Kartograf Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.100 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.000 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.500 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: TVöD E9-E11 (öff. Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.500 €
4.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Geoinformatik
4.800 €
+20%
Ingenieurvermessung
4.600 €
+15%
Photogrammetrie
4.480 €
+12%
Landesvermessungsämter
4.400 €
+10%
Digitale Kartenproduktion
4.400 €
+10%
Katasterämter
4.320 €
+8%
Öffentliche Verwaltung
4.200 €
+5%
Raumplanung
4.120 €
+3%
Militär
4.000 €
+0%
Kartographieverlage
3.800 €
-5%
Tourismusbranche
3.400 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Kartografinnen und Kartografen bereiten Geodaten so auf, dass daraus verständliche Karten und digitale Darstellungen entstehen. Im Alltag gehören Datenrecherche, Generalisierung, Symbolisierung, Beschriftung sowie die Qualitätsprüfung von Datenbeständen und Layouts dazu; häufig fließen Luftbilder, Vermessungsdaten oder Open-Data-Quellen in die Arbeit ein.

Gearbeitet wird überwiegend am Bildschirm in Büro- und Projektumgebungen, teils mit Abstimmungen in interdisziplinären Teams aus GIS, Redaktion und IT. Beschäftigung findet sich beispielsweise bei Landesvermessungsämtern, in kommunalen Einrichtungen, bei Ingenieur- und Planungsbüros, in Verlagen und Medienhäusern oder in Unternehmen, die Navigations- und Geodienste bereitstellen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.720 €

4.130 € – 5.310 €

+18%

Frankfurt am Main

4.600 €

4.025 € – 5.175 €

+15%

Stuttgart

4.480 €

3.920 € – 5.040 €

+12%

Düsseldorf

4.400 €

3.850 € – 4.950 €

+10%

Hamburg

4.320 €

3.780 € – 4.860 €

+8%

Köln

4.240 €

3.710 € – 4.770 €

+6%

Berlin

4.080 €

3.570 € – 4.590 €

+2%

Nürnberg

4.080 €

3.570 € – 4.590 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

4.000 €

3.500 € – 4.500 €

±0%

Hannover

4.000 €

3.500 € – 4.500 €

±0%

Essen

3.960 €

3.465 € – 4.455 €

-1%

Dortmund

3.920 €

3.430 € – 4.410 €

-2%

Bremen

3.880 €

3.395 € – 4.365 €

-3%

Leipzig

3.600 €

3.150 € – 4.050 €

-10%

Dresden

3.600 €

3.150 € – 4.050 €

-10%

Regionale Einschätzung

Die höchsten Gehälter werden häufig in wirtschaftsstarken Ballungsräumen erzielt, etwa in Süddeutschland sowie in Metropolregionen wie München, Stuttgart, Frankfurt am Main und Hamburg. In ländlicheren Regionen und in Teilen Ostdeutschlands liegen Vergütungen im Schnitt eher darunter.

Unterschiede entstehen typischerweise durch die regionale Wirtschaftskraft, die Dichte an öffentlichen Arbeitgebern und die Lebenshaltungskosten, die sich in Gehaltsniveaus niederschlagen.

Zugang zur Tätigkeit

Qualifizierungswege für die Kartenherstellung

Der Einstieg in die Kartografie erfolgt in Deutschland meist über eine spezialisierte Ausbildung oder ein Studium mit klarer Ausrichtung auf Geodaten und Kartenproduktion. Als typischer Regelzugang gilt die Qualifizierung für eine berufliche Rolle im Dienstleistungsumfeld, in der räumliche Informationen für Planung, Navigation, Forschung oder öffentliche Aufgaben aufbereitet werden.

Duale Ausbildung im Betrieb

Häufig ist eine duale Berufsausbildung zum Kartografen/Kartografin der strukturierte Weg. Sie verbindet betriebliche Praxis mit Berufsschule und legt Schwerpunkte auf Kartengestaltung, Generalisierung, Schrift- und Symbolsysteme sowie die Verarbeitung von Geodaten. In der Praxis spielen digitale Workflows eine große Rolle: der Umgang mit GIS-Software, Datenbanken, Fernerkundungsdaten und die Ausgabe für Print- und Online-Kanäle gehören typischerweise dazu. Zugangsvoraussetzungen richten sich nach Ausbildungsbetrieb und Landesrecht der Schule; verbreitet sind mittlere Abschlüsse oder (Fach-)Abitur, ohne dass dies in jedem Fall zwingend ist.

Hochschulstudium mit GIS Fokus

Ein weiterer verbreiteter Zugang führt über ein Hochschulstudium, etwa in Kartografie, Geoinformatik, Geographie oder Vermessungswesen, sofern kartografische Inhalte und praktische GIS-Anteile deutlich vertreten sind. Studiengänge eröffnen häufig zusätzliche Schnittstellen zu Datenmodellierung, Webkartografie, Programmierung und räumlicher Analyse, was im Dienstleistungskontext bei projektbezogenen Arbeiten oder kundenspezifischen Anwendungen relevant sein kann.

Optionen für fachnahe Quereinsteiger

Ergänzend kommen Quereinstiege vor, etwa aus angrenzenden Feldern wie Geomatik, Vermessung oder Geodatenmanagement, wenn kartografische Kompetenz über Praxis, Projektarbeit und nachweisbare Arbeitsproben aufgebaut wurde. Spezialisierungen ergeben sich typischerweise über fachnahe Weiterbildungen in GIS (z. B. Desktop- und Enterprise-GIS), Webkartografie, automatisierter Kartenproduktion, Datenqualitätssicherung, Fernerkundung oder thematischer Kartografie.

Erforderliche visuelle Gestaltungskompetenz

Wichtige persönliche Anforderungen sind ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt bei Datenprüfung und Symbolisierung sowie ein ausgeprägtes Gestaltungs- und Typografiegefühl. Im Projektalltag sind außerdem Konzentrationsfähigkeit, dokumentationssicheres Arbeiten und Abstimmungskompetenz gefragt, da Kartenprodukte häufig in Teams, für Auftraggeber oder als Teil größerer Geodatendienste entstehen.

Beruflicher Einstieg

Ausbildung zum Geomatiker oder Studium (Geodäsie/Geoinformatik/Kartographie)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Kartograf wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Ausbildung zum Geomatiker oder Studium (Geodäsie/Geoinformatik/Kartographie).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule) oder vergleichbare Qualifikation

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Kartograf

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
GIS (z.B. ArcGIS, QGIS)CAD (z.B. AutoCAD, MicroStation)Web-GIS-Technologien (WMS/WFS, Webmapping)Fernerkundung/SatellitenbilderDatenbanken (PostGIS, Oracle Spatial)Geocoding- und Routing-Services

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Einsatzgebiete nach dem Abschluss

Der Zugang zum Beruf Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine fachbezogene Ausbildung oder ein einschlägiges Studium mit starkem Geodaten- und GIS-Bezug; je nach Vorbildung kann auch eine Weiterbildung aus angrenzenden Geoberufen den Einstieg vorbereiten. In der Praxis führt der erste Einsatz häufig in Vermessungs- und Geoinformationsstellen, in Verlagen mit Kartenredaktion oder in Dienstleistungsunternehmen, die digitale Geodaten aufbereiten. Gehälter werden nach Branchentarifverträgen üblich gruppiert.

Aufgabenbereiche der ersten Berufsjahre

Zum Berufseinstieg gehören meist die Übernahme und Strukturierung von Geodaten, das Generalisieren von Inhalten, die Gestaltung von Kartenbildern sowie die Qualitätssicherung für Druck- und Webausgabe. Beim Einstieg liegt das Einstiegsgehalt in einer Spanne von 2.800 € bis 3.500 € brutto/Monat, häufig in der Nähe von 3.100 € brutto/Monat; die konkrete Einordnung hängt unter anderem von Arbeitgebertyp, Tarifbindung und Aufgabenmix zwischen Datenmanagement und Gestaltung ab.

Umgang mit digitalen Werkzeugen

Als Voraussetzungen zählen ein sicherer Umgang mit digitalen Werkzeugen, räumliches Vorstellungsvermögen und Sorgfalt, weil kleine Daten- oder Symbolfehler sich in Karten schnell vervielfältigen. Gefragt sind außerdem grundlegendes Verständnis für Geodatenmodelle, Projektionen und Metadaten sowie die Fähigkeit, Anforderungen aus Fachabteilungen oder von Auftraggebenden präzise zu klären. Im Arbeitsalltag wirkt sich auch aus, wie gut Abstimmungen dokumentiert und Versionen nachvollziehbar gehalten werden.

Verantwortung in Junior Positionen

Typische Einstiegspositionen sind Junior-Kartografik, GIS-Kartografie in Projekten oder Mitarbeit in der Kartenredaktion, häufig mit klar abgegrenzten Teilaufgaben wie Layer-Pflege, Symbolbibliotheken oder Layout-Templates. Mit zunehmender Erfahrung verschiebt sich der Schwerpunkt oft in Richtung Datenqualität, Automatisierung von Workflows oder konzeptionelle Kartengestaltung; je nach Betrieb entstehen Schnittstellenrollen zur Geodatenanalyse oder zur Produktentwicklung.

Kooperation in tariflichen Strukturen

Für erste Schritte nach dem Abschluss spielt neben Fachwissen auch Teamarbeit eine große Rolle, weil Kartenprodukte selten isoliert entstehen und Schnittstellen zu Vermessung, IT und Fachplanung üblich sind. Wer in tarifgebundenen Strukturen startet, findet häufig klar definierte Tätigkeitsmerkmale und Entwicklungsstufen, während projektorientierte Umfelder stärker über Verantwortung und Spezialisierung steuern.

Berufliche Entwicklungsoptionen Kartograf

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Geoinformatiker (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Entwicklung und Betrieb von Geodaten-Workflows, GIS-Anwendungen und Dateninfrastrukturen mit stärkerem IT- und Automatisierungsfokus.

Gehalt:
3.700 € - 5.800 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap in GIS, Geodatenaufbereitung, Datenqualität und Visualisierung räumlicher Informationen.
Mittlerer Aufwand

Durchführung und Auswertung von Vermessungen sowie Aufbereitung der Ergebnisse für Kataster, Planung und Dokumentation.

Gehalt:
3.000 € - 4.300 € brutto/Monat
Nahe Schnittstelle über Vermessungsdaten, Referenzsysteme, Geobasisdaten und die Ableitung nutzbarer Produkte aus Mess- und Bestandsdaten.

Geograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Analyse räumlicher Strukturen und Prozesse sowie Aufbereitung von Ergebnissen für Planung, Umwelt, Mobilität oder Standortthemen.

Gehalt:
3.300 € - 4.900 € brutto/Monat
Gemeinsame Grundlage in Datenanalyse, Geodateninterpretation und der Erstellung belastbarer räumlicher Entscheidungsgrundlagen für Projekte.

UX-Designer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Hoher Aufwand

Konzeption und Gestaltung nutzerzentrierter digitaler Oberflächen inklusive Research, Prototyping und Abstimmung mit Entwicklung und Produktmanagement.

Gehalt:
3.600 € - 5.700 € brutto/Monat
Überschneidung in Visualisierung, Nutzerführung und der Aufbereitung komplexer Informationen für digitale Produkte, häufig mit datengetriebener Arbeitsweise.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Kartograf (Junior) / GIS-Kartograf

Gehalt:
2.900 € - 3.400 € brutto/Monat

Erstellung und Pflege kartografischer Produkte auf Basis vorhandener Geodaten, häufig mit klar definierten Qualitäts- und Produktionsstandards.

Berufseinstieg nach einschlägiger Qualifikation, sichere Anwendung gängiger GIS-Software und kartografischer Darstellungsregeln

Stufe 2:Kartograf / GIS-Spezialist

Gehalt:
3.600 € - 4.200 € brutto/Monat

Eigenständige Bearbeitung komplexerer Datensätze, Qualitätssicherung, Abstimmung mit Fachbereichen und teilweise Automatisierung wiederkehrender Kartenerstellung.

Mehrjährige Berufserfahrung, vertiefte GIS- und Datenkompetenz (z. B. Datenmodellierung), Routine in Layout- und Publikationsprozessen

Stufe 3:Senior Kartograf / Senior GIS-Analyst

Gehalt:
4.250 € - 4.900 € brutto/Monat

Verantwortung für anspruchsvolle Karten- und Datenprodukte, fachliche Standards, Review-Prozesse sowie methodische Weiterentwicklung in Projekten.

Mehrjährige einschlägige Erfahrung, nachweisbare Projektroutine, fortgeschrittene Automatisierung/Geodaten-Workflows (z. B. Scripting) und fachliche Qualitätssicherung

Stufe 4:Teamleitung Kartografie / GIS (Fachbereich)

Gehalt:
5.600 € - 6.900 € brutto/Monat

Steuerung von Team- und Projektarbeit, Ressourcen- und Terminplanung, Abstimmung mit Auftraggebenden sowie Verantwortung für Standards, Budget- und Ergebnisqualität.

Umfangreiche Berufserfahrung, Führungs- bzw. Projektleitungsqualifikation, Erfahrung mit Stakeholder-Management und Prozessverantwortung

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

GIS-Analyse & Geodatenmodellierung

analytisch

Räumliche Analysen, Datenmodellierung, Qualitätssicherung und Ableitung belastbarer Karten-/Datenprodukte aus heterogenen Quellen.

Gehalt:
3.800 € - 4.600 € brutto/Monat
Vertiefte GIS-Kenntnisse, Datenmodellierung (z. B. PostGIS), QA/QC-Methoden, idealerweise Scripting zur Workflow-Optimierung

Automatisierte Kartografie & Geodaten-Workflows

analytisch

Automatisierung von Kartenproduktion und Datenpipelines, reproduzierbare Workflows und Standardisierung über Projekte hinweg.

Gehalt:
4.100 € - 4.900 € brutto/Monat
Scripting (z. B. Python), ETL-Logik, Versions-/Prozessverständnis, Erfahrung mit Batch-Produktion und Tooling im GIS-Umfeld

Kartografische Qualitätssicherung & Standards

organisatorisch

Definition und Kontrolle von Darstellungsstandards, Prüfregeln, Freigabeprozessen und konsistenter Produktqualität über Linien/Serien hinweg.

Gehalt:
3.700 € - 4.400 € brutto/Monat
Methoden der Qualitätssicherung, Erfahrung mit Styleguides/Normen im Kartenkontext, Review- und Freigabeprozesse

3D-Kartografie & Visualisierung

analytisch

3D-Darstellungen, Höhen-/Oberflächenmodelle, visuelle Aufbereitung komplexer Räume für Planung, Simulation oder Kommunikation.

Gehalt:
4.200 € - 5.000 € brutto/Monat
3D-GIS/Visualisierung, Arbeit mit DGM/DSM und Texturen, Rendering-/Publikationspraxis, solides Verständnis von Generalisierung in 3D

Projektkoordination Kartografie/GIS

organisatorisch

Koordination von Karten- und Geodatenprojekten, Aufwandsschätzung, Abstimmung von Anforderungen sowie Termin- und Schnittstellenmanagement.

Gehalt:
4.500 € - 5.200 € brutto/Monat
Projektmethodik, Anforderungsmanagement, Erfahrung in Abstimmung mit Fachbereichen/Stakeholdern, sichere Dokumentations- und Prozesspraxis

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.600 €
Großunternehmen
4.400 €
Mittelstand
4.000 €
Kleinunternehmen
3.520 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Geoinformatik
4.800 €
+20%
Ingenieurvermessung
4.600 €
+15%
Photogrammetrie
4.480 €
+12%
Landesvermessungsämter
4.400 €
+10%
Digitale Kartenproduktion
4.400 €
+10%
Katasterämter
4.320 €
+8%
Öffentliche Verwaltung
4.200 €
+5%
Raumplanung
4.120 €
+3%
Militär
4.000 €
+0%
Kartographieverlage
3.800 €
-5%
Tourismusbranche
3.400 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Kartograf

Mit wachsender Routine in Datenerhebung, Generalisierung und kartografischer Gestaltung steigen bei Kartografen Verantwortung und Einkommen schrittweise. Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsbrutto bei 3.100 €; nach einigen Jahren werden komplexere Kartenprodukte, Datenprüfungen und Abstimmungen mit Fachbereichen häufiger. Mit Spezialisierung in GIS, Fernerkundung oder räumlichen Datenbanken sind weitere Schritte möglich, etwa in projektbezogener Koordination. Der Arbeitsmarkt wird spürbar von digitalen Workflows geprägt: GIS-Tools, Web-GIS, automatisierte Datenprozesse und Skripting (z. B. Python) werden wichtiger, während Routineaufgaben teilweise teilautomatisiert ablaufen.

1. Jahr3.100 €
Berufseinstieg

Berufsrelevante Qualifikation für die Kartografie; Einarbeitung in GIS- und Produktionsprozesse; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.280 €
Berufseinstieg (Routineaufbau)

Vertiefung in Datenerfassung, Kartenredaktion, Layout und Qualitätssicherung; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.500 €
Berufliche Festigung

Sicherer Umgang mit GIS (z. B. ArcGIS/QGIS), erste eigenständige Projekte und Abstimmungen; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.750 €
Berufliche Festigung

Erweiterte Methoden (Geocoding, Routing), strukturierte Datenpflege und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.000 €
Berufliche Festigung

Komplexere Kartenerstellung, Schnittstellen zu CAD/Web-GIS, verlässlichere Termin- und Qualitätsverantwortung; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.170 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung, z. B. Fernerkundung/Satellitendaten oder räumliche Datenbanken (PostGIS/Oracle Spatial); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.280 €
Erfahrene Fachkraft

Automatisierung von Workflows, z. B. Skripting/ETL; stärkere Rolle in Datenmodellierung und Prüfregeln; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.390 €
Erfahrene Fachkraft

Webmapping (WMS/WFS), Performance- und Konsistenzanforderungen, fachliche Abstimmung mit Auftraggebern; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.500 €
Erfahrene Fachkraft

Breites Methodenset, hohe Ergebnisverantwortung, ggf. Koordination von Teilaufgaben in Projekten; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.690 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optionale funktionsbezogene Verantwortung, z. B. Projektkoordination oder fachliche Steuerung im Team (betriebsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD E9-E11 (öff. Dienst). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegen Kartografinnen und Kartografen im Durchschnitt bei 3.100 € brutto pro Monat, wobei der Rahmen typischerweise zwischen 2.800 € und 3.500 € liegt. In dieser Phase hängt die Entwicklung oft an der Übernahme erster eigener Kartenprodukte, an Standardsicherheit und an der Fähigkeit, Datenquellen sauber zu integrieren.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Mittel 4.000 € brutto pro Monat erreicht. Als erfahrene Fachkraft liegt der Durchschnitt bei 4.500 € brutto pro Monat; mit erweiterter Verantwortung oder Führungsanteilen sind im Mittel 6.250 € brutto pro Monat üblich, häufig verbunden mit Projektleitung oder fachlicher Koordination.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung wirkt sich meist stufenweise aus: mit wachsender Routine in Generalisierung, Datenprüfung und Layout steigen Verantwortungsumfang und Vergütung spürbar.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Esri ArcGIS Pro-Zertifizierungen, QGIS-Fortbildungen, FME-Training oder Python für Geodatenautomatisierung erhöhen die Einsetzbarkeit in Projekten.
  • 3
    Spezialisierungen, etwa in Webkartografie (Mapbox, Leaflet), 3D-Visualisierung, thematischer Kartografie oder Fernerkundungs-Workflows, werden in vielen Teams höher vergütet.
  • 4
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst oder in tarifnahen Organisationen sorgt oft für transparente Entwicklungsstufen und planbarere Gehaltssteigerungen als außertarifliche Strukturen.
  • 5
    Unternehmensgröße und Projektgeschäft spielen mit hinein: größere Organisationen und Anbieter von Plattformen oder Geodiensten haben häufiger klar definierte Rollen und höhere Budgetspielräume.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Kartografinnen und Kartografen gilt insgesamt als stabil, weil Geoinformationen in Planung, Mobilität und Verwaltung dauerhaft benötigt werden. Gleichzeitig verschiebt sich die Nachfrage hin zu Rollen, die Kartografie mit GIS, Datenmanagement und Software-naher Umsetzung verbinden.

Trends wie Webkarten, Echtzeitdaten, Automatisierung und 3D-Visualisierung verändern Arbeitsabläufe und Werkzeuge spürbar. Für Berufseinsteiger ergeben sich Chancen vor allem dort, wo Teams Kartenproduktion mit Geodaten-Workflows und digitalen Produkten zusammenführen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 4.000 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 7.080 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Der Zugang zu dieser Rolle setzt in der Regel ein abgeschlossenes Studium oder eine vergleichbare Qualifikation voraus. Praxiserfahrung, Spezialkenntnisse und branchenspezifische Zertifizierungen verbessern die Einstiegschancen zusätzlich.

In welchen Branchen arbeitet man als Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Landesvermessungsämter, Katasterämter, Öffentliche Verwaltung, Ingenieurvermessung, Geoinformatik oder Photogrammetrie. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 3.100 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 4.500 € brutto/Monat bis 6.250 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.100 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.500 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 7.080 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Kartograf (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD E9-E11 (öff. Dienst) vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD E9-E11 (öff. Dienst)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Verwendete Quellen (1)

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: