Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.750 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.750 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

5.900 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: IG Metall Tarifvertrag. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

4.500 €
5.000 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.750 € brutto/Monat

Flugzeugherstellung
5.700 €
+20%
Luftfahrtzulieferindustrie
5.460 €
+15%
Defence-Industrie
5.460 €
+15%
Aerospace-Komponenten
5.320 €
+12%
Militärische Luftfahrt
5.230 €
+10%
Raumfahrtzulieferer
5.230 €
+10%
Zivile Luftfahrt
4.990 €
+5%
Flughafeninfrastruktur
4.750 €
+0%
Luftfahrtforschung
4.610 €
-3%
Raumfahrtforschung
4.510 €
-5%
Luftfahrzeugwartung
4.510 €
-5%
Technische Dienste
4.370 €
-8%
Bundeswehr
4.280 €
-10%
Wissenschaftliche Einrichtungen
4.040 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im dualen Studium Luft- und Raumfahrttechnik wechseln sich Hochschulphasen und betriebliche Einsätze ab, in denen technische Aufgaben im Entwicklungs- und Produktionsumfeld anfallen. Typisch sind das Mitwirken an Konstruktion und Auslegung, das Auswerten von Messdaten aus Erprobungen sowie die Unterstützung bei Qualitätssicherung und Dokumentation, oft an Schnittstellen zu Elektronik, Software und Fertigung.

Gearbeitet wird je nach Einsatz in Büros mit CAD- und Simulationssoftware, in Prüffeldern und Laboren oder nahe der Fertigungslinie und Montage. Beschäftigung bieten beispielsweise Luft- und Raumfahrtunternehmen, Zulieferer für Struktur- und Triebwerkskomponenten, Entwicklungsdienstleister, Forschungsinstitute oder Organisationen im Bereich Satelliten- und Nutzlasttechnik.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

5.605 €

5.310 € – 5.900 €

+18%

Frankfurt am Main

5.320 €

5.040 € – 5.600 €

+12%

Stuttgart

5.320 €

5.040 € – 5.600 €

+12%

Düsseldorf

5.225 €

4.950 € – 5.500 €

+10%

Hamburg

5.130 €

4.860 € – 5.400 €

+8%

Köln

5.035 €

4.770 € – 5.300 €

+6%

Nürnberg

4.845 €

4.590 € – 5.100 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

4.750 €

4.500 € – 5.000 €

±0%

Hannover

4.750 €

4.500 € – 5.000 €

±0%

Essen

4.703 €

4.455 € – 4.950 €

-1%

Berlin

4.655 €

4.410 € – 4.900 €

-2%

Dortmund

4.655 €

4.410 € – 4.900 €

-2%

Bremen

4.608 €

4.365 € – 4.850 €

-3%

Leipzig

4.275 €

4.050 € – 4.500 €

-10%

Dresden

4.275 €

4.050 € – 4.500 €

-10%

Regionale Einschätzung

Die Gehälter fallen häufig in süddeutschen Industrieregionen und in Metropolräumen mit hoher Luft- und Raumfahrtdichte höher aus, etwa in Bayern und Baden‑Württemberg. In strukturschwächeren Regionen liegen Vergütungen im Schnitt eher darunter.

Unterschiede ergeben sich vor allem aus der regionalen Wirtschaftskraft, der Konzentration großer Arbeitgeber und Tariflandschaften sowie aus variierenden Lebenshaltungskosten, die in Ballungsräumen meist deutlich höher sind.

Zugang zur Tätigkeit

Kombination aus Theorie und Praxis

Der Regelzugang zur Tätigkeit in der Luft- und Raumfahrttechnik erfolgt über ein Duales Studium, das an einer Hochschule studienbegleitend mit Praxisphasen im Partnerunternehmen organisiert ist. Üblich ist eine Hochschulzugangsberechtigung (z. B. allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife); je nach Hochschule können zusätzliche Anforderungen wie Eignungstests oder fachspezifische Nachweise hinzukommen. Zentral ist der Studienvertrag, da er die betriebliche Ausbildungskomponente, Vergütung und Einsatzbereiche in der Praxis verbindlich regelt.

Zweigleisiger Bewerbungsprozess und Auswahlverfahren

Der Bewerbungsprozess läuft in der Praxis oft zweigleisig: Einerseits erfolgt die Bewerbung beim Partnerunternehmen, andererseits die Immatrikulation an der kooperierenden Hochschule. Auswahlverfahren beinhalten häufig Interviews, technische Tests oder Aufgaben zu Mathematik und Physik, weil diese Grundlagen für viele Module vorausgesetzt werden. Da das duale Modell auf feste Einsatzpläne angewiesen ist, spielen Planungssicherheit und die Passung zwischen Hochschule, Studienstruktur und Unternehmensbereich eine größere Rolle als in rein hochschulischen Studiengängen.

Ingenieurwissenschaftliche Grundlagen und Projekte

Inhaltlich verbindet das Studium ingenieurwissenschaftliche Grundlagen mit luft- und raumfahrtspezischen Anwendungen. Typisch sind Anteile aus Höherer Mathematik, Technischer Mechanik, Strömungslehre, Werkstoffkunde, Konstruktion sowie Mess-, Regelungs- und Simulationstechnik, ergänzt durch Projekte im Unternehmen. In den Praxisphasen stehen häufig Entwicklung, Erprobung, Qualitätssicherung oder Instandhaltungsnahe Dienstleistungen im Vordergrund; dabei entstehen früh Schnittstellen zu Zulassung, Dokumentation und Sicherheitsanforderungen.

Alternative Qualifikationswege und Vertiefungen

Ergänzend existieren alternative Qualifikationswege, etwa ein klassisches Hochschulstudium mit anschließenden Praxiseinstiegen oder ein technischer Berufsabschluss mit späterem Studium, sofern die Hochschulzugangsberechtigung auf anderem Weg erfüllt wird. Spezialisierungen werden häufig über einschlägige Vertiefungen und Weiterbildungen abgedeckt, etwa in Strukturmechanik, Avionik, Systemengineering, CAD/CAE, Simulation oder Qualitäts- und Sicherheitsprozessen in regulierten technischen Umfeldern.

Erforderliche Belastbarkeit und Kommunikation

Persönlich sind Belastbarkeit und ein verlässliches Selbstmanagement wichtig, weil Studien- und Praxisanforderungen parallel laufen. Erwartet werden außerdem Teamfähigkeit, präzises Arbeiten und eine klare Kommunikation, da Entwicklungs- und Prüfprozesse stark arbeitsteilig sind und Ergebnisse dokumentationsfest sein müssen. Eine ausgeprägte Problemlösefähigkeit sowie solide Englischkenntnisse sind in vielen Teams und Unterlagen gängige Arbeitsvoraussetzungen.

Duales Studium

Theorie + Praxis kombiniertDual

Für ein duales Studium im Bereich Luft- und Raumfahrttechnik wird in der Regel ein Duales Hochschulstudium (praxisintegriert oder ausbildungsintegriert) vorausgesetzt. Das Studienformat verbindet akademische Lehre mit praktischer Tätigkeit im Unternehmen.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
(Fach-)Hochschulreife oder vergleichbare Qualifikation
Abschluss
Bachelor + ggf. Berufsabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
hoch
CAD/CAE (z.B. CATIA, Siemens NX, ANSYS)CFD- und FEM-SimulationDigitaler ZwillingLeichtbau- und Verbundwerkstoff-TechnologienAvionik- und SteuerungssystemeAdditive Fertigung

Hinweis: Dual Studierende erhalten eine Vergütung vom Ausbildungsbetrieb (ca. 800-1.500 €/Monat je nach Branche).

Ausbildung & Berufseinstieg

Strukturierte Abstimmung zwischen Partnern

Der Einstieg ins Duale Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt typischerweise mit zwei parallel laufenden Prozessen: einem Studienvertrag mit einem Partnerunternehmen und der Immatrikulation an einer Hochschule. In der Praxis werden Auswahlverfahren häufig mehrstufig organisiert und kombinieren Unterlagenprüfung, Gespräche und teils fachnahe Tests. Da Theorie- und Praxisplätze zusammenpassen müssen, spielt die Abstimmung zwischen Unternehmen und Hochschule eine größere Rolle als in rein hochschulischen Studiengängen.

Fester Rhythmus und Abschlüsse

Im Ablauf wechseln sich Theoriephasen an der Hochschule und Praxisphasen im Betrieb in einem festen Rhythmus ab. Die Studiendauer ist meist klar strukturiert und führt in der Regel zum Bachelor; je nach Modell kann ergänzend ein zusätzlicher IHK-Abschluss vorgesehen sein. Inhaltlich geht es früh um technische Grundlagen, Konstruktion und Berechnung, Werkstoffe, Strömungs- und Thermodynamik sowie um systemisches Denken an komplexen Baugruppen. Für den Zugang wird üblicherweise die Hochschulreife erwartet, dazu kommen solide Mathematik- und Physikkenntnisse, räumliches Vorstellungsvermögen und sauberes Arbeiten in Dokumentation und Teamabstimmung.

Finanzielle Rahmenbedingungen und Eingruppierung

Dual Studierende erhalten eine tariflich oder betrieblich geregelte Vergütung, die sich oft nach Studienjahren staffelt; in vielen Partnerunternehmen werden außerdem Studiengebühren ganz oder teilweise übernommen. Nach dem Abschluss liegen Einstiegsgehälter typischerweise in einer Spanne von 3.000 € bis 4.000 € brutto/Monat, häufig bei etwa 3.750 € brutto/Monat. Die Einordnung erfolgt in vielen Betrieben über Branchentarifverträge und entsprechende Gruppen, wodurch Aufgabenpakete und Entwicklungsschritte relativ klar beschrieben sind.

Einsatzfelder in der Konstruktion

Typische Einstiegspositionen finden sich in der Konstruktion und Entwicklung, in der Berechnung/Simulation, in der Fertigungstechnik, im Qualitätsmanagement oder im technischen Projektumfeld. Der Übergang aus dem dualen Studium ist oft von der Frage geprägt, wie breit das Einsatzfeld im Unternehmen angelegt ist: Manche Rollen starten sehr nah an einzelnen Komponenten oder Teilprojekten, andere sind stärker schnittstellenorientiert und arbeiten früh mit Zulassung, Dokumentation und Lieferanten zusammen.

Verantwortung in den ersten Berufsjahren

In den ersten Berufsjahren verlagert sich der Schwerpunkt meist von klar umrissenen Teilaufgaben hin zu mehr Verantwortung für Arbeitspakete, Nachweisführung und Abstimmung über Fachgrenzen hinweg. Je nach Unternehmen und Produktbereich können Vertiefungen in Bereichen wie Avionik-nahe Systeme, Leichtbau, Antriebssysteme oder Versuchs- und Erprobungsplanung entstehen. Welche Entwicklungsschritte möglich sind, hängt dabei stark von Projektlage, Organisationsstruktur und den im Studienvertrag angelegten Einsatzstationen ab.

Berufliche Entwicklungsoptionen Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Maschinenbauingenieur/in (Konstruktion & Entwicklung)

Leichter Wechsel

Entwickelt und konstruiert Maschinen, Anlagen oder Produkte inklusive Berechnung, Auslegung und technischer Abstimmung.

Gehalt:
3.600 € - 5.800 € brutto/Monat
Hoher Overlap in CAD/CAx, Auslegung, Werkstoff- und Strukturverständnis sowie technische Dokumentation.

Ingenieur/in Elektrotechnik (Systeme/Hardware)

Mittlerer Aufwand

Plant, entwickelt und validiert elektrische Komponenten und Systeme, häufig mit Fokus auf Schnittstellen, EMV und Integration.

Gehalt:
3.700 € - 6.100 € brutto/Monat
Gemeinsame Grundlagen in Elektronik/Systemtechnik, Schnittstellenarbeit und Nachweis-/Testlogik, je nach Studienschwerpunkt.

Automotive Systems Engineer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Spezifiziert und integriert technische Systeme im Fahrzeugumfeld und begleitet deren Absicherung über Tests und Reviews.

Gehalt:
3.800 € - 6.300 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen aus Produktentstehung, Requirements, Verifikation/Validierung und regulierten Entwicklungsprozessen.

Qualitätsingenieur/in (Industrie)

Mittlerer Aufwand

Sichert Produkt- und Prozessqualität durch Prüfkonzepte, Analysen, Reklamationsbearbeitung und Lieferanten-/Prozessfreigaben.

Gehalt:
3.500 € - 5.700 € brutto/Monat
Starkes Skill-Overlap in regulatorischen Umfeldern, Qualitätsmethoden, Auditlogik und Fehler-/Ursachenanalysen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Entwicklungsingenieur/in Luft- und Raumfahrt

Gehalt:
3.300 € - 3.900 € brutto/Monat

Einstieg in Konstruktion und Berechnung, z. B. für Strukturbauteile, Systeme oder Baugruppen, häufig in tariflich geprägten Entwicklungsbereichen.

Abgeschlossenes duales Studium (Bachelor) mit Studienvertrag im Partnerunternehmen; erste Praxis in Entwicklung/Produktion aus den Praxisphasen

Stufe 2:Projektingenieur/in Luft- und Raumfahrt

Tarifband (typisch):
4.500 € - 4.900 € brutto/Monat

Übernahme von Teilprojektverantwortung, Koordination von Schnittstellen (Entwicklung, Fertigung, Qualität, Einkauf) sowie Termin- und Kostenbeitrag im Projekt.

Mehrjährige Berufserfahrung; Methodenkenntnisse in Projektarbeit (z. B. Terminplanung, Änderungswesen), oft ergänzt durch interne Projektqualifizierungen

Stufe 3:Senior Engineer / Specialist (Luft- und Raumfahrt)

Tarifband (typisch):
5.800 € - 6.000 € brutto/Monat

Eigenständige fachliche Verantwortung für komplexe Arbeitspakete, Reviews, technische Entscheidungen und Unterstützung von Junior-Rollen im Team.

Mehrjährige, vertiefte Praxis in einem Kerngebiet (z. B. Strukturauslegung, Systeme, Nachweisführung); dokumentierte Projekterfolge und Review-Erfahrung

Stufe 4:Teamleitung Engineering / Gruppenleitung

Gehalt:
6.500 € - 8.500 € brutto/Monat

Führung eines Teams, Priorisierung von Aufgaben, Ressourcenplanung sowie Verantwortung für Zielerreichung, Qualität und Zusammenarbeit mit Programm- und Linienorganisation.

Erfahrung in Steuerung komplexer Themen; Führungskompetenz (z. B. interne Leadership-Programme), häufig ergänzt durch betriebswirtschaftliche Grundlagen und Konflikt-/Stakeholder-Management

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Strukturmechanik & Festigkeitsnachweis

praxisorientiert

Auslegung tragender Strukturen, Lastannahmen, Nachweisführung und Unterstützung von Design-Reviews.

Tarifband (typisch):
5.700 € - 5.950 € brutto/Monat
Nachweis-/Zulassungsprozesse, vertiefte FEM-Kenntnisse, Dokumentations- und Reviewpraxis

Systemintegration & Avionik-Schnittstellen

praxisorientiert

Integration von Subsystemen, Schnittstellenklärung, Systemtests und Begleitung der Verifikation im Entwicklungsprozess.

Tarifband (typisch):
5.600 € - 5.900 € brutto/Monat
Requirements-Engineering, Testmethodik, Konfigurations-/Änderungsmanagement, Domänenwissen zu Avionik/Bus-Systemen

Triebwerkstechnik & Thermodynamik

interdisziplinär

Komponentenverständnis, thermodynamische Bewertungen, Mitwirkung bei Auslegung, Analyse und Betriebserprobung.

Tarifband (typisch):
5.800 € - 6.000 € brutto/Monat
Vertiefung in Thermodynamik/Strömungslehre, Mess- und Versuchsauswertung, Dokumentationsanforderungen im regulierten Umfeld

Qualitätssicherung & Zertifizierung (Aerospace)

praxisorientiert

Prozess- und Produktqualität, Abweichungsmanagement, Audits sowie Nachweisführung entlang regulierter Standards.

Tarifband (typisch):
5.300 € - 5.800 € brutto/Monat
Qualitätsmethoden (z. B. FMEA/8D), Auditpraxis, Normen- und Prozessverständnis in der Luftfahrt

Technisches Projektmanagement (Programme/Entwicklung)

strategisch

Steuerung technischer Arbeitspakete, Termin-/Kostenbeiträge, Stakeholder-Management und Entscheidungsvorlagen im Projekt.

Gehalt:
6.200 € - 7.600 € brutto/Monat
Projektmanagement-Methoden, Planung/Controlling, Änderungswesen; oft ergänzt durch interne PM- oder Leadership-Programme

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
5.463 €
Großunternehmen
5.225 €
Mittelstand
4.750 €
Kleinunternehmen
4.180 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.750 € brutto/Monat

Flugzeugherstellung
5.700 €
+20%
Luftfahrtzulieferindustrie
5.463 €
+15%
Defence-Industrie
5.463 €
+15%
Aerospace-Komponenten
5.320 €
+12%
Militärische Luftfahrt
5.225 €
+10%
Raumfahrtzulieferer
5.225 €
+10%
Zivile Luftfahrt
4.988 €
+5%
Flughafeninfrastruktur
4.750 €
+0%
Luftfahrtforschung
4.608 €
-3%
Raumfahrtforschung
4.513 €
-5%
Luftfahrzeugwartung
4.513 €
-5%
Technische Dienste
4.370 €
-8%
Bundeswehr
4.275 €
-10%
Wissenschaftliche Einrichtungen
4.038 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik

Typisch ist ein vergleichsweise strukturierter Einstieg mit klaren Aufgabenpaketen und schnellem Kompetenzaufbau im Partnerunternehmen. Nach dem dualen Studium liegen die Gehälter häufig um 3.750 € brutto im Monat; mit wachsender Routine in Entwicklung, Berechnung oder Erprobung steigt das Niveau in Richtung 4.750 €. Mit Spezialisierung, Schnittstellenarbeit und mehr Verantwortung in Projekten sind rund 5.900 € erreichbar. Die Nachfrage wird stark von Innovations- und Sicherheitsanforderungen geprägt, während CAD/CAE, FEM/CFD, Datenanalyse und modellbasierte Entwicklung (MBSE) die Arbeit deutlich verändern.

1. Jahr3.750 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.830 €
Berufseinstieg (erste Projektaufgaben)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr4.130 €
Berufliche Festigung (mehr Eigenverantwortung)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr4.440 €
Berufliche Festigung (Schnittstellenarbeit)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.750 €
Berufliche Festigung (Routine, Qualität & Dokumentation)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr5.130 €
Erfahrung & Spezialisierung (FEM/CFD, CAE)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr5.520 €
Erfahrung & Spezialisierung (Systeme, Tests, Zulassung)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr5.900 €
Erfahrene Fachkraft (Projektverantwortung im Teilbereich)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr6.220 €
Erfahrene Fachkraft (komplexe Arbeitspakete, Reviews)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr6.540 €
Optionale Verantwortungsrolle (fachliche Koordination im Projekt)

Duales Studium (Theorie + Praxis); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: IG Metall Tarifvertrag. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegen typische Bruttogehälter bei rund 3.750 € pro Monat, je nach Rolle und Arbeitgeber auch zwischen 3.000 € und 4.000 €. Erhöhungen ergeben sich häufig über tarifliche Stufen, Funktionszulagen oder den Wechsel in anspruchsvollere Projektaufgaben.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden im Mittel rund 4.750 € brutto monatlich erreicht, mit einer Bandbreite von 4.500 € bis 5.000 €. Als erfahrene Fachkraft bewegen sich die Werte typischerweise um 5.900 € brutto pro Monat, häufig getragen durch Systemverantwortung, Teilprojektleitung oder Spezialisierung in sicherheitskritischen Entwicklungsbereichen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken oft stufenweise, besonders wenn Eingruppierungen, Projektverantwortung oder Systemverantwortung mit klar definierten Rollenprofilen verknüpft sind.
  • 2
    Tarifbindung und Eingruppierung (z. B. nach Metall- und Elektro-Tarif) beeinflussen Grundgehalt, Sonderzahlungen und transparente Entwicklungspfade spürbar gegenüber außertariflichen Strukturen.
  • 3
    Spezialisierungen wie Aerodynamik/CFD, Strukturmechanik und Leichtbau, Avionik, Triebwerkstechnik oder Systems Engineering erhöhen die Einsetzbarkeit in anspruchsvollen Entwicklungs- und Integrationsprojekten.
  • 4
    Zusatzqualifikationen wie CATIA-/Siemens-NX-Zertifikate, MATLAB/Simulink-Nachweise, Requirements-Engineering (z. B. IREB) oder Qualitätsnormen (EN 9100) stärken die Position in regulierten Umfeldern.
  • 5
    Unternehmensgröße und Projektportfolio spielen mit hinein: Großunternehmen mit komplexen Programmen, Serienfertigung und klaren Karrierebändern zahlen häufig höher als kleinere Entwicklungsbüros.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Fachkräften in der Luft- und Raumfahrttechnik gilt insgesamt als stabil, mit Wachstumsschwerpunkten in einzelnen Segmenten. Treiber sind unter anderem effizientere Antriebe, Leichtbau, zunehmende Elektrifizierung sowie die stärkere Nutzung von Simulation, Digital Twins und datenbasierten Testmethoden.

Zugleich verändern streng regulierte Entwicklungsprozesse und die stärkere Software- und Systemorientierung die Aufgabenprofile. Für Berufseinsteiger ergeben sich Chancen vor allem dort, wo Unternehmen Entwicklungs- und Integrationskapazitäten ausbauen und interdisziplinäre Teams an Luftfahrzeugen, Satelliten oder zugehörigen Bodensystemen arbeiten.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie hoch ist die Vergütung während des dualen Studiums zum Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Dual Studierende erhalten durchschnittlich 1.400 € brutto/Monat. Die Vergütung steigt über die Studienjahre und liegt deutlich über klassischen Werkstudententätigkeiten.

Was verdient man als Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem dualen Studium?

Absolventen dualer Studiengänge steigen mit etwa 3.750 € brutto/Monat ein. Durch die bereits gesammelte Praxiserfahrung liegt das Einstiegsgehalt oft über dem reiner Hochschulabsolventen.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem Abschluss?

Berufserfahrung und zunehmende Verantwortung wirken sich merklich auf die Vergütung aus. Vom Einstiegsniveau bei 3.750 € brutto/Monat ist mit der Zeit ein Anstieg auf rund 5.900 € brutto/Monat realistisch – je nach Branche und Funktion auch mehr.

Wie stehen die Chancen auf Übernahme als Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem Studium?

Die Übernahmequote bei dualen Studiengängen ist vergleichsweise hoch. Viele Unternehmen bilden dual Studierende gezielt für den eigenen Bedarf aus. Das Einstiegsgehalt bei Übernahme liegt typischerweise bei 3.750 € brutto/Monat.

In welchen Branchen gibt es duale Studiengänge für den Beruf Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Zivile Luftfahrt, Militärische Luftfahrt, Flugzeugherstellung, Luftfahrtzulieferindustrie, Raumfahrtzulieferer oder Aerospace-Komponenten. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Duales Studium Luft- und Raumfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.750 € brutto/Monat für Einsteiger und 5.900 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 8.500 € brutto/Monat möglich.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. IG Metall Tarifvertrag), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: