Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Kurzüberblick: Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) Gehalt 2026Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) Gehalt 2026
∅ Einstiegsgehalt
(0–2 Jahre)
2.900 €
brutto / Monat
Median-Gehalt
(Fachkraft, 3–5 Jahre)
3.400 €
brutto / Monat
Senior-Gehalt
(5+ Jahre)
4.000 €
brutto / Monat
Top-Regionen
München · Frankfurt am Main · Düsseldorf
Arbeitsmarkt
Hohe Nachfrage
Fachkräftemangel
Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).
Kurzbeschreibung Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d)
Im Vollzug ist meist vom Justizvollzugsbeamter, Mittlerer Dienst (m/w/d) die Rede, während in offiziellen Unterlagen die Berufsbezeichnung Justizvollzugsbeamter im mittleren Dienst (m/w/d) verwendet wird.
Der Arbeitsalltag umfasst die Aufsicht und Betreuung von Inhaftierten, die Kontrolle von Hafträumen, Zugängen und Bewegungen sowie die Mitwirkung bei Aufnahme, Verlegungen und Entlassungen. Hinzu kommen Deeskalation, Durchsetzung von Hausordnung und Sicherheitsmaßnahmen sowie Dokumentation von Vorkommnissen. Gearbeitet wird in gesicherten Bereichen mit Schichtdienst, teils auch in Transport- und Vorführdiensten. Beschäftigung findet sich unter anderem in Justizvollzugsanstalten des Landes, in Untersuchungshaftanstalten, in Jugendarrestanstalten oder in Einrichtungen des offenen Vollzugs.
Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten
Gehaltsspannen für Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.
München
3.672 €
3.456 € – 3.888 €
Frankfurt am Main
3.570 €
3.360 € – 3.780 €
Düsseldorf
3.570 €
3.360 € – 3.780 €
Hannover
3.536 €
3.328 € – 3.744 €
Stuttgart
3.502 €
3.296 € – 3.708 €
Hamburg
3.502 €
3.296 € – 3.708 €
Essen
3.502 €
3.296 € – 3.708 €
Dortmund
3.468 €
3.264 € – 3.672 €
Köln
3.434 €
3.232 € – 3.636 €
Nürnberg
3.434 €
3.232 € – 3.636 €
Bremen
3.434 €
3.232 € – 3.636 €
Deutschland (Durchschnitt)
3.400 €
3.200 € – 3.600 €
Berlin
3.332 €
3.136 € – 3.528 €
Leipzig
3.196 €
3.008 € – 3.384 €
Dresden
3.196 €
3.008 € – 3.384 €
| Stadt | Min | Median | Max | Faktor |
|---|---|---|---|---|
München | 3.456 € | 3.672 € | 3.888 € | +8% |
Frankfurt am Main | 3.360 € | 3.570 € | 3.780 € | +5% |
Düsseldorf | 3.360 € | 3.570 € | 3.780 € | +5% |
Hannover | 3.328 € | 3.536 € | 3.744 € | +4% |
Stuttgart | 3.296 € | 3.502 € | 3.708 € | +3% |
Hamburg | 3.296 € | 3.502 € | 3.708 € | +3% |
Essen | 3.296 € | 3.502 € | 3.708 € | +3% |
Dortmund | 3.264 € | 3.468 € | 3.672 € | +2% |
Köln | 3.232 € | 3.434 € | 3.636 € | +1% |
Nürnberg | 3.232 € | 3.434 € | 3.636 € | +1% |
Bremen | 3.232 € | 3.434 € | 3.636 € | +1% |
Deutschland (Durchschnitt) | 3.200 € | 3.400 € | 3.600 € | ±0% |
Berlin | 3.136 € | 3.332 € | 3.528 € | -2% |
Leipzig | 3.008 € | 3.196 € | 3.384 € | -6% |
Dresden | 3.008 € | 3.196 € | 3.384 € | -6% |
Regionale Einschätzung
Höhere Gehälter finden sich häufiger in west- und süddeutschen Bundesländern sowie in großen Metropolregionen, während in Teilen Ostdeutschlands die Werte öfter darunter liegen. Mitprägend sind Unterschiede bei Lebenshaltungskosten und regionaler Besoldungspraxis, außerdem die jeweilige Personal- und Haushaltslage der Länder.
In Ballungsräumen können Zulagen und Schichtmodelle das Monatsbrutto zusätzlich nach oben verschieben.
Zugang zur Tätigkeit
Staatliches Auswahlverfahren für den Vollzugsdienst
Der Einstieg in den Beruf Justizvollzugsbeamter, Mittlerer Dienst (m/w/d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine Laufbahnausbildung im öffentlichen Dienst. Der Regelzugang ist damit an ein Auswahl- und Einstellungsverfahren der jeweiligen Justizvollzugsverwaltung gebunden, häufig mit schriftlichen Eignungstests, strukturierten Gesprächen und praktischen Elementen, die Belastbarkeit und situatives Urteilsvermögen abbilden.
Schulische Voraussetzungen für die Beamtenlaufbahn
Als formale Grundlage wird in der Regel mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss vorausgesetzt; teils wird auch eine abgeschlossene Berufsausbildung als Zugangsvoraussetzung akzeptiert. Daneben spielen persönliche und rechtliche Kriterien eine Rolle, die im Beamtenverhältnis üblich sind, etwa charakterliche Eignung, Zuverlässigkeit und die gesundheitliche Tauglichkeit für den Schicht- und Einsatzdienst. Körperliche Fitness, psychische Stabilität und ein sicherer Umgang mit Konfliktsituationen werden bereits im Verfahren berücksichtigt.
Inhalte der dualen Qualifizierungsphase
Die Qualifizierung ist als dual angelegte Laufbahnausbildung organisiert, mit wechselnden Theorie- und Praxisphasen in Justizvollzugseinrichtungen. Inhalte umfassen typischerweise Vollzugs- und Verwaltungsabläufe, Sicherheits- und Einsatzlehre, Kommunikation und Deeskalation sowie rechtliche Grundlagen für den Vollzug. Ergänzend gewinnt der Bereich Digitalisierung an Bedeutung, etwa bei elektronischer Dokumentation, digitalen Fachverfahren, Video- und Zutrittskontrolltechnik oder der Zusammenarbeit mit IT- und Sicherheitsstellen innerhalb der Anstalt.
Spezialisierungen innerhalb der Justizverwaltung
Alternative Zugänge sind im Vergleich zum Regelweg nachrangig und ergeben sich vor allem über Anerkennungen bereits erworbener Qualifikationen oder über Einstellungen in angrenzende Tätigkeiten im Justizvollzug mit späterer Übernahme in die Laufbahn. Innerhalb des Berufsbilds sind Spezialisierungen verbreitet, etwa in Einsatz- und Sicherungsaufgaben, im Werkdienst-nahem Vollzugsalltag, in der Ausbildungsbetreuung oder in Funktionen an Schnittstellen zu IT-gestützten Sicherheits- und Verwaltungsprozessen. Solche Profile bauen in der Praxis meist auf Berufserfahrung und internen Qualifizierungen auf.
Beruflicher Einstieg
Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung 18-24 Monate)Zertifiziert
Für die Tätigkeit als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung 18-24 Monate).
Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst
Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.
Ausbildung & Berufseinstieg
Ablauf des zweijährigen Vorbereitungsdienstes
Der Einstieg als Justizvollzugsbeamter. Mittlerer Dienst (m/w/d) erfolgt typischerweise über den Vorbereitungsdienst als Laufbahnausbildung im öffentlichen Dienst. Diese Laufbahnausbildung dauert meist 18–24 Monate und verbindet Unterricht an einer Justizvollzugsschule mit Praxisphasen in einer Justizvollzugsanstalt. Inhaltlich geht es früh um Sicherheit und Ordnung, den Umgang mit Gefangenen, rechtliche Grundlagen des Vollzugs sowie um Kommunikation in angespannten Situationen.
Tätigkeitsschwerpunkte im praktischen Dienstalltag
Während des Vorbereitungsdienstes ist die Ausbildung in der Regel vergütet; die konkrete Ausgestaltung folgt den üblichen Regelungen des öffentlichen Dienstes. Nach erfolgreichem Abschluss liegt das typische Einstiegsgehalt bundesweit bei rund 2.900 € brutto pro Monat (Einstiegsspanne 2.830–2.960 €). Im Arbeitsalltag gehören Aufsicht und Kontrolle, Durchsuchungen, Zellenschließungen und die Dokumentation von Vorkommnissen ebenso dazu wie die Mitwirkung an Vollzugsabläufen, etwa bei Arbeitseinsätzen, Freizeitangeboten oder Besuchsregelungen.
Erforderliche Kompetenzen für den Schichtbetrieb
Für den Dienst sind neben körperlicher und psychischer Belastbarkeit vor allem Verlässlichkeit, Konfliktfähigkeit und ein professioneller Umgang mit Nähe und Distanz wichtig. Erwartet werden zudem klare Kommunikation, Teamfähigkeit im Schichtdienst und ein sicheres Auftreten bei gleichzeitiger Deeskalationsbereitschaft. Praktisch relevant sind auch Grundkenntnisse in Verwaltung und IT, weil Vorgänge im Vollzug stark dokumentations- und regelgebunden sind.
Erste Einsatzbereiche nach der Ausbildung
Typische Einstiegspositionen liegen in den allgemeinen Vollzugsdiensten einer Anstalt, etwa auf Stationen, in Zugangsbereichen oder in besonders sicherheitsrelevanten Funktionsbereichen, abhängig von Organisation und Bedarf. In den ersten Monaten stehen meist Einarbeitung, Routineaufbau im Schichtsystem und das sichere Anwenden von Dienstvorschriften im Vordergrund; die Verantwortung wächst dabei oft stufenweise über Aufgabenübernahmen im Team.
Langfristige Entwicklungsmöglichkeiten im Vollzugswesen
Mit Berufspraxis sind Spezialisierungen möglich, etwa in Bereichen wie Transport/Überführung, Waffen- und Gerätekunde, Ausbildungs- oder Zugangsdienste sowie Funktionen mit höherem Koordinationsanteil. Entwicklungsschritte hängen im öffentlichen Dienst typischerweise von Verwendung, Erfahrung und internen Verfahren ab; sie führen häufiger zu erweiterten Aufgabenprofilen als zu sprunghaften Wechseln der Tätigkeit.
Berufliche Entwicklungsoptionen Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst
Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:
Polizeivollzugsbeamter (m/w/d)
Wahrnehmung polizeilicher Aufgaben im Streifen- oder Einsatzdienst, Gefahrenabwehr und Strafverfolgung mit hoheitlichen Befugnissen.
Sicherheitsdienstleistungen wie Bewachung, Bestreifung, Zutrittskontrolle und Ereignisdokumentation im privaten oder öffentlichen Umfeld.
Mitarbeiter im kommunalen Ordnungsdienst (m/w/d)
Kontrolle und Durchsetzung ordnungsrechtlicher Vorschriften im öffentlichen Raum, einschließlich Konflikt- und Einsatzlagen im Außendienst.
Pflegefachkraft (m/w/d) (Psychiatrie/Forensik)
Pflege und Betreuung in psychiatrischen oder forensischen Einrichtungen mit Fokus auf Sicherheit, Beziehungsgestaltung und therapeutische Mitwirkung.
Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:
Stufe 1:Justizvollzugsbeamter: Mittlerer Dienst (m/w/d) (Einstieg nach Vorbereitungsdienst)
Einsatz im Regelvollzug mit Aufsicht, Kontrolle, Durchsetzung von Anordnungen sowie Mitwirkung an Sicherheit und Tagesstruktur in der Anstalt.
Stufe 2:Justizvollzugsbeamter: Mittlerer Dienst (m/w/d) (erfahrene Einsatzkraft)
Übernahme komplexerer Aufgaben im Stationsdienst, häufig mit zusätzlichen Funktionen (z. B. besondere Aufsichts- oder Organisationsaufgaben) im Schichtbetrieb.
Stufe 3:Justizvollzugsbeamter: Mittlerer Dienst (m/w/d) (Schwerpunkt- und Sonderaufgaben)
Tätigkeit mit erhöhtem Verantwortungsanteil, etwa in besonders sicherheitsrelevanten Bereichen oder mit koordinierenden Aufgaben im Vollzugsablauf.
Stufe 4:Dienstgruppenleitung / Schichtleitung (Justizvollzug)
Fachliche Führung im Dienst, Koordination von Personaleinsatz und Abläufen, Verantwortung für die Umsetzung von Sicherheits- und Vollzugsstandards im Zuständigkeitsbereich.
Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:
Zugangs- und Besuchsmanagement (Pforte/Besuch)
Zutrittskontrollen, Besuchsorganisation, Identitätsprüfung, Durchsuchungs- und Sicherheitsabläufe sowie Schnittstelle zu externen Stellen.
Einsatz- und Sicherheitstaktik (Sicherheits-/Interventionsaufgaben)
Mitwirkung in sicherheitsrelevanten Lagen, Unterstützung bei besonderen Maßnahmen, Lageeinschätzung und taktische Abläufe im Vollzug.
Transport- und Vorführdienst (Gefangenentransport)
Sichere Transporte und Vorführungen, Übergaben, Begleitung zu Terminen sowie Dokumentation und Zusammenarbeit mit Gerichten/Behörden.
Aus- und Fortbildung (Praxisanleitung im Vollzug)
Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen im Stationsdienst, Vermittlung von Standards, Mitwirkung bei Übungen und Beurteilungen.
Sicherheits- und Kontrolltechnik (z. B. Video-/Schließsysteme im Betrieb)
Bedienung und Überwachung technischer Sicherheitssysteme, Ereignisprotokollierung und Schnittstelle zu Technik/Anstaltsleitung bei Störungen.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Gehalt nach Branche
Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.400 € brutto/Monat
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst
Der Berufsalltag im Justizvollzug verbindet Sicherheit, Kommunikation und konsequente Dokumentation, und damit auch eine Gehaltsentwicklung, die sich mit wachsender Routine und Verantwortung schrittweise erweitert. Nach dem Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung 18–24 Monate) folgen Einarbeitung und der Aufbau belastbarer Handlungssicherheit im Dienstbetrieb. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kommen häufig anspruchsvollere Einsatzbereiche, mehr Entscheidungsanteile und abgestimmte Abläufe im Team hinzu. Die Digitalisierung wirkt vor allem über elektronische Vollzugsverwaltung, digitale Berichte sowie Leitstellen- und Überwachungstechnik; solide IT-Anwenderkenntnisse bleiben dafür zentral.
| Berufsjahr | Ausbildung / Qualifikation | Karrierelevel | Ø Bruttogehalt / Monat (€) |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr | Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung 18 – 24 Monate), Einstieg in den Dienstbetrieb; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 2.900 € |
| 2. Jahr | Vorbereitungsdienst / Einarbeitung abgeschlossen, sichere Grundabläufe; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 2.980 € |
| 3. Jahr | Regeldienst, vertiefte Praxis in Aufsicht, Sicherung, Begleitung; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.140 € |
| 4. Jahr | Routinen in Deeskalation, Durchsuchungen, Transport- und Besuchsabläufen; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.300 € |
| 5. Jahr | Erweiterte Aufgaben im Stationsbetrieb, verlässliche elektronische Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.400 € |
| 6. Jahr | Spezialisierung je nach Anstalt (z. B. Zugang, Arbeit/Bewegung, besonders gesicherte Bereiche); fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 3.600 € |
| 7. Jahr | Vertiefte Anwendung von Vollzugsverwaltungs- und Berichtssystemen, hohe Handlungssicherheit; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 3.800 € |
| 8. Jahr | Komplexere Lagen, abgestimmtes Arbeiten mit Leitstelle und Sicherheitstechnik; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 4.000 € |
| 9. Jahr | Sehr erfahrene Fachkraft, häufig Funktionsaufgaben im Tagesbetrieb; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 4.120 € |
| 10. Jahr | Optional: koordinierende Aufgaben (z. B. Schichtverantwortung/Teamkoordination) je nach Struktur der Anstalt; fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle | 4.260 € |
Vorbereitungsdienst (Laufbahnausbildung 18–24 Monate), Einstieg in den Dienstbetrieb; fortschreitende Qualifizierung
Vorbereitungsdienst / Einarbeitung abgeschlossen, sichere Grundabläufe; fortschreitende Qualifizierung
Regeldienst, vertiefte Praxis in Aufsicht, Sicherung, Begleitung; fortschreitende Qualifizierung
Routinen in Deeskalation, Durchsuchungen, Transport- und Besuchsabläufen; fortschreitende Qualifizierung
Erweiterte Aufgaben im Stationsbetrieb, verlässliche elektronische Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung
Spezialisierung je nach Anstalt (z. B. Zugang, Arbeit/Bewegung, besonders gesicherte Bereiche); fortschreitende Qualifizierung
Vertiefte Anwendung von Vollzugsverwaltungs- und Berichtssystemen, hohe Handlungssicherheit; fortschreitende Qualifizierung
Komplexere Lagen, abgestimmtes Arbeiten mit Leitstelle und Sicherheitstechnik; fortschreitende Qualifizierung
Sehr erfahrene Fachkraft, häufig Funktionsaufgaben im Tagesbetrieb; fortschreitende Qualifizierung
Optional: koordinierende Aufgaben (z. B. Schichtverantwortung/Teamkoordination) je nach Struktur der Anstalt; fortschreitende Qualifizierung
Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.
Gehaltsanalyse
Zum Berufseinstieg liegt das Monatsbrutto typischerweise bei rund 2.900 €. Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden häufig etwa 3.400 € erreicht, wenn Stufenaufstiege und eine stabile Einsatzplanung greifen.
Als erfahrene Fachkraft bewegt sich das Monatsbrutto im Schnitt um 4.000 €. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsaufgaben sind rund 4.600 € möglich, etwa über höher bewertete Dienstposten, Funktionszulagen und zusätzliche Aufgaben im Sicherheits- oder Organisationsbereich. Der Anstieg erfolgt in der Praxis meist stufenweise und ist eng an Besoldungs- und Beförderungswege gekoppelt.
Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung
- 1Berufserfahrung und Stufenaufstieg in der Besoldung: Mit wachsender Dienstzeit steigen Grundgehalt und häufig auch die Summe aus Schicht-, Erschwernis- und Sicherheitszulagen.
- 2Übernahme besonderer Funktionen, etwa Dienstgruppenleitung, Einsatzplanung oder Ausbildungsbetreuung: Mehr Verantwortung wirkt sich über höher bewertete Dienstposten und Zulagen aus.
- 3Spezialisierungen im Vollzug, zum Beispiel im Transport- und Vorführdienst, in der Durchsuchungs- und Sicherheitstechnik oder in Krisenintervention und Deeskalation, erhöhen die Einsatzbreite.
- 4Tarif- und Besoldungsumfeld des jeweiligen Dienstherrn: Landesrecht, Zulagenregelungen und Dienstpostenbewertung können das Monatsbrutto spürbar unterscheiden.
- 5Schichtsystem und Dienstplanlage: Nacht-, Wochenend- und Feiertagsdienste erhöhen je nach Umfang die Zulagen und damit das regelmäßige Brutto.
Marktausblick
Die Nachfrage nach Personal im Justizvollzug bleibt überwiegend stabil, da der Betrieb von Anstalten eine kontinuierliche Grundbesetzung erfordert und Schichtsysteme Ausfälle nur begrenzt abfedern. Zusätzlich wirkt sich die Altersstruktur in vielen Behörden auf den Ersatzbedarf aus.
Veränderungen ergeben sich vor allem durch Digitalisierung in Dokumentation und Sicherheitsprozessen, stärker standardisierte Abläufe sowie wachsende Anforderungen an Kommunikation und Deeskalation. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen, wenn Anstalten Nachwuchs für Schichtdienst, Sicherheitsaufgaben und spezialisierte Einsatzbereiche aufbauen.
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Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst netto übrig bleibt.
Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld
Wie ist die Vergütung im Beruf Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) im öffentlichen Dienst geregelt?
Die Vergütung erfolgt nach Tarifvertrag (TVöD/TV-L) oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 2.900 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.600 € brutto/Monat in höheren Stufen.
Wie entwickelt sich das Gehalt als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) durch Stufenaufstiege?
Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 2.900 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 4.000 € brutto/Monat in der Endstufe.
Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.
Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.900 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.000 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.000 € brutto/Monat möglich.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel höhere Grundgehälter.
In welchen Branchen kann man als Justizvollzugsbeamter – Mittlerer Dienst (m/w/d) arbeiten?
Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Justizvollzug (Gefängnisse), Strafvollzug, Justizverwaltung, Verwaltungs-Competence-Center, Sozialdienste oder Bewährungshilfe. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Markus Schmitz
Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen
Mehr über den Autor →Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.
Datenbasis & Methodik
Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.
Definitionen
- Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
- Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
- Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.
Datenherkunft
- Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
- Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.
Verwendete Quellen (5)
Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.
Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)
Redaktionell geprüft am:
