Schornsteinfeger Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.750 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.170 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.750 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: II. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.920 €
4.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.170 € brutto/Monat

Industrieanlagen
5.000 €
+20%
Energieversorgung
4.800 €
+15%
Umweltschutzbehörden
4.670 €
+12%
Öffentliche Verwaltung
4.590 €
+10%
Selbstständige Kehrbezirke
4.380 €
+5%
Freie Dienstleister
4.170 €
+0%
Feuerungs- und Lüftungsanlagen-Reinigung
3.960 €
-5%
Schornsteinfegerhandwerk
3.750 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfeger prüfen und reinigen Abgasanlagen, kontrollieren Feuerstätten und dokumentieren Messergebnisse im Rahmen der vorgeschriebenen Überprüfungen. Zum Alltag gehören Terminabsprachen, die Vorbereitung von Mess- und Reinigungsgeräten sowie die Einschätzung von Betriebs- und Brandschutzrisiken vor Ort.

Gearbeitet wird überwiegend direkt beim Kunden, etwa in Ein- und Mehrfamilienhäusern, Wohnanlagen oder Gewerbeobjekten; Teile der Dokumentation laufen im Büro oder mobil. Beschäftigung findet sich beispielsweise in Schornsteinfegerbetrieben, in der Gebäudewirtschaft, im Bereich Facility Management oder in handwerksnahen Dienstleistungsunternehmen, die technische Prüf- und Wartungsleistungen bündeln.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.587 €

4.312 € – 4.950 €

+10%

Frankfurt am Main

4.504 €

4.234 € – 4.860 €

+8%

Stuttgart

4.379 €

4.116 € – 4.725 €

+5%

Düsseldorf

4.379 €

4.116 € – 4.725 €

+5%

Hannover

4.379 €

4.116 € – 4.725 €

+5%

Essen

4.337 €

4.077 € – 4.680 €

+4%

Hamburg

4.295 €

4.038 € – 4.635 €

+3%

Dortmund

4.295 €

4.038 € – 4.635 €

+3%

Bremen

4.253 €

3.998 € – 4.590 €

+2%

Köln

4.212 €

3.959 € – 4.545 €

+1%

Nürnberg

4.212 €

3.959 € – 4.545 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

4.170 €

3.920 € – 4.500 €

±0%

Berlin

4.087 €

3.842 € – 4.410 €

-2%

Leipzig

3.962 €

3.724 € – 4.275 €

-5%

Dresden

3.962 €

3.724 € – 4.275 €

-5%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich Unterschiede, weil Auftragsdichte, Wirtschaftskraft und Lebenshaltungskosten nicht überall gleich sind. In Stadtstaaten und wirtschaftsstarken süddeutschen Regionen liegen die Verdienstmöglichkeiten häufig höher als in strukturschwächeren, ländlich geprägten Gebieten.

Auch der Anteil größerer Betriebe und die Verbreitung tarifnaher Strukturen wirken sich auf das Lohnniveau aus und verstärken regionale Abstände.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in das Schornsteinfegerhandwerk

Der Zugang zur Tätigkeit als Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung im Bereich Dienstleistungen. Betriebe erwarten häufig einen Schulabschluss und nachvollziehbare Grundkenntnisse in Mathematik und Technik, wobei die konkrete Auswahlpraxis je nach Betrieb und Region variiert. Im Bewerbungsprozess spielen neben Zeugnissen oft auch Praktika, ein belastbarer Eindruck im Gespräch sowie die Bereitschaft zu Außenterminen eine Rolle.

Praxisbezug während der Lehrzeit

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet die Arbeit im Ausbildungsbetrieb mit Phasen in der Berufsschule. In der Praxis stehen typische Tätigkeiten wie die Überprüfung von Abgasanlagen, das Beurteilen von Feuerungsanlagen, das Erkennen sicherheitsrelevanter Mängel sowie Kundenkontakt und Dokumentation im Vordergrund. Da viele Einsätze auf Leitern, Dächern oder in engen Bereichen stattfinden, prägen Arbeitssicherheit, umsichtiges Verhalten und körperliche Belastbarkeit den Ausbildungsalltag.

Abschlussprüfung nach der Handwerksordnung

Der Ausbildungsabschluss erfolgt über die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer des jeweiligen Bezirks. Maßgeblich ist dabei die Handwerksordnung (HwO) als Rechtsgrundlage. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung der Ausbildungszeit in Betracht kommen, etwa bei passenden schulischen oder beruflichen Vorleistungen; in der Praxis hängt dies von Betrieb, Berufsschule und den formalen Regelungen im Kammerbezirk ab.

Präzision im täglichen Arbeitseinsatz

Für die Tätigkeit werden neben technischem Verständnis vor allem Zuverlässigkeit, sorgfältiges Arbeiten und ein sicherer Umgang mit Regeln und Messwerten erwartet. Hilfreich sind außerdem Kommunikationsfähigkeit für kurze Erklärungen vor Ort sowie ein ruhiger Umgang mit wechselnden Situationen, etwa bei Termindruck oder schwierigen Zugängen. Farbenunterscheidung und eine stabile körperliche Konstitution können je nach Einsatzprofil zusätzlich relevant sein.

Aufstieg zur betrieblichen Leitung

Nach der Ausbildung werden im Handwerkskammer-System häufig Aufstiegsfortbildungen genutzt, insbesondere die Qualifikation als Meister/in im jeweiligen Handwerk. Ergänzend kommt der/die Betriebswirt/in des Handwerks (HwO) als betriebsbezogene Aufstiegsfortbildung in Betracht, etwa für Leitungsaufgaben oder eine spätere Betriebsführung. Fachlich nahe Spezialisierungen liegen zudem in Bereichen wie Mess- und Prüftechnik, Energieberatung im gebäudenahen Kontext oder Arbeitssicherheit, soweit sie im betrieblichen Einsatzfeld des Schornsteinfegerhandwerks verankert sind.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Schornsteinfeger

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.080 €
2. Lehrjahr
1.200 €
3. Lehrjahr
1.450 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.450 € brutto/Monat

Großkonzern
1.667 €
+15%
Großunternehmen
1.595 €
+10%
Mittelstand
1.450 €
+0%
Kleinunternehmen
1.276 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Schornsteinfeger

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
gering
Digitale AbgasmessgeräteSoftware zur Feuerstättenbescheid- und KehrbuchverwaltungEnergieberatungs-Software (z.B. zur Erstellung von Energieausweisen)Mobile Dokumentations-AppsDatenübertragung und -auswertung von Heizungsanlagen

Quelle: Tarifvertrag NRW Schornsteinfeger/Feuerungs- und Ofenbau 2024/2025. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Einstieg über den Ausbildungsbetrieb

Der Zugang zum Beruf Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) läuft typischerweise über die duale Ausbildung im Handwerk. Ausbildungsbetriebe wählen meist über klassische Bewerbungsunterlagen und ein persönliches Gespräch aus; in der Praxis zählt neben einem nachvollziehbaren Interesse am Handwerk auch, ob der Alltag im Außendienst und auf Dächern realistisch eingeschätzt wird. Als Schulabschluss wird häufig ein Haupt- oder Realschulabschluss erwartet, dazu kommen grundlegendes technisches Verständnis, Sorgfalt und ein sicherer Umgang mit Kundschaft im direkten Kontakt.

Lerninhalte im dualen System

Die Ausbildung ist als duale Ausbildung (Handwerk) organisiert und dauert 3 Jahre. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab; im Betrieb stehen Messungen, Kehr- und Überprüfungsarbeiten sowie Dokumentation im Vordergrund, in der Schule Grundlagen zu Feuerungs- und Abgasanlagen, Arbeitssicherheit und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Prüfung erfolgt vor der Handwerkskammer als Gesellenprüfung auf Grundlage der Handwerksordnung (HwO); ergänzend wirkt das BBiG als allgemeiner Rahmen der Berufsausbildung. Die Ausbildung ist vergütet, häufig mit tariflicher Orientierung, wobei eine Tarifbindung je nach Betrieb und Branche eine Rolle spielen kann.

Erste Schritte als Geselle

Nach dem Abschluss beginnen viele in einer Gesellenstelle, teils in kleineren Handwerksbetrieben, teils in größeren Organisationen mit klarer Einsatzplanung. Das Einstiegsgehalt bewegt sich im Durchschnitt in einer Spanne von 3.580 € bis 3.920 € brutto/Monat, ein typischer Wert liegt bei 3.750 € brutto/Monat. In den ersten Monaten prägen vor allem Tourenplanung, sichere Arbeitsabläufe, Kundenkommunikation und die saubere Erfassung von Messergebnissen den Arbeitsalltag; je nach Kehrbezirk kommen unterschiedlich viele Anlagenarten und Termine zusammen.

Übernahme von komplexen Prüfaufgaben

Mit wachsender Routine verschiebt sich der Schwerpunkt häufig in Richtung selbstständigerer Einsatzgestaltung und komplexerer Prüf- und Messaufgaben. Weiterentwicklungen sind im Handwerk verbreitet, etwa über Zusatzqualifikationen oder den Weg in verantwortungsvollere Funktionen im Betrieb; je nach Rolle ändern sich Aufgabenmix, Einsatzgebiet und organisatorische Verantwortung spürbar. Konkrete Gehaltsaussagen für solche Weiterentwicklungen sind stark von Region, Unternehmensgröße und Zuständigkeitsumfang abhängig und lassen sich nur als Orientierung einordnen.

Arbeitsalltag im saisonalen Rhythmus

Für den Berufseinstieg ist außerdem relevant, dass körperliche Belastbarkeit und umsichtiges Arbeiten im Höhenbereich zum Berufsbild gehören. Arbeitszeiten orientieren sich häufig an Kundenfenstern und Touren, wodurch sich Tagesabläufe je nach Saison und Terminlage verschieben können. Wie stark sich Tarifverträge, Zuschläge oder betriebliche Regelungen auswirken, hängt vom jeweiligen Arbeitgeber und dem regionalen Marktumfeld ab.

Berufliche Entwicklungsoptionen Schornsteinfeger

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Installation, Wartung und Instandhaltung von Heizungs-, Sanitär- und Klimatechnik in Wohn- und Gewerbegebäuden.

Gehalt:
2.800: 3.800 € brutto/Monat
Ähnliche Arbeit an Gebäuden, technisches Verständnis, Prüfroutinen und Dokumentation mit Kundenkontakt.
Mittlerer Aufwand

Montage und Service von Kälte- und Klimaanlagen inklusive Messungen, Dichtheitsprüfungen und Fehlerdiagnose.

Gehalt:
3.200: 4.300 € brutto/Monat
Schnittmenge bei Wärmeerzeugern, Abgasanlagen, Störungserkennung und Serviceeinsätzen vor Ort.

Fachkraft für Brandschutz (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Hoher Aufwand

Durchführung von Brandschutzkontrollen, Prüfung organisatorischer und technischer Maßnahmen sowie Begleitung von Begehungen.

Gehalt:
3.300: 4.600 € brutto/Monat
Überlappung bei Brandschutz-Logik, Begehungen, Funktionsprüfungen und Protokollierung im Gebäude.

Dachdecker (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Eindeckung, Abdichtung und Instandhaltung von Dächern und Dachaufbauten inklusive Anschlussdetails und Reparaturen.

Gehalt:
3.000: 4.100 € brutto/Monat
Verwandte Bau- und Ausbautätigkeiten mit hoher Sicherheitsorientierung und Arbeiten in Höhen bzw. an Dachflächen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Schornsteinfegergeselle (Berufseinstieg)

Gehalt:
3.580: 3.920 € brutto/Monat

Einsatz im Tagesgeschäft mit Kehr- und Überprüfungsarbeiten sowie erster Dokumentation im Rahmen der betrieblichen Abläufe.

Duale Ausbildung (Handwerk) mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer nach Handwerksordnung (HwO).

Stufe 2:Schornsteinfeger (Fachkraft nach Berufserfahrung)

Gehalt:
3.920: 4.500 € brutto/Monat

Eigenständige Betreuung eines festen Arbeitsgebiets mit abgestimmter Terminplanung, Kundenkontakt und systematischer Mängelrückmeldung im Rahmen der hoheitlichen und freien Tätigkeiten.

Mehrjährige Berufserfahrung; je nach Betrieb tarifliche Eingruppierung (Tarifbindung branchenabhängig).

Stufe 3:Erfahrene Fachkraft / Senior-Schornsteinfeger

Gehalt:
4.500: 5.000 € brutto/Monat

Übernahme komplexerer Fälle, Unterstützung bei Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen sowie Qualitäts- und Prozesssicherung im laufenden Betrieb.

Mehrjährige Berufserfahrung; erweiterte Aufgabenanteile im Betrieb, häufig kombiniert mit zusätzlichen internen Verantwortlichkeiten.

Stufe 4:Vorarbeiter / Teamleitung (Schornsteinfegerhandwerk)

Gehalt:
5.420: 6.250 € brutto/Monat

Koordination kleiner Teams, Abstimmung von Einsatzplänen und Schnittstelle zwischen Außendienst, Büroorganisation und Betriebsleitung.

Langjährige Berufserfahrung; nachweisbare Führungspraxis bzw. übertragene Personal- und Organisationsverantwortung; tarifliche Regelungen je nach Betrieb möglich.

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Abgas- und Feuerstättentechnik (Spezialisierung)

installierend-versorgend

Vertiefung in Beurteilung, Prüfung und Behebung typischer Probleme rund um Abgasführung, Querschnitt, Verbrennungsluft und Anlagenzusammenspiel.

Gehalt:
4.000: 4.520 € brutto/Monat
Betriebliche Zusatzqualifikationen und herstellerspezifische Schulungen; erweiterte Praxis in Fehleranalyse und Dokumentation.

Schornsteinsanierung & Innenrohrsysteme (Spezialisierung)

sanierend-erhaltend

Planungsvorbereitung und Ausführung naher Tätigkeiten an Bestandsanlagen, z. B. Bewertung von Schäden, Auswahl geeigneter Sanierungslösungen und Qualitätskontrolle.

Gehalt:
4.120: 4.700 € brutto/Monat
Produktsystem-Schulungen (z. B. Edelstahl-/Keramiksysteme), Arbeitssicherheit und vertiefte Praxis in Bestandsbewertung.

Arbeitsvorbereitung & Einsatzplanung (Spezialisierung)

projektsteuernd

Touren- und Terminlogik, Kapazitätsplanung, Rücklaufkontrolle von Dokumentationen sowie Abstimmung mit Innendienstprozessen.

Gehalt:
4.300: 4.900 € brutto/Monat
Betriebsinterne Prozess- und Softwareeinweisung; erweiterte Verantwortung für Planung und Nachverfolgung.

Mess- und Überprüfungstechnik (Spezialisierung)

sanierend-erhaltend

Sicherer Umgang mit Messverfahren, Plausibilitätsprüfung von Messwerten und erhöhte Verantwortung bei der Bewertung auffälliger Befunde.

Gehalt:
4.220: 4.820 € brutto/Monat
Geräte- und Verfahrensschulungen, dokumentationssichere Arbeitsweise, vertiefte Praxis in Bewertung von Abweichungen.

Kundenberatung zu Heizungsbetrieb & Anlagenzustand (Spezialisierung)

installierend-versorgend

Kommunikation und nachvollziehbare Einordnung von Anlagenzuständen, Mängelhinweisen und Wartungsbedarfen im Kundengespräch.

Gehalt:
3.920: 4.400 € brutto/Monat
Kommunikations- und Produktschulungen; gefestigte Routine in Befunddokumentation und Gesprächsführung im Arbeitskontext.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.796 €
Großunternehmen
4.587 €
Mittelstand
4.170 €
Kleinunternehmen
3.670 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.170 € brutto/Monat

Industrieanlagen
5.004 €
+20%
Energieversorgung
4.796 €
+15%
Umweltschutzbehörden
4.670 €
+12%
Öffentliche Verwaltung
4.587 €
+10%
Selbstständige Kehrbezirke
4.379 €
+5%
Freie Dienstleister
4.170 €
+0%
Feuerungs- und Lüftungsanlagen-Reinigung
3.962 €
-5%
Schornsteinfegerhandwerk
3.753 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Schornsteinfeger

Mit wachsender Routine in Messungen, Überprüfung von Feuerstätten und Dokumentation entwickelt sich das Einkommen im Schornsteinfegerhandwerk schrittweise. Nach der dualen Ausbildung und der Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer steigen Verantwortung und Ertrag vor allem über sichere Arbeitsabläufe, Kundenkommunikation und den Umgang mit digitalen Abgasmessgeräten. Üblich sind zudem Softwarelösungen für Feuerstättenbescheid- und Kehrbuchverwaltung sowie mobile Dokumentations-Apps. Das Automatisierungsrisiko gilt als niedrig; der KI-Einfluss bleibt gering, während Digitalkompetenzen in Verwaltung, Auswertung und Datenübertragung an Bedeutung gewinnen.

1. Jahr3.750 €
Berufseinstieg (Geselle/Gesellin), Einarbeitung

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.880 €
Berufseinstieg, zunehmend selbstständig

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr4.010 €
Berufliche Festigung, mehr Verantwortung im Tagesgeschäft

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr4.090 €
Berufliche Festigung, sichere Abläufe und Dokumentation

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.170 €
Berufliche Festigung, Routine in Mess- und Prüfaufgaben

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.360 €
Erfahrene Fachkraft, breiteres Einsatzspektrum

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.550 €
Erfahrene Fachkraft, Spezialisierung (z. B. Mess- und Auswertungsprozesse)

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.750 €
Erfahrene Fachkraft, hohe Selbstständigkeit und Kundenkontakt

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.840 €
Erfahrene Fachkraft, ggf. operative Koordination im Betrieb

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.930 €
Erfahrene Fachkraft, stabile Verantwortung; optional mit Leitungsaufgaben (Meisterprüfung als Voraussetzung)

Duale Ausbildung (Handwerk), Gesellenprüfung (Handwerkskammer), Rechtsgrundlage: HwO (Handwerksordnung); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: II. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Berufseinstieg liegt das typische Bruttogehalt bei 3.750 € pro Monat; je nach Ausgangslage bewegt sich der Rahmen zwischen 3.580 € und 3.920 €. Mit zunehmender Routine und einem stabilen Kunden- und Objektbestand wird häufig nach festgelegten Stufen oder über betriebliche Anpassungen nachvergütet.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung liegen die Monatsgehälter typischerweise bei 4.170 € brutto. Als erfahrene Fachkraft werden häufig etwa 4.750 € brutto pro Monat erreicht, besonders wenn eigenständige Prüf- und Dokumentationsverantwortung sowie komplexere Einsätze hinzukommen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, weil Entgeltstufen, Verantwortungsumfang und die eigenständige Einsatzplanung mit der Zeit typischerweise zunehmen.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk oder Fortbildungen für Mess- und Prüftechnik können höherwertige Aufgaben, mehr Verantwortung und damit bessere Eingruppierungen ermöglichen.
  • 3
    Tarifbindung oder tarifnahe Vergütung sorgt häufig für klarere Stufen und Zuschläge, während außertarifliche Betriebe stärker nach Auftragssituation und internen Regeln vergüten.
  • 4
    Betriebsgröße und Organisationsgrad spielen mit hinein: Größere Einheiten haben oft mehr Spezialisierung, geregelte Bereitschaften und standardisierte Prozesse, was sich im Entgelt abbilden kann.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf Abgas- und Emissionsmessungen, Feuerstättenschau, Lüftungs- und Abgassysteme in Gewerbeobjekten oder komplexe Anlagen in Mehrfamilienhäusern, erhöhen häufig den Wert der Tätigkeit.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Schornsteinfegerinnen und Schornsteinfegern wirkt in vielen Regionen stabil, weil sicherheitsrelevante Prüfungen, Messungen und Dokumentationspflichten regelmäßig anfallen. Gleichzeitig verschieben sich Einsatzschwerpunkte, wenn sich Heiztechnik und Gebäudestandards verändern.

Digitalere Termin- und Datenprozesse, strengere Anforderungen an Mess- und Nachweisführung sowie die Vielfalt moderner Anlagen prägen den Arbeitsalltag stärker. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen vor allem dort, wo Betriebe altersbedingt nachbesetzen und verlässlich planbare Prüf- und Wartungsaufträge anstehen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.080 € auf 1.450 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.080 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.200 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.450 € brutto. Diese Beträge orientieren sich am Tarifvertrag NRW Schornsteinfeger/Feuerungs- und Ofenbau 2024/2025.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.750 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Wer Verantwortung übernimmt und sich fachlich weiterentwickelt, kann sein Gehalt deutlich steigern. Das Spektrum reicht vom Einstieg bei 3.750 € brutto/Monat bis hin zu 4.750 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte – bei Leitungsfunktionen mitunter auch darüber.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem II vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Schornsteinfegerhandwerk, Feuerungs- und Lüftungsanlagen-Reinigung, Selbstständige Kehrbezirke, Freie Dienstleister, Öffentliche Verwaltung oder Umweltschutzbehörden. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Schornsteinfeger (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, weil Entgeltstufen, Verantwortungsumfang und die eigenständige Einsatzplanung mit der Zeit typischerweise zunehmen. sowie Zusatzqualifikationen wie die Meisterprüfung im Schornsteinfegerhandwerk oder Fortbildungen für Mess- und Prüftechnik können höherwertige Aufgaben, mehr Verantwortung und damit bessere Eingruppierungen ermöglichen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. II), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: