Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Kurzüberblick: Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) Gehalt 2026Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) Gehalt 2026
∅ Einstiegsgehalt
(0–2 Jahre)
3.630 €
brutto / Monat
Median-Gehalt
(Fachkraft, 3–5 Jahre)
4.280 €
brutto / Monat
Senior-Gehalt
(5+ Jahre)
4.980 €
brutto / Monat
Top-Regionen
München · Frankfurt am Main · Düsseldorf
Arbeitsmarkt
Mittlere Nachfrage
Tarifliche Grundlage: ÖD (Öffentlicher Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)
Kurzbeschreibung Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d)
Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen bearbeiten Anträge, prüfen Anspruchsvoraussetzungen und dokumentieren Vorgänge in Fachverfahren. Im Alltag wechseln sich Beratungstermine, telefonische Auskünfte und die schriftliche Kommunikation mit Leistungsberechtigten, Arbeitgebern und Bildungsträgern ab.
Gearbeitet wird überwiegend im Büro- und Serviceumfeld mit festen Zuständigkeiten, Fristen und klaren Prozessketten. Typische Einsatzorte sind beispielsweise Agenturen für Arbeit, Jobcenter oder gemeinsame Einrichtungen, vereinzelt auch Träger im öffentlichen Dienst mit arbeitsmarktbezogenen Aufgaben wie etwa Reha- oder Integrationsstellen.
Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten
Gehaltsspannen für Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.
München
4.794 €
4.402 € – 5.085 €
Frankfurt am Main
4.708 €
4.323 € – 4.994 €
Düsseldorf
4.580 €
4.205 € – 4.858 €
Stuttgart
4.537 €
4.166 € – 4.812 €
Hamburg
4.494 €
4.127 € – 4.767 €
Hannover
4.451 €
4.087 € – 4.722 €
Köln
4.408 €
4.048 € – 4.676 €
Essen
4.408 €
4.048 € – 4.676 €
Berlin
4.366 €
4.009 € – 4.631 €
Nürnberg
4.366 €
4.009 € – 4.631 €
Dortmund
4.366 €
4.009 € – 4.631 €
Bremen
4.323 €
3.969 € – 4.585 €
Deutschland (Durchschnitt)
4.280 €
3.930 € – 4.540 €
Leipzig
4.023 €
3.694 € – 4.268 €
Dresden
4.023 €
3.694 € – 4.268 €
| Stadt | Min | Median | Max | Faktor |
|---|---|---|---|---|
München | 4.402 € | 4.794 € | 5.085 € | +12% |
Frankfurt am Main | 4.323 € | 4.708 € | 4.994 € | +10% |
Düsseldorf | 4.205 € | 4.580 € | 4.858 € | +7% |
Stuttgart | 4.166 € | 4.537 € | 4.812 € | +6% |
Hamburg | 4.127 € | 4.494 € | 4.767 € | +5% |
Hannover | 4.087 € | 4.451 € | 4.722 € | +4% |
Köln | 4.048 € | 4.408 € | 4.676 € | +3% |
Essen | 4.048 € | 4.408 € | 4.676 € | +3% |
Berlin | 4.009 € | 4.366 € | 4.631 € | +2% |
Nürnberg | 4.009 € | 4.366 € | 4.631 € | +2% |
Dortmund | 4.009 € | 4.366 € | 4.631 € | +2% |
Bremen | 3.969 € | 4.323 € | 4.585 € | +1% |
Deutschland (Durchschnitt) | 3.930 € | 4.280 € | 4.540 € | ±0% |
Leipzig | 3.694 € | 4.023 € | 4.268 € | -6% |
Dresden | 3.694 € | 4.023 € | 4.268 € | -6% |
Regionale Einschätzung
Regional fallen die Gehälter häufig in wirtschaftsstarken Ballungsräumen und südlichen Bundesländern höher aus, während strukturschwächere Regionen im Osten und ländliche Räume eher darunter liegen. Unterschiede ergeben sich vor allem aus Lebenshaltungskosten, regionaler Entgeltpraxis und der jeweiligen Haushalts- und Stellenlage öffentlicher Arbeitgeber.
Auch die Dichte großer Standorte und Behördenzentren kann das Gehaltsniveau vor Ort spürbar beeinflussen.
Zugang zur Tätigkeit
Duale Ausbildung als Zugangsweg
Der Regelszugang zur Tätigkeit als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erfolgt über eine duale Ausbildung. In der Praxis wird häufig ein mittlerer Schulabschluss erwartet, teils auch eine (Fach-)Hochschulreife, wobei die Auswahl meist über ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren mit Eignungsanteilen läuft. Relevante Voraussetzungen liegen vor allem in sicherer schriftlicher Kommunikation, grundlegender Zahlen- und Rechtsanwendung sowie einer belastbaren Arbeitsweise, da viele Abläufe fallbezogen, fristgebunden und dokumentationsintensiv sind.
Inhalte der dreijährigen Qualifizierung
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Berufsschule mit Praxisphasen im Ausbildungsbetrieb, typischerweise in Dienststellen mit Kundenkontakt, Leistungsbearbeitung und interner Sachbearbeitung. Inhalte drehen sich um Beratung und Vermittlung im Rahmen standardisierter Prozesse, das Bearbeiten von Anträgen und Leistungsfällen, den Umgang mit Daten und digitalen Fachverfahren sowie um Datenschutz und Verfahrenssicherheit. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnen IT-gestützte Workflows, strukturierte Datenerfassung und der sichere Umgang mit Softwarelösungen zusätzlich an Gewicht.
Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz
Der Abschluss wird über eine Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit erworben; die rechtliche Grundlage bildet das BBiG (Berufsbildungsgesetz). Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer kommt im System der dualen Ausbildung grundsätzlich bei sehr guten Leistungen oder einschlägigen Vorqualifikationen vor und bleibt an die formalen Rahmenbedingungen des Ausbildungsbetriebs und der Prüfung gebunden.
Fachliche Vertiefung und Aufstiegsfortbildung
Nach dem Abschluss sind Weiterbildungen vor allem in der Vertiefung fachlicher Aufgabenfelder angesiedelt, etwa in der Spezialisierung auf Leistungsrecht, Vermittlung, Arbeitgeber-Services oder Fallmanagement innerhalb der arbeitsmarktbezogenen Verwaltung. Daneben sind Aufstiegsfortbildungen innerhalb des Berufssystems verbreitet, die auf koordinierende oder qualitäts- und prozessorientierte Funktionen vorbereiten, häufig mit stärkerem Fokus auf digitalisierten Fachverfahren, Datenqualität und Schnittstellen in IT- und Softwareumgebungen.
Sorgfalt in der Fallbearbeitung
Persönlich hilfreich sind ausgeprägte Service- und Konfliktfähigkeit, Diskretion im Umgang mit sensiblen Daten sowie eine hohe Konzentrationsfähigkeit bei Routinen und Einzelfallprüfungen. Da Arbeit häufig unter Zeitdruck, mit wechselnden Anliegen und in digitalen Systemen erfolgt, zählen auch Anpassungsfähigkeit, Teamkoordination und Sorgfalt bei Dokumentation und Entscheidungen zu den typischen Anforderungen.
Ausbildungsvergütung
Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen
Vergütung nach Ausbildungsjahr
Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße
Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.314 € brutto/Monat
Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen
Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.
Ausbildung & Berufseinstieg
Start in arbeitsmarktnahen Organisationen
Der Einstieg in den Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) erfolgt über eine duale Ausbildung, die in der Regel bei Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit oder in vergleichbaren arbeitsmarktnahen Organisationen angesiedelt ist. Im Bewerbungsprozess zählen neben vollständigen Unterlagen häufig erste Einblicke in Verwaltungsabläufe, etwa durch Praktika oder Nebenjobs, sowie ein nachvollziehbares interesse an sozial- und verwaltungsbezogenen Themen. Erwartet werden meist mindestens ein mittlerer Schulabschluss, solide Deutschkenntnisse, grundlegende Mathematik- und IT-Sicherheit sowie ein verlässlicher, strukturierter Arbeitsstil.
Struktur der vergüteten Lehrzeit
Die Ausbildung dauert 3 Jahre und folgt dem Wechsel von Berufsschule und Betrieb; vermittelt werden rechtliche Grundlagen, Kundenkommunikation, Daten- und Fallbearbeitung sowie der sichere Umgang mit internen Fachverfahren. Rechtlich ist die Ausbildung im BBiG (Berufsbildungsgesetz) verankert, geprüft wird über eine Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit als prüfende Stelle. Die Ausbildungszeit ist vergütet, in tarifgebundenen Bereichen orientiert sich die Vergütung häufig an entsprechenden Regelungen; die konkrete Ausgestaltung kann je nach Einsatzstelle variieren.
Erste Verwendung in der Sachbearbeitung
Nach bestandener Abschlussprüfung liegt der Einstieg häufig in der Sachbearbeitung mit direktem Kundinnen- und Kundenkontakt, etwa in der Antragsbearbeitung, Leistungsgewährung oder in serviceorientierten Front-Office-Bereichen. Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger werden im deutschlandweiten Durchschnitt 3.630 € brutto/Monat als Einstiegsgehalt angesetzt; je nach Aufgabenmix, Organisationseinheit und Tarifbindung bewegt sich der Einstieg typischerweise zwischen 3.420 € und 3.780 € brutto/Monat. Zum Arbeitsalltag gehören dokumentationssichere Vorgänge, Termin- und Fristenmanagement sowie die verständliche Vermittlung von Leistungs- und Verfahrensschritten.
Routine in der Gesprächsführung
In den ersten Berufsjahren steht meist die sichere Anwendung von Verfahrensrecht, Datenschutz und internen Prozessen im Vordergrund, ergänzt um routinierte Gesprächsführung in auch konfliktbelasteten Situationen. Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über Spezialisierungen, etwa in der Leistungsbearbeitung, in Widerspruchs- und Klärungsprozessen oder in Bereichen mit stärkerem Bezug zu Arbeitsvermittlung und Arbeitgeber-Service. Weiterqualifizierungen können zusätzlich den Wechsel in koordinierende Aufgaben oder in Schnittstellenfunktionen zu anderen Sozialleistungsträgern unterstützen.
Eingruppierung nach Aufgabenprofil
Die Tarifbindung ist im Umfeld des Berufs häufig gegeben, wirkt sich aber nicht in jedem Einsatzfeld identisch aus, weil Zuständigkeiten und Eingruppierungen von Organisation und Aufgabenprofil abhängen. Typisch ist zudem, dass sich Anforderungen an Sorgfalt, Serviceorientierung und rechtssichere Bearbeitung mit der Fallkomplexität erhöhen. Abweichungen im Einzelfall sind möglich, etwa durch regionale Arbeitsmarktlagen, unterschiedliche Organisationsstrukturen oder variierende Zuständigkeitszuschnitte.
Berufliche Entwicklungsoptionen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen
Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:
Sozialversicherungsfachangestellte/r
Bearbeitung von Versicherungs- und Leistungsfällen in der Sozialversicherung inklusive Beratung und Verwaltungsvorgängen.
Organisation von Büro- und Geschäftsprozessen mit Schwerpunkt Administration, Kommunikation und kaufmännische Assistenz.
Beratung und Unterstützung in sozialen Problemlagen sowie Begleitung bei Integration in Arbeit, Bildung oder soziale Hilfesysteme.
Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen
Administrative und kaufmännische Bearbeitung von Vorgängen in Einrichtungen des Gesundheitswesens, häufig mit Leistungs- und Abrechnungsbezug.
Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:
Stufe 1:Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen (Berufseinstieg)
Einstieg in die Kunden- und Fallbearbeitung, Leistungs- und Vermittlungsprozesse sowie administrative Aufgaben im operativen Tagesgeschäft.
Stufe 2:Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen (nach erster Berufserfahrung)
Eigenständigere Bearbeitung von Vorgängen, häufig mit erweitertem Zuständigkeitsbereich in Beratung, Leistungsgewährung oder Vermittlungsunterstützung.
Stufe 3:Erfahrene Fachkraft / Senior-Sachbearbeitung Arbeitsmarktdienstleistungen
Bearbeitung komplexerer Fälle, Qualitätssicherung im Teamkontext, häufig fachliche Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen sowie Schnittstellenarbeit.
Stufe 4:Teamleitung / Gruppenleitung (Arbeitsmarktdienstleistungen)
Führung eines Teams, Steuerung von Arbeitsabläufen, Ziel- und Qualitätsverantwortung sowie Personal- und Einsatzplanung im operativen Bereich.
Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:
Leistungsgewährung (SGB-nahe Fallbearbeitung)
Prüfung, Bearbeitung und Dokumentation von Leistungsansprüchen, Schnittstellen zu Unterlagenanforderung, Bescheiden und Fristen.
Arbeitsvermittlung / Integrationsunterstützung
Unterstützung von Vermittlungsprozessen, Profiling-nahe Tätigkeiten, Koordination von Maßnahmen und Arbeit mit Arbeitgeberkontakten im operativen Rahmen.
Qualitätssicherung / Fachsupport im operativen Betrieb
Prüfung von Vorgängen, Plausibilitäts- und Regelwerkschecks, Unterstützung bei Prozesssicherheit und einheitlicher Fallbearbeitung.
Arbeitgeberservice (operativ)
Bearbeitung und Koordination arbeitgeberbezogener Anliegen, Unterstützung bei Stellenprozessen und Schnittstellenarbeit zu Vermittlung/Service.
Verfahrensmanagement / System- und Prozesskoordination (fachlich)
Fachlich geprägte Koordination von Abläufen und Systemnutzung, Unterstützung bei Prozessanpassungen, Fehlerbildern und standardisierten Umsetzungen.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Gehalt nach Branche
Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.280 € brutto/Monat
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen
Der Berufsalltag entwickelt sich meist vom sicheren Bearbeiten standardisierter Vorgänge hin zu komplexeren Fallkonstellationen, mehr Schnittstellenarbeit und stärkerer Verantwortung in der Beratung und Leistungsbearbeitung. Nach der dualen Ausbildung steigen die Einkommen typischerweise mit Routine, Fallkompetenz und dem sicheren Umgang mit Fachverfahren. Am Arbeitsmarkt bleiben belastbare Verwaltungs- und Servicekompetenzen gefragt, besonders dort, wo viele Anträge, Fristen und Nachweise zusammenkommen. Der digitale Anteil nimmt zu: eAkte, VerBIS, Online‑Antragssysteme und Reporting-Tools prägen Abläufe, während Videoberatung und elektronische Signaturen zusätzliche Sorgfalt in Prozessen erfordern.
| Berufsjahr | Ausbildung / Qualifikation | Karrierelevel | Ø Bruttogehalt / Monat (€) |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr | Duale Ausbildung (Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit) und Berufseinstieg; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg (Einarbeitung, erste selbstständige Vorgänge) | 3.630 € |
| 2. Jahr | Duale Ausbildung (BBiG) abgeschlossen; Anwendung der BA-Fachsoftware im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg (zunehmende Fallroutine) | 3.700 € |
| 3. Jahr | Aufbau von Spezialwissen in Leistungs- und Vermittlungsprozessen; sichere DMS-/eAkte-Nutzung; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung (größerer Fallumfang) | 3.870 € |
| 4. Jahr | Vertiefung in Schnittstellen (Vermittlung/Leistung/Arbeitgeber-Service); erste Reportinganteile; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung (mehr Verantwortung in der Bearbeitung) | 4.040 € |
| 5. Jahr | Erweiterte Verfahrenssicherheit (z. B. VerBIS, ALLEGRO, A2LL‑Nachfolgesysteme); Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung (stabile Leistung) | 4.280 € |
| 6. Jahr | Spezialisierung auf komplexere Fallkonstellationen; häufigere Abstimmung mit internen Stellen; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 4.460 € |
| 7. Jahr | Mehr Gewicht auf Online‑Anträge/Self‑Service‑Portale; strukturierte Datenprüfung und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung (komplexe Vorgänge) | 4.640 € |
| 8. Jahr | Routine in Videokommunikation und Online‑Beratungstools; stärkere Prozess- und Fristensteuerung; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung (hohe Fallkompetenz) | 4.820 € |
| 9. Jahr | Optional: fachliche Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen; Mitarbeit in bereichsübergreifenden Abläufen; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrene Fachkraft (ggf. koordinierende Aufgaben) | 4.980 € |
| 10. Jahr | Optional: Teamkoordination bzw. funktionsbezogene Zusatzverantwortung (organisationsabhängig); fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle (nicht regelhaft) | 5.200 € |
Duale Ausbildung (Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit) und Berufseinstieg; fortschreitende Qualifizierung
Duale Ausbildung (BBiG) abgeschlossen; Anwendung der BA-Fachsoftware im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung
Aufbau von Spezialwissen in Leistungs- und Vermittlungsprozessen; sichere DMS-/eAkte-Nutzung; fortschreitende Qualifizierung
Vertiefung in Schnittstellen (Vermittlung/Leistung/Arbeitgeber-Service); erste Reportinganteile; fortschreitende Qualifizierung
Erweiterte Verfahrenssicherheit (z. B. VerBIS, ALLEGRO, A2LL‑Nachfolgesysteme); Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung
Spezialisierung auf komplexere Fallkonstellationen; häufigere Abstimmung mit internen Stellen; fortschreitende Qualifizierung
Mehr Gewicht auf Online‑Anträge/Self‑Service‑Portale; strukturierte Datenprüfung und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung
Routine in Videokommunikation und Online‑Beratungstools; stärkere Prozess- und Fristensteuerung; fortschreitende Qualifizierung
Optional: fachliche Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen; Mitarbeit in bereichsübergreifenden Abläufen; fortschreitende Qualifizierung
Optional: Teamkoordination bzw. funktionsbezogene Zusatzverantwortung (organisationsabhängig); fortschreitende Qualifizierung
Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.
Tarifliche Grundlage: ÖD (Öffentlicher Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.
Gehaltsanalyse
Beim Einstieg liegt das typische Bruttogehalt bei rund 3.630 € pro Monat, je nach Einstufung und Rahmen zwischen 3.420 € und 3.780 €. Gehaltsanstiege ergeben sich in vielen Fällen über tarifliche Stufen, die mit wachsender Routine und sicherer Fallbearbeitung erreicht werden.
Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden häufig um 4.280 € brutto monatlich erzielt (3.930 € bis 4.540 €). Als erfahrene Fachkraft sind rund 4.980 € brutto pro Monat üblich, mit einer Spanne von 4.540 € bis 5.720 €, etwa bei höher eingruppierten Funktionen oder erweiterten Zuständigkeiten.
Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung
- 1Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist über Stufenläufe und Funktionszulagen aus, etwa beim Wechsel in spezialisierte Sachbearbeitung oder Fallkoordination.
- 2Tarifbindung im öffentlichen Dienst führt häufig zu klaren Entgeltstufen und planbaren Steigerungen; außertarifliche oder befristete Konstellationen können davon abweichen.
- 3Zusatzqualifikationen wie Zertifikate in Gesprächsführung, Case Management oder Datenschutz sowie sichere Anwendung von Fachverfahren und MS Office erhöhen die Einsetzbarkeit in komplexen Fällen.
- 4Spezialisierungen, etwa Leistungsrecht (SGB II/SGB III), Arbeitgeber-Service, Reha/Teilhabe oder Migration und Integration, sind oft mit höherer Verantwortung und anspruchsvolleren Fallkonstellationen verbunden.
- 5Größe und Aufgabenprofil des Standorts spielen mit hinein: große Dienststellen mit Sonderteams, Projekten oder zentralen Services bieten eher höher eingestufte Funktionen als sehr kleine Einheiten.
Marktausblick
Der Arbeitsmarkt für Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen wird stark von der Entwicklung am Arbeitsmarkt und von politischen Programmen geprägt, insgesamt bleibt die Nachfrage meist stabil. In Phasen höherer Arbeitslosigkeit oder bei größeren Förderprogrammen steigt der Bedarf an verlässlicher Antrags- und Fallbearbeitung spürbar.
Digitalisierung verändert Abläufe durch E-Akten, Online-Anträge und stärker datenbasierte Steuerung, wodurch Prozesssicherheit und IT-Routine wichtiger werden. Demografische Effekte und Verrentungen im öffentlichen Dienst öffnen zudem regelmäßig Einstiegsfenster, vor allem an größeren Standorten.
Jetzt Netto-Gehalt berechnen
Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen netto übrig bleibt.
Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld
Was verdient man während der Ausbildung zum Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d)?
Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.218 € auf 1.314 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.218 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.268 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.314 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.
Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d)?
Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.630 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) mit Berufserfahrung?
Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 3.630 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 4.980 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.
Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d)?
Wer als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem ÖD (Öffentlicher Dienst) vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.
In welchen Branchen kann man als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d) arbeiten?
Zu den typischen Arbeitgebern zählen Agenturen für Arbeit, Service-Center, Sozialleistungen SGB II, Bundeskindergeldgesetz, Personalverwaltung oder Finanz- und Controllingabteilungen. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.
Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m/w/d)?
Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist über Stufenläufe und Funktionszulagen aus, etwa beim Wechsel in spezialisierte Sachbearbeitung oder Fallkoordination. sowie Tarifbindung im öffentlichen Dienst führt häufig zu klaren Entgeltstufen und planbaren Steigerungen; außertarifliche oder befristete Konstellationen können davon abweichen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz
Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen
Mehr über den Autor →Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.
Datenbasis & Methodik
Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. ÖD (Öffentlicher Dienst)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.
Definitionen
- Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
- Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
- Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.
Datenherkunft
- Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
- Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.
Verwendete Quellen (10)
Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.
Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)
Redaktionell geprüft am:
