Graveur Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.170 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.920 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.670 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: IG Metall Tarifgruppe 1 / IG Metall Tarifgruppe 4. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.500 €
3.420 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.920 € brutto/Monat

Glas- und Kristallmanufaktur
3.450 €
+18%
Laser- und CNC-Gravur
3.360 €
+15%
Industriegravuren
3.270 €
+12%
Metallindustrie
3.210 €
+10%
Prägetechnik
3.150 €
+8%
Formenbau
3.070 €
+5%
Werbemittelproduktion
2.980 €
+2%
Metallbearbeitungshandwerk
2.920 €
+0%
Gravur- und Schilderhandwerk
2.770 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Graveure bearbeiten Metalle, Kunststoffe oder Glas, um Schriftzüge, Ornamente oder technische Markierungen dauerhaft einzubringen. Im Alltag gehören das Übertragen von Vorlagen, das exakte Einspannen von Werkstücken, das Gravieren per Handstichel oder Maschine sowie das Nacharbeiten und Kontrollieren der Oberflächen dazu.

Gearbeitet wird meist in Werkstätten und Fertigungsbereichen, teils mit CAD-Arbeitsplätzen für die Vorbereitung. Beschäftigung findet sich unter anderem in Schmuck- und Uhrenbetrieben, im Formen- und Werkzeugbau, bei Schilder- und Stempelherstellern sowie in Betrieben für Werbetechnik oder industrieller Kennzeichnung, beispielsweise für Typenschilder und Bauteilbeschriftungen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.358 €

2.875 € – 3.933 €

+15%

Frankfurt am Main

3.212 €

2.750 € – 3.762 €

+10%

Düsseldorf

3.212 €

2.750 € – 3.762 €

+10%

Stuttgart

3.183 €

2.725 € – 3.728 €

+9%

Hamburg

3.154 €

2.700 € – 3.694 €

+8%

Köln

3.095 €

2.650 € – 3.625 €

+6%

Nürnberg

2.978 €

2.550 € – 3.488 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

2.920 €

2.500 € – 3.420 €

±0%

Hannover

2.920 €

2.500 € – 3.420 €

±0%

Essen

2.891 €

2.475 € – 3.386 €

-1%

Berlin

2.862 €

2.450 € – 3.352 €

-2%

Dortmund

2.862 €

2.450 € – 3.352 €

-2%

Bremen

2.832 €

2.425 € – 3.317 €

-3%

Leipzig

2.628 €

2.250 € – 3.078 €

-10%

Dresden

2.628 €

2.250 € – 3.078 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich Unterschiede vor allem zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und eher ländlich geprägten Regionen. Tendenziell liegen die Verdienste in Süddeutschland sowie in Metropolregionen wie München, Stuttgart, Frankfurt oder Hamburg häufiger über dem Durchschnitt.

In Teilen Ostdeutschlands fallen Gehälter im Vergleich öfter niedriger aus, was auch mit Unternehmensstruktur und Lebenshaltungskosten zusammenhängt.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im Dienstleistungsumfeld

Der Zugang zur Tätigkeit als Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt in Deutschland typischerweise über eine duale Berufsausbildung im Dienstleistungsumfeld. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich meist nicht festgelegt; in der betrieblichen Praxis werden jedoch häufig Bewerberprofile mit soliden Grundlagen in Mathematik, Werken/Technik und gestalterischen Fächern bevorzugt. Entscheidend ist, dass die spätere Arbeit präzises, sauberes Ausführen von Aufträgen ermöglicht und ein verlässlicher Umgang mit Materialien und Maschinen erkennbar ist.

Systematische Vermittlung handwerklicher Grundlagen

Der Regelzugang ist die Ausbildung mit systematischer Praxis im Betrieb und begleitendem Unterricht. Inhaltlich geht es um das Übertragen von Motiven und Schrift, um unterschiedliche Gravurverfahren sowie um die Bearbeitung typischer Werkstoffe wie Metalle, Kunststoffe oder Glas. Je nach Einsatzfeld spielt auch die Vorbereitung von Vorlagen eine Rolle, etwa durch Zeichnung, Schablonen oder digitale Daten. Im Alltag steht neben dem handwerklichen Ausführen oft die Abstimmung mit Kundenvorgaben und die Qualitätssicherung im Vordergrund, weil Gravuren in der Regel nicht oder nur begrenzt korrigierbar sind.

Präzise Handarbeit an technischen Maschinen

Als Besonderheit gilt die Kombination aus feinmotorischer Handarbeit und technischer Prozesssicherheit: Werkzeuge, Fräser und Maschinen müssen passend ausgewählt, eingestellt und gepflegt werden, während gleichzeitig Maßhaltigkeit und Oberflächenbild stimmen. Typisch sind Einzelstücke oder Kleinserien, bei denen sorgfältiges Messen, ruhige Arbeitsabläufe und ein konsistentes Ergebnis wichtiger sind als Tempo. In vielen Betrieben wird zudem Wert auf ein verständliches Erfassen von Auftragsdaten und die saubere Dokumentation von Material- und Arbeitsschritten gelegt.

Alternative Wege über metallnahe Berufe

Ergänzend kommen alternative Zugangswege vor, etwa über angrenzende metall- oder gestaltungsnahe Ausbildungen mit anschließender betrieblicher Einarbeitung in Gravurtechniken, insbesondere wenn der Schwerpunkt auf maschinellen Verfahren liegt. Persönlich hilfreich sind eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit, Geduld, gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ein sicherer Sinn für Proportionen. Gesundheitlich ist vor allem eine belastbare Feinmotorik sowie ein gutes Sehvermögen relevant; je nach Betrieb können außerdem Anforderungen durch Staub, Lärm oder den Umgang mit Kühlschmierstoffen und Reinigungsmitteln hinzukommen.

Fachnahe Spezialisierung in modernen Verfahren

Für die Weiterentwicklung innerhalb der Dienstleistungen sind vor allem fachnahe Spezialisierungen verbreitet, etwa in Lasergravur, CNC-gestützten Gravurprozessen, Oberflächen- und Werkstoffkunde, Qualitätsprüfung sowie in der Aufbereitung und Prüfung von Gravurdaten. Solche Qualifizierungen knüpfen an die Kernaufgaben an und erweitern die Einsatzmöglichkeiten, ohne den Schwerpunkt vom handwerklich-technischen Profil der Gravur zu lösen.

Beruflicher Einstieg

Duale Berufsausbildung (Graveur/in)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Graveur wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: duale Berufsausbildung (Graveur/in).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Hauptschulabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Graveur

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
CNC-GravurtechnikLasergravur- und LasermarkiersystemeCAD-SoftwareCAM-Software für GravurDigitale Mess- und Prüftechnik

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Strukturierte Ausbildung in Handwerksbetrieben

Der Regelzugang in den Beruf Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über die duale Ausbildung zum Graveur/in nach BBiG und HwO. Sie dauert in der Regel 3 Jahre und verbindet Arbeit im Ausbildungsbetrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Typische Ausbildungsbetriebe sind Werkstätten im Handwerk, graviertechnische Dienstleister oder Unternehmen, die Schmuck, Werkzeuge oder Schilder veredeln und kennzeichnen. Je nach Ausrichtung stehen von Beginn an unterschiedliche Materialien und Verfahren im Vordergrund.

Sorgfältige Umsetzung komplexer Kundenwünsche

Im Ablauf prägen sich zuerst Grundlagen wie Zeichnen, Anreißen, Materialkunde und der sichere Umgang mit Maschinen und Werkzeugen aus, später kommen feinere Arbeitsschritte wie Relief- und Schriftenstich, Oberflächenbearbeitung und das Umsetzen von Kundenwünschen nach Vorlage hinzu. Erwartet werden vor allem Sorgfalt, ein ruhiges Händchen, gutes räumliches Vorstellungsvermögen und Ausdauer bei wiederholgenauen Arbeitsschritten. In vielen Betrieben zählt außerdem die Fähigkeit, Arbeitsergebnisse zu dokumentieren und mit angrenzenden Bereichen wie Fertigung oder Qualitätskontrolle abgestimmt zu übergeben.

Routine durch standardisierte Arbeitsabläufe

Die Ausbildung ist vergütet, häufig orientiert an tariflichen Regelungen. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt typischerweise zwischen 1.830 € und 2.530 € brutto/Monat, mit einem Durchschnittswert von 2.170 € brutto/Monat. Zum Berufseinstieg gehören oft Aufgaben wie einfache Gravuren nach Standard, das Einrichten von Maschinen, das Prüfen von Oberflächen sowie Nacharbeit und Politur. In der Praxis entsteht Routine häufig über Serienaufträge, während Einzelstücke mehr Abstimmung und Probeläufe erfordern.

Verantwortung für anspruchsvolle Motive

Typische Einstiegspositionen sind Junior-Graveur, Graveur in der Produktion oder in der Veredelung, teils auch mit Schwerpunkt auf Maschinenbedienung und Arbeitsvorbereitung. Erste Entwicklungsschritte ergeben sich meist über die Übernahme komplexerer Motive, eigenständigere Kundenaufträge und Verantwortung für Qualitätssicherung oder die Auswahl geeigneter Werkzeuge und Parameter. In tarifgebundenen Betrieben werden Tätigkeiten dabei häufig nach Branchentarifverträgen gruppiert, was sich auf die Eingruppierung nach Aufgabenumfang auswirkt.

Aufstiegsmöglichkeiten durch industrielle Kennzeichnung

Perspektiven entstehen außerdem durch Spezialisierung, etwa auf Schmuckgravuren, industrielle Kennzeichnung, Lasergravur oder die Kombination aus CAD-Vorlage und Umsetzung im Betrieb. Mit zusätzlicher Qualifikation sind auch Rollen wie Teamleitung in der Gravur, Arbeitsvorbereitung oder Schnittstellenfunktionen zur Konstruktion möglich; Gehälter können dann, je nach Betrieb und Verantwortungsumfang, spürbar über dem Einstiegsniveau liegen. Gleichzeitig bleibt der Beruf stark von Auftragsstruktur, Materialmix und dem Anteil an Einzelanfertigungen geprägt.

Berufliche Entwicklungsoptionen Graveur

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Fertigung und Montage präziser Bauteile, inklusive Messen, Prüfen und Feinpassungen in Werkstatt- oder Produktionsumgebungen.

Gehalt:
2.700 €: 3.800 € brutto/Monat
Ähnliche Werkstoff- und Werkzeugpraxis sowie Präzisionsarbeit an metallischen Werkstücken und Oberflächen.
Mittlerer Aufwand

Programmierung, Einrichtung und Bedienung von CNC-Maschinen zur spanenden Fertigung von Bauteilen.

Gehalt:
3.000 €: 4.200 € brutto/Monat
Overlap bei zerspanenden Verfahren, CAD/CAM-Nähe und Arbeit nach technischen Zeichnungen, häufig mit vergleichbaren Toleranzanforderungen.
Mittlerer Aufwand

Vorbehandlung und Beschichtung von Bauteilen (z. B. galvanisch), inklusive Prozessüberwachung und Qualitätsprüfung.

Gehalt:
2.800 €: 3.900 € brutto/Monat
Gemeinsamer Fokus auf Oberflächenbearbeitung, Materialkenntnis und feinmotorische Präzisionsarbeiten an metallischen Teilen.

Goldschmied (m/w/d)

Hoher Aufwand

Herstellung, Reparatur und Anpassung von Schmuckstücken mit hohem Anteil an Handarbeit und Oberflächenfinish.

Gehalt:
2.400 €: 3.500 € brutto/Monat
Verwandte Tätigkeiten bei dekorativer Metallbearbeitung, Ornamentik und handwerklicher Detailarbeit im Schmuckumfeld.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Graveur (Einstieg)

Gehalt:
1.930 €: 2.430 € brutto/Monat

Ausführung von Gravuren nach Vorlage sowie einfache Nacharbeiten und Qualitätskontrollen in Werkstatt- oder Serienumgebungen.

Berufseinstieg nach entsprechender beruflicher Qualifikation, Einarbeitung im Betrieb

Stufe 2:Graveur (Fachkraft, nach mehreren Jahren Berufserfahrung)

Gehalt:
2.600 €: 3.300 € brutto/Monat

Selbstständige Bearbeitung komplexerer Gravuraufträge, Auswahl von Werkzeugen/Verfahren sowie Abstimmung mit Arbeitsvorbereitung oder Kundenkontakt im Tagesgeschäft.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Beherrschung gängiger Gravurtechniken und Werkstoffe

Stufe 3:Senior-Graveur / Spezialist

Gehalt:
3.420 €: 3.950 € brutto/Monat

Übernahme anspruchsvoller Einzelstücke, Material- und Prozesssicherheit bei schwierigen Werkstoffen sowie Mitwirkung an Ablauf- und Qualitätsstandards.

Langjährige Berufserfahrung, nachweisbare Qualität bei komplexen Arbeiten, ggf. interne Schulungen/Qualitätsaufgaben

Stufe 4:Teamleitung Gravur / Werkstattleitung (Gravur)

Gehalt:
3.850 €: 4.900 € brutto/Monat

Koordination von Aufträgen, Kapazitäts- und Terminsteuerung, Qualitätsverantwortung sowie fachliche Anleitung im Gravurbereich.

Erfahrung in Ablaufsteuerung und Qualitätssicherung, Führungskompetenz, häufig Zusatzaufgaben in Organisation und Schnittstellenarbeit

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

CNC-Gravur / CAM-gestützte Gravur

analytisch

Programmierung, Einrichtung und Optimierung von Gravurprozessen an CNC-/Laser- oder Fräsanlagen inklusive Datenaufbereitung.

Gehalt:
3.000 €: 3.700 € brutto/Monat
Praxis in CNC-Steuerungen, CAD/CAM-Grundlagen, Prozess- und Qualitätsverständnis

Werkzeug- und Sticheltechnik (Präzisionsgravur)

analytisch

Feinste manuelle Gravuren, Werkzeugschliff und reproduzierbare Oberflächenqualität bei anspruchsvollen Konturen.

Gehalt:
2.800 €: 3.500 € brutto/Monat
Vertiefte Werkzeugkunde, Schleif- und Schärftechnik, Übung an unterschiedlichen Werkstoffen

Gravur in der Formen- und Stempeltechnik

analytisch

Gravieren von Stempeln, Prägestempeln oder Formeinsätzen mit hohen Anforderungen an Maßhaltigkeit und Standzeiten.

Gehalt:
3.200 €: 3.950 € brutto/Monat
Erfahrung in Werkzeug-/Formenumfeld, Messen/Prüfen, Verständnis für Fertigungstoleranzen

Lasergravur (Serienkennzeichnung & Rückverfolgbarkeit)

analytisch

Prozesssichere Kennzeichnung (z. B. DataMatrix/Seriennummern), Parameterfindung und Qualitätsprüfung lesbarer Markierungen.

Gehalt:
3.100 €: 3.800 € brutto/Monat
Anlagenbedienung Laser, Prozessüberwachung, Qualitätsprüfung von Kennzeichnungen

Restaurations- und Replikatgravur

analytisch

Rekonstruktion historischer oder beschädigter Gravuren, Nachgravur und Oberflächenangleich mit hohem Anteil an Handarbeit.

Gehalt:
2.900 €: 3.670 € brutto/Monat
Stilsicherheit, Material- und Oberflächenwissen, sehr hohe handwerkliche Präzision

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.358 €
Großunternehmen
3.212 €
Mittelstand
2.920 €
Kleinunternehmen
2.570 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.920 € brutto/Monat

Glas- und Kristallmanufaktur
3.446 €
+18%
Laser- und CNC-Gravur
3.358 €
+15%
Industriegravuren
3.270 €
+12%
Metallindustrie
3.212 €
+10%
Prägetechnik
3.154 €
+8%
Formenbau
3.066 €
+5%
Werbemittelproduktion
2.978 €
+2%
Metallbearbeitungshandwerk
2.920 €
+0%
Gravur- und Schilderhandwerk
2.774 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Graveur

Präzision und Materialgefühl prägen den Berufsalltag in der Gravur, und mit wachsender Routine steigt in vielen Betrieben auch das Einkommen schrittweise. Nach der Einarbeitung folgen häufig sicherere Abläufe in der Auftragsbearbeitung, mehr Eigenverantwortung bei Schrift- und Motivumsetzungen sowie die Arbeit an anspruchsvolleren Werkstoffen. Später kann Spezialisierung, etwa auf CNC- oder Lasergravur, zusätzliche Spielräume eröffnen. Digitale Anforderungen nehmen zu, vor allem durch CAD/CAM, datenbasierte Vorlagen und die Bedienung moderner Laser- und Messsysteme.

1. Jahr2.170 €
Berufseinstieg

Berufseinstieg nach berufsrelevanter Qualifikation; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.340 €
Berufseinstieg

Einarbeitung, erste selbstständige Aufträge; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.520 €
Berufliche Festigung

Routineaufbau, sichere Maschinen- und Handgravurabläufe; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.720 €
Berufliche Festigung

Erweiterte Aufgaben, Qualitätssicherung, Materialkenntnis vertieft; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.920 €
Berufliche Festigung

Stabile Leistung, häufig auch CAD-Grundlagen und Datenhandling; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.050 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung z. B. CNC-Gravur oder Laserparametrierung; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.200 €
Erfahrung & Spezialisierung

Komplexere Aufträge, CAM-nahe Abläufe, digitale Prüftechnik; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.360 €
Erfahrene Fachkraft

Hohe Selbstständigkeit, Prozesssicherheit und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.520 €
Erfahrene Fachkraft

Erfahrene Fachkraft, häufig mit Verantwortungsanteilen im Ablauf; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.670 €
Erfahrene Fachkraft (optional mit Koordination)

Sehr erfahren, ggf. Koordination von Aufträgen/Anleitung im Team (optional); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: IG Metall Tarifgruppe 1 / IG Metall Tarifgruppe 4. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsgehalt bei 2.170 € brutto, wobei je nach Betrieb und Aufgabenrahmen auch Werte zwischen 1.830 € und 2.530 € brutto vorkommen. In dieser Phase steigen Entgelte oft mit sicherer Prozessbeherrschung, schnellerem Rüsten und verlässlicher Qualitätsarbeit.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung bewegt sich das Monatsgehalt meist bei 2.920 € brutto. Als erfahrene Fachkraft werden häufig etwa 3.670 € brutto erreicht, wenn komplexere Gravuren, anspruchsvolle Materialien oder eine koordinierende Rolle im Ablauf hinzukommen. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsanteilen liegt ein typischer Wert bei 4.330 € brutto pro Monat.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken stark über Routine, geringere Ausschussquoten und das Übernehmen komplexer Gravuren oder kompletter Auftragsabwicklung.
  • 2
    Spezialisierung auf Werkzeug- und Formenbaugravuren, industrielle Kennzeichnung oder hochwertige Schmuckgravuren erhöht die Wertschöpfung, weil Präzision, Materialkenntnis und Qualitätsanforderungen steigen.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie CAD/CAM-Kenntnisse, Lasergravur-Bedienerschulungen oder Qualitätsmanagement-Grundlagen (z. B. Prüfmittel- und Dokumentationspraxis) können höhere Eingruppierungen unterstützen.
  • 4
    Tarifbindung und klare Entgeltgruppen führen oft zu planbareren Stufen; außerhalb tariflicher Strukturen hängen Anpassungen stärker von Auftragslage und Verhandlungsspielraum ab.
  • 5
    Unternehmensgröße und Fertigungstiefe spielen mit: In größeren Industriebetrieben sind Aufgaben häufiger standardisiert, während kleinere Werkstätten breitere Verantwortung bündeln können.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Graveuren ist insgesamt eher stabil, bleibt aber stark von spezialisierten Nischen und der industriellen Fertigung abhängig. Besonders dort, wo Einzelstücke, Kleinserien oder hochwertige Veredelung gefragt sind, bleibt Präzisionshandwerk ein relevanter Faktor.

Trends wie Laser- und CNC-Technik, digitale Auftragsdaten und stärkere Dokumentationsanforderungen verändern Abläufe und Schnittstellen. Einstiegschancen ergeben sich vor allem in Betrieben, die Gravur als Teil von Fertigungs- oder Veredelungsketten einsetzen, während standardisierte Kennzeichnungen teilweise stärker automatisiert werden.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Graveur netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 2.920 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 5.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Für den Einstieg als Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.

In welchen Branchen arbeitet man als Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Gravur- und Schilderhandwerk, Metallbearbeitungshandwerk, Metallindustrie, Formenbau, Prägetechnik oder Industriegravuren. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 2.170 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 3.670 € brutto/Monat bis 4.330 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.170 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.670 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Graveur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem IG Metall Tarifgruppe 1 / IG Metall Tarifgruppe 4 vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. IG Metall Tarifgruppe 1 / IG Metall Tarifgruppe 4), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: