Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.960 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.000 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.430 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: TVöD Einstiegsgruppe / Chemische Industrie. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.500 €
4.100 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Digitale Farm-Services
5.000 €
+25%
Agrarchemische Industrie
4.800 €
+20%
Bundesforschungsinstitute
4.600 €
+15%
Hochschullabore
4.400 €
+10%
Agrartechnikhersteller
4.400 €
+10%
Landesämter
4.200 €
+5%
Umweltforschung
4.200 €
+5%
Bodenschutz und Wasser
4.000 €
+0%
Pflanzenbau und Züchtung
3.800 €
-5%
Weinbau
3.600 €
-10%
Obst- und Gartenbau
3.400 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Landwirtschaftlich-Technische Assistentinnen und Assistenten arbeiten an der Schnittstelle von Laborpraxis und landwirtschaftlicher Anwendung. Im Alltag stehen Probenannahme, Vorbereitung und Analytik im Vordergrund, etwa Boden-, Wasser- oder Pflanzenproben, ergänzt durch Dokumentation, Qualitätskontrollen und die Pflege von Messgeräten.

Das Arbeitsumfeld ist häufig ein Labor mit standardisierten Abläufen, teils verbunden mit kurzen Außeneinsätzen zur Probenahme. Beschäftigung findet sich unter anderem bei Agrar- und Umweltlaboren, in der Lebensmittel- und Futtermittelanalytik, bei Saatgut- und Pflanzenzuchtbetrieben, in Forschungseinrichtungen wie etwa Hochschulen sowie in Behördenlaboren, die Überwachung und Monitoring begleiten.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.600 €

4.025 € – 4.715 €

+15%

Frankfurt am Main

4.480 €

3.920 € – 4.592 €

+12%

Düsseldorf

4.400 €

3.850 € – 4.510 €

+10%

Stuttgart

4.360 €

3.815 € – 4.469 €

+9%

Hamburg

4.320 €

3.780 € – 4.428 €

+8%

Köln

4.240 €

3.710 € – 4.346 €

+6%

Berlin

4.080 €

3.570 € – 4.182 €

+2%

Nürnberg

4.080 €

3.570 € – 4.182 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

4.000 €

3.500 € – 4.100 €

±0%

Hannover

4.000 €

3.500 € – 4.100 €

±0%

Essen

3.960 €

3.465 € – 4.059 €

-1%

Dortmund

3.920 €

3.430 € – 4.018 €

-2%

Bremen

3.880 €

3.395 € – 3.977 €

-3%

Leipzig

3.600 €

3.150 € – 3.690 €

-10%

Dresden

3.600 €

3.150 € – 3.690 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Gehaltsunterschiede zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und ländlicher geprägten Regionen. Tendenziell liegen Vergütungen in südlichen Bundesländern wie Bayern oder Baden-Württemberg sowie in Stadtstaaten wie Hamburg höher als in Teilen Ostdeutschlands.

Ein Gehaltstreiber sind unterschiedliche Lebenshaltungskosten, dazu kommen Dichte und Zahlungsfähigkeit von Arbeitgebern sowie die Stärke regionaler Forschungs- und Industriestandorte.

Zugang zur Tätigkeit

Schulische Ausbildung als Zugangsweg

Der Zugang zur Tätigkeit als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in erfolgt in der Regel über eine schulische Ausbildung. Diese ist darauf ausgelegt, grundlegende Labor- und Feldmethoden der Agrar- und Pflanzenproduktion mit naturwissenschaftlichen Grundlagen zu verbinden. Je nach Bildungsträger und landesrechtlichen Vorgaben können bestimmte schulische Vorbildungen erwartet werden; häufig wird ein mittlerer Schulabschluss als solide Basis gesehen, weil ein sicherer Umgang mit Biologie, Chemie und Mathematik im Unterricht und in der Praxis eine zentrale Rolle spielt.

Staatliche Prüfung und Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung dauert 2 Jahre und schließt mit einer staatlichen Abschlussprüfung ab. Prüfende Stelle sind die Landwirtschaftsämter oder zuständige Landesbehörden. Inhaltlich geht es typischerweise um Probenahme, Aufbereitung und Auswertung (etwa bei Boden, Pflanzen, Saatgut oder Futtermitteln), um Qualitäts- und Hygienestandards sowie um Dokumentation. Praxisanteile werden häufig über schulische Laborphasen, Praktika oder projektorientierte Arbeiten abgedeckt, sodass der Übergang in betriebliche Abläufe in landwirtschaftlichen Betrieben, Versuchsstationen oder Untersuchungs- und Prüfeinrichtungen möglich wird.

Physische Belastbarkeit und Sorgfalt

Formale und gesundheitliche Anforderungen ergeben sich vor allem aus den Arbeitsbedingungen: Arbeiten mit Chemikalien, Mikroorganismen oder Staubbelastung kann Bestandteil sein, ebenso längeres Stehen im Labor oder Außentermine bei Probenahmen. In der Praxis werden Sorgfalt, ein routinierter Umgang mit Mess- und Analysegeräten, ein belastbarer Dokumentationsstil und ein gutes Verständnis für Sicherheitsregeln vorausgesetzt. Häufig zählt auch die Fähigkeit, Ergebnisse nachvollziehbar aufzubereiten und mit Fachkräften aus Landwirtschaft und Labor abzustimmen.

Optionen zur fachlichen Spezialisierung

Ergänzend kommen alternative Zugänge vor, wenn bereits einschlägige Vorqualifikationen aus naturwissenschaftlich-technischen schulischen Bildungsgängen oder aus angrenzenden Laborbereichen vorhanden sind und über Praktika oder betriebliche Anteile ein agrarischer Schwerpunkt nachgewiesen wird. Für die weitere Profilbildung sind Spezialisierungen im Bereich Qualitätsmanagement, Analytikmethoden, Pflanzenschutz- und Saatgutprüfung oder Labor- und Arbeitssicherheit naheliegend; auch eine spätere Weiterbildung in agrar- oder naturwissenschaftlichen Fachrichtungen kann den Einsatzbereich erweitern. Rechtsgrundlage ist das Berufsbildungsgesetz (BBiG).

Aufstiegsfortbildung

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule)IHK/HWK

Die Qualifikation als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in wird durch eine schulische Ausbildung (Berufsfachschule) erworben. Diese baut auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung auf.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule)
Abschluss
Öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Laboranalysegeräte für Boden- und PflanzenuntersuchungenDigitale Feldbuch- und VersuchsdokumentationssystemeGPS-gestützte Erfassungssysteme im VersuchswesenGrundlegende Statistiksoftware für Auswertung von AgrardatenDigitale Sensorik zur Erfassung von Umwelt- und Pflanzendaten

Hinweis: Während der Fortbildung kann Aufstiegs-BAföG beantragt werden. Eine klassische Ausbildungsvergütung gibt es nicht.

Ausbildung & Berufseinstieg

Qualifikation an der Berufsfachschule

Der Berufseinstieg als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in erfolgt typischerweise über eine schulische Ausbildung (Berufsfachschule). Der Ausbildungsgang ist auf Labor- und Feldpraxis ausgerichtet und führt in der Regel zu Tätigkeiten an der Schnittstelle zwischen landwirtschaftlicher Produktion, Analytik und Dokumentation. Der Abschluss wird über eine staatliche Abschlussprüfung erworben; prüfende Stellen sind Landwirtschaftsämter oder zuständige Landesbehörden. Als Rechtsgrundlage wird das BBiG herangezogen.

Vermittlung agrarischer Basiskompetenzen

Die Ausbildungsdauer beträgt 2 Jahre. Typische Stationen sind Grundlagen in Pflanzenbau, Bodenkunde und Tierhaltung, ergänzt um Laborarbeit wie Probenahme, Aufbereitung und einfache analytische Verfahren. Hinzu kommen Messreihen, Protokollierung, der Umgang mit Laborgeräten sowie erste Einblicke in Qualitätssicherung und betriebliche Abläufe. Für den Einstieg sind Sorgfalt, ein sicherer Blick für Hygiene- und Sicherheitsstandards, Interesse an naturwissenschaftlichen Zusammenhängen und eine strukturierte Arbeitsweise verbreitet entscheidend.

Tarifliche Eingruppierung zum Start

Nach dem Abschluss liegen Einstiegsgehälter häufig bei rund 2.960 € brutto pro Monat; je nach Betrieb und Tarifbindung sind zum Start auch Werte zwischen 2.900 € und 3.600 € brutto/Monat möglich. Gehälter werden nach Branchentarifverträgen üblich gruppiert, weshalb die konkrete Eingruppierung oft von Aufgabenprofil, Verantwortungsumfang und Einsatzbereich abhängt. In der Praxis stehen zu Beginn unterstützende Tätigkeiten im Vordergrund, etwa Laborassistenz, Probenerfassung, Auswertungsvorbereitung und das Mitwirken an standardisierten Prüfabläufen.

Einsatzgebiete in Prüflaboren

Typische Einstiegspositionen finden sich in landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Prüflaboren, bei Zucht- und Versuchsbetrieben, in Beratungs- und Dienstleistungsstrukturen rund um Pflanzenbau oder Tierhaltung sowie in Bereichen der Lebensmittel- und Futtermittelkontrolle. Der Arbeitsalltag ist häufig von wiederkehrenden Routinen geprägt, zugleich aber stark saison- oder projektabhängig, etwa bei Ernte- und Versuchskampagnen.

Erweiterung des eigenen Aufgabenbereichs

Erste Entwicklungsschritte entstehen meist über Spezialisierung auf Analytikfelder (z. B. Boden, Pflanzen, Futtermittel), über zusätzliche Verantwortung in Dokumentation und Qualitätssicherung oder über die Mitarbeit an Versuchsreihen. In tarifgebundenen Strukturen spiegelt sich das oft in höherer Eingruppierung wider; außerhalb davon werden Aufgabenpakete und betriebliche Bedarfslagen stärker bestimmend. Insgesamt bleibt der Einstieg eng an die Fähigkeit gekoppelt, sauber zu dokumentieren, Standards einzuhalten und Ergebnisse nachvollziehbar aufzubereiten.

Berufliche Entwicklungsoptionen Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Biologisch-Technische/r Assistent/in (BTA)

Mittlerer Aufwand

Durchführung biologischer Laborarbeiten, Kultivierung, Analytik und Auswertung in Forschung, Diagnostik oder Industrie.

Gehalt:
3.000 € - 4.200 € brutto/Monat
Laborpraxis, Probenahme, Dokumentation und Analytik sind eng verwandt.

Chemisch-Technische/r Assistent/in (CTA)

Mittlerer Aufwand

Chemische Analysen, instrumentelle Messungen und Qualitätssicherung in Laboren von Industrie, Umwelt- oder Prüfeinrichtungen.

Gehalt:
3.200 € - 4.600 € brutto/Monat
Ähnliche Arbeit an Proben, Messmethoden und Qualitätsvorgaben im Laborumfeld.

Umweltschutztechnische/r Assistent/in (UTA)

Mittlerer Aufwand

Untersuchung und Bewertung von Umweltproben (z. B. Wasser, Boden, Luft) sowie Mitarbeit an Monitoring- und Prüfaufgaben.

Gehalt:
3.100 € - 4.400 € brutto/Monat
Starker Overlap bei Probenlogistik, Messungen und Auswertung im Umwelt-/Boden-/Wasser-Kontext.

Lebensmitteltechnische/r Assistent/in

Mittlerer Aufwand

Mitarbeit bei Prüfungen, Probenahmen und Qualitätskontrollen in Lebensmittelproduktion und -laboren.

Gehalt:
2.900 € - 4.000 € brutto/Monat
Erfahrung in Qualitäts- und Hygienedokumentation passt zu Prüftätigkeiten entlang der Lebensmittelkette.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (Einstieg)

Gehalt:
2.900 € - 3.600 € brutto/Monat

Mitarbeit in Labor- und Feldversuchen, Probenahme, einfache Analytik sowie Dokumentation und Qualitätssicherung nach Vorgaben.

Abgeschlossene schulische Ausbildung (Berufsfachschule) mit staatlicher Abschlussprüfung; sichere Labor- und Dokumentationsroutine

Stufe 2:Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (Berufserfahrung)

Gehalt:
3.500 € - 4.100 € brutto/Monat

Eigenständige Durchführung wiederkehrender Analysen und Messreihen, Koordination von Probenläufen sowie Abstimmung mit Versuchswesen, Laborleitung oder Beratung.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Routine in Analytik, Auswertung und QS-Dokumentation; häufig tarifliche Eingruppierung nach Aufgabe/Verantwortung

Stufe 3:Senior Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in

Gehalt:
4.100 € - 5.200 € brutto/Monat

Verantwortung für komplexere Untersuchungen, Methodenumsetzung, Geräte- und Prozessverantwortung sowie fachliche Anleitung im Arbeitsablauf.

Mehrjährige einschlägige Erfahrung; nachweisbare Methoden- und Gerätekompetenz; oft zusätzliche interne Qualifizierungen (z. B. Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit, Geräteschulungen)

Stufe 4:Teamleitung Labor/Versuchswesen (erweiterte Verantwortung)

Gehalt:
4.660 € - 5.540 € brutto/Monat

Organisation von Kapazitäten, Schicht-/Einsatzplanung, Qualitätssicherung im Team sowie Schnittstellenarbeit mit Projektleitung, Landwirtschaftsamt oder Betrieb.

Langjährige Praxis; übernommene Koordinations- und Führungsaufgaben; Zusatzqualifikationen für Führung/Organisation und QM in der Praxis üblich

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Boden- und Substratanalytik

diagnostisch

Probenahme, Laboranalytik und Interpretation von Bodenparametern (z. B. Nährstoffe, pH, organische Substanz) für Dünge- und Bewirtschaftungsgrundlagen.

Gehalt:
3.400 € - 4.200 € brutto/Monat
Methoden- und Geräteschulungen (z. B. Photometrie/IC/ICP je nach Labor), Dokumentations- und QS-Routinen

Pflanzenanalytik & Nährstoffdiagnostik

diagnostisch

Aufbereitung pflanzlicher Proben, Messreihen und Auswertung zur Bestimmung von Nährstoffstatus und Stressindikatoren.

Gehalt:
3.500 € - 4.350 € brutto/Monat
Vertiefung instrumenteller Analytik; statistische Grundauswertung und Labor-Informationssysteme je nach Arbeitgeber

Saatgutprüfung & Keimfähigkeitsanalytik

diagnostisch

Keimtests, Reinheits- und Gesundheitsprüfungen sowie standardisierte Dokumentation im Rahmen von Qualitätssicherung und Zertifizierung.

Gehalt:
3.300 € - 4.100 € brutto/Monat
Standardmethoden der Saatgutprüfung; interne QS-Schulungen; sorgfältige Dokumentationspraxis

Pflanzenschutzmittel-Rückstandsanalytik

diagnostisch

Probenvorbereitung, Messmethoden und Ergebnisdokumentation für Rückstände in pflanzlichen Matrices unter strengen Qualitätsvorgaben.

Gehalt:
3.900 € - 4.900 € brutto/Monat
Geräteschulungen (z. B. GC/LC je nach Labor), erweiterte QS-Anforderungen, Arbeitssicherheitsunterweisungen

Qualitätsmanagement im Labor (QS/QM)

diagnostisch

Pflege von Prüfplänen, SOPs, Dokumentation, Abweichungsmanagement und Unterstützung bei internen Audits im Laborbetrieb.

Gehalt:
4.100 € - 5.000 € brutto/Monat
Zusatzqualifikationen im Qualitätsmanagement; Audit- und Dokumentationspraxis; Kenntnis von Laborprozessen und Prüfmitteln

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.600 €
Großunternehmen
4.400 €
Mittelstand
4.000 €
Kleinunternehmen
3.520 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat

Digitale Farm-Services
5.000 €
+25%
Agrarchemische Industrie
4.800 €
+20%
Bundesforschungsinstitute
4.600 €
+15%
Hochschullabore
4.400 €
+10%
Agrartechnikhersteller
4.400 €
+10%
Landesämter
4.200 €
+5%
Umweltforschung
4.200 €
+5%
Bodenschutz und Wasser
4.000 €
+0%
Pflanzenbau und Züchtung
3.800 €
-5%
Weinbau
3.600 €
-10%
Obst- und Gartenbau
3.400 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in

Mit wachsender Routine im Labor und im Versuchswesen steigt das Einkommen meist schrittweise: Zum Berufseinstieg liegen durchschnittlich rund 2.960 € brutto im Monat im typischen Rahmen, nach einigen Jahren Praxis rücken anspruchsvollere Auswertungen, Dokumentation und Versuchsbetreuung stärker in den Fokus. Häufig bestimmen Tarifgruppen der jeweiligen Branche die Entwicklung mit. Mit Spezialisierung auf Boden-, Pflanzen- oder Umweltanalytik sind weitere Sprünge möglich, oft verbunden mit mehr Verantwortung für Probenlogistik und Datenqualität. Digitale Mess- und Erfassungssysteme, LIMS sowie einfache statistische Auswertungen prägen den Arbeitsalltag zunehmend.

1. Jahr2.960 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.150 €
Berufseinstieg (erste Routine)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.350 €
Berufliche Festigung

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.550 €
Berufliche Festigung (mehr Eigenverantwortung)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.000 €
Berufliche Festigung (sicher in Standardverfahren)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.140 €
Erfahrung & Spezialisierung

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.290 €
Erfahrung & Spezialisierung (komplexere Analytik/Versuche)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.430 €
Erfahrene Fachkraft (Datenqualität, Auswertung, Dokumentation)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.570 €
Erfahrene Fachkraft (breites Aufgabenspektrum)

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.710 €
Erfahrene Fachkraft; optional mit Funktions-/Teamkoordination

Schulische Ausbildung (Berufsfachschule), staatliche Abschlussprüfung; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD Einstiegsgruppe / Chemische Industrie. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Einstieg liegt das Gehalt als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in typischerweise bei rund 2.960 € brutto im Monat, je nach Betrieb auch zwischen 2.900 € und 3.600 €. Mit wachsender Routine in Probenmanagement, Analytik und Dokumentationspflichten steigt die Vergütung häufig stufenweise.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden im Durchschnitt rund 4.000 € brutto pro Monat erreicht, bei entsprechender Eingruppierung auch zwischen 3.500 € und 4.100 €. Als erfahrene Fachkraft liegt der typische Wert bei etwa 4.430 € brutto monatlich; zusätzliche Verantwortung in Qualitätssicherung oder Teamkoordination kann die Entwicklung weiter tragen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über höhere Eingruppierungen, Routine in Analytikverfahren und zusätzliche Verantwortlichkeiten in der Labororganisation aus.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie ein HACCP-Zertifikat, Schulungen zu GMP/GLP oder Bedienerzertifikate für Chromatographie- und Spektrometriesysteme erhöhen die Einsetzbarkeit im Laborbetrieb.
  • 3
    Tarifbindung und Eingruppierung, etwa in tarifnahen Laboren oder im öffentlichen Dienst, sorgen meist für klarere Stufen und planbarere Gehaltsentwicklung als reine Haustarife.
  • 4
    Unternehmensgröße und Laborstruktur beeinflussen Spielräume: größere Analytiklabore oder Konzerne vergüten häufig stabiler, kleine Betriebe arbeiten eher mit engeren Budgets.
  • 5
    Spezialisierungen, zum Beispiel in Boden- und Nährstoffanalytik, Pflanzenschutzmittelrückständen oder Mikrobiologie in der Futtermittelprüfung, können zu höher bewerteten Aufgaben führen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Landwirtschaftlich-Technische Assistentinnen und Assistenten wird vor allem durch Anforderungen an Nachweis, Qualität und Rückverfolgbarkeit geprägt, wodurch Laborleistungen in vielen Bereichen konstant nachgefragt werden. Gleichzeitig verändern Automatisierung und digitale Laborprozesse die Tätigkeit, etwa durch Laborinformationssysteme, standardisierte Workflows und stärker datengetriebene Auswertung.

Chancen entstehen besonders dort, wo Monitoring und Kontrolle ausgebaut werden, beispielsweise in Umwelt- und Nährstoffthemen oder in der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit. Die Aufgaben verschieben sich dabei häufig hin zu Gerätekompetenz, Dokumentationssicherheit und Prozessverständnis.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wird die schulische Ausbildung zum Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) vergütet?

Schulische Ausbildungen sind häufig unvergütet oder werden nur gering bezahlt. In einigen Bundesländern und bei bestimmten Trägern gibt es jedoch Ausbildungsvergütungen oder finanzielle Unterstützung wie BAföG.

Mit welchem Gehalt kann man als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach der Ausbildung rechnen?

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 2.960 € brutto/Monat. Öffentliche Träger zahlen oft nach Tarif, private Arbeitgeber variieren stärker.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d) über die Jahre?

Mit Berufserfahrung steigt das Gehalt auf 4.000 € brutto/Monat und bei längerer Tätigkeit auf bis zu 4.430 € brutto/Monat. Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen beschleunigen diese Entwicklung.

Welche Rolle spielen Tarifverträge für den Beruf Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Gerade im öffentlichen und kirchlichen Bereich wird häufig nach dem TVöD Einstiegsgruppe / Chemische Industrie vergütet, was für transparente Gehaltsstrukturen und regelmäßige Stufenaufstiege sorgt.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.960 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.430 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.540 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Landwirtschaftlich-Technische/r Assistent/in (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD Einstiegsgruppe / Chemische Industrie vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD Einstiegsgruppe / Chemische Industrie), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: