Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.630 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.280 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.980 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: ÖD (Öffentlicher Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.930 €
4.540 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.280 € brutto/Monat

Finanz- und Controllingabteilungen
4.920 €
+15%
Agenturen für Arbeit
4.710 €
+10%
Personalverwaltung
4.490 €
+5%
Service-Center
4.280 €
+0%
Sozialleistungen SGB II
4.070 €
-5%
Bundeskindergeldgesetz
3.850 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen bearbeiten Anträge, prüfen Anspruchsvoraussetzungen und dokumentieren Vorgänge in Fachverfahren. Im Alltag wechseln sich Beratungstermine, telefonische Auskünfte und die schriftliche Kommunikation mit Leistungsberechtigten, Arbeitgebern und Bildungsträgern ab.

Gearbeitet wird überwiegend im Büro- und Serviceumfeld mit festen Zuständigkeiten, Fristen und klaren Prozessketten. Typische Einsatzorte sind beispielsweise Agenturen für Arbeit, Jobcenter oder gemeinsame Einrichtungen, vereinzelt auch Träger im öffentlichen Dienst mit arbeitsmarktbezogenen Aufgaben wie etwa Reha- oder Integrationsstellen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.794 €

4.402 € – 5.085 €

+12%

Frankfurt am Main

4.708 €

4.323 € – 4.994 €

+10%

Düsseldorf

4.580 €

4.205 € – 4.858 €

+7%

Stuttgart

4.537 €

4.166 € – 4.812 €

+6%

Hamburg

4.494 €

4.127 € – 4.767 €

+5%

Hannover

4.451 €

4.087 € – 4.722 €

+4%

Köln

4.408 €

4.048 € – 4.676 €

+3%

Essen

4.408 €

4.048 € – 4.676 €

+3%

Berlin

4.366 €

4.009 € – 4.631 €

+2%

Nürnberg

4.366 €

4.009 € – 4.631 €

+2%

Dortmund

4.366 €

4.009 € – 4.631 €

+2%

Bremen

4.323 €

3.969 € – 4.585 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

4.280 €

3.930 € – 4.540 €

±0%

Leipzig

4.023 €

3.694 € – 4.268 €

-6%

Dresden

4.023 €

3.694 € – 4.268 €

-6%

Regionale Einschätzung

Regional fallen die Gehälter häufig in wirtschaftsstarken Ballungsräumen und südlichen Bundesländern höher aus, während strukturschwächere Regionen im Osten und ländliche Räume eher darunter liegen. Unterschiede ergeben sich vor allem aus Lebenshaltungskosten, regionaler Entgeltpraxis und der jeweiligen Haushalts- und Stellenlage öffentlicher Arbeitgeber.

Auch die Dichte großer Standorte und Behördenzentren kann das Gehaltsniveau vor Ort spürbar beeinflussen.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung als Zugangsweg

Der Regelszugang zur Tätigkeit als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen erfolgt über eine duale Ausbildung. In der Praxis wird häufig ein mittlerer Schulabschluss erwartet, teils auch eine (Fach-)Hochschulreife, wobei die Auswahl meist über ein mehrstufiges Bewerbungsverfahren mit Eignungsanteilen läuft. Relevante Voraussetzungen liegen vor allem in sicherer schriftlicher Kommunikation, grundlegender Zahlen- und Rechtsanwendung sowie einer belastbaren Arbeitsweise, da viele Abläufe fallbezogen, fristgebunden und dokumentationsintensiv sind.

Inhalte der dreijährigen Qualifizierung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Berufsschule mit Praxisphasen im Ausbildungsbetrieb, typischerweise in Dienststellen mit Kundenkontakt, Leistungsbearbeitung und interner Sachbearbeitung. Inhalte drehen sich um Beratung und Vermittlung im Rahmen standardisierter Prozesse, das Bearbeiten von Anträgen und Leistungsfällen, den Umgang mit Daten und digitalen Fachverfahren sowie um Datenschutz und Verfahrenssicherheit. Im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung gewinnen IT-gestützte Workflows, strukturierte Datenerfassung und der sichere Umgang mit Softwarelösungen zusätzlich an Gewicht.

Abschlussprüfung nach dem Berufsbildungsgesetz

Der Abschluss wird über eine Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit erworben; die rechtliche Grundlage bildet das BBiG (Berufsbildungsgesetz). Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer kommt im System der dualen Ausbildung grundsätzlich bei sehr guten Leistungen oder einschlägigen Vorqualifikationen vor und bleibt an die formalen Rahmenbedingungen des Ausbildungsbetriebs und der Prüfung gebunden.

Fachliche Vertiefung und Aufstiegsfortbildung

Nach dem Abschluss sind Weiterbildungen vor allem in der Vertiefung fachlicher Aufgabenfelder angesiedelt, etwa in der Spezialisierung auf Leistungsrecht, Vermittlung, Arbeitgeber-Services oder Fallmanagement innerhalb der arbeitsmarktbezogenen Verwaltung. Daneben sind Aufstiegsfortbildungen innerhalb des Berufssystems verbreitet, die auf koordinierende oder qualitäts- und prozessorientierte Funktionen vorbereiten, häufig mit stärkerem Fokus auf digitalisierten Fachverfahren, Datenqualität und Schnittstellen in IT- und Softwareumgebungen.

Sorgfalt in der Fallbearbeitung

Persönlich hilfreich sind ausgeprägte Service- und Konfliktfähigkeit, Diskretion im Umgang mit sensiblen Daten sowie eine hohe Konzentrationsfähigkeit bei Routinen und Einzelfallprüfungen. Da Arbeit häufig unter Zeitdruck, mit wechselnden Anliegen und in digitalen Systemen erfolgt, zählen auch Anpassungsfähigkeit, Teamkoordination und Sorgfalt bei Dokumentation und Entscheidungen zu den typischen Anforderungen.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.218 €
2. Lehrjahr
1.268 €
3. Lehrjahr
1.314 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.314 € brutto/Monat

Großkonzern
1.511 €
+15%
Großunternehmen
1.445 €
+10%
Mittelstand
1.314 €
+0%
Kleinunternehmen
1.156 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Fachsoftware der Bundesagentur für Arbeit (VerBIS, eAkte, KAMS u.ä.)Customer-Relationship-Management-Systeme (behördenspezifisch)Business-Intelligence- und Reporting-ToolsVideokonferenzsystemeElektronische Signatur- und Authentifizierungssysteme

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Start in arbeitsmarktnahen Organisationen

Der Einstieg in den Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt über eine duale Ausbildung, die in der Regel bei Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit oder in vergleichbaren arbeitsmarktnahen Organisationen angesiedelt ist. Im Bewerbungsprozess zählen neben vollständigen Unterlagen häufig erste Einblicke in Verwaltungsabläufe, etwa durch Praktika oder Nebenjobs, sowie ein nachvollziehbares interesse an sozial- und verwaltungsbezogenen Themen. Erwartet werden meist mindestens ein mittlerer Schulabschluss, solide Deutschkenntnisse, grundlegende Mathematik- und IT-Sicherheit sowie ein verlässlicher, strukturierter Arbeitsstil.

Struktur der vergüteten Lehrzeit

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und folgt dem Wechsel von Berufsschule und Betrieb; vermittelt werden rechtliche Grundlagen, Kundenkommunikation, Daten- und Fallbearbeitung sowie der sichere Umgang mit internen Fachverfahren. Rechtlich ist die Ausbildung im BBiG (Berufsbildungsgesetz) verankert, geprüft wird über eine Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit als prüfende Stelle. Die Ausbildungszeit ist vergütet, in tarifgebundenen Bereichen orientiert sich die Vergütung häufig an entsprechenden Regelungen; die konkrete Ausgestaltung kann je nach Einsatzstelle variieren.

Erste Verwendung in der Sachbearbeitung

Nach bestandener Abschlussprüfung liegt der Einstieg häufig in der Sachbearbeitung mit direktem Kundinnen- und Kundenkontakt, etwa in der Antragsbearbeitung, Leistungsgewährung oder in serviceorientierten Front-Office-Bereichen. Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger werden im deutschlandweiten Durchschnitt 3.630 € brutto/Monat als Einstiegsgehalt angesetzt; je nach Aufgabenmix, Organisationseinheit und Tarifbindung bewegt sich der Einstieg typischerweise zwischen 3.420 € und 3.780 € brutto/Monat. Zum Arbeitsalltag gehören dokumentationssichere Vorgänge, Termin- und Fristenmanagement sowie die verständliche Vermittlung von Leistungs- und Verfahrensschritten.

Routine in der Gesprächsführung

In den ersten Berufsjahren steht meist die sichere Anwendung von Verfahrensrecht, Datenschutz und internen Prozessen im Vordergrund, ergänzt um routinierte Gesprächsführung in auch konfliktbelasteten Situationen. Entwicklungsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über Spezialisierungen, etwa in der Leistungsbearbeitung, in Widerspruchs- und Klärungsprozessen oder in Bereichen mit stärkerem Bezug zu Arbeitsvermittlung und Arbeitgeber-Service. Weiterqualifizierungen können zusätzlich den Wechsel in koordinierende Aufgaben oder in Schnittstellenfunktionen zu anderen Sozialleistungsträgern unterstützen.

Eingruppierung nach Aufgabenprofil

Die Tarifbindung ist im Umfeld des Berufs häufig gegeben, wirkt sich aber nicht in jedem Einsatzfeld identisch aus, weil Zuständigkeiten und Eingruppierungen von Organisation und Aufgabenprofil abhängen. Typisch ist zudem, dass sich Anforderungen an Sorgfalt, Serviceorientierung und rechtssichere Bearbeitung mit der Fallkomplexität erhöhen. Abweichungen im Einzelfall sind möglich, etwa durch regionale Arbeitsmarktlagen, unterschiedliche Organisationsstrukturen oder variierende Zuständigkeitszuschnitte.

Berufliche Entwicklungsoptionen Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Sozialversicherungsfachangestellte/r

Mittlerer Aufwand

Bearbeitung von Versicherungs- und Leistungsfällen in der Sozialversicherung inklusive Beratung und Verwaltungsvorgängen.

Gehalt:
3.200: 4.700 € brutto/Monat
Hoher Overlap in Sachbearbeitung, Kundenkontakt, Antrags- und Fallbearbeitung sowie rechtlich geprägten Verwaltungsprozessen.

Organisation von Büro- und Geschäftsprozessen mit Schwerpunkt Administration, Kommunikation und kaufmännische Assistenz.

Gehalt:
2.700: 3.800 € brutto/Monat
Ähnliche Prozesslogik in Verwaltung, Termin- und Vorgangssteuerung, Schriftverkehr und serviceorientierter Fallorganisation.

Beratung und Unterstützung in sozialen Problemlagen sowie Begleitung bei Integration in Arbeit, Bildung oder soziale Hilfesysteme.

Gehalt:
3.400: 4.900 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen in Beratungsgesprächen, Dokumentation, Maßnahmenkoordination und der Arbeit an individuellen Integrationsverläufen.

Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen

Mittlerer Aufwand

Administrative und kaufmännische Bearbeitung von Vorgängen in Einrichtungen des Gesundheitswesens, häufig mit Leistungs- und Abrechnungsbezug.

Gehalt:
2.900: 4.100 € brutto/Monat
Skill-Overlap in Kundenservice, fallbezogener Kommunikation, Datenpflege und der Bearbeitung standardisierter Leistungs- oder Vertragsprozesse.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen (Berufseinstieg)

Gehalt:
3.420: 3.780 € brutto/Monat

Einstieg in die Kunden- und Fallbearbeitung, Leistungs- und Vermittlungsprozesse sowie administrative Aufgaben im operativen Tagesgeschäft.

Duale Ausbildung nach BBiG (Berufsbildungsgesetz) mit Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit (Bundesagentur für Arbeit)

Stufe 2:Fachangestellte/r für Arbeitsmarktdienstleistungen (nach erster Berufserfahrung)

Gehalt:
3.930: 4.540 € brutto/Monat

Eigenständigere Bearbeitung von Vorgängen, häufig mit erweitertem Zuständigkeitsbereich in Beratung, Leistungsgewährung oder Vermittlungsunterstützung.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Anwendung interner Verfahren und Rechtsgrundlagen; ggf. interne Qualifizierungen

Stufe 3:Erfahrene Fachkraft / Senior-Sachbearbeitung Arbeitsmarktdienstleistungen

Gehalt:
4.540: 5.720 € brutto/Monat

Bearbeitung komplexerer Fälle, Qualitätssicherung im Teamkontext, häufig fachliche Unterstützung für Kolleginnen und Kollegen sowie Schnittstellenarbeit.

Mehrjährige einschlägige Berufserfahrung; vertiefte Kenntnisse in Leistungsrecht, Vermittlungsprozessen und Dokumentationsanforderungen; ggf. interne Fortbildungen

Stufe 4:Teamleitung / Gruppenleitung (Arbeitsmarktdienstleistungen)

Gehalt:
5.200: 6.500 € brutto/Monat

Führung eines Teams, Steuerung von Arbeitsabläufen, Ziel- und Qualitätsverantwortung sowie Personal- und Einsatzplanung im operativen Bereich.

Mehrjährige Berufserfahrung; nachweisliche Führungseignung; Zusatzqualifikationen für Führungsaufgaben sowie vertiefte Kenntnisse zu Prozessen, Qualität und Steuerung

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Leistungsgewährung (SGB-nahe Fallbearbeitung)

serviceorientiert

Prüfung, Bearbeitung und Dokumentation von Leistungsansprüchen, Schnittstellen zu Unterlagenanforderung, Bescheiden und Fristen.

Gehalt:
4.150: 5.200 € brutto/Monat
Interne Fachqualifizierungen, vertiefte Schulungen zu Rechtsanwendung, Verfahrens- und Dokumentationsstandards

Arbeitsvermittlung / Integrationsunterstützung

serviceorientiert

Unterstützung von Vermittlungsprozessen, Profiling-nahe Tätigkeiten, Koordination von Maßnahmen und Arbeit mit Arbeitgeberkontakten im operativen Rahmen.

Gehalt:
4.000: 5.050 € brutto/Monat
Interne Qualifizierungen zu Beratungs- und Vermittlungsprozessen, Gesprächsführung, Prozess- und Maßnahmensystematik

Qualitätssicherung / Fachsupport im operativen Betrieb

qualitätssichernd

Prüfung von Vorgängen, Plausibilitäts- und Regelwerkschecks, Unterstützung bei Prozesssicherheit und einheitlicher Fallbearbeitung.

Gehalt:
4.600: 5.650 € brutto/Monat
Aufbauqualifizierungen zu Qualität, Revision/Prüflogik, Prozess- und Regelwerkskenntnissen; sichere IT- und Dokumentationspraxis

Arbeitgeberservice (operativ)

serviceorientiert

Bearbeitung und Koordination arbeitgeberbezogener Anliegen, Unterstützung bei Stellenprozessen und Schnittstellenarbeit zu Vermittlung/Service.

Gehalt:
4.300: 5.350 € brutto/Monat
Interne Qualifizierungen zu Arbeitgeberkommunikation, Prozesssteuerung, Daten- und Stellenmanagement

Verfahrensmanagement / System- und Prozesskoordination (fachlich)

instandhaltend

Fachlich geprägte Koordination von Abläufen und Systemnutzung, Unterstützung bei Prozessanpassungen, Fehlerbildern und standardisierten Umsetzungen.

Gehalt:
4.750: 5.720 € brutto/Monat
Spezialisierte interne Schulungen zu Verfahren, Prozessmanagement und Systemlogik; Erfahrung mit komplexen Fall- und Prozessketten

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.922 €
Großunternehmen
4.708 €
Mittelstand
4.280 €
Kleinunternehmen
3.766 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.280 € brutto/Monat

Finanz- und Controllingabteilungen
4.922 €
+15%
Agenturen für Arbeit
4.708 €
+10%
Personalverwaltung
4.494 €
+5%
Service-Center
4.280 €
+0%
Sozialleistungen SGB II
4.066 €
-5%
Bundeskindergeldgesetz
3.852 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen

Der Berufsalltag entwickelt sich meist vom sicheren Bearbeiten standardisierter Vorgänge hin zu komplexeren Fallkonstellationen, mehr Schnittstellenarbeit und stärkerer Verantwortung in der Beratung und Leistungsbearbeitung. Nach der dualen Ausbildung steigen die Einkommen typischerweise mit Routine, Fallkompetenz und dem sicheren Umgang mit Fachverfahren. Am Arbeitsmarkt bleiben belastbare Verwaltungs- und Servicekompetenzen gefragt, besonders dort, wo viele Anträge, Fristen und Nachweise zusammenkommen. Der digitale Anteil nimmt zu: eAkte, VerBIS, Online‑Antragssysteme und Reporting-Tools prägen Abläufe, während Videoberatung und elektronische Signaturen zusätzliche Sorgfalt in Prozessen erfordern.

1. Jahr3.630 €
Berufseinstieg (Einarbeitung, erste selbstständige Vorgänge)

Duale Ausbildung (Abschlussprüfung vor der Bundesagentur für Arbeit) und Berufseinstieg; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.700 €
Berufseinstieg (zunehmende Fallroutine)

Duale Ausbildung (BBiG) abgeschlossen; Anwendung der BA-Fachsoftware im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.870 €
Berufliche Festigung (größerer Fallumfang)

Aufbau von Spezialwissen in Leistungs- und Vermittlungsprozessen; sichere DMS-/eAkte-Nutzung; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr4.040 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung in der Bearbeitung)

Vertiefung in Schnittstellen (Vermittlung/Leistung/Arbeitgeber-Service); erste Reportinganteile; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.280 €
Berufliche Festigung (stabile Leistung)

Erweiterte Verfahrenssicherheit (z. B. VerBIS, ALLEGRO, A2LL‑Nachfolgesysteme); Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.460 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung auf komplexere Fallkonstellationen; häufigere Abstimmung mit internen Stellen; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.640 €
Erfahrung & Spezialisierung (komplexe Vorgänge)

Mehr Gewicht auf Online‑Anträge/Self‑Service‑Portale; strukturierte Datenprüfung und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.820 €
Erfahrung & Spezialisierung (hohe Fallkompetenz)

Routine in Videokommunikation und Online‑Beratungstools; stärkere Prozess- und Fristensteuerung; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.980 €
Erfahrene Fachkraft (ggf. koordinierende Aufgaben)

Optional: fachliche Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen; Mitarbeit in bereichsübergreifenden Abläufen; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr5.200 €
Optionale Verantwortungsrolle (nicht regelhaft)

Optional: Teamkoordination bzw. funktionsbezogene Zusatzverantwortung (organisationsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: ÖD (Öffentlicher Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das typische Bruttogehalt bei rund 3.630 € pro Monat, je nach Einstufung und Rahmen zwischen 3.420 € und 3.780 €. Gehaltsanstiege ergeben sich in vielen Fällen über tarifliche Stufen, die mit wachsender Routine und sicherer Fallbearbeitung erreicht werden.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden häufig um 4.280 € brutto monatlich erzielt (3.930 € bis 4.540 €). Als erfahrene Fachkraft sind rund 4.980 € brutto pro Monat üblich, mit einer Spanne von 4.540 € bis 5.720 €, etwa bei höher eingruppierten Funktionen oder erweiterten Zuständigkeiten.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist über Stufenläufe und Funktionszulagen aus, etwa beim Wechsel in spezialisierte Sachbearbeitung oder Fallkoordination.
  • 2
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst führt häufig zu klaren Entgeltstufen und planbaren Steigerungen; außertarifliche oder befristete Konstellationen können davon abweichen.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie Zertifikate in Gesprächsführung, Case Management oder Datenschutz sowie sichere Anwendung von Fachverfahren und MS Office erhöhen die Einsetzbarkeit in komplexen Fällen.
  • 4
    Spezialisierungen, etwa Leistungsrecht (SGB II/SGB III), Arbeitgeber-Service, Reha/Teilhabe oder Migration und Integration, sind oft mit höherer Verantwortung und anspruchsvolleren Fallkonstellationen verbunden.
  • 5
    Größe und Aufgabenprofil des Standorts spielen mit hinein: große Dienststellen mit Sonderteams, Projekten oder zentralen Services bieten eher höher eingestufte Funktionen als sehr kleine Einheiten.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen wird stark von der Entwicklung am Arbeitsmarkt und von politischen Programmen geprägt, insgesamt bleibt die Nachfrage meist stabil. In Phasen höherer Arbeitslosigkeit oder bei größeren Förderprogrammen steigt der Bedarf an verlässlicher Antrags- und Fallbearbeitung spürbar.

Digitalisierung verändert Abläufe durch E-Akten, Online-Anträge und stärker datenbasierte Steuerung, wodurch Prozesssicherheit und IT-Routine wichtiger werden. Demografische Effekte und Verrentungen im öffentlichen Dienst öffnen zudem regelmäßig Einstiegsfenster, vor allem an größeren Standorten.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.218 € auf 1.314 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.218 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.268 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.314 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.630 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 3.630 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 4.980 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem ÖD (Öffentlicher Dienst) vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Agenturen für Arbeit, Service-Center, Sozialleistungen SGB II, Bundeskindergeldgesetz, Personalverwaltung oder Finanz- und Controllingabteilungen. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Fachangestellte für Arbeitsmarktdienstleistungen (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist über Stufenläufe und Funktionszulagen aus, etwa beim Wechsel in spezialisierte Sachbearbeitung oder Fallkoordination. sowie Tarifbindung im öffentlichen Dienst führt häufig zu klaren Entgeltstufen und planbaren Steigerungen; außertarifliche oder befristete Konstellationen können davon abweichen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. ÖD (Öffentlicher Dienst)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: