Feuerwehrmann – Gehobener Dienst Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.000 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.200 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

5.600 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).

Gehaltsspanne: Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.600 €
4.800 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.200 € brutto/Monat

Chemieunternehmen
5.250 €
+25%
Energieversorgungsunternehmen
5.120 €
+22%
Flughafenfeuerwehren
5.040 €
+20%
Häfen und Logistikzentren
4.960 €
+18%
Bundesinstitute für Feuerwehrausbildung
4.700 €
+12%
Bundeswehr-Feuerwehren
4.620 €
+10%
Bundesbehörden mit Feuerwehraufgaben
4.540 €
+8%
Feuerwehr-Ausbildungsstätten
4.450 €
+6%
Landesfeuerwehrschulen
4.410 €
+5%
Katastrophenschutzbehörden
4.370 €
+4%
Landesbehörden für Bevölkerungsschutz
4.330 €
+3%
Zentrale Leitstellen
4.280 €
+2%
Berufsfeuerwehren
4.200 €
+0%
Kommunale Dienststellen
4.120 €
-2%
Stadtverwaltungen
3.990 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Dienstalltag ist meist vom Feuerwehrmann, Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, offiziell lautet die Laufbahnbezeichnung Feuerwehrbeamter im gehobenen Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Der Arbeitsalltag verbindet Einsatzdienst, taktische Lagebeurteilung und Führungsaufgaben: Einsätze werden vorbereitet, Kräfte koordiniert, Gefahrenlagen bewertet und Maßnahmen zur Menschenrettung, Brandbekämpfung oder technischen Hilfeleistung gesteuert.

Gearbeitet wird an Feuer- und Rettungswachen, in Leitstellen, bei Übungen sowie im Außendienst an Einsatzorten. Beschäftigung findet sich unter anderem bei Berufsfeuerwehren größerer Städte, Werkfeuerwehren in Industriebetrieben wie etwa Chemie oder Energie, sowie bei kommunalen Trägern im Brand- und Katastrophenschutz.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.704 €

4.032 € – 5.376 €

+12%

Frankfurt am Main

4.620 €

3.960 € – 5.280 €

+10%

Düsseldorf

4.494 €

3.852 € – 5.136 €

+7%

Stuttgart

4.452 €

3.816 € – 5.088 €

+6%

Hamburg

4.410 €

3.780 € – 5.040 €

+5%

Hannover

4.368 €

3.744 € – 4.992 €

+4%

Köln

4.326 €

3.708 € – 4.944 €

+3%

Essen

4.326 €

3.708 € – 4.944 €

+3%

Berlin

4.284 €

3.672 € – 4.896 €

+2%

Nürnberg

4.284 €

3.672 € – 4.896 €

+2%

Dortmund

4.284 €

3.672 € – 4.896 €

+2%

Bremen

4.242 €

3.636 € – 4.848 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

4.200 €

3.600 € – 4.800 €

±0%

Leipzig

3.948 €

3.384 € – 4.512 €

-6%

Dresden

3.948 €

3.384 € – 4.512 €

-6%

Regionale Einschätzung

Im Schnitt fallen die Bruttogehälter in wirtschaftsstarken Ballungsräumen und Stadtstaaten wie etwa Hamburg, Hessen oder Bayern häufig höher aus als in strukturschwächeren Regionen, beispielsweise in Teilen Ostdeutschlands.

Unterschiede entstehen typischerweise durch unterschiedliche Lebenshaltungskosten, die Finanzkraft kommunaler Haushalte und regionale Tarif- und Zulagenstrukturen im öffentlichen Dienst.

Zugang zur Tätigkeit

Qualifizierung im öffentlichen Dienst

Der Zugang zur Tätigkeit als Feuerwehrmann, Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine Laufbahnausbildung im öffentlichen Dienst. Diese Qualifizierung ist auf Führungs- und Organisationsaufgaben im Einsatz- und Wachdienst ausgerichtet und verbindet feuerwehrtechnische Praxis mit Verwaltungs- und Managementanteilen. Der Regelzugang ist damit klar als Laufbahnberuf organisiert und an Auswahl- und Einstellungsverfahren der jeweiligen Dienstherren gebunden.

Voraussetzungen für das Auswahlverfahren

Zu den formalen Voraussetzungen zählen in der Praxis ein schulischer Abschluss, der für den gehobenen Dienst qualifiziert, sowie das erfolgreiche Durchlaufen eines mehrstufigen Auswahlverfahrens. Üblich sind hierbei schriftliche und mündliche Eignungsanteile, sportliche Leistungsnachweise und eine ärztliche Untersuchung zur gesundheitlichen Eignung für den Einsatzdienst. Je nach Ausgestaltung beim Dienstherrn können zudem ein Führerschein, Nachweise zur Schwimmfähigkeit oder weitere einsatznahe Anforderungen eine Rolle spielen, weil die spätere Tätigkeit auch unter Atemschutz, in Höhen oder bei extremen Einsatzlagen stattfindet.

Inhalte der feuerwehrtechnischen Ausbildung

Inhaltlich umfasst die Qualifizierung im gehobenen Dienst in der Regel Einsatzlehre, Taktik und Führung, Gefahrenabwehr und vorbeugenden Brandschutz, Technik und Fahrzeugkunde sowie Grundlagen der Rechts- und Verwaltungsanwendung. Neben den feuerwehrfachlichen Modulen gehört das Arbeiten in Strukturen der öffentlichen Verwaltung dazu, etwa bei Organisation, Dokumentation, Planung, Ausbildung von Einsatzkräften oder der Zusammenarbeit mit anderen Behörden und Organisationen. Praxisphasen auf Wachen und in Ausbildungsabschnitten sind dabei ein zentraler Bestandteil, um Führungsfunktionen unter realen Bedingungen einzuüben.

Alternative Wege zur Laufbahn

Ergänzend zum Regelzugang kommen alternative Wege vor, etwa durch Wechsel aus anderen Bereichen der Feuerwehr oder des öffentlichen Dienstes, sofern die laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfüllt und entsprechende Qualifizierungen nachgeholt werden. Auch interne Auswahlverfahren können eine Rolle spielen, wenn bereits feuerwehrtechnische Erfahrung vorhanden ist und ein Aufstieg in Funktionen des gehobenen Dienstes angestrebt wird. Solche Wege ersetzen den Laufbahncharakter jedoch nicht, sondern knüpfen ebenfalls an dienstrechtliche Anforderungen an.

Erforderliche Führungskompetenzen und Belastbarkeit

Persönlich gefragt sind Belastbarkeit, Verantwortungsbewusstsein und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck strukturiert zu entscheiden. Für den gehobenen Dienst kommen ausgeprägte Kommunikations- und Führungskompetenzen hinzu, weil Entscheidungen häufig im Team, unter Lageänderungen und mit Schnittstellen zu Leitstelle, Rettungsdienst, Polizei oder Verwaltung getroffen werden. Sorgfalt in der Dokumentation sowie ein technisches Verständnis sind ebenso relevant, da Einsatzmittel, Gebäude- und Anlagentechnik sowie Sicherheitsvorschriften zuverlässig beurteilt werden müssen.

Beruflicher Einstieg

Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) in technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtung + 18-24 Monate VorbereitungsdienstZertifiziert

Für die Tätigkeit als Feuerwehrmann – Gehobener Dienst wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) in technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtung + 18-24 Monate Vorbereitungsdienst.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Bachelor-Abschluss oder vergleichbare Qualifikation

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Feuerwehrmann – Gehobener Dienst

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
mittel
Einsatzleitsysteme und LeitstellensoftwareBOS-Digitalfunk (TETRA)Geoinformationssysteme (GIS) für EinsatzplanungTelematik und Fahrzeugortung in Einsatzfahrzeugendigitale Gefahrenabwehr- und Simulationstoolselektronische Dokumentenmanagementsysteme in der Verwaltung

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Hochschulabschluss als fachliche Basis

Der Einstieg als Feuerwehrmann. Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt typischerweise über den Laufbahnberuf im öffentlichen Dienst. Regelzugang ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) in technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtung, an das sich ein 18–24 Monate Vorbereitungsdienst anschließt. In dieser Phase werden Einsatz- und Führungsgrundlagen, taktisches Vorgehen sowie Verwaltungs- und Rechtsbezüge der Feuerwehrpraxis mit Stationen in Wache, Leitstelle und Ausbildungseinheiten verbunden.

Ablauf der ersten Berufsphase

Im Vorbereitungsdienst ist die Ausbildung vergütet, die Ausgestaltung orientiert sich an den Regelungen des öffentlichen Dienstes. Nach dem Abschluss und dem Einstieg in eine erste Planstelle liegt das monatliche Brutto-Einstiegsgehalt meist um 3.000 €, wobei der Rahmen je nach Arbeitgeber und Einordnung zwischen 2.350 € und 3.600 € brutto pro Monat liegen kann. Inhaltlich beginnt der Berufsalltag häufig mit der Mitarbeit in Einsatz- und Einsatzführungsstrukturen, der Unterstützung von Zug- oder Wachleitung sowie Aufgaben in Einsatzplanung, Einsatzdokumentation und Gefahrenabwehr.

Analytisches Denken im Einsatzalltag

Für den Berufseinstieg sind neben belastbarer Einsatzfitness vor allem analytisches Denken und technische Grundsicherheit wichtig, weil Lagenbeurteilung, taktische Entscheidungen und das Arbeiten mit komplexer Ausrüstung zusammenkommen. Hinzu kommen Kommunikationsfähigkeit und Ruhe unter Zeitdruck, etwa bei der Abstimmung mit Rettungsdienst, Polizei oder Werkfeuerwehren. Typisch ist außerdem ein strukturierter Umgang mit Vorschriften und Standardprozessen, da Entscheidungen häufig dokumentations- und nachvollziehbar sein müssen.

Frühe Verantwortungsbereiche und Projekte

Erste Entwicklungsschritte ergeben sich oft über die Übernahme kleiner Führungs- und Projektaufgaben, zum Beispiel in Ausbildung, vorbeugendem Brandschutz oder Einsatznachbereitung. Je nach Organisation können frühe Stationen auch in Leitstellenfunktionen, in technischen Sonderaufgaben oder in Stabsarbeit liegen. Mit wachsender Erfahrung verschiebt sich der Schwerpunkt häufig von der reinen Einsatzpraxis hin zu Koordination, Personalführung und der Mitgestaltung von Abläufen und Konzepten.

Strukturen der beruflichen Weiterentwicklung

Die Vergütung und Laufbahnentwicklung sind im öffentlichen Dienst üblicherweise an Besoldungs- und Laufbahnstrukturen gebunden, wodurch Aufgabenprofil und Verantwortung eng mit der jeweiligen Funktion verknüpft sind. Abweichungen ergeben sich in der Praxis insbesondere durch organisatorische Zuständigkeiten, Schichtmodelle und den Anteil an administrativen Aufgaben. Insgesamt ist der Einstieg damit sowohl fachlich-technisch als auch führungsorientiert angelegt.

Berufliche Entwicklungsoptionen Feuerwehrmann – Gehobener Dienst

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Notfallmanager / Einsatzplaner im Bevölkerungsschutz (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Planung und Koordination von Notfall- und Krisenprozessen in Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen einschließlich Übungen und Schnittstellenmanagement.

Gehalt:
4.000: 5.800 € brutto/Monat
Überschneidung in Einsatzorganisation, Gefahrenabwehr, Lageführung und Zusammenarbeit mit Behörden/Leitstellen.

Fachkraft für Arbeitssicherheit (Sifa) (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Beratung von Betrieben zu Arbeitsschutz, Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen und Präventionsmaßnahmen inklusive Begehungen und Maßnahmencontrolling.

Gehalt:
4.200: 6.200 € brutto/Monat
Hoher Skill-Overlap in Führung, Technikverständnis, Prozess- und Ressourcensteuerung sowie Arbeitssicherheit.

Technischer Leiter / Betriebsleiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Hoher Aufwand

Leitung technischer Bereiche mit Verantwortung für Betriebssicherheit, Instandhaltung, Personal und Budget sowie Schnittstellen zu Dienstleistern und Behörden.

Gehalt:
5.000: 7.200 € brutto/Monat
Nähe zu Technik-, Fuhrpark- und Instandhaltungssteuerung sowie Beschaffung, Vergabe und Dokumentationspflichten.

Brandschutzingenieur / Brandschutzplaner (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Erstellung von Brandschutzkonzepten, Begleitung von Bauvorhaben, Abstimmung mit Behörden sowie Mitwirkung bei Abnahmen und Bestandsbewertungen.

Gehalt:
4.500: 6.500 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen aus Vorbeugendem Brandschutz, Regelwerksanwendung und Abstimmung mit Bau- und Genehmigungsstellen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Feuerwehrmann: Gehobener Dienst (m/w/d) (Einstieg im Vorbereitungsdienst/erste Verwendung)

Gehalt:
2.800: 3.400 € brutto/Monat

Einsatz- und Führungsaufgaben im Zugrahmen unter Anleitung, inklusive Ausbildungstätigkeiten, Dokumentation und Mitwirkung in technischen bzw. organisatorischen Sonderaufgaben.

Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) in technischer oder naturwissenschaftlicher Fachrichtung sowie 18–24 Monate Vorbereitungsdienst

Stufe 2:Zugführer / Einsatzleiter (B-/C-Dienst, je nach Organisation) (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
3.800: 4.600 € brutto/Monat

Führung eines Löschzugs bzw. Einsatzleitung bei komplexeren Lagen, Koordination von Kräften und Technik, Lagedokumentation, Abstimmung mit Leitstelle und weiteren Behörden.

Mehrjährige Einsatzerfahrung, erfolgreich wahrgenommene Führungsfunktionen im Einsatzdienst, laufbahn- und organisationsinterne Führungslehrgänge

Stufe 3:Sachgebietsleitung Einsatz/Technik/Organisation (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
5.000: 6.000 € brutto/Monat

Verantwortung für ein Fachgebiet wie Einsatzplanung, Vorbeugender Brandschutz, Technik/Fuhrpark oder Aus- und Fortbildung einschließlich Personal- und Ressourcensteuerung im Zuständigkeitsbereich.

Erfahrung in Führungs- und Stabsarbeit, nachweisbare Fachverantwortung, vertiefende Lehrgänge (z. B. Stabsarbeit, Organisation/Projektsteuerung)

Stufe 4:Abteilungsleitung / stellvertretende Leitung Feuerwehr (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
6.200: 6.900 € brutto/Monat

Strategische Steuerung eines größeren Organisationsbereichs, Budget- und Personalverantwortung, Schnittstelle zu Verwaltung, Politik und externen Partnern, Führung in besonderen Einsatzlagen.

Ausgeprägte Führungserfahrung, sichere Steuerung von Stabs- und Großschadenslagen, erweiterte Management- und Führungsqualifikationen innerhalb der Organisation

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Vorbeugender Brandschutz / Brandschutzdienststelle

serviceorientiert

Brand- und Gefahrenverhütung, Objektbegehungen, Stellungnahmen in Genehmigungsverfahren, Mitwirkung bei Abnahmen und Auflagenmanagement.

Gehalt:
4.000: 4.900 € brutto/Monat
Fachlehrgänge im Vorbeugenden Brandschutz, sichere Anwendung bau- und brandschutzrechtlicher Regelwerke, behördeninterne Verfahrenskenntnis

CBRN-Gefahrenabwehr (ABC/CBRN) im Einsatzdienst

diagnosetechnisch

Erkundung, Mess- und Nachweistechnik, Dekontamination, taktische Beratung der Einsatzleitung und Schnittstelle zu Spezialkräften.

Gehalt:
4.600: 5.600 € brutto/Monat
Speziallehrgänge CBRN/ABC, Mess- und Dekon-Ausbildung, regelmäßige Fortbildungen und Übungen im Gefahrguteinsatz

Technik/Fuhrpark- und Gerätewesen

instandhaltend

Beschaffung, Prüfung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Einsatzgeräten, technische Dokumentation, Vergabe-/Schnittstellensteuerung mit Werkstätten und Herstellern.

Gehalt:
4.200: 5.200 € brutto/Monat
Lehrgänge Gerätewartung/Technik, Kenntnisse im Prüf- und Dokumentationswesen, Vergabe- und Beschaffungsprozesse innerhalb der Verwaltung

Ausbildung und Qualitätsmanagement Einsatzdienst

qualitätssichernd

Konzeption und Durchführung von Aus- und Fortbildung, Standardisierung von Einsatzabläufen, Auswertung von Einsätzen/Übungen und Ableitung von Verbesserungen.

Gehalt:
4.100: 5.000 € brutto/Monat
Ausbilderqualifikationen und didaktische Lehrgänge, Erfahrung in Einsatznachbereitung, Organisations- und QM-Methoden innerhalb der Feuerwehr

Leitstelle/Informations- und Kommunikationstechnik (IuK) im Feuerwehrumfeld

automatisierungstechnisch

Konzeption, Betrieb und Weiterentwicklung von Leitstellen- und Kommunikationssystemen, Schnittstellen zu IT-Dienstleistern, Ausfallsicherheit und Einsatzdokumentation.

Gehalt:
4.700: 5.900 € brutto/Monat
IuK-/Leitstellenlehrgänge, Kenntnisse in Kommunikations- und Einsatzleitsystemen, Abstimmung mit IT/Datenschutz und Betreiberprozessen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.830 €
Großunternehmen
4.620 €
Mittelstand
4.200 €
Kleinunternehmen
3.696 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.200 € brutto/Monat

Chemieunternehmen
5.250 €
+25%
Energieversorgungsunternehmen
5.124 €
+22%
Flughafenfeuerwehren
5.040 €
+20%
Häfen und Logistikzentren
4.956 €
+18%
Bundesinstitute für Feuerwehrausbildung
4.704 €
+12%
Bundeswehr-Feuerwehren
4.620 €
+10%
Bundesbehörden mit Feuerwehraufgaben
4.536 €
+8%
Feuerwehr-Ausbildungsstätten
4.452 €
+6%
Landesfeuerwehrschulen
4.410 €
+5%
Katastrophenschutzbehörden
4.368 €
+4%
Landesbehörden für Bevölkerungsschutz
4.326 €
+3%
Zentrale Leitstellen
4.284 €
+2%
Berufsfeuerwehren
4.200 €
+0%
Kommunale Dienststellen
4.116 €
-2%
Stadtverwaltungen
3.990 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Feuerwehrmann – Gehobener Dienst

Mit wachsender Einsatzerfahrung und zunehmender Verantwortung entwickelt sich das Einkommen im gehobenen Dienst der Feuerwehr meist schrittweise. Nach dem Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) in einer technischen oder naturwissenschaftlichen Fachrichtung folgt ein 18–24-monatiger Vorbereitungsdienst, in dem Praxis, Einsatzführung und Verwaltungsabläufe zusammenlaufen. Mit Routine in Taktik, Personal- und Gerätekoordination sowie belastbarer Dokumentation steigen die Gehälter typischerweise deutlich. Digitalisierung prägt den Alltag über Einsatzleitsysteme, BOS-Digitalfunk, GIS-gestützte Lageführung und digitale Berichtssysteme; gefordert sind sichere Bedienung und strukturierte Datenarbeit neben klassischer Einsatzpraxis.

1. Jahr3.000 €
Berufseinstieg / Einarbeitung

Abgeschlossenes Hochschulstudium (Bachelor/Diplom) + Vorbereitungsdienst (18–24 Monate), erste Verwendung im Einsatz- und Verwaltungsdienst; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.300 €
Berufseinstieg / erste Verantwortung

Vorbereitungsdienst abgeschlossen, zunehmende Routine in Einsatzorganisation und Berichtswesen; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.600 €
Berufliche Festigung

Vertiefung in Einsatzführung, Zusammenarbeit mit Leitstelle, sichere Nutzung von BOS-Digitalfunk und Einsatzleitsystemen; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.900 €
Berufliche Festigung

Mehr Selbstständigkeit in Lagebeurteilung, Dokumentation in Fachanwendungen, Mitwirkung bei Auswertung/Statistik; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.200 €
Berufliche Festigung

Gefestigte Praxis, Koordination von Abläufen an Einsatzstellen, GIS-gestützte Einsatzplanung im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.670 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung (z. B. Technik, ABC, Einsatzplanung), stärkere Einbindung in Organisations- und Beschaffungsprozesse; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr5.130 €
Erfahrung & Spezialisierung

Erweiterte Aufgaben in Telematik/Fahrzeugortung, Übungs- und Simulationstools, Qualitäts- und Lageauswertung; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr5.600 €
Erfahrene Fachkraft

Hohe Routine, verlässliche Führungsunterstützung, Schnittstelle zwischen Einsatzdienst und Verwaltung; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr6.020 €
Erfahrene Fachkraft (ggf. Koordination)

Breite Einsatzerfahrung, ggf. funktionsbezogene Koordination (z. B. Schicht-/Teamkoordination) je nach Organisation; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr6.440 €
Erfahrene Fachkraft (Option: Verantwortungsrolle)

Stabiler Verantwortungsumfang, bei passenden Strukturen auch koordinierende Aufgaben in größeren Einheiten möglich; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Gehaltsanalyse

Zum Einstieg liegt der typische Monatsverdienst in einer Spanne von 2.350 € bis 3.600 € brutto, häufig um 3.000 €. Mit wachsender Routine, Stufenzuordnung und ersten Funktionsanteilen wird nach einigen Jahren meist ein Niveau um 4.200 € brutto erreicht.

Als erfahrene Fachkraft bewegt sich der Monatsverdienst typischerweise um 5.600 € brutto und kann bei komplexeren Aufgaben oder zusätzlicher Verantwortung weiter steigen. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsanteilen sind Werte um 6.440 € brutto üblich; Sprünge ergeben sich dabei eher über Beförderungen, höher bewertete Dienstposten und zulagenrelevante Schichtmodelle als über einzelne Einsätze.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst und konkrete Eingruppierung nach Laufbahn und Dienstposten; Zulagen für Schicht- und Wechseldienst erhöhen das Monatsbrutto spürbar.
  • 2
    Berufserfahrung und bewertete Funktionen: Mit wachsender Einsatz- und Führungsverantwortung, etwa als Zugführer oder in der Einsatzleitung, steigen die Besoldungs- und Zulagenbestandteile.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie etwa Leiter einer Feuerwehr, Verbandsführer, Ausbilder für Atemschutz oder Maschinistenausbildung können höher bewertete Aufgaben und Funktionszulagen ermöglichen.
  • 4
    Spezialisierungen, zum Beispiel ABC-Gefahren, Höhenrettung, Tauchen oder Einsatzplanung, wirken sich aus, wenn sie mit einer entsprechenden Funktion oder Rufbereitschaft verbunden sind.
  • 5
    Arbeitgeberstruktur und Aufgabenprofil: Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr oder Leitstellenfunktion unterscheiden sich bei Schichtmodellen, Zulagenpraxis und der Bewertung von Dienstposten.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Einsatz- und Führungskräften im Brand- und Rettungsschutz bleibt insgesamt stabil, in dichter besiedelten Räumen teils mit zusätzlichem Bedarf durch steigende Einsatzlast und demografische Effekte. Gleichzeitig wirkt sich eine wachsende Spezialisierung aus, etwa bei Gefahrgutlagen, Unwetterereignissen und komplexer technischer Hilfeleistung.

Der Berufsalltag verändert sich durch digitale Einsatzdokumentation, vernetzte Leitstellentechnik und datenbasierte Lagebilder. Für Berufseinsteiger ergeben sich Chancen dort, wo Organisationen neben dem Einsatzdienst auch Planung, Ausbildung und Stabsarbeit stärker ausbauen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie ist die Vergütung im Beruf Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im öffentlichen Dienst geregelt?

Die Vergütung erfolgt nach Tarifvertrag (TVöD/TV-L) oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 3.000 € brutto/Monat für Einsteiger und 6.440 € brutto/Monat in höheren Stufen.

Wie entwickelt sich das Gehalt als Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) durch Stufenaufstiege?

Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 3.000 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 5.600 € brutto/Monat in der Endstufe.

Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.000 € brutto/Monat für Einsteiger und 5.600 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 7.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel höhere Grundgehälter.

In welchen Branchen kann man als Feuerwehrmann – Gehobener Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Berufsfeuerwehren (Städte und Gemeinden), Stadtverwaltungen, Kommunale Dienststellen, Zentrale Leitstellen, Landesfeuerwehrschulen oder Landesbehörden für Bevölkerungsschutz. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

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