Feuerwehrmann – Höherer Dienst Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

6.080 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

6.750 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

7.860 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: A15/A16. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

6.000 €
7.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 6.750 € brutto/Monat

Bundeswehr-Feuerwehren
8.780 €
+30%
Werkfeuerwehren
8.440 €
+25%
Flughafenfeuerwehren
8.100 €
+20%
Innenministerien der Bundesländer
7.760 €
+15%
Berufsfeuerwehren in Großstädten
7.430 €
+10%
Behörden der öffentlichen Gefahrenabwehr
7.090 €
+5%
Städtische Berufsfeuerwehren
6.750 €
+0%
Feuerwehr-Institute und Ausbildungseinrichtungen
6.750 €
+0%
Kommunale Feuerwehren
6.410 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Einsatz- und Führungsalltag wird meist vom Feuerwehrmann, Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) gesprochen, während in dienstrechtlichen Unterlagen die Bezeichnung Feuerwehrbeamter im höheren Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) geführt wird. Der Arbeitsalltag verbindet Einsatzdienst, Stabsarbeit und Managementaufgaben: Lagen werden beurteilt, Kräfte und Mittel koordiniert, Einsatzabschnitte geführt und Nachbereitungen dokumentiert.

Gearbeitet wird in Leitstellen, Feuerwachen, Verwaltungsbereichen und bei größeren Ereignissen direkt an der Einsatzstelle. Arbeitgeber sind vor allem Berufsfeuerwehren und Werkfeuerwehren, außerdem beispielsweise kommunale Verwaltungen, Flughäfen, Industrieparks oder Betreiber kritischer Infrastrukturen, bei denen vorbeugender Brandschutz, Risikoanalysen und Abstimmungen mit Behörden zum Umfeld gehören.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

7.290 €

6.480 € – 8.100 €

+8%

Frankfurt am Main

7.088 €

6.300 € – 7.875 €

+5%

Düsseldorf

7.020 €

6.240 € – 7.800 €

+4%

Hannover

7.020 €

6.240 € – 7.800 €

+4%

Stuttgart

6.953 €

6.180 € – 7.725 €

+3%

Essen

6.953 €

6.180 € – 7.725 €

+3%

Hamburg

6.885 €

6.120 € – 7.650 €

+2%

Dortmund

6.885 €

6.120 € – 7.650 €

+2%

Nürnberg

6.818 €

6.060 € – 7.575 €

+1%

Bremen

6.818 €

6.060 € – 7.575 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

6.750 €

6.000 € – 7.500 €

±0%

Köln

6.750 €

6.000 € – 7.500 €

±0%

Berlin

6.615 €

5.880 € – 7.350 €

-2%

Leipzig

6.345 €

5.640 € – 7.050 €

-6%

Dresden

6.345 €

5.640 € – 7.050 €

-6%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich oft Vorteile in wirtschaftsstarken und großstädtisch geprägten Regionen, etwa in Süddeutschland oder in Stadtstaaten mit vielen Leitungs- und Sonderaufgaben. In strukturschwächeren Gebieten fallen die Werte im Durchschnitt häufiger niedriger aus.

Unterschiede entstehen typischerweise durch Besoldungs- und Tarifstrukturen der Dienstherren, die Größe der Organisation sowie das lokale Preisniveau, insbesondere bei Wohnkosten.

Zugang zur Tätigkeit

Strukturierte Laufbahn im öffentlichen Dienst

Der Zugang zum Feuerwehrmann, Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist in Deutschland typischerweise als Laufbahn im öffentlichen Dienst organisiert. Der Regelzugang führt über ein einschlägiges Hochschulstudium und ein anschließendes, feuerwehrspezifisches Auswahl- und Qualifizierungsverfahren bei einer Berufsfeuerwehr oder einer entsprechenden Behörde. Je nach Dienstherrn werden die formalen Anforderungen über Laufbahnrecht, beamtenrechtliche Vorgaben und interne Einstellungsrichtlinien konkretisiert.

Voraussetzungen für das Auswahlverfahren

Üblich ist ein abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (häufig Master oder vergleichbarer Abschluss) in einem fachlich passenden Bereich, etwa Ingenieurwissenschaften, Naturwissenschaften oder einem technischen Schwerpunkt. Hinzu kommen Anforderungen aus dem Beamtenrecht, insbesondere die deutsche Staatsangehörigkeit oder eine gleichgestellte Staatsangehörigkeit, geordnete wirtschaftliche Verhältnisse sowie die persönliche Eignung. In der Praxis gehört dazu regelmäßig ein mehrstufiges Auswahlverfahren mit Eignungstests, Interviews und der Bewertung von Führungspotenzial.

Inhalte der feuerwehrtechnischen Qualifizierung

Die feuerwehrtechnische Qualifizierung im höheren Dienst verbindet Führungs- und Stabsarbeit mit operativem Einsatzbezug. Schwerpunkte liegen auf Einsatzleitung, Taktik bei komplexen Schadenslagen, Gefahrenabwehrplanung, Verwaltungs- und Organisationsaufgaben sowie Krisenmanagement. Ein relevanter Anteil entfällt auf Praxisphasen in Wachabteilungen, Leitstellenumfeld und Stabsstrukturen, sodass die spätere Rolle zwischen operativer Verantwortung und Verwaltungshandeln verankert wird. Die Ausbildungsabschnitte und deren Abfolge werden dienstherrnspezifisch festgelegt.

Optionen für den internen Aufstieg

Als ergänzende Zugangsoption kommt ein Aufstieg aus dem gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst in Betracht, wenn laufbahnrechtliche Voraussetzungen erfüllt sind und der Dienstherr den Aufstieg ermöglicht. Ebenso können Bewerbungen mit bereits vorhandener feuerwehrnaher Berufserfahrung (zum Beispiel aus Werkfeuerwehren oder sicherheitsrelevanten technischen Funktionen) eine Rolle spielen, ersetzen aber den laufbahnrechtlich geregelten Qualifizierungsweg nicht.

Körperliche Fitness und mentale Belastbarkeit

Unabdingbar sind die gesundheitliche Eignung und eine belastbare körperliche Leistungsfähigkeit, da trotz Führungsfokus Einsätze, Bereitschaften und ungünstige Einsatzbedingungen zum Berufsbild gehören. Für den höheren Dienst werden außerdem ausgeprägte Entscheidungsfähigkeit, Kommunikationsstärke, Konfliktfähigkeit und ein sicherer Umgang mit Verantwortung erwartet, weil Lagebeurteilung, Personalführung und Abstimmung mit anderen Behörden zum Alltag zählen.

Beruflicher Einstieg

Abgeschlossenes Master-Studium (Uni) in Technik/Naturwissenschaften + 2 Jahre BrandreferendariatZertifiziert

Für die Tätigkeit als Feuerwehrmann – Höherer Dienst wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Abgeschlossenes Master-Studium (Uni) in Technik/Naturwissenschaften + 2 Jahre Brandreferendariat.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Master-Abschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Feuerwehrmann – Höherer Dienst

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
mittel
BOS-Digitalfunk (TETRA)Einsatzleit- und LeitstellensoftwareGeoinformationssysteme (GIS) und digitale LagedarstellungTelematik- und FahrzeugortungssystemeMobile Endgeräte und Einsatz-Apps für Einsatzdokumentation und NavigationDigitale Gefahren- und Objektkataloge

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Ablauf des zweijährigen Brandreferendariats

Der Einstieg als Feuerwehrmann. Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt im Regelfall über den Laufbahnberuf im öffentlichen Dienst. Üblich ist ein abgeschlossenes Master-Studium (Uni) in Technik oder Naturwissenschaften, an das sich das 2 Jahre Brandreferendariat anschließt. In dieser Zeit werden feuerwehrtaktische Grundlagen, rechtliche Rahmenbedingungen, Führungslehre und Verwaltungsabläufe aufgebaut, ergänzt durch Praxisphasen in Wach- und Einsatzdienst sowie Stationen in Leitstelle, Einsatzplanung oder vorbeugendem Brandschutz.

Fokus auf Leitung und Steuerung

Beim Berufseinstieg nach dem Referendariat erfolgt die Vergütung typischerweise nach den im öffentlichen Dienst üblichen Systemen der Besoldung bzw. tarifnahen Regelungen, je nach Dienstherr und Verwendung. Als Einstiegsgehalt werden im Durchschnitt 6.080 € brutto pro Monat erreicht (Orientierung: 5.180 € bis 6.970 € brutto/Monat). Inhaltlich geht es anfangs weniger um „Trupparbeit“ als um Führungs- und Steuerungsaufgaben: Einsatzleitung in größeren Lagen, Erstellen von Einsatz- und Alarmplänen, Abstimmung mit Behörden, Qualitätssicherung von Ausbildung und Technik sowie Mitwirkung bei Beschaffungen und Organisationsprojekten.

Erste Einsatzgebiete nach der Ausbildung

Typische erste Positionen liegen in der Funktion als Brandreferendar bzw. im Anschluss in Sachgebieten einer Berufsfeuerwehr oder Werkfeuerwehr mit behördlicher Anbindung, etwa im Einsatzdienst als Zug- oder Abschnittsführung, in der Abteilung Einsatzvorbereitung oder im vorbeugenden Brandschutz. Früh prägend sind die Schnittstellenarbeit und die Fähigkeit, unter Zeitdruck nachvollziehbar zu entscheiden, Lagen zu strukturieren und Teams auch über Hierarchiegrenzen hinweg zu führen.

Erforderliche Kompetenzen im Dienstalltag

Als Voraussetzungen gelten neben belastbarem technischen Verständnis und sicherem Umgang mit Regelwerken vor allem Führungskompetenz, Kommunikationsstärke und ein nüchterner Blick für Risiken. Da im höheren Dienst häufig zwischen Einsatzrealität, Verwaltung und Politik vermittelt wird, sind schriftliche Ausdrucksfähigkeit, Organisationsvermögen und Konfliktfähigkeit im Alltag besonders wirksam.

Rechtliche Grundlagen der Vorbereitungszeit

Einordnung zur Ausbildung: Das Brandreferendariat ist in der Regel vergütet; konkrete Beträge hängen vom Dienstherrn und den jeweiligen Regelungen ab. Gesetzliche Grundlagen wie BBiG oder HwO stehen hier meist nicht im Vordergrund, da der Zugang typischerweise über Studium und Laufbahnausbildung organisiert ist.

Berufliche Entwicklungsoptionen Feuerwehrmann – Höherer Dienst

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Leitstellenleiter / Leitstellenleiterin (Rettungsdienst/Feuerwehr/ILS)

Mittlerer Aufwand

Leitung einer Leitstelle mit Verantwortung für Personal, Einsatzsteuerung, Qualitätsmanagement und die Zusammenarbeit mit BOS-Partnern.

Gehalt:
4.500 € - 6.200 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap in Gefahrenabwehr, Stabsarbeit, Einsatzplanung und Behördenkoordination.

Sachgebietsleitung Katastrophenschutz (kommunale Verwaltung)

Mittlerer Aufwand

Planung und Koordination des Katastrophenschutzes, einschließlich Konzepte, Übungen, Einsatzmittelplanung und Zusammenarbeit mit Hilfsorganisationen.

Gehalt:
4.200 € - 5.800 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenz aus Brand- und Katastrophenschutzplanung sowie Verwaltungs- und Projektarbeit.

HSE-Manager / HSE-Managerin (Arbeitssicherheit, Umwelt- und Gesundheitsschutz)

Mittlerer Aufwand

Aufbau und Steuerung von HSE-Managementsystemen in Unternehmen, inklusive Audits, Gefährdungsbeurteilungen und Maßnahmensteuerung.

Gehalt:
4.800 € - 7.000 € brutto/Monat
Technik-/Naturwissenschafts-Master plus Erfahrung mit Risikoanalysen, Audits, Regelwerken und Sicherheitsorganisationen.

Brandschutzingenieur / Brandschutzingenieurin

Hoher Aufwand

Erstellung und Prüfung von Brandschutzkonzepten sowie fachliche Begleitung von Bauprojekten und Abstimmung mit Genehmigungsstellen.

Gehalt:
4.600 € - 6.800 € brutto/Monat
Nähe zu vorbeugendem Brandschutz, Genehmigungsprozessen und technischen Bewertungen; Wechsel über Prüftätigkeiten möglich.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Brandreferendar / Brandreferendarin (höherer feuerwehrtechnischer Dienst)

Gehalt:
5.180 € - 5.900 € brutto/Monat

Vorbereitungsdienst mit Einsatz- und Verwaltungsstationen, in dem taktische Führung, Stabsarbeit und rechtliche/organisatorische Aufgaben systematisch aufgebaut werden.

Abgeschlossenes Master-Studium (Uni) in Technik/Naturwissenschaften; Auswahlverfahren; 2 Jahre Brandreferendariat

Stufe 2:Feuerwehrmann: Höherer Dienst (m/w/d): Einsatz- und Sachgebietsleitung

Gehalt:
5.900 € - 6.970 € brutto/Monat

Tätigkeit als Führungskraft im Einsatzdienst und in einem Fachgebiet (z. B. Einsatzplanung, Technik, Vorbeugender Brandschutz) mit Verantwortung für Konzepte, Personal und Schnittstellen.

Erfolgreich abgeschlossenes Brandreferendariat; mehrjährige Praxis im Einsatz- und Verwaltungsdienst; nachweisbare Führungs- und Projektverantwortung

Stufe 3:Feuerwehrmann: Höherer Dienst (m/w/d): Dezernats-/Abteilungsleitung

Tarifband (typisch):
6.900 € - 7.500 € brutto/Monat

Leitung größerer Organisationseinheiten mit Budget-, Personal- und Zielverantwortung sowie Koordination zwischen Einsatzbetrieb, Technik, Bau/Planung und Verwaltung.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Führungserfahrung; Organisations- und Haushaltskompetenz; häufig zusätzliche Qualifizierung in Personalführung/Verwaltungsmanagement

Stufe 4:Stellvertretende Amtsleitung / Leitung Einsatzbetrieb (Feuerwehr)

Gehalt:
7.600 € - 8.750 € brutto/Monat

Strategische Führungsrolle mit Verantwortung für Einsatzorganisation, Großschadenslagen-Management, Ressourcensteuerung und dienststellenübergreifende Abstimmung.

Langjährige Führungspraxis; sicherer Umgang mit Stabsarbeit und Krisenmanagement; tragfähige Erfahrung in Personal- und Ressourcensteuerung

Stufe 5:Amtsleitung / Leiter oder Leiterin Feuerwehr

Gehalt:
8.700 € - 9.830 € brutto/Monat

Gesamtverantwortung für die Feuerwehr als Organisation, inklusive Strategie, Haushalt, Personal, Risiko- und Bedarfsplanung sowie repräsentativer Aufgaben gegenüber Träger und Politik.

Umfangreiche Führungserfahrung auf Abteilungs-/Dezernatsebene; ausgeprägte Management- und Steuerungskompetenz; belastbare Erfahrung in Krisenlagen und Gremienarbeit

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Vorbeugender Brandschutz / Brandschutzdienststelle

diagnosetechnisch

Prüfung und Bewertung von Brandschutzkonzepten, Stellungnahmen in Genehmigungsverfahren sowie brandschutztechnische Beratung innerhalb der Verwaltung.

Gehalt:
6.200 € - 7.200 € brutto/Monat
Vertiefung Bauordnungsrecht und Sonderbauvorschriften; fortgeschrittene Brandschutzfachkunde; Erfahrung in Planprüfung und Abstimmung mit Genehmigungsbehörden

Technische Einsatzplanung & Gefahrenabwehrplanung

automatisierungstechnisch

Erstellung von Einsatz- und Alarmplänen, Szenarioanalysen, Auswertung von Einsatzdaten sowie Schnittstellen zu Leitstelle und Digitalfunk/IT.

Gehalt:
6.400 € - 7.500 € brutto/Monat
Stabsarbeit (Führungsstab/Verwaltungsstab); Lagebild- und Analysekompetenz; Projektmanagement; IT-/GIS-Anwendungswissen

Feuerwehrtechnik & Fahrzeug-/Gerätewesen

instandhaltend

Beschaffung, Erprobung und Lifecycle-Management von Fahrzeugen und Geräten einschließlich Normenbezug, Ausschreibungen und Betriebssicherheit.

Gehalt:
6.300 € - 7.600 € brutto/Monat
Vergabe- und Vertragsgrundlagen im öffentlichen Dienst; technische Normenkenntnis; Erfahrung in Abnahmen, Prüfzyklen und Arbeitssicherheit

Ausbildung, Übungsbetrieb & Fortbildungssteuerung

serviceorientiert

Konzeption und Steuerung von Aus- und Fortbildung, Übungsdiensten, Leistungsnachweisen sowie didaktischer Weiterentwicklung.

Gehalt:
6.000 € - 7.100 € brutto/Monat
Ausbilderqualifikationen und Didaktik; Erfahrung in Übungsplanung; idealerweise Lehrgangs- und Curriculumentwicklung

CBRN / ABC-Gefahrenabwehr (Konzeption & Einsatzvorbereitung)

fertigungstechnisch

Konzepte für atomare, biologische und chemische Lagen, Mess- und Dekon-Strategien, Materialkonzepte und Übungs-/Einsatzvorbereitung.

Gehalt:
6.700 € - 8.000 € brutto/Monat
Speziallehrgänge CBRN/ABC; Stabs- und Einsatzführung in Sonderlagen; Zusammenarbeit mit Fachbehörden und Labor-/Messdiensten

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
7.762 €
Großunternehmen
7.425 €
Mittelstand
6.750 €
Kleinunternehmen
5.940 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 6.750 € brutto/Monat

Bundeswehr-Feuerwehren
8.775 €
+30%
Werkfeuerwehren
8.438 €
+25%
Flughafenfeuerwehren
8.100 €
+20%
Innenministerien der Bundesländer
7.762 €
+15%
Berufsfeuerwehren in Großstädten
7.425 €
+10%
Behörden der öffentlichen Gefahrenabwehr
7.088 €
+5%
Städtische Berufsfeuerwehren
6.750 €
+0%
Feuerwehr-Institute und Ausbildungseinrichtungen
6.750 €
+0%
Kommunale Feuerwehren
6.413 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Feuerwehrmann – Höherer Dienst

Der höhere feuerwehrtechnische Dienst verbindet anspruchsvolle Einsatzführung mit Verwaltungs- und Projektarbeit. Nach Master-Studium in Technik oder Naturwissenschaften und einem zweijährigen Brandreferendariat steigt das Einkommen typischerweise bei 6.080 € brutto im Monat ein und wächst mit zunehmender Führungsroutine, Stabsarbeit und Organisationsverantwortung. Nach einigen Jahren prägen komplexere Lagen, Risikoanalysen und die Steuerung von Ausbildung und Beschaffung den Alltag. Digital werden vor allem Einsatzleit- und Leitstellensoftware, GIS-gestützte Lagedarstellung, Telematik sowie BOS-Digitalfunk, ergänzt um IT-Sicherheit und datenbasiertes Berichtswesen.

1. Jahr6.080 €
Berufseinstieg (Brandreferent/in)

Master (Uni) Technik/Naturwissenschaften + Brandreferendariat (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr6.220 €
Berufseinstieg (Aufbauphase)

Vertiefung Einsatzführung, Behördenabläufe, Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr6.380 €
Berufliche Festigung

Erste eigenständige Projekt- und Stabsaufgaben, Einsatznachbereitung; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr6.570 €
Berufliche Festigung

Routine in Führungsunterstützung, Abstimmung mit Leitstelle und Fachämtern; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr6.750 €
Berufliche Festigung

Erweiterte Verantwortung in Planung, Ausbildung, Beschaffung; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr7.060 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung z. B. Vorbeugender Brandschutz, Gefahrenabwehrplanung, Analyse; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr7.340 €
Erfahrung & Spezialisierung

Leitung von Teilprojekten, komplexere Lagen, Auswertung von Einsatzdaten; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr7.620 €
Erfahrene Fachkraft

Sichere Anwendung ELS/FIS, GIS-Lagebilder, IT-Sicherheits- und Datenschutzpraxis; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr7.860 €
Erfahrene Fachkraft (erweiterte Funktion)

Koordination größerer Vorhaben, Schnittstelle zu Verwaltung, Technik und Leitstelle; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr8.160 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: Übernahme funktionsbezogener Koordination oder Leitungsanteile (organisationsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: A15/A16. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsbrutto bei rund 6.080 €. Mit einigen Jahren Praxis und gefestigter Rollenübernahme steigt das Gehalt häufig über Stufen und Funktionszuordnungen; nach fünf Jahren werden im Mittel etwa 6.750 € erreicht.

Mit breiter Einsatzerfahrung, Leitstellen- oder Stabsverantwortung und zusätzlichen Aufgaben im Brandschutzmanagement bewegt sich das Monatsbrutto als erfahrene Fachkraft oft um 7.860 €. Deutlichere Sprünge entstehen vor allem dann, wenn höher bewertete Führungsfunktionen übernommen werden oder eine erweiterte Verantwortung dauerhaft übertragen ist.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Dienstpostenbewertung und Führungsumfang: Leitung einer Wache, Stabsfunktionen oder Einsatzleitung bei komplexen Lagen wirken sich stärker aus als reine Sachbearbeitung.
  • 2
    Beförderungen und Stufenlaufzeiten im öffentlichen Dienst: Mit zunehmender Erfahrungszeit steigen Bezüge häufig über feste Entwicklungsstufen und Funktionszulagen.
  • 3
    Spezialisierungen wie vorbeugender Brandschutz, Gefahrgut, ABC-Lagen, Krisenmanagement oder Leitstellenführung erhöhen die Einsetzbarkeit und können höher bewertete Aufgaben ermöglichen.
  • 4
    Zusatzqualifikationen, etwa Incident-Command-System-Schulungen, Ausbilderberechtigungen, Atemschutz- und Führungskräftetrainings oder Fortbildungen im Arbeitsschutz, unterstützen die Übernahme verantwortungsvoller Funktionen.
  • 5
    Arbeitgeberstruktur: Berufsfeuerwehr, Werkfeuerwehr oder Bereiche wie Flughafen- und Industriefeuerwehr unterscheiden sich bei Zulagen, Bereitschaftsmodellen und Funktionsprofilen.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Führungskräften in der Feuerwehr bleibt insgesamt stabil, da Personalentwicklung, Altersabgänge und komplexere Gefahrenlagen kontinuierlich Führungs- und Stabsstrukturen binden. Gleichzeitig wächst der Koordinationsaufwand durch größere Veranstaltungen, extreme Wetterlagen und steigende Anforderungen an Resilienz und Bevölkerungsschutz.

Digitalisierung verändert den Beruf spürbar: vernetzte Leitstellen, Lagebildsysteme, Drohnen, Datenanalyse und moderne Kommunikation erhöhen die Bedeutung von Schnittstellenarbeit und standardisierten Führungsprozessen. Dadurch entstehen gute Einstiegschancen, vor allem bei Organisationen mit Ausbau von Sonderfunktionen und Krisenmanagement.

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Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Feuerwehrmann – Höherer Dienst netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie ist die Vergütung im Beruf Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im öffentlichen Dienst geregelt?

Die Vergütung erfolgt nach A15/A16 oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 6.080 € brutto/Monat für Einsteiger und 9.040 € brutto/Monat in höheren Stufen.

Wie entwickelt sich das Gehalt als Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) durch Stufenaufstiege?

Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 6.080 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 7.860 € brutto/Monat in der Endstufe.

Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 6.080 € brutto/Monat für Einsteiger und 7.860 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 9.830 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem A15/A16 vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

In welchen Branchen kann man als Feuerwehrmann – Höherer Dienst (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Städtische Berufsfeuerwehren, Kommunale Feuerwehren, Berufsfeuerwehren in Großstädten, Innenministerien der Bundesländer, Behörden der öffentlichen Gefahrenabwehr oder Feuerwehr-Institute und Ausbildungseinrichtungen. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. A15/A16), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: