Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.220 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.490 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.820 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: TVöD Entgeltgruppe E 5-E 8 / TV-L Entgeltgruppe E 5-E 8 / TVöD VKA (Kommunale Arbeitgeber). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.210 €
3.760 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.490 € brutto/Monat

Justizvollzug
4.190 €
+20%
Feuerwehr und Rettungsdienste
4.010 €
+15%
Staatsanwaltschaft
3.910 €
+12%
Katastrophenschutzbehörde
3.840 €
+10%
Gesundheitsamt
3.770 €
+8%
Kommunaler Ordnungsdienst
3.670 €
+5%
Landesordnungsbehörden
3.600 €
+3%
Ausländerbehörde
3.560 €
+2%
Ordnungsamt
3.490 €
+0%
Gewerbeamt / Gewerbebehörde
3.460 €
-1%
Bürgeramt / Bürgerbüro
3.420 €
-2%
Standesamt
3.390 €
-3%
Friedhofsverwaltung
3.320 €
-5%
Private Ordnungsdienste
3.140 €
-10%
Sicherheitsunternehmen
2.970 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Arbeitsalltag ist meist von Ordnungsamtsmitarbeiter, Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, in offiziellen Unterlagen und Stellenplänen läuft der Beruf als Ordnungsamtsmitarbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Der Alltag dreht sich um die Durchsetzung kommunaler Regeln: Kontrollen im öffentlichen Raum, das Bearbeiten von Meldungen und Beschwerden sowie die Dokumentation von Verstößen gehören ebenso dazu wie Gespräche mit Bürgern und das Abstimmen mit anderen Stellen.

Gearbeitet wird überwiegend im Rathaus und im Außendienst, oft im Wechsel zwischen Schreibtisch, Streifengängen und Ortsterminen. Arbeitgeber sind vor allem Kommunen und Stadtverwaltungen, unter anderem in Ordnungsämtern, Bürgerdiensten oder kommunalen Vollzugsdiensten, wie etwa in Städten, Landkreisen oder Zweckverbänden.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.013 €

3.691 € – 4.324 €

+15%

Frankfurt am Main

3.839 €

3.531 € – 4.136 €

+10%

Stuttgart

3.804 €

3.499 € – 4.098 €

+9%

Düsseldorf

3.734 €

3.435 € – 4.023 €

+7%

Hamburg

3.665 €

3.371 € – 3.948 €

+5%

Köln

3.595 €

3.306 € – 3.873 €

+3%

Hannover

3.595 €

3.306 € – 3.873 €

+3%

Berlin

3.560 €

3.274 € – 3.835 €

+2%

Nürnberg

3.560 €

3.274 € – 3.835 €

+2%

Essen

3.560 €

3.274 € – 3.835 €

+2%

Dortmund

3.525 €

3.242 € – 3.798 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

3.490 €

3.210 € – 3.760 €

±0%

Bremen

3.490 €

3.210 € – 3.760 €

±0%

Leipzig

3.246 €

2.985 € – 3.497 €

-7%

Dresden

3.246 €

2.985 € – 3.497 €

-7%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich regionale Unterschiede: In wirtschaftsstarken Ballungsräumen und südlichen Bundesländern liegen die Monatsgehälter häufig höher als in strukturschwächeren Regionen. Auch Stadtstaaten können durch verdichtete Aufgabenlagen und höhere Lebenshaltung überdurchschnittliche Niveaus erreichen.

Gehaltstreiber sind vor allem unterschiedliche Tarif- und Zulagenpraxis, die Finanzkraft der Kommunen sowie lokale Lebenshaltungskosten, die sich indirekt in der Vergütung widerspiegeln.

Zugang zur Tätigkeit

Strukturierte Qualifizierung im öffentlichen Dienst

Der Regelzugang in den Beruf Ordnungsamtsmitarbeiter, Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) verläuft im öffentlichen Dienst über einen Laufbahnberuf. Üblich ist eine kommunale Ausbildung bzw. Qualifizierung, die in ein Beschäftigungsverhältnis bei Stadt, Gemeinde oder Landkreis mündet und dabei sowohl verwaltungsrechtliche Grundlagen als auch Vollzugs- und Außendienstanteile verbindet. Die konkrete Ausgestaltung kann je nach Dienststelle und Landesrecht variieren, der Einstieg bleibt jedoch typischerweise an strukturierte Einstellungs- und Ausbildungswege der Verwaltung gebunden.

Formale Kriterien für die Einstellung

Zu den formalen Voraussetzungen zählen in der Regel ein passender Schulabschluss (je nach Laufbahngruppe und Ausbildungsgang), die Erfüllung persönlicher Eignungskriterien des öffentlichen Dienstes sowie häufig ein geordnetes behördliches Auswahlverfahren mit Tests und Gespräch. Für Tätigkeiten mit Außendienstbezug spielen außerdem Aspekte wie gesundheitliche Belastbarkeit, sicheres Auftreten und die Fähigkeit zur deeskalierenden Kommunikation eine Rolle. Je nach Aufgabenprofil können zusätzliche Anforderungen hinzukommen, etwa Fahrerlaubnis oder die Bereitschaft zu wechselnden Einsatzzeiten.

Rechtliche Grundlagen und digitale Arbeitsweisen

Inhaltlich umfasst die Ausbildung bzw. Qualifizierung typischerweise Ordnungsrecht, Verwaltungsrecht und Verfahrensabläufe, das Erstellen und Prüfen von Bescheiden, Dokumentations- und Berichtspflichten sowie den Umgang mit Bürgerkontakten in konfliktträchtigen Situationen. Da der fachliche Kontext durch Digitalisierung sowie IT- und Softwarebezug geprägt ist, gehören in der Praxis häufig auch Fachverfahren, mobile Datenerfassung, digitale Vorgangsbearbeitung und Grundprinzipien von Datenschutz und IT-Sicherheit zum Arbeitsalltag. Schnittstellen zu Cloud- oder Plattformlösungen ergeben sich vor allem dort, wo Kommunen zentrale Fachanwendungen und Dokumentenmanagementsysteme betreiben.

Optionen für Quereinstieg und Spezialisierung

Ergänzend sind alternative Zugänge möglich, etwa über verwaltungsnahe Vorbildungen und anschließende interne Qualifizierungen oder über Quereinstieg in unterstützende Rollen mit späterer Anpassungsfortbildung. Spezialisierungen entstehen häufig über den Einsatzbereich, beispielsweise Verkehrsüberwachung, Gewerbe- und Gaststättenrecht oder Veranstaltungen. Fortbildungen, die zum Kontext passen, betreffen vor allem Fachverfahrensschulungen, Datenschutz, IT-Sicherheitsgrundlagen sowie die sichere Nutzung digitaler und mobiler Arbeitsmittel; daneben bleiben Deeskalation, Gesprächsführung und rechtssichere Dokumentation typische Schwerpunkte.

Beruflicher Einstieg

Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten oder Verwaltungslehrgang I (AL I)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten oder Verwaltungslehrgang I (AL I).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule) oder vergleichbare Qualifikation

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Fachverfahren für Ordnungswidrigkeiten- und Bußgeldbearbeitungelektronische Vorgangs- und Aktenführung (DMS/E-Akte)mobile Ticketing- und Erfassungsgeräte für VerwarnungenGIS- und Kartensysteme zur EinsatzplanungStandard-Office-Software

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Klassische Ausbildungsgänge der Kommunalverwaltung

Der Regelzugang für Ordnungsamtsmitarbeiter. Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über eine Laufbahnausbildung im öffentlichen Dienst, typischerweise über die Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten oder den Verwaltungslehrgang I (AL I). Beide Wege vermitteln die verwaltungsrechtlichen Grundlagen und die Praxis in kommunalen Strukturen, auf denen die spätere Tätigkeit im Ordnungsbereich aufbaut. Die formale Einordnung als Laufbahnberuf prägt dabei die Einsatzmöglichkeiten und die spätere Eingruppierung nach den im öffentlichen Dienst üblichen Branchentarifverträgen.

Praxisphasen in verschiedenen Ämtern

Die Ausbildung ist in der Regel vergütet und folgt einem Wechsel aus Theorie und Praxis. Typische Stationen liegen in Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, im Außendienst oder in Querschnittsbereichen wie Service, Schriftgut und Gebühren. In der Praxis spielen sorgfältige Aktenführung, rechtssichere Bescheide und eine klare Kommunikation eine große Rolle, ebenso der Umgang mit Konfliktsituationen im öffentlichen Raum. Neben Kenntnissen in Verwaltungsabläufen sind Verlässlichkeit, Deeskalationsfähigkeit und ein sachlicher Ton im Kontakt mit unterschiedlichen Personengruppen häufig entscheidend.

Erste Schritte in der Sachbearbeitung

Nach dem Abschluss beginnt der Berufseinstieg häufig in einer kommunalen Dienststelle mit klar abgegrenzten Zuständigkeiten, etwa in der Sachbearbeitung ordnungsrechtlicher Vorgänge oder im kontrollierenden Außendienst. Das Einstiegsgehalt liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 3.220 € brutto pro Monat, je nach Einordnung sind Werte im Rahmen von 2.910 € bis 3.520 € brutto pro Monat möglich. Die Aufgaben drehen sich dabei meist um die Anwendung kommunaler Satzungen, das Bearbeiten von Anzeigen und Anträgen sowie das Vorbereiten oder Begleiten von Maßnahmen, die rechtlich sauber dokumentiert werden müssen.

Erweiterung der Kompetenzen und Verantwortungsbereiche

In den ersten Berufsjahren wachsen Zuständigkeiten häufig über Fallzahlen, Schwierigkeitsgrad und Schnittstellenarbeit, etwa mit Polizei, Gewerbeamt oder Ausländerbehörde. Mit zunehmender Routine kommen häufiger eigenständige Bewertungen, Anhörungen und das Formulieren belastbarer Verwaltungsentscheidungen hinzu. Entwicklungsschritte können außerdem in Richtung spezialisierter Sachgebiete, koordinierender Rollen im Außendienst oder in Funktionen mit stärkerem Organisationsanteil führen; Gehälter orientieren sich dann in der Regel an der jeweiligen tariflichen Eingruppierung und der konkreten Aufgabenbewertung.

Arbeitsalltag zwischen Vorschriften und Ermessen

Institutionell sind Abläufe stark durch interne Dienstanweisungen und rechtliche Vorgaben geprägt; je nach Kommune unterscheiden sich Schwerpunktsetzungen, Personaldecke und Außendienstanteile spürbar. Wer neu einsteigt, arbeitet deshalb oft zunächst in eng geführten Prozessen, bevor mehr Ermessensspielraum hinzukommt. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Ämtern und die Dokumentationsqualität wirken sich im Alltag stärker aus als spektakuläre Einzelfälle, die zwar vorkommen können, aber nicht den Regelfall abbilden.

Berufliche Entwicklungsoptionen Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Verwaltungsfachangestellter (m/w/d) (Kommunalverwaltung)

Leichter Wechsel

Bearbeitung von Verwaltungsaufgaben in Fachämtern, inklusive Anträgen, Bescheiden, Aktenführung und Publikumsverkehr.

Gehalt:
3.000 € - 4.100 € brutto/Monat
Hoher Anteil an Verwaltungsverfahren, Bürgerkontakt und rechtssicherer Dokumentation lässt sich in andere kommunale Verwaltungsrollen übertragen.

Sachbearbeiter (m/w/d) Ordnungswidrigkeiten (Bußgeldstelle)

Mittlerer Aufwand

Bearbeitung von Bußgeldverfahren von der Anhörung bis zum Bescheid und der Kommunikation mit Beteiligten.

Gehalt:
3.200 € - 4.300 € brutto/Monat
Praxis in Ordnungswidrigkeiten, Anhörungen und standardisierten Verfahren passt gut zu Tätigkeiten mit stark regelgebundenen Abläufen.

Überwachung des ruhenden Verkehrs, Feststellung von Verstößen und Dokumentation im Rahmen kommunaler Vorgaben.

Gehalt:
2.500 € - 3.300 € brutto/Monat
Kontroll- und Vollzugserfahrung sowie Konflikt- und Deeskalationsroutine sind anschlussfähig an Aufgaben im kommunalen Verkehrs- und Parkraumvollzug.

Sicherheitsmitarbeiter (m/w/d) (Objektschutz/Veranstaltungsschutz)

Mittlerer Aufwand

Durchführung von Schutz- und Kontrollaufgaben im privaten Auftrag, häufig mit Zugangskontrollen, Streifengängen und Ereignisdokumentation.

Gehalt:
2.400 € - 3.400 € brutto/Monat
Erfahrung mit Gefahrenabwehr und Zusammenarbeit mit Sicherheitsakteuren kann in die private Sicherheitswirtschaft übertragen werden, auch wenn Rahmenbedingungen und Befugnisse deutlich abweichen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Ordnungsamtsmitarbeiter (m/w/d) im Außendienst

Gehalt:
2.960 € - 3.450 € brutto/Monat

Nach Abschluss der Laufbahnausbildung erfolgt der Einsatz typischerweise in der allgemeinen Gefahrenabwehr und Ordnungsverwaltung, häufig mit Kontroll- und Vollzugsaufgaben im öffentlichen Raum sowie Dokumentation und Sachbearbeitung.

Abgeschlossene Laufbahnausbildung (Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten oder Verwaltungslehrgang I), Einarbeitung im kommunalen Vollzugs- und Ordnungsbereich

Stufe 2:Erfahrener Ordnungsamtsmitarbeiter (m/w/d) / Sachbearbeitung Ordnungsrecht

Gehalt:
3.290 € - 3.720 € brutto/Monat

Mit Berufserfahrung verschiebt sich der Schwerpunkt häufig in Richtung fallbezogener Sachbearbeitung, Koordination von Maßnahmen, Anhörungen und Bescheiderstellung im Ordnungsrecht.

Mehrjährige Praxis im Ordnungsamt, sichere Anwendung von Verwaltungsverfahren, je nach Kommune vertiefende interne Fortbildungen (z. B. Ordnungswidrigkeitenrecht)

Stufe 3:Senior-Ordnungsamtsmitarbeiter (m/w/d) / Koordination Einsatz- und Vollzugsdienst

Gehalt:
3.590 € - 4.060 € brutto/Monat

In der erfahrenen Rolle kommen oft koordinierende Aufgaben hinzu, etwa Dienst- und Einsatzplanung, Qualitätssicherung der Vorgangsbearbeitung und fachliche Unterstützung im Team.

Mehrjährige Berufserfahrung, nachweisbare Fachsicherheit im Ordnungs- und Verwaltungsverfahren, organisationsbezogene Fortbildungen (z. B. Einsatzkoordination, Konfliktmanagement)

Stufe 4:Teamleitung Ordnungsamt / Sachgebietsleitung Vollzugsdienst

Gehalt:
4.650 € - 5.800 € brutto/Monat

Mit erweiterter Verantwortung umfasst die Aufgabe Personalführung, Steuerung von Arbeitsabläufen, Schnittstellenarbeit mit anderen Behörden sowie die Verantwortung für Zielerreichung und Ressourcen.

Mehrjährige einschlägige Berufserfahrung, Führungs- und Organisationsqualifikationen (z. B. kommunale Führungskräfteprogramme), häufig zusätzliche verwaltungsinterne Qualifizierung für Leitungsfunktionen

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Ordnungswidrigkeitenrecht und Bußgeldverfahren

serviceorientiert

Anhörungen, Beweissicherung, rechtssichere Bescheiderstellung und Verfahrenssteuerung in OWi-Sachen.

Gehalt:
3.260 € - 3.740 € brutto/Monat
Fachfortbildungen im Ordnungswidrigkeitenrecht, Akten- und Beweisführung, IT-Fachverfahren (Bußgeldsoftware)

Gewerberecht und Gaststättenrecht

serviceorientiert

Prüfung und Bearbeitung gewerberechtlicher Anliegen, Auflagenmanagement und Zusammenarbeit mit weiteren Stellen (z. B. Gesundheitsamt).

Gehalt:
3.390 € - 3.900 € brutto/Monat
Spezialfortbildungen im Gewerbe- und Gaststättenrecht, verwaltungsrechtliche Vertiefung, Gesprächsführung im Außendienst

Veranstaltungssicherheit und Auflagenmanagement

serviceorientiert

Bewertung von Sicherheitskonzepten, Abstimmung mit Beteiligten und Erteilung sowie Kontrolle von Auflagen bei Veranstaltungen.

Gehalt:
3.540 € - 4.080 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Veranstaltungssicherheit, Risikoanalyse, Einsatz- und Abstimmungsprozesse mit BOS und kommunalen Stellen

Verkehrsrechtliche Anordnungen und Sondernutzungen

serviceorientiert

Bearbeitung von Sondernutzungen im öffentlichen Raum und verkehrsrechtlichen Anordnungen in Abstimmung mit Straßenverkehrsbehörden.

Gehalt:
3.320 € - 3.850 € brutto/Monat
Fortbildungen im Straßen- und Sondernutzungsrecht, Verwaltungsverfahren, Abstimmungs- und Dokumentationsstandards

Kommunaler Vollzugsdienst: Einsatzkoordination und Lagearbeit

serviceorientiert

Koordinierung von Kontrollen, lagebezogene Priorisierung, Schnittstellenarbeit und Nachbereitung von Einsätzen.

Gehalt:
3.720 € - 4.120 € brutto/Monat
Fortbildungen Einsatzkoordination, Deeskalation, Konfliktmanagement, Berichtswesen und Teamorganisation

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.013 €
Großunternehmen
3.839 €
Mittelstand
3.490 €
Kleinunternehmen
3.071 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.490 € brutto/Monat

Justizvollzug
4.188 €
+20%
Feuerwehr und Rettungsdienste
4.013 €
+15%
Staatsanwaltschaft
3.909 €
+12%
Katastrophenschutzbehörde
3.839 €
+10%
Gesundheitsamt
3.769 €
+8%
Kommunaler Ordnungsdienst
3.665 €
+5%
Landesordnungsbehörden
3.595 €
+3%
Ausländerbehörde
3.560 €
+2%
Ordnungsamt
3.490 €
+0%
Gewerbeamt / Gewerbebehörde
3.455 €
-1%
Bürgeramt / Bürgerbüro
3.420 €
-2%
Standesamt
3.385 €
-3%
Friedhofsverwaltung
3.316 €
-5%
Private Ordnungsdienste
3.141 €
-10%
Sicherheitsunternehmen
2.967 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung

Mit zunehmender Praxis im kommunalen Vollzugs- und Verwaltungsalltag steigen Verantwortung und Einkommen meist schrittweise. Nach der Laufbahnausbildung, typischerweise als Verwaltungsfachangestellter oder über den Verwaltungslehrgang I (AL I), folgen Einarbeitung, Routine in Außendienst und Sachbearbeitung sowie Spezialisierungen, etwa in Bußgeld- und Ordnungswidrigkeitenverfahren. In vielen Fällen stabilisiert sich die Entwicklung auf Fachkraftniveau, während koordinierende Funktionen nur in passenden Organisationsstrukturen hinzukommen. Digitale Fachverfahren, DMS/E-Akte, mobiles Erfassen sowie Datenschutz- und IT-Sicherheitsgrundlagen prägen die Arbeit spürbar.

1. Jahr3.220 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.320 €
Berufseinstieg (erste selbstständige Fälle)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.390 €
Berufliche Festigung

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.440 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung im Vorgang)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.490 €
Berufliche Festigung (Routine in Verfahren)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.600 €
Erfahrung & Spezialisierung

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.710 €
Erfahrung & Spezialisierung (komplexere Fälle)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.820 €
Erfahrene Fachkraft

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.900 €
Erfahrene Fachkraft (Schnittstellen & Koordination)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.980 €
Erfahrene Fachkraft (optionale Teamkoordination)

Laufbahnausbildung: Verwaltungsfachangestellter oder Verwaltungslehrgang I (AL I); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD Entgeltgruppe E 5-E 8 / TV-L Entgeltgruppe E 5-E 8 / TVöD VKA (Kommunale Arbeitgeber). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegen typische Monatsgehälter bei rund 3.220 € brutto; je nach Stelle und Rahmen bewegen sich Einstiegswerte zwischen 2.910 € und 3.520 €. Mit wachsender Routine, Stufenaufstiegen und einem breiteren Aufgabenportfolio sind nach etwa fünf Jahren um 3.490 € brutto im Monat üblich.

Als erfahrene Fachkraft steigt das Niveau häufig auf etwa 3.820 € brutto, mit einer Bandbreite von 3.520 € bis 4.120 €. Deutlich größere Sprünge entstehen meist erst mit erweiterter Verantwortung oder Führungsfunktionen, wo typische Monatsgehälter um 5.250 € brutto liegen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst und die konkrete Eingruppierung nach Tätigkeitsmerkmalen; Stufenaufstiege mit wachsender Erfahrungszeit wirken meist direkt auf das Monatsbrutto.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Schulungen zur Deeskalation, Einsatztraining im kommunalen Vollzugsdienst oder Fortbildungen im Verwaltungsrecht können komplexere Aufgaben und höhere Bewertungen ermöglichen.
  • 3
    Übernahme von Spezialaufgaben, etwa im Gewerbe- und Gaststättenrecht, bei Veranstaltungsauflagen oder im Bereich Ruhender Verkehr, kann die Verantwortung und damit die Vergütung erhöhen.
  • 4
    Führungs- und Koordinationsaufgaben, zum Beispiel als Teamleitung oder Schichtkoordination im Außendienst, sind häufig mit höherer Eingruppierung oder Funktionszulagen verbunden.
  • 5
    Arbeitszeitmodelle mit Wochenend- oder Spätdiensten sowie Bereitschaften können durch Zulagen oder Zuschläge das laufende Brutto spürbar anheben.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Ordnungsamtsmitarbeitern bleibt in vielen Kommunen stabil, weil Aufgaben im öffentlichen Raum kontinuierlich anfallen und Kontrollen sowie Verwaltungsverfahren dauerhaft organisiert werden müssen. In größeren Städten ist der Bedarf oft sichtbarer, da mehr Ereignisse, Verkehrsaufkommen und Nutzungskonflikte zu bearbeiten sind.

Veränderungen entstehen vor allem durch Digitalisierung: mobile Datenerfassung, digitale Vorgangsbearbeitung und besser vernetzte Meldesysteme verschieben Arbeitsschritte vom Papier in Fachverfahren. Gleichzeitig steigen Anforderungen an Kommunikation und Konfliktmanagement, was den Beruf für Einsteiger mit praxisnaher Einarbeitung zugänglich hält.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wie ist die Vergütung im Beruf Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im öffentlichen Dienst geregelt?

Die Vergütung erfolgt nach TVöD Entgeltgruppe E 5-E 8 / TV-L Entgeltgruppe E 5-E 8 / TVöD VKA (Kommunale Arbeitgeber) oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 3.220 € brutto/Monat für Einsteiger und 5.250 € brutto/Monat in höheren Stufen.

Wie entwickelt sich das Gehalt als Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) durch Stufenaufstiege?

Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 3.220 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 3.820 € brutto/Monat in der Endstufe.

Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 3.220 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.820 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 6.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD Entgeltgruppe E 5-E 8 / TV-L Entgeltgruppe E 5-E 8 / TVöD VKA (Kommunale Arbeitgeber) vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

In welchen Branchen kann man als Ordnungsamtsmitarbeiter – Ausbildung (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Ordnungsamt (Verkehrsüberwachung, Bußgeldstelle), Bürgeramt / Bürgerbüro (Melderecht, Personalausweis), Gewerbeamt / Gewerbebehörde, Ausländerbehörde (Ausländerangelegenheiten, Asylrecht), Standesamt oder Friedhofsverwaltung. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD Entgeltgruppe E 5-E 8 / TV-L Entgeltgruppe E 5-E 8 / TVöD VKA (Kommunale Arbeitgeber)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: