bibliotheken
4.331 €
+22%
Landesämter
4.260 €
+20%
Forschungseinrichtungen
4.189 €
+18%
Stadtverwaltungen
4.082 €
+15%
Medienunternehmen
4.082 €
+15%
Universitätsbibliotheken
3.976 €
+12%
Universitäten
3.905 €
+10%
Informationsdienstleister
3.905 €
+10%
Archivdienste
3.834 €
+8%
Hochschulen
3.834 €
+8%
Öffentliche Bibliotheken
3.728 €
+5%
Verlage
3.728 €
+5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Archivmitarbeiter

Mit wachsender Routine in Erschließung, Magazin- und Benutzungsdienst sowie in der digitalen Bestandspflege steigen Aufgabenbreite und Gehalt von Archivmitarbeitern schrittweise. Üblich sind Eingruppierungen nach Branchentarifverträgen, wodurch Entwicklungssprünge oft an übernommene Zuständigkeiten, Projektarbeit oder Spezialisierungen geknüpft sind. Nach der Einarbeitung rücken Themen wie Records Management, Digitalisierung und Qualitätssicherung stärker in den Fokus. Der Einsatz von Archivsoftware, Dokumentenmanagementsystemen sowie Scan- und OCR-Workflows erhöht die Anforderungen an Metadatenkenntnisse, Datenschutz und strukturiertes Dateimanagement.

1. Jahr3.000 €
Berufseinstieg

Einarbeitung in Archivabläufe, Grundlagen in Archivsoftware und Bestandsrecherche; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.110 €
Berufseinstieg

Routine in Verzeichnung, Benutzungsdienst, Magazinorganisation; Metadaten-Basics (z. B. Dublin Core); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.220 €
Berufliche Festigung

Übernahme fester Zuständigkeiten (Teilbestände, Ausleihe/Benutzung); sichere Arbeit im Bibliotheks-/Archivsystem; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.330 €
Berufliche Festigung

Mitwirkung an Digitalisierungs- und Scanstrecken; strukturierte Ablage, Dateinaming, Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.550 €
Berufliche Festigung

Eigenständige Bearbeitung typischer Vorgänge; Datenschutz- und Records-Management-Grundlagen im Arbeitsalltag; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.690 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung z. B. digitale Langzeitablage oder Erschließung komplexerer Bestände; Arbeit mit DMS/Repositorien; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.830 €
Erfahrung & Spezialisierung

Mehr Projektanteil (Migration, Bereinigung, Retrokonversion); OCR-Workflows und Fehleranalyse; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.100 €
Erfahrung & Spezialisierung

Fachliche Verantwortung für Standards/Workflows (z. B. Metadatenqualität, Rechercheprozesse); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.140 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: Koordination von Teilprojekten oder Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen, v. a. in größeren Einrichtungen; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.180 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: erweitertes Aufgabenpaket (z. B. Systempflege, Prozesskoordination, Schnittstelle zu IT/Datenschutz); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD EG 7 / A6 (Beamte). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg bewegen sich Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im Schnitt um 3.000 € brutto im Monat. Nach einigen Jahren greifen in vielen Einrichtungen Stufensteigerungen oder eine höherwertige Eingruppierung, sodass nach fünf Jahren häufig etwa 3.550 € brutto monatlich erreicht werden.

Mit zunehmender Routine und breiterer Zuständigkeit liegt das Gehalt erfahrener Fachkräfte typischerweise bei rund 4.100 € brutto im Monat. Wer zusätzliche Koordinationsaufgaben übernimmt oder eine Leitungsfunktion ausübt, kann deutlich darüber liegen; bei erweiterter Verantwortung sind um 6.200 € brutto monatlich üblich.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Verantwortungsumfang: Mit wachsender Routine in Bewertung, Erschließung und Aushebung sowie bei komplexen Recherchen steigen Eingruppierung und Zulagen in vielen Häusern.
  • 2
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst: Vergütung nach TVöD oder TV-L sorgt häufig für klarere Stufensteigerungen als in kleineren, nicht tarifgebundenen privaten Archiven.
  • 3
    Zusatzqualifikationen in Records Management und DMS: Fortbildungen zu elektronischer Aktenführung, Metadatenstandards oder rechtssicherer Digitalisierung können höher bewertete Aufgaben ermöglichen.
  • 4
    Spezialisierung auf audiovisuelle Medien und Bestandserhaltung: Know-how zu Foto-, Film- und Tonträgerarchiven sowie konservatorischen Maßnahmen erhöht die Einsatzbreite und kann sich in der Vergütung niederschlagen.
  • 5
    Größe und Komplexität des Arbeitgebers: Große Kommunal-, Landes- oder Konzernarchive haben oft mehr Hierarchiestufen und Projektrollen als kleine Einrichtungen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) bleibt in vielen Regionen stabil, weil öffentliche Verwaltungen, Wissenschaftseinrichtungen und größere Unternehmen kontinuierlich Bestände betreuen und zugänglich halten müssen.

Veränderung kommt vor allem durch Digitalisierung: Elektronische Akten, Langzeitarchivierung und die Bereitstellung digitaler Nutzungsangebote verschieben Aufgaben in Richtung Datenmanagement und Qualitätssicherung. Gleichzeitig erhöht der Generationenwechsel in Teilen des öffentlichen Dienstes den Bedarf an verlässlicher Nachwuchsbesetzung, während Projektarbeit rund um Erschließung und Retrodigitalisierung zusätzlich Beschäftigung schafft.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 3.550 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 7.200 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Für den Einstieg als Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.

In welchen Branchen arbeitet man als Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Bundesbehörden (BfArM), Landesämter (Kultur und Denkmalpflege), Stadtverwaltungen, Universitäten, Öffentliche Bibliotheken oder Bundeswehr-Bibliotheken. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 3.000 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 4.100 € brutto/Monat bis 6.200 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.000 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.100 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 7.200 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Archivmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD EG 7 / A6 (Beamte) vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD EG 7 / A6 (Beamte)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: