Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.660 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.740 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.870 €

brutto / Monat

Top-Regionen

Hannover · Essen · Dortmund

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).

Gehaltsspanne: Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.200 €
4.280 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.740 € brutto/Monat

Verteidigung
4.300 €
+15%
Militärische Aufklärung
4.300 €
+15%
Auslandsnachrichtendienst
4.110 €
+10%
Geheimdienst
4.110 €
+10%
Sicherheitsbehörden
3.930 €
+5%
Fernmelde- und Elektronische Aufklärung
3.740 €
+0%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Beamte für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung werten Signale und Kommunikationsdaten aus, um Lagebilder zu erstellen und technische Hinweise für weitere Analysen aufzubereiten. Zum Alltag gehören das Bedienen spezialisierter Erfassungs- und Auswertesysteme, das Prüfen von Frequenzbereichen, das Dokumentieren von Erkenntnissen sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fachstellen, etwa bei der Einordnung technischer Merkmale oder bei der Qualitätssicherung.

Gearbeitet wird überwiegend in gesicherten Leitstellen, Auswertebereichen und Büroumgebungen, teils auch in technisch geprägten Betriebsräumen mit Mess- und IT-Infrastruktur. Arbeitgeber finden sich unter anderem in Bundesbehörden und nachgeordneten Dienststellen, beispielsweise im sicherheits- und verteidigungsnahen Umfeld oder in behördlichen Nachrichtengewinnungs- und Analysebereichen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

Hannover

4.114 €

3.520 € – 4.708 €

+10%

Essen

4.077 €

3.488 € – 4.665 €

+9%

Dortmund

4.039 €

3.456 € – 4.622 €

+8%

Bremen

4.002 €

3.424 € – 4.580 €

+7%

Düsseldorf

3.815 €

3.264 € – 4.366 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

±0%

München

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Frankfurt am Main

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Hamburg

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Berlin

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Nürnberg

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

±0%

Leipzig

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Dresden

3.740 €

3.200 € – 4.280 €

0%

Köln

3.665 €

3.136 € – 4.194 €

-2%

Stuttgart

3.553 €

3.040 € – 4.066 €

-5%

Regionale Einschätzung

Regionale Gehaltsunterschiede ergeben sich vor allem aus der Verteilung von Dienststellen und aus unterschiedlichen Lebenshaltungskosten. Vergleichsweise hohe Bezüge werden häufiger in Metropolregionen und süddeutschen Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg beobachtet, während in strukturschwächeren Regionen die Werte öfter darunter liegen.

Auch die Einstufung in Besoldungsgruppen und Zulagenpraxis kann je nach Dienstherr und Einsatzort variieren und wirkt sich damit regional unterschiedlich aus.

Zugang zur Tätigkeit

Strukturierte Auswahlverfahren im Staatsdienst

Der Zugang zur Tätigkeit als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung erfolgt typischerweise über eine Laufbahn im öffentlichen Dienst. Der Einstieg ist in der Regel an ein Auswahlverfahren gebunden, das je nach Behörde und Laufbahnebene unterschiedliche Eignungsnachweise kombiniert. Üblich sind dabei formale Nachweise zum Schulabschluss, zur Staatsangehörigkeit im beamtenrechtlichen Rahmen sowie zur persönlichen Zuverlässigkeit, da die Tätigkeit in sicherheitsrelevanten Strukturen angesiedelt ist.

Voraussetzungen für die Beamtenlaufbahn

Als formale Voraussetzung wird, je nach angestrebter Laufbahn, ein geeigneter Schulabschluss erwartet; für gehobene Laufbahnen ist häufig die (Fach-)Hochschulreife bzw. eine gleichwertige Qualifikation maßgeblich, während für mittlere Laufbahnen in der Praxis oft ein mittlerer Schulabschluss als Grundlage dient. Hinzu kommen regelmäßig beamtenrechtliche Anforderungen wie gesundheitliche Eignung und die Fähigkeit, sicherheitskritische Vorgaben dauerhaft einzuhalten. In vielen Fällen ist außerdem eine Sicherheitsüberprüfung Teil des Zugangs, weil Arbeitsinhalte und Informationen besonders schutzbedürftig sind.

Inhalte der dualen Qualifizierung

Die Qualifizierung selbst ist meist als Laufbahnausbildung bzw. dual geprägte Qualifizierung organisiert und verbindet Fachunterricht mit praxisnahen Phasen. Inhaltlich stehen Grundlagen der Nachrichtengewinnung, technische Verfahren der Funk- und Signalerfassung, Auswerte- und Dokumentationsprozesse, rechtliche Rahmenbedingungen sowie IT-nahe Themen wie Datenverarbeitung, Netz- und Systemverständnis oder Informationssicherheit im Vordergrund. Je nach Einsatzbereich kann auch der Umgang mit spezialisierten technischen Systemen und die enge Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams prägend sein.

Alternative Einstiegswege und Spezialisierungen

Ergänzend kommen alternative Zugänge vor, etwa über einschlägige Berufsausbildungen oder Studiengänge mit Technik- oder IT-Bezug und anschließenden Einstieg über Seiteneinstiegsprogramme oder interne Auswahlverfahren, sofern die jeweilige Behörde dies vorsieht. Für die langfristige Entwicklung sind fachnahe Spezialisierungen üblich, beispielsweise in Funktechnik, digitaler Signalverarbeitung, IT-Forensik, Cyber- und Informationssicherheit oder in methodischer Auswertung. Persönlich gefragt sind dabei analytisches Denken, hohe Sorgfalt, Verschwiegenheit, Belastbarkeit sowie die Fähigkeit, unter klaren Vorgaben und dokumentationsintensiven Prozessen zuverlässig zu arbeiten.

Beruflicher Einstieg

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule)

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
mittel
FunkmesstechnikElektronische AufklärungssystemeNetzwerkanalyse-ToolsVerschlüsselungstechnikSIGINT-Systeme

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Ablauf des behördlichen Vorbereitungsdienstes

Der Beruf „Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)“ ist im Öffentlicher Dienst / Laufbahnberuf verortet und führt typischerweise über eine Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) in die Verwendung. Der Einstieg ist damit weniger ein klassischer Wechsel aus dem freien Arbeitsmarkt, sondern an geregelte Verfahren, Sicherheitsüberprüfungen und eine strukturierte Ausbildung in Behörden- und Einsatzumfeldern gebunden. In der Praxis umfasst der Vorbereitungsdienst fachtheoretische Abschnitte und dienstbegleitete Phasen, in denen Arbeitsabläufe, Meldewege und rechtssichere Dokumentation früh eine größere Rolle spielen.

Technische Grundlagen und Arbeitsweise

Bereits zu Beginn stehen technische Grundlagen und methodisches Arbeiten im Vordergrund: Signal- und Übertragungstechnik, Auswerteverfahren, IT-nahe Routinen sowie der Umgang mit geschützten Informationen. Erwartet werden ein nüchterner Blick auf Daten, Konzentrationsfähigkeit und ein Verständnis für Prozesse, die nicht improvisiert, sondern sauber eingehalten werden. Daneben zählen Verschwiegenheit, Teamfähigkeit und Belastbarkeit, weil Arbeit häufig in Schichten, unter Zeitdruck oder mit eng gesteckten Berichtspflichten stattfindet.

Operative Aufgaben nach Übernahme

Nach Abschluss und Übernahme in den Dienst richtet sich die Vergütung nach den üblichen Gruppierungen im öffentlichen Dienst. Beim Einstieg liegen typische Bruttomonatsgehälter bei 2.660 €; je nach Einordnung und Rahmenbedingungen sind Werte von 2.350 € bis 2.960 € möglich. Inhaltlich beginnt die Tätigkeit häufig in operativen Auswerte- oder Unterstützungsfunktionen, etwa bei der technischen Erfassung, der Qualitätssicherung von Daten oder der Erstellung standardisierter Lage- und Sachstandsprodukte.

Entwicklung zum koordinierten Verantwortungsbereich

Die ersten Karriereschritte entstehen meist über Routine, Zusatzqualifikationen im jeweiligen Fachgebiet und die Übernahme klar abgegrenzter Verantwortungen, zum Beispiel als Teilverantwortung für Verfahren, Systeme oder Schichtfunktionen. Mit wachsender Erfahrung verschiebt sich der Schwerpunkt oft von der reinen Zuarbeit hin zu koordinierenden Aufgaben, Schnittstellenarbeit und der fachlichen Anleitung innerhalb kleiner Teams.

Einflussfaktoren auf die Besoldung

Gehälter entwickeln sich im Beamtenbereich typischerweise stufen- und laufbahnbezogen; daneben wirken sich verwendungen, Zulagenregelungen und organisatorische Rahmenbedingungen aus, ohne dass sich daraus ein einheitliches Muster für alle Dienststellen ableiten lässt. Insgesamt bleibt der Berufseinstieg stark durch formalisierte Abläufe, Dokumentationspflichten und die enge Verzahnung von Technik und Verwaltungspraxis geprägt.

Berufliche Entwicklungsoptionen Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

IT-Sicherheitsanalyst (Cyber Security Analyst)

Mittlerer Aufwand

Analyse von Sicherheitsereignissen, Bewertung von Indikatoren und Ableitung technischer Maßnahmen in SOC- oder Incident-Response-Strukturen.

Gehalt:
4.170 € - 6.250 € brutto/Monat
Starker Überschneidungsbereich in Signal-/Datenanalyse, technischen Systemen und strukturierter Auswertung in sicherheitsnahen Kontexten.

Datenanalyst (Data Analyst)

Mittlerer Aufwand

Aufbereitung, Analyse und Visualisierung von Daten zur Entscheidungsunterstützung in Fachbereichen.

Gehalt:
3.750 € - 5.830 € brutto/Monat
Ähnliche Methodik in der Auswertung komplexer Datenlagen, Mustererkennung und Berichtserstellung, häufig in behördlichen oder industriellen Umfeldern.

Funktechniker (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Installation, Prüfung und Entstörung funkbasierter Systeme inklusive Messungen und Dokumentation im Betriebs- oder Serviceeinsatz.

Gehalt:
3.080 € - 4.420 € brutto/Monat
Technik- und funknahe Kompetenz (Messtechnik, Spektrumanalyse, Systembetrieb) lässt sich in betriebliche Prüf- und Überwachungsrollen übertragen.
Mittlerer Aufwand

Betrieb, Überwachung und Weiterentwicklung von Netzwerkumgebungen inklusive Troubleshooting und Dokumentation.

Gehalt:
3.920 € - 5.420 € brutto/Monat
Erfahrung mit komplexen technischen Systemen und strukturierter Fehlersuche passt zu produkt- und netzwerkbezogenen Betriebsrollen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (Einstieg/Vorbereitungsdienst-nahe Verwendung)

Gehalt:
2.420 € - 2.880 € brutto/Monat

Mitarbeit in der technischen Aufklärung mit Fokus auf Erfassung, Auswertung und Dokumentation von Fernmelde- bzw. elektronischen Signalen nach festgelegten Verfahren.

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst), Sicherheitsüberprüfung, grundlegende System- und Verfahrenskenntnisse

Stufe 2:Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (Sachbearbeitung/Operator)

Gehalt:
3.300 € - 4.070 € brutto/Monat

Eigenständige Bearbeitung typischer Vorgänge, Bedienung komplexerer Erfassungs- und Analyseumgebungen sowie qualitätsgesicherte Erstellung von Lage- und Auswertebeiträgen.

Mehrjährige Berufserfahrung, vertiefte Fachlehrgänge (Systembedienung, Analyseverfahren), belastbare Dokumentations- und Abstimmungsroutine

Stufe 3:Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (Senior/Schicht- oder Teilprojektverantwortung)

Gehalt:
4.600 € - 5.170 € brutto/Monat

Übernahme anspruchsvoller Auswerteaufgaben, fachliche Koordination im Schichtbetrieb oder in Teilprojekten und Mitwirkung an Standardisierung und Qualitätssicherung.

Umfangreiche Praxis in Erfassung und Auswertung, Speziallehrgänge (z. B. komplexe Signalbilder, Verfahren), nachweisbare Qualitätssicherungs- und Koordinationskompetenz

Stufe 4:Teamleitung/Referatsnahe Führungsfunktion Fernmelde- und Elektronische Aufklärung

Gehalt:
7.300 € - 8.300 € brutto/Monat

Führung und Steuerung eines Teams, Priorisierung von Aufträgen, Ressourcen- und Schichtplanung sowie Verantwortung für Ergebnisse, Compliance und Schnittstellenarbeit.

Mehrjährige Senior-Erfahrung, Führungskräftequalifizierung im öffentlichen Dienst, ausgeprägte Steuerungs- und Kommunikationskompetenz, erweiterte Sicherheitsanforderungen

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

COMINT/Kommunikationsaufklärung (Fokus Funk/Übertragung)

diagnosetechnisch

Erfassung und Auswertung von Kommunikationssignalen, Protokoll- und Musteranalyse sowie qualitätsgesicherte Ergebnisdokumentation.

Gehalt:
3.450 € - 4.520 € brutto/Monat
Fachlehrgänge zu Erfassungs-/Auswerteverfahren, sichere Systembedienung, vertiefte Dokumentationsstandards

ELINT/Elektronische Aufklärung (Emitter- und Spektrumanalyse)

diagnosetechnisch

Analyse elektromagnetischer Emissionen, Spektrumsbeobachtung, Klassifizierung und Ableitung technischer Parameterbilder.

Gehalt:
3.760 € - 4.900 € brutto/Monat
Lehrgänge Spektrumanalyse/Messtechnik, Signalcharakterisierung, fortgeschrittene Auswerte- und QS-Verfahren

Qualitätssicherung & Verfahrensstandardisierung (Auswertung)

qualitätssichernd

Prüfung von Auswerteprodukten, Pflege von Standards/Checklisten, Mitwirkung an Audits und kontinuierlicher Verbesserung von Arbeitsabläufen.

Gehalt:
3.900 € - 5.000 € brutto/Monat
QS-Methodik (behördliche Standards), Dokumentations- und Reviewprozesse, Moderations- und Schnittstellenkompetenz

Technische Systemintegration & Automatisierung (Erfassungs-/Auswerteumgebungen)

automatisierungstechnisch

Mitwirkung an Integration, Test und Betrieb von Erfassungs- und Auswertungssystemen inkl. Schnittstellen und teilautomatisierten Workflows.

Gehalt:
4.200 € - 5.180 € brutto/Monat
System-/Schnittstellenlehrgänge, Test- und Abnahmeverfahren, Grundkenntnisse Skripting/Automatisierung im behördlichen Rahmen

Betrieb/Schichtdienstkoordination (Operations)

serviceorientiert

Sicherstellung des laufenden Betriebs, Übergaben im Schichtsystem, Störungskoordination und lageabhängige Priorisierung von Aufgaben.

Gehalt:
3.620 € - 4.680 € brutto/Monat
Operations- und Einsatzabläufe, Schichtführungs-/Koordinationslehrgänge, dokumentationssichere Übergabeprozesse

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.301 €
Großunternehmen
4.114 €
Mittelstand
3.740 €
Kleinunternehmen
3.291 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.740 € brutto/Monat

Verteidigung
4.301 €
+15%
Militärische Aufklärung
4.301 €
+15%
Auslandsnachrichtendienst
4.114 €
+10%
Geheimdienst
4.114 €
+10%
Sicherheitsbehörden
3.927 €
+5%
Fernmelde- und Elektronische Aufklärung
3.740 €
+0%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung

Mit zunehmender Routine in Funk- und Signalauswertung steigen Verantwortung und Einkommen schrittweise. Nach dem Vorbereitungsdienst prägen Einarbeitung, sichere Verfahrensabläufe und der Umgang mit klassifizierten Informationen den Berufseinstieg; danach folgen Spezialisierungen, etwa in Netzwerkanalyse, Verschlüsselungstechnik oder Signalverarbeitung. Im öffentlichen Dienst ist die Entwicklung eng an Laufbahnausbildung und Funktionseinsatz gekoppelt, wodurch Gehaltssprünge meist planbar, aber nicht beliebig sind. Automatisierung gilt als geringes Risiko, dennoch verändern SIGINT-Systeme, KI-gestützte Auswertung und Cybersecurity-Anforderungen die tägliche Arbeit spürbar.

1. Jahr2.660 €
Berufseinstieg / Einarbeitung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.810 €
Berufseinstieg / erste selbstständige Aufgaben

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / erste Praxisanteile; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.010 €
Berufliche Festigung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / Vertiefung in Funkmesstechnik; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.210 €
Berufliche Festigung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / Verfahren & Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.410 €
Berufliche Festigung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / Routine in SIGINT-Systemen; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.640 €
Erfahrung & Spezialisierung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / Spezialisierung Netzwerkanalyse-Tools; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.860 €
Erfahrung & Spezialisierung

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / Vertiefung Verschlüsselungstechnik; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.090 €
Erfahrene Fachkraft

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / IT-Systemadministration im Einsatzumfeld; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.310 €
Erfahrene Fachkraft

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / komplexe Lagen & Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.530 €
Erfahrene Fachkraft (ggf. Koordinationsfunktion)

Laufbahnausbildung (Vorbereitungsdienst) / optionale Koordination (z. B. Schichtverantwortung); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegen die typischen Bruttogehälter bei rund 2.660 € pro Monat und bewegen sich je nach Einordnung häufig zwischen 2.350 € und 2.960 €. Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt 3.740 € brutto monatlich erreicht, was meist mit regulären Stufensteigerungen und einer breiteren Aufgabenübernahme zusammenhängt.

Als erfahrene Fachkraft liegt das monatliche Bruttogehalt typischerweise bei etwa 4.870 €. Gehaltszuwächse ergeben sich vor allem über Besoldungs- und Stufenläufe sowie über Beförderungen in höher bewertete Funktionen. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsaufgaben sind Werte um 7.800 € brutto pro Monat üblich, wenn entsprechende Stellen und Bewertungen vorhanden sind.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Dienstjahre und Stufenlaufzeiten prägen die Entwicklung, da mit zunehmender Erfahrung oft höherwertige Aufgaben, mehr Verantwortung und eine höhere Einstufung verbunden sind.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie IT-Sicherheitszertifikate (z. B. CompTIA Security+, CISSP) oder Schulungen zu Funkmesstechnik und Frequenzmanagement erhöhen die Einsetzbarkeit in Spezialbereichen.
  • 3
    Spezialisierung auf SIGINT-Analyse, Kryptologie-nahe Auswertung, Protokollanalyse oder technische Forensik kann zu höher bewerteten Tätigkeiten und damit zu besseren Bezügen führen.
  • 4
    Zulagen und Funktionsbewertungen wirken sich aus, etwa bei Schichtdienst, Bereitschaft, sicherheitsrelevanten Verwendungen oder bei Übernahme von Koordinations- und Leitungsfunktionen.
  • 5
    Einsatz in größeren Organisationseinheiten mit komplexer Techniklandschaft führt häufiger zu höherer Aufgabenbewertung, da Schnittstellenarbeit, Dokumentationspflichten und Abstimmungsaufwand zunehmen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt wird stark durch Sicherheitslage, technische Entwicklung und den Ausbau digitaler Kommunikationsinfrastrukturen geprägt. Die Nachfrage nach Fähigkeiten in Signal- und Datenanalyse bleibt in vielen Bereichen stabil, weil Auswertung, Dokumentation und technische Einordnung kontinuierlich benötigt werden.

Trends wie Automatisierung, KI-gestützte Voranalyse und zunehmende Verschlüsselung verschieben den Schwerpunkt stärker in Richtung Systemverständnis, Datenkompetenz und Qualitätssicherung. Für Berufseinsteiger ergeben sich Chancen vor allem dort, wo neue Systeme eingeführt werden und zusätzliche Kapazitäten für Betrieb und Auswertung aufgebaut werden.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie ist die Vergütung im Beruf Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im öffentlichen Dienst geregelt?

Die Vergütung erfolgt nach Tarifvertrag (TVöD/TV-L) oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 2.660 € brutto/Monat für Einsteiger und 7.800 € brutto/Monat in höheren Stufen.

Wie entwickelt sich das Gehalt als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) durch Stufenaufstiege?

Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 2.660 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 4.870 € brutto/Monat in der Endstufe.

Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.660 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.870 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 8.500 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel höhere Grundgehälter.

In welchen Branchen kann man als Beamter für Fernmelde- und Elektronische Aufklärung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Verteidigung, Militärische Aufklärung, Auslandsnachrichtendienst, Geheimdienst, Fernmelde- und Elektronische Aufklärung oder Sicherheitsbehörden. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: