Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.650 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.100 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.600 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag öffentlicher Dienst / IG Metall / ver.di. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.800 €
3.400 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.100 € brutto/Monat

Planungsbüros für Verkehrswegenetze
3.720 €
+20%
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung
3.570 €
+15%
Verkehrstechnik-Spezialisten
3.570 €
+15%
Verkehrs- und Straßenbauverwaltungen
3.410 €
+10%
Landesbetriebe für Straßenbau
3.410 €
+10%
Behörden und Ämter
3.410 €
+10%
Architekturbüros für Orts- und Regionalplanung
3.410 €
+10%
Kommunale Straßenunterhaltung
3.260 €
+5%
Straßenbauunternehmen
3.100 €
+0%
Bauunternehmen
3.100 €
+0%
Tiefbauunternehmen
2.950 €
-5%
Verkehrssicherungsunternehmen
2.950 €
-5%
Wasserbauunternehmen
2.790 €
-10%
Unternehmen für Verkehrsbeschilderung und Fahrbahnmarkierung
2.790 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Der Arbeitsalltag als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik bewegt sich zwischen Planung, Kontrolle und Umsetzung. Im Büro gehören Lagepläne, Verkehrszeichen- und Markierungspläne, Mengenermittlungen sowie Dokumentationen zu den regelmäßigen Aufgaben, oft eng abgestimmt mit Bauleitung und Behörden.

Draußen auf der Baustelle stehen Vermessungs- und Kontrollgänge, Abnahmen, die Prüfung von Unterbau und Asphaltaufbau sowie die Überwachung von Sicherheits- und Umleitungsmaßnahmen im Fokus. Beschäftigung findet sich unter anderem bei Straßen- und Tiefbauunternehmen, kommunalen Bauhöfen, Landesbetrieben für Straßenbau oder Ingenieurdienstleistern, wie etwa in der Bauüberwachung und Projektsteuerung.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.658 €

3.304 € – 4.012 €

+18%

Frankfurt am Main

3.565 €

3.220 € – 3.910 €

+15%

Stuttgart

3.472 €

3.136 € – 3.808 €

+12%

Düsseldorf

3.410 €

3.080 € – 3.740 €

+10%

Hamburg

3.348 €

3.024 € – 3.672 €

+8%

Köln

3.286 €

2.968 € – 3.604 €

+6%

Nürnberg

3.162 €

2.856 € – 3.468 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.100 €

2.800 € – 3.400 €

±0%

Hannover

3.100 €

2.800 € – 3.400 €

±0%

Essen

3.069 €

2.772 € – 3.366 €

-1%

Berlin

3.038 €

2.744 € – 3.332 €

-2%

Dortmund

3.038 €

2.744 € – 3.332 €

-2%

Bremen

3.007 €

2.716 € – 3.298 €

-3%

Leipzig

2.790 €

2.520 € – 3.060 €

-10%

Dresden

2.790 €

2.520 € – 3.060 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Gehaltsunterschiede zeigen sich vor allem zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und strukturschwächeren Regionen. In Bundesländern wie Bayern, Baden‑Württemberg oder Hessen fallen die Vergütungen im Schnitt häufiger höher aus als etwa in Mecklenburg‑Vorpommern, Sachsen‑Anhalt oder Thüringen.

Ein Gehaltstreiber ist die regionale Wirtschaftskraft, hinzu kommen Unterschiede bei Lebenshaltungskosten und bei der Dichte größerer Infrastrukturprojekte, die den Wettbewerb um Fachkräfte beeinflussen.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im Verkehrswesen

Der Regelzugang zur Tätigkeit als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über eine duale Ausbildung. In der Praxis erwarten Betriebe häufig einen mittleren Schulabschluss oder einen guten Hauptschulabschluss; wichtig sind außerdem solide Grundlagen in Mathematik und Physik sowie ein zuverlässiger Umgang mit technischen Unterlagen. Der Bewerbungsprozess ist typischerweise betrieblich organisiert und umfasst schriftliche Unterlagen, Auswahlgespräche und teils kurze Eignungstests, etwa zu räumlichem Vorstellungsvermögen oder Rechenfertigkeiten.

Lerninhalte zwischen Betrieb und Berufsschule

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Betrieb und Berufsschule. Im Betrieb stehen vor allem Arbeitsabläufe rund um Planung, Bau und Instandhaltung von Verkehrsflächen im Mittelpunkt: Vermessungs- und Absteckarbeiten, Umgang mit Zeichnungen und digitalen Plänen, Material- und Gerätekunde sowie Grundlagen der Verkehrsführung und Baustellensicherung. In der Berufsschule werden technische, rechtliche und organisatorische Inhalte ergänzt, etwa zu Bauverfahren, Arbeitssicherheit, Umweltschutz und Dokumentation. Praxisphasen sind stark von Witterung, Baustellenrhythmus und dem Zusammenspiel verschiedener Gewerke geprägt.

Abschlussprüfung vor der Handelskammer

Der Abschluss erfolgt über die IHK-Abschlussprüfung vor der IHK (Industrie- und Handelskammer). Prüfungsinhalte orientieren sich an typischen betrieblichen Aufgaben, darunter das Planen und Vorbereiten von Arbeitsschritten, das Ausführen und Kontrollieren technischer Tätigkeiten sowie das sachgerechte Dokumentieren. Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ist in geeigneten Konstellationen möglich, etwa bei sehr guten Leistungen oder passender Vorbildung, und wird im Einzelfall zwischen Betrieb, Berufsschule und zuständigen Stellen abgestimmt. Rechtliche Grundlage ist das BBiG (Berufsbildungsgesetz).

Fachliche Vertiefung nach dem Einstieg

Nach dem Einstieg entwickeln sich viele Tätigkeitsprofile über Zusatzqualifikationen weiter, die fachlich eng an Straßen- und Verkehrstechnik anschließen. Verbreitet sind Spezialisierungen im Bereich Vermessung und digitale Bestandsdokumentation, Baustellenkoordination und Verkehrssicherung, Qualitätsprüfung von Baustoffen sowie vertiefte Kenntnisse zu Regelwerken, Arbeitsschutz und Umweltanforderungen. Auch Aufstiegsfortbildungen mit technischem Schwerpunkt und betriebsnaher Organisation, etwa in Richtung Bauleitungsvorbereitung oder geprüfte technische Qualifikationen im Umfeld der IHK-Systematik, kommen je nach Arbeitgeberstruktur vor.

Sicherheitsbewusstsein im Verkehrsraum

Persönlich wichtig sind körperliche Belastbarkeit, sicheres Arbeiten im Freien und unter wechselnden Bedingungen sowie ein hohes Sicherheitsbewusstsein, da Tätigkeiten häufig im Verkehrsraum stattfinden. Sorgfalt, Teamfähigkeit und klare Kommunikation zählen, weil Abstimmungen mit Bauleitung, Vermessung, Subunternehmen und Behörden zum Alltag gehören. Technisches Verständnis und eine strukturierte Arbeitsweise erleichtern den Umgang mit Plänen, Messdaten und der fortlaufenden Baustellendokumentation.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
980 €
2. Lehrjahr
1.080 €
3. Lehrjahr
1.180 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.180 € brutto/Monat

Großkonzern
1.357 €
+15%
Großunternehmen
1.298 €
+10%
Mittelstand
1.180 €
+0%
Kleinunternehmen
1.038 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
CAD-Anwendungen im Tief- und StraßenbauGIS- und GeodatenmanagementsystemeBIM-Ansätze im InfrastrukturbauDigitale Mess- und Vermessungstechnik (z.B. Tachymeter, GNSS-Geräte)Verkehrsmanagement- und Leitstellensysteme

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Start in die Verkehrstechnik

Der Einstieg als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt in der Regel mit einer dualen Berufsausbildung nach BBiG und der Anmeldung im Ausbildungsbetrieb. Im Bewerbungsprozess zählen häufig ein solider Schulabschluss, Interesse an technischen Zusammenhängen und ein verlässlicher Umgang mit Regeln und Sicherheitsvorgaben. In der Praxis wirken außerdem Sorgfalt, Teamfähigkeit und eine gewisse Wetterfestigkeit mit, weil Teile der Arbeit im Außenbereich stattfinden können.

Struktur der dreijährigen Lehrzeit

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und folgt dem typischen Wechsel aus Betrieb und Berufsschule. Im Unternehmen geht es meist um Grundlagen der Verkehrsflächen, Materialien, Vermessung und Dokumentation sowie um das Mitwirken an Abläufen rund um Baustellen, Verkehrsführung oder Instandhaltung. In der Berufsschule werden technische, mathematische und rechtliche Inhalte vertieft, ergänzt um Arbeits- und Umweltschutz. Die Ausbildung ist vergütet; je nach Arbeitgeber spielt Tarifbindung dabei eine Rolle.

Einsatzgebiete nach dem Abschluss

Am Ende steht die IHK-Abschlussprüfung vor der IHK (Industrie- und Handelskammer). Nach dem Abschluss starten viele in operativen Funktionen, etwa in Bauhöfen, bei Straßenmeistereien, in kommunalen Betrieben oder bei privaten Dienstleistern im Bereich Straßenunterhaltung und Verkehrssicherung. Beim Berufseinstieg liegt das Gehalt häufig im Rahmen von 2.300 € bis 2.800 € brutto/Monat, mit einem Schwerpunkt um 2.650 € brutto/Monat.

Operative Aufgaben im Berufsalltag

In den ersten Berufsjahren prägen eingespielte Abläufe, klare Verantwortlichkeiten und die Zusammenarbeit mit Bauleitung, Planung, Fremdfirmen und Behörden den Alltag. Typisch sind Aufgaben wie Aufmaß, Qualitätskontrollen, das Führen von Bautagebüchern, die Kontrolle von Beschilderung oder das Begleiten von Maßnahmen zur Verkehrssicherheit. Schicht- oder Bereitschaftsmodelle kommen je nach Einsatzfeld vor, etwa bei Störungen oder witterungsbedingten Einsätzen.

Perspektiven durch wachsende Berufserfahrung

Entwicklungsschritte ergeben sich häufig über Zusatzqualifikationen, interne Spezialisierungen oder Fortbildungen in Themen wie Vermessung, Bauüberwachung, Arbeitssicherheit oder digitaler Dokumentation. In tarifgebundenen Strukturen können sich mit wachsender Erfahrung und Verantwortung Eingruppierungen verändern; außerhalb von Tarifen hängt die Entwicklung stärker von Betrieb, Projektlage und Aufgabenmix ab.

Berufliche Entwicklungsoptionen Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Straßenbauer:in

Mittlerer Aufwand

Herstellung und Instandsetzung von Straßen, Wegen und Plätzen inklusive Unterbau, Oberbau und Randbefestigungen.

Gehalt:
2.700: 3.700 € brutto/Monat
Overlap in Bauausführung, Baustellenorganisation, Material- und Geräteeinsatz sowie Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen im Tiefbau.

Vermessungstechniker:in

Mittlerer Aufwand

Durchführung und Auswertung von Vermessungen zur Bestandsaufnahme, Absteckung und Dokumentation in Bau- und Katasterprojekten.

Gehalt:
3.000: 4.200 € brutto/Monat
Anknüpfung an Vermessungs-/Aufmaßpraxis, Dokumentation und Datenarbeit an der Schnittstelle zwischen Baustelle und Planungsunterlagen.

Baustoffprüfer:in

Mittlerer Aufwand

Prüfung von Baustoffen und Bauprodukten (z. B. Asphalt, Beton, Gesteinskörnungen) im Labor und auf der Baustelle sowie Dokumentation der Ergebnisse.

Gehalt:
2.900: 4.000 € brutto/Monat
Skill-Overlap in Prüftätigkeiten, Probenahme, Dokumentation und regelwerksnaher Qualitätssicherung im Bauumfeld.

Verkehrssicherungsmonteur:in

Leichter Wechsel

Aufbau, Kontrolle und Rückbau von Verkehrszeichen- und Leitsystemen zur Absicherung von Baustellen und Veranstaltungen.

Gehalt:
2.500: 3.400 € brutto/Monat
Überschneidung bei Verkehrsführungen, Baustellenabsicherung, Abstimmung mit Beteiligten und Kontrolle der Umsetzung vor Ort.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (Einstieg)

Gehalt:
2.400: 2.760 € brutto/Monat

Mitarbeit in Bauablauf, Vermessungs- und Kontrolltätigkeiten sowie Unterstützung bei Dokumentation und Abrechnung im Straßen- und Verkehrsbau.

IHK-Abschlussprüfung im Rahmen der dualen Berufsausbildung nach BBiG; erste Praxiserfahrung im Betrieb

Stufe 2:Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (mit Berufserfahrung)

Gehalt:
2.860: 3.300 € brutto/Monat

Eigenständigere Bearbeitung von Teilaufgaben, z. B. Aufmaß, Baustellendokumentation, Qualitätskontrollen und Abstimmung mit Bauleitung und Nachunternehmern.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Kenntnisse in Baustellenabläufen, Dokumentation und Regelwerken; tarifgebundene Eingruppierung je nach Branche möglich

Stufe 3:Erfahrene Fachkraft / Spezialist:in Straßen- und Verkehrstechnik

Gehalt:
3.420: 3.770 € brutto/Monat

Übernahme komplexerer Abschnitte, z. B. Koordination von Prüf- und Messabläufen, Qualitätssicherung, Nachtragsunterlagen und Schnittstellenarbeit mit Planung und Ausführung.

Langjährige Berufserfahrung; häufig Zusatzwissen in Bauabrechnung, Vermessung/Geodaten oder Qualitätssicherung; sichere Anwendung betrieblicher Standards

Stufe 4:Vorarbeiter:in / Kolonnenführung (Straßenbau)

Gehalt:
3.500: 3.800 € brutto/Monat

Fachliche Steuerung eines Teams auf der Baustelle, Einteilung von Personal und Geräten, Umsetzung von Arbeits- und Sicherheitsvorgaben sowie Fortschritts- und Leistungsmeldungen.

Mehrjährige Berufserfahrung; nachweisbare Führung in der Praxis; häufig betriebliche Führungsschulungen und vertiefte Arbeitsschutzkenntnisse

Stufe 5:Bauleiter:in (Straßen- und Verkehrsbau) / Teamleitung mit erweiterter Verantwortung

Gehalt:
5.220: 6.170 € brutto/Monat

Verantwortung für Bauablauf, Kosten, Termine, Qualität und Koordination mehrerer Gewerke inklusive Abstimmung mit Auftraggebenden, Behörden und Nachunternehmern.

Deutlich erweiterte Verantwortung und Führungsanteile; je nach Arbeitgeber zusätzliche Qualifikationen und nachgewiesene Steuerungs- und Koordinationspraxis; tarifliche Bindung branchenabhängig

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Qualitätssicherung im Straßen- und Asphaltbau

qualitätssichernd

Kontrollen, Prüfdokumentation, Mitwirkung bei Abnahmen sowie Nachweisführung zu Schichtenaufbau, Verdichtung und Einbauparametern.

Gehalt:
3.000: 3.450 € brutto/Monat
Betriebliche Schulungen zu Prüf- und Dokumentationsabläufen; vertiefte Regelwerkskenntnisse; Arbeitsschutzunterweisungen

Straßenzustandserfassung und -bewertung (ZEB-nah)

diagnosetechnisch

Mitarbeit bei Erfassung, Plausibilisierung und Aufbereitung von Zustandsdaten sowie Ableitung von Erhaltungsmaßnahmen im betrieblichen Kontext.

Gehalt:
3.100: 3.550 € brutto/Monat
Schulungen zu Mess- und Auswerteverfahren; GIS-/Datenkompetenz je nach System; Dokumentationsstandards

Vermessung, Absteckung und digitales Aufmaß (Baustelle)

konstruktiv

Absteckarbeiten, Kontrollmessungen, digitales Aufmaß und Übergabe belastbarer Daten an Bauleitung/Abrechnung.

Gehalt:
3.150: 3.650 € brutto/Monat
Praxisqualifizierung an Vermessungsgeräten und Software; sichere Dokumentation; Verständnis für Toleranzen und Bezugssysteme

Verkehrsführung und Baustellenlogistik

serviceorientiert

Planung/Koordination von Verkehrsphasen im Ausführungsablauf, Baustelleneinrichtung, Material- und Geräteeinsatz sowie Abstimmung an Schnittstellen.

Gehalt:
2.900: 3.300 € brutto/Monat
Betriebliche Qualifizierung zu RSA-/Sicherheitsanforderungen (arbeitgeberabhängig); organisatorische Zusatzschulungen

Erhaltung und Instandsetzung von Verkehrsflächen

instandhaltend

Maßnahmen im Unterhalt, z. B. Schadstellenmanagement, Kleinflächenreparaturen, Entwässerung/Bankettarbeiten und begleitende Dokumentation.

Gehalt:
2.850: 3.250 € brutto/Monat
Geräte- und Maschineneinweisungen; Arbeitssicherheit; Kenntnisse zu Instandsetzungsverfahren im Betrieb

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.565 €
Großunternehmen
3.410 €
Mittelstand
3.100 €
Kleinunternehmen
2.728 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.100 € brutto/Monat

Planungsbüros für Verkehrswegenetze
3.720 €
+20%
Ingenieurbüros für bautechnische Gesamtplanung
3.565 €
+15%
Verkehrstechnik-Spezialisten
3.565 €
+15%
Verkehrs- und Straßenbauverwaltungen
3.410 €
+10%
Landesbetriebe für Straßenbau
3.410 €
+10%
Behörden und Ämter
3.410 €
+10%
Architekturbüros für Orts- und Regionalplanung
3.410 €
+10%
Kommunale Straßenunterhaltung
3.255 €
+5%
Straßenbauunternehmen
3.100 €
+0%
Bauunternehmen
3.100 €
+0%
Tiefbauunternehmen
2.945 €
-5%
Verkehrssicherungsunternehmen
2.945 €
-5%
Wasserbauunternehmen
2.790 €
-10%
Unternehmen für Verkehrsbeschilderung und Fahrbahnmarkierung
2.790 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik

Zwischen Baustelle, Planung und Dokumentation wächst mit der Praxis vor allem die Verantwortung, und damit auch das Einkommen. Nach der dualen Ausbildung mit IHK-Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz (BBiG) liegt der typische Einstieg bei 2.650 € brutto im Monat. Mit zunehmender Routine in Ausführung, Vermessung und Qualitätssicherung sowie sicherer Anwendung von CAD, GIS und digitaler Mess- und Vermessungstechnik steigen die Gehälter schrittweise bis in den Bereich erfahrener Fachkräfte. Je nach Betrieb und Tarifbindung sind koordinierende Aufgaben möglich, oft verbunden mit höherer Budget- und Terminverantwortung.

1. Jahr2.650 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.740 €
Berufseinstieg (erste selbstständige Aufgaben)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.830 €
Berufliche Festigung

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.920 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.010 €
Berufliche Festigung (Routine, Qualitätssicherung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.150 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.290 €
Erfahrung & Spezialisierung (digitale Dokumentation, AVA)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.430 €
Erfahrene Fachkraft

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.520 €
Erfahrene Fachkraft (Schnittstelle Planung/Bauausführung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.610 €
Erfahrene Fachkraft (optional: operative Koordination)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung, BBiG); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag öffentlicher Dienst / IG Metall / ver.di. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das typische Monatsgehalt bei 2.650 € brutto, wobei je nach Betrieb und Einsatzfeld Werte zwischen 2.300 € und 2.800 € vorkommen. In der Praxis steigen Gehälter häufig mit der Übernahme klar umrissener Aufgabenpakete, etwa in Bauüberwachung, Abrechnung oder Qualitätssicherung.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung sind im Schnitt 3.100 € brutto pro Monat erreichbar, und als erfahrene Fachkraft bewegt sich das Niveau typischerweise bei 3.600 €. Zuwächse ergeben sich oft über tarifliche Stufen, Projektverantwortung und den Schritt in koordinierende Rollen; bei erweiterter Verantwortung oder Führung liegt ein typischer Wert bei 5.610 € brutto monatlich.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung wirkt häufig stufenförmig: Mit wachsender Routine in Bauüberwachung, Aufmaß und Abrechnung steigen Verantwortung und Eingruppierung, besonders bei längerer Betriebszugehörigkeit.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie SIVV-Schein, Schulungen zur RSA 21-Verkehrssicherung, Zertifikate in Vermessungstechnik oder Kenntnisse in AVA-Software können höhere Einsatzbreite und bessere Einstufungen ermöglichen.
  • 3
    Tarifbindung macht sich oft direkt bemerkbar, etwa durch klar geregelte Entgeltgruppen, Stufenläufe und Zulagen. Außerhalb von Tarifen hängt die Entwicklung stärker von Betrieb und Projektlage ab.
  • 4
    Unternehmensgröße und Projektkomplexität spielen mit hinein: Größere Bau- oder Infrastrukturdienstleister haben häufiger standardisierte Rollenprofile und zusätzliche Zulagen bei Großprojekten.
  • 5
    Spezialisierungen wie Asphalt- und Straßenoberbau, Brücken- und Ingenieurbau im Umfeld, Verkehrsführung/Baustellenlogistik oder digitale Bestandsaufnahme (z. B. GIS/CAD) erhöhen den Wert im Projektgeschäft.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt wird stark durch den laufenden Bedarf an Erhalt und Ausbau von Verkehrswegen geprägt, sodass die Nachfrage nach Fachkräften überwiegend stabil ausfällt. Gleichzeitig führen komplexere Bauabläufe und engere Vorgaben bei Sicherheit und Dokumentation dazu, dass verlässliche Praxis in Baustellenorganisation und Qualitätssicherung gesucht bleibt.

Digitalisierung verändert den Beruf spürbar, etwa durch mobile Bautagebücher, GIS-gestützte Bestandsdaten und datenbasierte Bauüberwachung. Für Berufseinsteiger ergeben sich Chancen vor allem dort, wo viele Maßnahmen parallel laufen und Teams zusätzliche Kapazität für Kontrolle, Aufmaß und Koordination benötigen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 980 € auf 1.180 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 980 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.080 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.180 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.650 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Berufserfahrung und zunehmende Verantwortung wirken sich merklich auf die Vergütung aus. Vom Einstiegsniveau bei 2.650 € brutto/Monat ist mit der Zeit ein Anstieg auf rund 3.600 € brutto/Monat realistisch – je nach Branche und Funktion auch mehr.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem Tarifvertrag öffentlicher Dienst / IG Metall / ver.di vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Verkehrs- und Straßenbauverwaltungen, Landesbetriebe für Straßenbau, Kommunale Straßenunterhaltung, Behörden und Ämter, Straßenbauunternehmen oder Tiefbauunternehmen. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Fachkraft für Straßen- und Verkehrstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung wirkt häufig stufenförmig sowie Zusatzqualifikationen wie SIVV-Schein, Schulungen zur RSA 21-Verkehrssicherung, Zertifikate in Vermessungstechnik oder Kenntnisse in AVA-Software können höhere Einsatzbreite und bessere Einstufungen ermöglichen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Tarifvertrag öffentlicher Dienst / IG Metall / ver.di), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: