Duales Studium Archivdienst Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.950 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.000 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

5.500 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: A9 (gehobener Dienst) / A13 (höherer Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.500 €
4.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Versicherungen und Banken
5.120 €
+28%
Unternehmensarchive
5.000 €
+25%
Medienanstalten und Rundfunkarchive
4.880 €
+22%
Parlamentarische Archive
4.800 €
+20%
Staatliche Archive
4.600 €
+15%
Forschungsinstitute
4.480 €
+12%
Behörden und Verwaltungseinrichtungen
4.400 €
+10%
Hochschul- und Universitätsarchive
4.320 €
+8%
Körperschaften öffentlichen Rechts
4.240 €
+6%
Kommunale Archive
4.200 €
+5%
Kammern und Verbände
4.120 €
+3%
Bibliotheken und Dokumentationszentren
4.000 €
+0%
Museen und Gedenkstätten
3.800 €
-5%
Kirchenarchive
3.600 €
-10%
Religiöse Stiftungen und Verbände
3.520 €
-12%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Arbeitsalltag ist meist vom Dualen Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, offiziell läuft der Abschluss als Duales Studium Archivdienst / Diplom-Archivar (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Der Berufsalltag dreht sich um die Übernahme, Ordnung und Erschließung von Archivgut: Akten, Karten, Fotos, audiovisuelle Bestände oder digitale Unterlagen werden bewertet, verzeichnet und für die Nutzung bereitgestellt.

Gearbeitet wird überwiegend in Magazin- und Büroräumen, teils auch in Lesesälen sowie in Projekten zur Digitalisierung und Bestandserhaltung. Arbeitgeber finden sich beispielsweise in Stadt- und Landesarchiven, Bundesbehörden, kommunalen Verwaltungen, Hochschulen, Museen oder kirchlichen Einrichtungen sowie in Unternehmen mit eigenem Archiv.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.600 €

4.025 € – 5.175 €

+15%

Frankfurt am Main

4.400 €

3.850 € – 4.950 €

+10%

Stuttgart

4.360 €

3.815 € – 4.905 €

+9%

Düsseldorf

4.280 €

3.745 € – 4.815 €

+7%

Hamburg

4.200 €

3.675 € – 4.725 €

+5%

Hannover

4.160 €

3.640 € – 4.680 €

+4%

Köln

4.120 €

3.605 € – 4.635 €

+3%

Essen

4.120 €

3.605 € – 4.635 €

+3%

Nürnberg

4.080 €

3.570 € – 4.590 €

+2%

Dortmund

4.080 €

3.570 € – 4.590 €

+2%

Bremen

4.040 €

3.535 € – 4.545 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

4.000 €

3.500 € – 4.500 €

±0%

Berlin

3.920 €

3.430 € – 4.410 €

-2%

Leipzig

3.760 €

3.290 € – 4.230 €

-6%

Dresden

3.760 €

3.290 € – 4.230 €

-6%

Regionale Einschätzung

In der Regel liegen die Bruttogehälter in wirtschaftsstarken Regionen höher, etwa in Süddeutschland und in Ballungsräumen wie München, Stuttgart, Frankfurt oder Hamburg. Vergleichsweise niedrigere Werte finden sich häufiger in strukturschwächeren Regionen und in Teilen Ostdeutschlands.

Ausschlaggebend sind vor allem unterschiedliche Lebenshaltungskosten, Haushaltslagen öffentlicher Arbeitgeber und regionale Tariflandschaften, die sich auf die Eingruppierung und Stufenlaufzeiten auswirken können.

Zugang zur Tätigkeit

Duales Studium als Regelzugang

Der Regelzugang in den Archivdienst führt über ein Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d), das Studienphasen an einer Hochschule mit Praxisphasen bei einem Partnerunternehmen beziehungsweise einer ausbildenden Einrichtung verzahnt. Typisch ist ein geregeltes Auswahl- und Bewerbungsverfahren, das neben den Schulunterlagen auch Eignungsnachweise wie strukturierte Gespräche oder Tests umfassen kann. Als formale Grundlage gilt in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung; je nach Modell kommen auch gleichwertig anerkannte Zugänge in Betracht.

Verknüpfung von Theorie und Praxis

Charakteristisch ist die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis: In den Studienphasen stehen unter anderem Schriftgutverwaltung, Erschließung, Bestandsbildung, Bewertungsfragen, rechtliche Rahmenbedingungen des Verwaltungshandelns sowie digitale Langzeitverfügbarkeit und Metadatenarbeit im Mittelpunkt. In den Praxisphasen werden diese Inhalte auf konkrete Bestände, Nutzungsanfragen und Arbeitsabläufe übertragen, etwa in der Übernahme von Unterlagen, bei der Verzeichnung oder in Projekten zur Digitalisierung. Das dual Studierende Verhältnis wird üblicherweise über einen Studienvertrag geregelt, der die Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen strukturiert.

Alternative Wege zur Qualifizierung

Ergänzend können alternative Qualifikationswege eine Rolle spielen, etwa wenn bereits ein einschlägiger Hochschulabschluss vorliegt und der Einstieg über eine aufgabenspezifische Qualifizierung oder ein verwaltungsnahes Trainee- bzw. Volontariatsmodell erfolgt. Auch fachnahe Studiengänge wie Informationswissenschaft, Bibliotheks- und Informationsmanagement oder Geschichte können, je nach Ausrichtung der Stelle, als Grundlage dienen, ersetzen den Regelzugang über das duale Studium jedoch nicht automatisch.

Analytisches Denken und IT-Kompetenz

Für den Zugang wichtig sind neben sorgfältigem Arbeiten eine belastbare Dokumentations- und Entscheidungspraxis sowie ein sicherer Umgang mit Vertraulichkeit. Erwartet werden häufig sprachliche Genauigkeit, analytisches Denken und die Fähigkeit, komplexe Provenienzen nachvollziehbar zu ordnen. Da Archive zunehmend digital arbeiten, sind zudem stabile IT-Grundlagen, strukturiertes Arbeiten in Daten- und Erschließungssystemen sowie Kooperationsfähigkeit in Schnittstellenprojekten verbreitet relevant.

Fachbezogene Vertiefungen im Berufsverlauf

Im weiteren Berufsverlauf kommen vor allem fachbezogene Vertiefungen in Frage, etwa in digitaler Archivierung, Records Management, Bewertung und Überlieferungsbildung, Bestandserhaltung oder im Umgang mit audiovisuellen und born-digitalen Beständen. In der Praxis werden dafür häufig interne Qualifizierungen, Hochschulzertifikate oder fachspezifische Fortbildungen genutzt, die auf die Aufgaben im Archivdienst zugeschnitten sind.

Duales Studium

Theorie + Praxis kombiniertDual

Für ein duales Studium im Bereich Archivdienst wird in der Regel ein Duales Studium (Diplom-FH oder Bachelor) an einer Verwaltungshochschule vorausgesetzt. Das Studienformat verbindet akademische Lehre mit praktischer Tätigkeit im Unternehmen.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
(Fach-)Hochschulreife oder vergleichbare Qualifikation
Abschluss
Bachelor + ggf. Berufsabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Duales Studium Archivdienst

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Elektronische Dokumentenmanagementsysteme (DMS/ERM)Digitale Archivsysteme und LangzeitarchivierungslösungenDatenbanken und KatalogsystemeScan- und DigitalisierungstechnikTools für Massendigitalisierung und OCRGrundlegende KI-gestützte Erschließungs- und Suchtechnologien

Hinweis: Dual Studierende erhalten eine Vergütung vom Ausbildungsbetrieb (ca. 800-1.500 €/Monat je nach Branche).

Ausbildung & Berufseinstieg

Bewerbungsprozess und formale Zulassung

Der Einstieg ins Duale Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt meist mit einem zweigleisigen Bewerbungsprozess: Neben der Auswahl durch ein Partnerunternehmen oder eine öffentliche Einrichtung wird parallel die Zulassung an der Hochschule organisiert. Grundlage ist ein Studienvertrag, der Praxisphasen und die Einbindung in die Dienststelle regelt. In der Vorauswahl zählen in der Regel Hochschulreife, ein sicherer Umgang mit Sprache und strukturierter Arbeitsweise, ergänzt durch Sorgfalt, Diskretion und Interesse an historischen wie administrativen Zusammenhängen.

Inhalte der praktischen Ausbildung

Typisch ist ein Wechsel aus Theorie- und Praxisphasen, in denen neben Archivwissenschaft auch Rechts- und Verwaltungsgrundlagen, Erschließung, Bewertung und Bestandserhaltung eine Rolle spielen. In der Praxis geht es früh um die Übernahme konkreter Arbeitspakete, etwa bei der Verzeichnung, der Nutzungsauskunft oder bei Digitalisierungsabläufen. Das duale Studium ist vergütet; die Einordnung erfolgt häufig über Branchentarifverträge, teils werden Studiengebühren durch das Partnerunternehmen übernommen.

Abschluss und erste Einsatzbereiche

Die Studiendauer liegt häufig bei drei Jahren und führt in der Regel zu einem Bachelorabschluss; je nach Modell kann zusätzlich ein IHK-Abschluss vorgesehen sein. Nach dem Abschluss folgt der Übergang in die erste feste Rolle, häufig in Fachbereichen wie Magazin/Bestand, Erschließung oder Benutzungsdienst, teilweise auch in Projektumfeldern rund um Digitalisierung und Records Management.

Einstufung nach dem Studium

Beim Berufseinstieg bewegt sich das Gehalt typischerweise zwischen 2.800 € und 3.100 € brutto im Monat, ein gängiger Orientierungswert liegt bei 2.950 €. Die konkrete Zuordnung hängt in der Praxis vor allem von Tarifgruppe, Träger (öffentliche Verwaltung, kirchliche oder private Archive) und Aufgabenprofil ab. Häufig kommen geregelte Arbeitszeiten und klar definierte Zuständigkeiten hinzu, was die Einarbeitung in Prozesse und Rechtsvorgaben erleichtert.

Einarbeitung und eigenständige Projekte

In den ersten Monaten stehen Standardverfahren, Dokumentationspflichten und die sichere Anwendung von Bewertungs- und Erschließungsregeln im Vordergrund. Mit wachsender Routine werden eigenständige Teilbestände, komplexere Auskunftsfälle oder die Mitarbeit an Umzügen, Retrokonversionen und Digitalisierungsstrecken üblich. Entwicklungsschritte ergeben sich oft über Spezialisierungen, etwa in digitalen Langzeitstrategien, konservatorischen Schnittstellen oder projektbezogener Koordination.

Berufliche Entwicklungsoptionen Duales Studium Archivdienst

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Bibliothekar/in (wissenschaftliche Bibliotheken)

Mittlerer Aufwand

Erschließt und vermittelt Bestände, organisiert Informationszugänge und betreut Nutzer- sowie Bestandsservices in wissenschaftlichen Bibliotheken.

Gehalt:
3.200 € - 4.800 € brutto/Monat
Hoher Overlap in Erschließung, Metadatenarbeit und Recherche; ähnliche Routinen im Umgang mit Beständen und Nutzeranfragen.

Records Manager/in

Mittlerer Aufwand

Steuert die Ordnung, Aufbewahrung und Aussonderung von Unterlagen in Organisationen und gestaltet dazu Regelwerke und Prozesse.

Gehalt:
3.800 € - 5.700 € brutto/Monat
Gemeinsame Schnittmenge bei Records Management, Aktenordnung, Aufbewahrungsfristen und Prozessdokumentation.

Digital Preservation Specialist (Digitale Langzeitarchivierung)

Hoher Aufwand

Sichert die langfristige Nutzbarkeit digitaler Objekte durch Formaterhaltung, Metadatenpflege, Workflows und Systemkontrollen.

Gehalt:
4.200 € - 6.200 € brutto/Monat
Anknüpfung über digitale Langzeitverfügbarkeit, Metadatenstandards und Qualitätssicherung in digitalen Workflows.

Sachbearbeiter/in Dokumentenmanagement (DMS)

Leichter Wechsel

Pflegt und betreibt dokumentenbasierte Prozesse, unterstützt die Aktenführung und sorgt für strukturierte Ablage- und Zugriffskonzepte im DMS.

Gehalt:
3.000 € - 4.400 € brutto/Monat
Overlap in Dokumentation, Ordnungslogik, Compliance-Nähe und Verwaltungspraxis; häufige Nähe zum öffentlichen Dienst.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Archivarin/Archivar (Sachbearbeitung, Bestandserhaltung und Benutzung)

Gehalt:
2.800 € - 3.100 € brutto/Monat

Übernahme eigenständiger Verantwortung für Teilbestände, Erschließung, Magazinorganisation sowie Nutzer- und Auskunftsdienst im Archivbetrieb.

Abschluss im Dualen Studium (Theorie + Praxis), erste Praxisroutine in Erschließung, Bewertung und Benutzungsdienst

Stufe 2:Archivarin/Archivar (Schwerpunkt Fachverantwortung)

Gehalt:
3.600 € - 4.200 € brutto/Monat

Fachliche Verantwortung für definierte Überlieferungsbereiche, komplexere Bewertungsentscheidungen und Koordination von Arbeitsabläufen in Teilprozessen.

Mehrjährige Berufserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Bewertungsmodellen, Erschließungsstandards und Rechtsfragen (u. a. Schutzfristen)

Stufe 3:Referentin/Referent Archivwesen (projekt- und konzeptverantwortlich)

Tarifband (typisch):
5.000 € - 5.500 € brutto/Monat

Konzeption und Steuerung größerer Vorhaben wie Massenerschließung, Magazin-/Depotplanung oder digitale Workflows einschließlich Schnittstellen zu IT und Verwaltung.

Mehrjährige Erfahrung, nachweisbare Projektleitung, Routine in Regelwerksanwendung, Abstimmung mit abgebenden Stellen und internen Gremien

Stufe 4:Archivleitung / Teamleitung (erweiterte Verantwortung)

Gehalt:
5.780 € - 6.880 € brutto/Monat

Führung eines Teams, Budget- und Ressourcenplanung, strategische Weiterentwicklung von Sammlungs- und Erschließungsprofilen sowie Qualitätssicherung im Archivbetrieb.

Umfangreiche Berufserfahrung, Führungspraxis oder Führungskräftequalifizierung, Organisations- und Steuerungskompetenz, sichere Anwendung von Archiv- und Verwaltungsprozessen

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Bewertung und Überlieferungsbildung

praxisorientiert

Bewertung von Unterlagen, Aussonderungsprozesse und Aufbau eines konsistenten Überlieferungsprofils in Abstimmung mit abgebenden Stellen.

Gehalt:
3.700 € - 4.600 € brutto/Monat
Vertiefung in Bewertungsmodellen, Erfahrung in Aussonderung/Übernahme, sichere Anwendung von Schutzfristen und Zugangsregelungen

Erschließung und Verzeichnung (inkl. Regelwerksarbeit)

praxisorientiert

Strukturierte Erschließung, Findmittelpflege, Normdatenarbeit und Qualitätssicherung von Metadaten entlang etablierter Standards.

Gehalt:
3.500 € - 4.300 € brutto/Monat
Erfahrung mit Erschließungsstandards, Metadaten- und Normdatenpraxis, Routine in Bestandsanalyse und Tektonik

Digitale Archivierung und elektronische Akten

interdisziplinär

Aufbau und Betrieb digitaler Workflows von Übernahme bis Bereitstellung, inklusive Metadatenmapping und Schnittstellen zu Fachverfahren.

Gehalt:
4.600 € - 5.600 € brutto/Monat
Know-how in digitalen Aktenprozessen, Grundlagen der IT-Architektur, Metadatenkonzepte, Projektpraxis mit Partnerunternehmen/IT

Bestandserhaltung und konservatorische Steuerung

praxisorientiert

Koordination präventiver Bestandserhaltung, Verpackung/Umgebungsmonitoring sowie Steuerung externer Maßnahmen und Priorisierung nach Risiko.

Gehalt:
3.600 € - 4.500 € brutto/Monat
Fortbildung in Bestandserhaltung, Materialkunde-Grundlagen, Erfahrung in Schadensbildern, Abstimmung mit Restaurierung/Dienstleistern

Benutzungsdienst und Rechteklärung

praxisorientiert

Auskunft, Recherchen, Lesesaalprozesse sowie Prüfung von Schutzfristen und Nutzungsrechten für analoge und digitale Archivalien.

Gehalt:
3.400 € - 4.200 € brutto/Monat
Sicherheit in Schutzfristen- und Datenschutzpraxis, Routine in Recherchemethodik, Erfahrung mit Antrags- und Genehmigungsprozessen

Projektleitung Digitalisierung (Steuerung und Qualität)

strategisch

Planung und Steuerung von Digitalisierungsprogrammen, Dienstleistersteuerung, Qualitätskontrolle und Anbindung an Erschließungs- und Bereitstellungssysteme.

Gehalt:
5.100 € - 6.200 € brutto/Monat
Projektmanagement, Erfahrung mit Ausschreibungs-/Vergabeprozessen, Qualitätsstandards, Schnittstellenverständnis zu Repository/IT

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.600 €
Großunternehmen
4.400 €
Mittelstand
4.000 €
Kleinunternehmen
3.520 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Versicherungen und Banken
5.120 €
+28%
Unternehmensarchive
5.000 €
+25%
Medienanstalten und Rundfunkarchive
4.880 €
+22%
Parlamentarische Archive
4.800 €
+20%
Staatliche Archive
4.600 €
+15%
Forschungsinstitute
4.480 €
+12%
Behörden und Verwaltungseinrichtungen
4.400 €
+10%
Hochschul- und Universitätsarchive
4.320 €
+8%
Körperschaften öffentlichen Rechts
4.240 €
+6%
Kommunale Archive
4.200 €
+5%
Kammern und Verbände
4.120 €
+3%
Bibliotheken und Dokumentationszentren
4.000 €
+0%
Museen und Gedenkstätten
3.800 €
-5%
Kirchenarchive
3.600 €
-10%
Religiöse Stiftungen und Verbände
3.520 €
-12%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Duales Studium Archivdienst

Der Berufseinstieg im Archivdienst nach dem dualen Studium verbindet verwaltungsnahe Praxis mit wissenschaftlich geprägter Arbeitsweise. Mit wachsender Routine in Bewertung, Übernahme, Erschließung und Nutzung von Beständen steigt das Einkommen typischerweise von rund 2.950 € brutto im Monat schrittweise in Richtung 4.000 € nach einigen Jahren. Später wirken Spezialisierungen, Projektarbeit und institutionelle Zuständigkeiten stärker auf Gehalt und Aufgabenprofil. Digitale Archivsysteme, DMS, Massendigitalisierung und OCR prägen den Alltag, ergänzt um Datenschutz und IT-Sicherheit; KI-gestützte Suche verändert vor allem Erschließung und Recherche.

1. Jahr2.950 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; Start im Arbeitgeber mit Studienvertrag/Partnerunternehmen; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.120 €
Berufseinstieg (erste eigenständige Fälle)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; Anwendung von Bewertungs- und Erschließungsstandards; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.320 €
Berufliche Festigung

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; vertiefte Routine in Übernahme, Magazinierung, Benutzung; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.520 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; Mitarbeit in Digitalisierungs- und DMS-Prozessen; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.720 €
Berufliche Festigung (etabliert)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; selbstständige Bearbeitung komplexerer Bestände; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.080 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; Spezialisierung z. B. digitale Langzeitarchivierung/Katalogsysteme; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.450 €
Erfahrung & Spezialisierung (fortgeschritten)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; erweiterte Zuständigkeiten, Projektarbeit (z. B. Massendigitalisierung, OCR); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.820 €
Erfahrene Fachkraft

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; fachliche Ansprechrolle, Qualitätssicherung, Datenschutz/IT-Sicherheit im Archivkontext; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr5.160 €
Erfahrene Fachkraft (hohes Niveau)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; strategischere Aufgaben (Schnittstelle IT, Records-Management, Standards); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr5.500 €
Optionale Verantwortungsrolle (nicht regelhaft)

Duales Studium (Theorie + Praxis), Studienabschluss; optional koordinierende Aufgaben (z. B. Projektkoordination/Teamsteuerung in größeren Einrichtungen); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: A9 (gehobener Dienst) / A13 (höherer Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Einstieg liegen die Bruttogehälter typischerweise bei rund 2.950 € pro Monat, je nach Eingruppierung und Aufgabenprofil auch innerhalb einer Spanne von 2.800 € bis 3.100 €. Sprünge ergeben sich häufig über Stufenläufe und die Übernahme fester Zuständigkeiten, etwa für Bestandsgruppen, Bewertung oder Nutzerbetreuung.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung sind um 4.000 € brutto monatlich verbreitet. Als erfahrene Fachkraft werden häufig rund 5.500 € erreicht, vor allem bei spezialisierten Rollen oder größeren Verantwortungsbereichen. Mit erweiterter Verantwortung und Führung sind Gehälter um 6.330 € pro Monat möglich, typischerweise über höher bewertete Stellen und Leitungsfunktionen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Tarifbindung und Eingruppierung im öffentlichen Dienst: Entgeltgruppe, Stufe und Zulagen prägen das Monatsgehalt, besonders bei klaren Stufenaufstiegen über die Betriebszugehörigkeit.
  • 2
    Spezialisierung auf digitale Langzeitarchivierung, Records Management oder audiovisuelle Bestände: gefragte Expertise kann höherwertige Stellenprofile und Projektverantwortung ermöglichen.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie Zertifikate in Digital Preservation, DMS-Administration oder Datenschutz und Informationssicherheit erhöhen die Einsetzbarkeit an Schnittstellen zu IT und Verwaltung.
  • 4
    Übernahme von Leitungs- und Koordinationsaufgaben, etwa Teamkoordination, Magazin- und Bestandmanagement oder Projektleitung in Digitalisierungsprogrammen, wirkt sich meist direkt auf die Vergütung aus.
  • 5
    Arbeitgebergröße und Aufgabenbreite: große Verwaltungen oder Landesarchive bieten häufiger spezialisierte Stellen und Entwicklungspfade als kleine Einrichtungen mit stark generalistischen Rollen.

Marktausblick

Die Nachfrage nach archivfachlicher Kompetenz gilt insgesamt als stabil, weil Verwaltung, Wissenschaft und Kultureinrichtungen dauerhaft Unterlagen sichern und nutzbar machen müssen. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Aufgaben durch wachsende digitale Aktenbestände und komplexe Anforderungen an Nachvollziehbarkeit, Aufbewahrung und Zugriff.

Treiber sind insbesondere Digitalisierung, E-Akte, digitale Langzeitarchivierung und der Umgang mit hybriden Beständen. Einstiegschancen verbessern sich dort, wo Projekte zur Erschließung, Massendigitalisierung oder zur Einführung von Records-Management-Strukturen laufen und Schnittstellen zu IT und Datenschutz stärker werden.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Duales Studium Archivdienst netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie hoch ist die Vergütung während des dualen Studiums zum Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Dual Studierende erhalten durchschnittlich 1.400 € brutto/Monat. Die Vergütung steigt über die Studienjahre und liegt deutlich über klassischen Werkstudententätigkeiten.

Was verdient man als Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem dualen Studium?

Absolventen dualer Studiengänge steigen mit etwa 2.950 € brutto/Monat ein. Durch die bereits gesammelte Praxiserfahrung liegt das Einstiegsgehalt oft über dem reiner Hochschulabsolventen.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem Abschluss?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 2.950 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 5.500 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Wie stehen die Chancen auf Übernahme als Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem Studium?

Die Übernahmequote bei dualen Studiengängen ist vergleichsweise hoch. Viele Unternehmen bilden dual Studierende gezielt für den eigenen Bedarf aus. Das Einstiegsgehalt bei Übernahme liegt typischerweise bei 2.950 € brutto/Monat.

In welchen Branchen gibt es duale Studiengänge für den Beruf Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Staatliche Archive (Landesarchive, Bundesarchiv), Kommunale Archive (Stadtarchive, Kreisarchive), Behörden und Verwaltungseinrichtungen, Parlamentarische Archive, Hochschul- und Universitätsarchive oder Museen und Gedenkstätten. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Duales Studium Archivdienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.950 € brutto/Monat für Einsteiger und 5.500 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 6.880 € brutto/Monat möglich.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. A9 (gehobener Dienst) / A13 (höherer Dienst)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Verwendete Quellen (1)

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: