Pflegefachassistentin Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.850 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.160 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.660 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: TVöD-P Entgeltgruppe 4/5 / ver.di Tarifverträge. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.000 €
3.400 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.160 € brutto/Monat

Krankenhauspflege
3.630 €
+15%
Klinikpflege
3.630 €
+15%
Rehabilitationseinrichtungen
3.480 €
+10%
Ambulante Pflege
3.320 €
+5%
Häusliche Pflege
3.160 €
+0%
Altenpflegeeinrichtungen
3.000 €
-5%
Pflegeheime
2.910 €
-8%
Behindertenpflege
2.840 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Stationsalltag ist meist von der Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, in offiziellen Unterlagen und Stellenprofilen lautet die formale Berufsbezeichnung Pflegefachassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d).

Pflegefachassistentinnen unterstützen Pflegefachkräfte bei der Versorgung von Patientinnen und Patienten, übernehmen grundpflegerische Tätigkeiten, helfen bei Mobilisation und Lagerung und begleiten Abläufe rund um Mahlzeiten, Hygiene und Ausscheidung. Hinzu kommen Beobachtungen im Alltag, einfache Dokumentationsanteile und das Vorbereiten von Pflegehilfsmitteln. Arbeitsorte sind unter anderem Krankenhäuser, Pflegeheime, ambulante Pflegedienste oder Reha-Einrichtungen; eingesetzt wird der Beruf beispielsweise auch in geriatrischen, internistischen oder chirurgischen Bereichen, meist im Schichtdienst und in enger Teamarbeit.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.539 €

3.360 € – 3.808 €

+12%

Frankfurt am Main

3.476 €

3.300 € – 3.740 €

+10%

Düsseldorf

3.476 €

3.300 € – 3.740 €

+10%

Hamburg

3.413 €

3.240 € – 3.672 €

+8%

Stuttgart

3.350 €

3.180 € – 3.604 €

+6%

Köln

3.350 €

3.180 € – 3.604 €

+6%

Nürnberg

3.223 €

3.060 € – 3.468 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.160 €

3.000 € – 3.400 €

±0%

Hannover

3.097 €

2.940 € – 3.332 €

-2%

Essen

3.065 €

2.910 € – 3.298 €

-3%

Dortmund

3.034 €

2.880 € – 3.264 €

-4%

Berlin

3.002 €

2.850 € – 3.230 €

-5%

Bremen

3.002 €

2.850 € – 3.230 €

-5%

Leipzig

2.781 €

2.640 € – 2.992 €

-12%

Dresden

2.781 €

2.640 € – 2.992 €

-12%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich bei Pflegefachassistentinnen spürbare Unterschiede: In wirtschaftsstarken Ballungsräumen und südlichen Bundesländern liegen die Monatsgehälter im Schnitt häufiger über dem bundesweiten Niveau. In strukturschwächeren Regionen, vor allem abseits großer Städte, fallen die Werte tendenziell niedriger aus.

Neben der regionalen Kaufkraft wirken sich vor allem die Dichte großer Träger, tarifliche Strukturen und der lokale Wettbewerb um Personal auf das Lohnniveau aus.

Zugang zur Tätigkeit

Schulische Voraussetzungen für die Ausbildung

Der Zugang zur Tätigkeit als Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine schulische Ausbildung im Gesundheitswesen mit eng verzahnten Praxisanteilen. Je nach Bundesland und Bildungsträger sind für die Aufnahme bestimmte schulische Voraussetzungen nachzuweisen; verbreitet sind ein allgemeinbildender Schulabschluss sowie weitere Nachweise, die die Eignung für die Arbeit in der Pflege absichern. In der Praxis gehören dazu häufig ein gesundheitlicher Nachweis sowie ein erweitertes Führungszeugnis, weil die Tätigkeit nah an vulnerablen Personengruppen stattfindet.

Dauer und Inhalte der Qualifizierung

Die Ausbildung ist auf 1 Jahr angelegt und zielt auf die Unterstützung von Pflegefachpersonen in unterschiedlichen Versorgungsbereichen. Inhaltlich stehen grundlegende pflegerische Assistenzaufgaben, Hygiene, Beobachtung und Weitergabe von Veränderungen des Gesundheitszustands, Mobilisation sowie die Mitwirkung bei der Alltagsgestaltung im Vordergrund. Ein wesentlicher Teil findet im Praxiseinsatz statt, typischerweise in stationären Einrichtungen oder in Bereichen der ambulanten Versorgung, sodass Arbeitsabläufe, Dokumentation und Teamarbeit früh eingeübt werden.

Rechtlicher Rahmen und staatliche Prüfung

Abgeschlossen wird der Bildungsweg mit einer Staatlichen Abschlussprüfung; prüfende Stelle ist die Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht). Für rechtlich-institutionelle Einordnungen ist der formale Bezug zum Berufssystem über das PflBG (Pflegeberufegesetz) maßgeblich. Im Berufsalltag ist die Rolle als Assistenzkraft klar abgegrenzt: eigenständige Entscheidungen sind an die Qualifikation gebunden, viele Tätigkeiten erfolgen nach Anleitung, Delegation und unter fachlicher Verantwortung.

Alternative Wege in das Berufsfeld

Ergänzend kommen alternative Zugänge vor, etwa über bereits erworbene pflegerische Vorerfahrungen oder Anerkennungs- und Anpassungswege bei einschlägigen Qualifikationen aus anderen Bildungssystemen, soweit Landesrecht und Träger dies vorsehen. Solche Wege ersetzen den Regelzugang nicht, können aber die Einstiegsphase organisatorisch anders strukturieren.

Erforderliche Belastbarkeit im Pflegealltag

Persönlich hilfreich sind körperliche Belastbarkeit, sorgfältiges Arbeiten und eine stabile Kommunikationsfähigkeit, weil Beobachtungen präzise weitergegeben werden müssen. Ebenso relevant sind Einfühlungsvermögen, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, auch bei Zeitdruck hygienisch und strukturiert zu arbeiten, ohne die Grenzen der eigenen Zuständigkeit zu überschreiten.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 1-jährigen Ausbildung als Pflegefachassistentin

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
0 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (1. Lehrjahr) – 0 € brutto/Monat

Großkonzern
1.455 €
+15%
Großunternehmen
1.392 €
+10%
Mittelstand
1.265 €
+0%
Kleinunternehmen
1.113 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Pflegefachassistentin

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
gering
PflegemanagementsystemeTelemedizin-PlattformenMobilitätshilfen mit Sensoren

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Lernorte der einjährigen Berufsausbildung

Der Regelzugang in den Beruf der Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über eine schulische Ausbildung an einer Berufsfachschule. Die Ausbildungsdauer beträgt 1 Jahre und ist auf den schnellen Einstieg in pflegerische Basisaufgaben ausgerichtet. Typisch sind Lernphasen in der Schule und Praxiseinsätze in Einrichtungen, in denen pflegerische Abläufe, Hygiene- und Sicherheitsstandards sowie die Zusammenarbeit im Team früh eine Rolle spielen.

Finanzielle Aspekte der ersten Berufsjahre

Im Alltag geht es beim Berufseinstieg häufig um Unterstützung bei der Grundpflege, Mobilisation, Essen und Trinken, Beobachtung einfacher Veränderungen sowie um alltagsnahe Dokumentation nach Vorgaben. Die Ausbildung ist in der Regel vergütet, meist in tariflicher Systematik. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt typischerweise zwischen 2.750 € und 3.000 € brutto/Monat, ein häufiger Wert liegt bei 2.850 € brutto/Monat; Einordnung und Abweichungen hängen unter anderem von Träger, Tarifbindung, Einsatzbereich und Schichtanteilen ab.

Einsatzbereiche nach dem erfolgreichen Abschluss

Als erste Positionen kommen vor allem Tätigkeiten in stationären Pflegeeinrichtungen, im Krankenhausbereich oder in der ambulanten Versorgung vor, jeweils in enger Abstimmung mit examinierten Pflegekräften. In der Einarbeitung stehen sichere Routinen, verlässliche Übergaben und das Verständnis für Zuständigkeiten im Vordergrund. Schrittweise erweitert sich der Aufgabenanteil dort, wo Standards klar definiert sind und Abläufe gut eingespielt funktionieren.

Umgang mit pflegebedürftigen Menschen

Wichtige Voraussetzungen sind eine stabile Belastbarkeit, Aufmerksamkeit für Risiken (etwa Sturzgefahren), sowie ein respektvoller Umgang mit pflegebedürftigen Menschen und Angehörigen. Praktisch bedeutsam sind außerdem Teamfähigkeit, klare Kommunikation und die Fähigkeit, Beobachtungen strukturiert weiterzugeben. Weil viele Tätigkeiten körpernah sind, spielen Hygiene, Selbstorganisation und ein professioneller Umgang mit Nähe und Distanz von Beginn an mit.

Einfluss von Branchentarifverträgen auf Arbeitsbedingungen

Rechtlich ist die Qualifizierung als staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule) verankert; die Abschlussprüfung erfolgt als staatliche Abschlussprüfung, die staatliche Prüfung richtet sich nach Landesrecht. Als Rahmen gilt das PflBG (Pflegeberufegesetz), wodurch zentrale Anforderungen an Ausbildung und Einsatzfelder vorgegeben sind. Gehaltsstrukturen werden im Pflegebereich häufig über Branchentarifverträge gruppiert, was Einstiegsbedingungen zwischen Einrichtungen spürbar vereinheitlichen kann, ohne sie vollständig gleichzuschalten.

Berufliche Entwicklungsoptionen Pflegefachassistentin

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Leichter Wechsel

Unterstützt die Pflege und Betreuung älterer Menschen in stationären und ambulanten Settings, überwiegend in der Grundpflege.

Gehalt:
2.600 € - 3.200 € brutto/Monat
Hoher Überlapp in pflegerischer Basisversorgung, Mobilisation, Beobachtung und Dokumentation; Wechsel oft innerhalb derselben Einrichtungen möglich.
Mittlerer Aufwand

Unterstützt bei pflegerischen Tätigkeiten auf Station, inklusive Grundpflege, Patiententransport und einfachen Assistenzaufgaben.

Gehalt:
2.700 € - 3.300 € brutto/Monat
Ähnliche patientennahe Assistenz, standardisierte Abläufe und enge Zusammenarbeit mit Pflege- und Ärzteteams, v. a. im Krankenhaus.

Betreuungskraft nach § 43b, § 53c SGB XI

Leichter Wechsel

Begleitet und aktiviert pflegebedürftige Menschen im Alltag, insbesondere in der sozialen Betreuung und Beschäftigung.

Gehalt:
2.300 € - 2.900 € brutto/Monat
Skill-Overlap in Alltagsunterstützung, Aktivierung und Kommunikation, mit stärkerem Fokus auf Betreuung statt Pflege.
Mittlerer Aufwand

Plant und organisiert hauswirtschaftliche Versorgungsleistungen, z. B. Verpflegung, Reinigung und Wäsche, auch in sozialen Einrichtungen.

Gehalt:
2.400 € - 3.100 € brutto/Monat
Nahe Schnittstelle zur Versorgung im Alter, jedoch mit stärkerem Schwerpunkt auf Ernährung, Service und hauswirtschaftliche Abläufe.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Pflegefachassistentin (m/w/d): Berufseinstieg

Tarifband (typisch):
2.750 € - 3.000 € brutto/Monat

Einsatz in der Grundpflege und bei unterstützenden pflegerischen Tätigkeiten im Team, typischerweise unter Anleitung von Pflegefachpersonen.

Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule) mit staatlicher Abschlussprüfung nach Landesrecht; erste Praxiserfahrung im stationären oder ambulanten Setting

Stufe 2:Pflegefachassistentin (m/w/d): erfahrene Mitarbeit

Tarifband (typisch):
3.020 € - 3.320 € brutto/Monat

Übernahme stabiler Zuständigkeiten im Wohnbereich bzw. in Touren, mit routinierter Durchführung delegierter Maßnahmen und verlässlicher Dokumentationspraxis.

Mehrjährige Berufserfahrung; interne Fortbildungen (z. B. Hygiene, Dokumentation, Notfallbasiswissen), sichere Arbeitsorganisation im Schichtdienst

Stufe 3:Pflegefachassistentin (m/w/d): erweiterte Aufgaben (z. B. Praxisanleitung für Assistenzkräfte / Mentorrolle)

Tarifband (typisch):
3.420 € - 3.680 € brutto/Monat

Unterstützung bei Einarbeitung, strukturierter Anleitung im Alltag und Qualitätssicherung im Teamrahmen, ohne formale Leitungsfunktion.

Ausgeprägte Praxiserfahrung; Zusatzqualifikationen/Schulungen zur Anleitung und Kommunikation; häufig tarifliche Zuordnung in höhere Erfahrungs-/Funktionsstufen

Stufe 4:Teamleitung/Wohnbereichsleitung (Funktionsrolle) im Pflegebereich

Gehalt:
4.800 € - 6.200 € brutto/Monat

Koordination von Dienstabläufen, Anleitung von Mitarbeitenden und Mitwirkung an Personaleinsatz- und Qualitätsprozessen in einem Bereich.

Zusatzqualifikation für Führungsaufgaben (z. B. Leitungskurs nach Träger-/Landesvorgaben), mehrjährige Berufspraxis; Führungsverantwortung und organisatorische Zuständigkeit

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Demenzsensibles Arbeiten (Alltags- und Pflegebegleitung)

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Umgang mit kognitiven Einschränkungen, Kommunikation, Deeskalation, Strukturierung von Tagesabläufen und aktivierende Grundpflege.

Tarifband (typisch):
3.060 € - 3.340 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Demenz, Validation/Biografiearbeit, herausforderndes Verhalten; häufig trägerinterne Konzepte

Hygiene- und Infektionsprävention (Ansprechperson im Team)

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Umsetzung von Hygienestandards, Mitwirkung bei Unterweisungen und Beobachtung von Compliance im Arbeitsalltag.

Tarifband (typisch):
3.120 € - 3.420 € brutto/Monat
Hygieneschulungen/Unterweisungen, ggf. erweiterte Fortbildung zur Hygienebeauftragten Funktion (trägerabhängig)

Wundversorgung (Assistenz in der Wundpflege)

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Unterstützung bei standardisierten Maßnahmen der Wundversorgung, Beobachtung, Dokumentation und Materialmanagement nach Vorgaben.

Tarifband (typisch):
3.260 € - 3.600 € brutto/Monat
Fortbildungen zur Wundversorgung im Rahmen delegierbarer Tätigkeiten; dokumentationssichere Arbeitsweise

Palliativbegleitung (pflegerische Assistenz)

GESUNDHEIT-SOZIALES: pflegerisch

Unterstützung in der Symptomlinderung und Begleitung, mit Fokus auf Grundpflege, Beobachtung und Kommunikation im interprofessionellen Team.

Gehalt:
3.320 € - 3.690 € brutto/Monat
Palliativ-Care-Basiskurse, Kommunikation und Krisenintervention; trägerbezogene Standards

Vitalzeichen- und Monitoring-Routine (Stationsassistenz mit Schwerpunkt Beobachtung)

GESUNDHEIT-SOZIALES: diagnostisch

Regelmäßige Messung/Erfassung von Vitalwerten, Beobachtung von Veränderungen und strukturierte Weitergabe an Pflegefachpersonen.

Tarifband (typisch):
3.000 € - 3.260 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Vitalzeichen, Beobachtungskriterien, Dokumentation; Einarbeitung in Geräte/Stationsstandards

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.634 €
Großunternehmen
3.476 €
Mittelstand
3.160 €
Kleinunternehmen
2.781 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.160 € brutto/Monat

Krankenhauspflege
3.634 €
+15%
Klinikpflege
3.634 €
+15%
Rehabilitationseinrichtungen
3.476 €
+10%
Ambulante Pflege
3.318 €
+5%
Häusliche Pflege
3.160 €
+0%
Altenpflegeeinrichtungen
3.002 €
-5%
Pflegeheime
2.907 €
-8%
Behindertenpflege
2.844 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Pflegefachassistentin

Mit wachsender Routine steigen in der Pflegefachassistenz Verantwortung und Einkommen meist schrittweise. Nach der schulischen Ausbildung an einer Berufsfachschule und der staatlichen Abschlussprüfung nach Landesrecht (Rechtsgrundlage: PflBG) folgt eine Einarbeitungsphase, in der grundlegende pflegerische Tätigkeiten, Dokumentation und Teamabläufe sicher beherrscht werden. In den Folgejahren werden häufig stabilere Zuständigkeiten auf Station oder in der Langzeitpflege übernommen; die Vergütung orientiert sich dabei oft an Branchentarifverträgen. Digitale Pflegeinformationssysteme, die elektronische Patientenakte und Dokumentationssoftware prägen den Alltag zunehmend, ohne die Kernarbeit zu ersetzen.

1. Jahr2.850 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.920 €
Berufseinstieg (zunehmend selbstständig)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.000 €
Berufliche Festigung

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.080 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung im Alltag)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.160 €
Berufliche Festigung (sichere Routine)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.290 €
Erfahrung & Spezialisierung

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.420 €
Erfahrung & Spezialisierung (erweiterte Zuständigkeiten)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.550 €
Erfahrene Fachkraft

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.660 €
Erfahrene Fachkraft (breites Einsatzspektrum)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.800 €
Optionale Verantwortungsrolle (z. B. Teamkoordination/Funktionsverantwortung, einrichtungsabhängig)

Schulische Ausbildung: Staatlich anerkannte Ausbildung (Berufsfachschule); Staatliche Prüfung (Staatliche Prüfung nach Landesrecht); Staatliche Abschlussprüfung; Rechtsgrundlage: PflBG (Pflegeberufegesetz); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD-P Entgeltgruppe 4/5 / ver.di Tarifverträge. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegen Pflegefachassistentinnen im bundesweiten Durchschnitt bei rund 2.850 € brutto im Monat. In den ersten Jahren steigen die Bezüge häufig stufenweise, vor allem wenn nach Tarif bezahlt wird und regelmäßige Erfahrungsstufen greifen.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung liegen die typischen Monatsgehälter bei rund 3.160 € brutto, erfahrene Fachkräfte erreichen im Schnitt etwa 3.660 €. Deutlich höhere Werte sind möglich, wenn erweiterte Verantwortung oder Leitungsanteile hinzukommen; in solchen Konstellationen liegen Monatsgehälter häufig bei rund 5.500 € brutto. Ob die Entwicklung eher kontinuierlich oder sprunghaft verläuft, hängt stark von Eingruppierung, Zulagen und internen Rollen ab.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Tarifbindung und Trägerstruktur: Öffentlicher Dienst, große Wohlfahrtsverbände oder kirchliche Arbeitgeber zahlen häufiger nach festen Stufen als kleine, nicht tarifgebundene Einrichtungen.
  • 2
    Berufserfahrung und Funktionsübernahme: Mit wachsender Routine und verlässlicher Schichtabdeckung steigen Eingruppierung und Zulagen, etwa für Nacht, Sonntag oder Feiertag.
  • 3
    Spezialisierter Einsatzbereich: Tätigkeiten in Akutstationen, Geriatrie, Psychiatrie oder Rehabilitation können je nach Hausstruktur zu höheren Zuschlägen und differenzierten Entgeltgruppen führen.
  • 4
    Zusatzqualifikationen: Lehrgänge wie Demenzbegleitung, Basiskurs Palliativbegleitung, Hygiene- oder Wundversorgungsschulungen erhöhen die Einsetzbarkeit und verbessern Verhandlungspositionen.
  • 5
    Einrichtungsgröße und Schichtsystem: Größere Häuser mit komplexen Dienstplänen zahlen häufiger Zulagen; reine Tagdienste oder kleine Teams haben oft weniger Zuschlagsanteile.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Pflegefachassistentinnen ist in vielen Regionen von stabiler bis steigender Nachfrage geprägt, weil Einrichtungen ihre Teams dauerhaft besetzen und Ausfälle verlässlich abfangen müssen. Besonders in der Langzeitpflege und in klinischen Bereichen bleibt der Bedarf an Unterstützung im pflegerischen Alltag hoch.

Veränderungen kommen unter anderem durch digitale Dokumentation, standardisierte Abläufe und einen stärkeren Fokus auf Qualitätssicherung. Gleichzeitig wächst die Bedeutung klarer Aufgabenabgrenzung im Team, damit Pflegefachkräfte entlastet werden. Für Berufseinsteiger ergeben sich dadurch häufig planbare Einstiegsmöglichkeiten, vor allem bei größeren Trägern mit eingespielten Stationsteams.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Gibt es während der schulischen Ausbildung zum Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) eine Vergütung?

Ja, die Ausbildungsvergütung beträgt 0 € brutto/Monat über die Ausbildungsjahre.

Mit welchem Gehalt kann man als Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach der Ausbildung rechnen?

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 2.850 € brutto/Monat. Öffentliche Träger zahlen oft nach Tarif, private Arbeitgeber variieren stärker.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d) über die Jahre?

Mit Berufserfahrung steigt das Gehalt auf 3.160 € brutto/Monat und bei längerer Tätigkeit auf bis zu 3.660 € brutto/Monat. Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen beschleunigen diese Entwicklung.

Welche Rolle spielen Tarifverträge für den Beruf Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Gerade im öffentlichen und kirchlichen Bereich wird häufig nach dem TVöD-P Entgeltgruppe 4/5 / ver.di Tarifverträge vergütet, was für transparente Gehaltsstrukturen und regelmäßige Stufenaufstiege sorgt.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.850 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.660 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 6.200 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Pflegefachassistentin (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem TVöD-P Entgeltgruppe 4/5 / ver.di Tarifverträge vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD-P Entgeltgruppe 4/5 / ver.di Tarifverträge), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: