Textil- und Modenäher Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Textil- und Modenäher Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Kurzüberblick: Textil- und Modenäher (m/w/d) Gehalt 2026Textil- und Modenäher (m/w/d) Gehalt 2026
∅ Einstiegsgehalt
(0–2 Jahre)
2.100 €
brutto / Monat
Median-Gehalt
(Fachkraft, 3–5 Jahre)
2.550 €
brutto / Monat
Senior-Gehalt
(5+ Jahre)
2.850 €
brutto / Monat
Top-Regionen
München · Frankfurt am Main · Düsseldorf
Arbeitsmarkt
Niedrige Nachfrage
Tarifliche Grundlage: Keine spezifischen Tarifgruppen in den Quellen dokumentiert. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)
Kurzbeschreibung Textil- und Modenäher (m/w/d)
Textil- und Modenäher fertigen Kleidungsstücke und textile Produkte nach Schnitt- und Arbeitsunterlagen. Im Alltag gehören Zuschnitt vorbereiten, Nähte setzen, Reißverschlüsse und Knöpfe einsetzen, Kanten versäubern sowie Anproben und kleinere Änderungen dazu, häufig an Industrie- und Spezialnähmaschinen.
Gearbeitet wird meist in Produktionsbereichen, Ateliers oder Änderungswerkstätten, teils auch in Musterabteilungen mit enger Abstimmung zu Design und Arbeitsvorbereitung. Beschäftigung findet sich beispielsweise in der Bekleidungs- und Textilindustrie, bei Maßschneidereien und Änderungsdiensten, in Kostümabteilungen wie etwa bei Theater und Film oder in Betrieben, die technische Textilien und Heimtextilien verarbeiten.
Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten
Gehaltsspannen für Textil- und Modenäher (m/w/d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.
München
2.805 €
2.640 € – 2.970 €
Frankfurt am Main
2.754 €
2.592 € – 2.916 €
Düsseldorf
2.729 €
2.568 € – 2.889 €
Stuttgart
2.678 €
2.520 € – 2.835 €
Hamburg
2.678 €
2.520 € – 2.835 €
Köln
2.627 €
2.472 € – 2.781 €
Nürnberg
2.576 €
2.424 € – 2.727 €
Deutschland (Durchschnitt)
2.550 €
2.400 € – 2.700 €
Hannover
2.550 €
2.400 € – 2.700 €
Essen
2.525 €
2.376 € – 2.673 €
Dortmund
2.499 €
2.352 € – 2.646 €
Bremen
2.474 €
2.328 € – 2.619 €
Berlin
2.423 €
2.280 € – 2.565 €
Leipzig
2.295 €
2.160 € – 2.430 €
Dresden
2.295 €
2.160 € – 2.430 €
| Stadt | Min | Median | Max | Faktor |
|---|---|---|---|---|
München | 2.640 € | 2.805 € | 2.970 € | +10% |
Frankfurt am Main | 2.592 € | 2.754 € | 2.916 € | +8% |
Düsseldorf | 2.568 € | 2.729 € | 2.889 € | +7% |
Stuttgart | 2.520 € | 2.678 € | 2.835 € | +5% |
Hamburg | 2.520 € | 2.678 € | 2.835 € | +5% |
Köln | 2.472 € | 2.627 € | 2.781 € | +3% |
Nürnberg | 2.424 € | 2.576 € | 2.727 € | +1% |
Deutschland (Durchschnitt) | 2.400 € | 2.550 € | 2.700 € | ±0% |
Hannover | 2.400 € | 2.550 € | 2.700 € | ±0% |
Essen | 2.376 € | 2.525 € | 2.673 € | -1% |
Dortmund | 2.352 € | 2.499 € | 2.646 € | -2% |
Bremen | 2.328 € | 2.474 € | 2.619 € | -3% |
Berlin | 2.280 € | 2.423 € | 2.565 € | -5% |
Leipzig | 2.160 € | 2.295 € | 2.430 € | -10% |
Dresden | 2.160 € | 2.295 € | 2.430 € | -10% |
Regionale Einschätzung
Regionale Unterschiede beim Einkommen zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und strukturschwächeren Regionen. In Süddeutschland und in einigen westdeutschen Metropolräumen liegen Gehälter im Schnitt öfter höher als in Teilen Ostdeutschlands.
Einfluss haben vor allem unterschiedliche Lebenshaltungskosten, die Dichte größerer Betriebe sowie die regionale Tarif- und Branchenstruktur.
Zugang zur Tätigkeit
Duale Ausbildung im Dienstleistungsumfeld
Der Zugang zur Tätigkeit als Textil- und Modenäher (m/w/d) erfolgt in der Regel über eine duale Berufsausbildung im Dienstleistungsumfeld, die betriebliche Praxis mit Unterricht an der Berufsschule verbindet. Ein bestimmter Schulabschluss ist formal meist nicht zwingend vorgeschrieben; in der Praxis orientiert sich die Auswahl häufig an einem belastbaren Grundniveau in Deutsch und Mathematik, weil Arbeitsanweisungen, Maßtabellen und Materialangaben sicher verstanden werden müssen.
Fokus auf industrielle Textilverarbeitung
Die Ausbildung ist auf die industrielle und handwerklich geprägte Verarbeitung von Textilien ausgerichtet. Typische Inhalte sind das Zuschneiden und Vorbereiten von Materialien, das Bedienen und Einrichten von Nähmaschinen sowie das Zusammensetzen von Einzelteilen nach Vorgaben, Schnitt- und Arbeitsplänen. Hinzu kommen Qualitätskontrollen, einfache Instandhaltungsschritte an Maschinen und der sichere Umgang mit unterschiedlichen Stoffarten, Garnen und Einlagen. Je nach Betrieb rücken Serienfertigung, Änderungsarbeiten oder die Verarbeitung spezieller Materialien stärker in den Vordergrund.
Handwerkliches Geschick und Belastbarkeit
Voraussetzungen ergeben sich neben der formalen Schulbildung vor allem aus den Arbeitsbedingungen: Gefragt sind handwerkliches Geschick, Sorgfalt und ein gutes Auge für Nahtbild, Passform und Materialverhalten. Wichtig sind außerdem Ausdauer für wiederholende Arbeitsschritte, feinmotorische Fähigkeiten sowie ein verlässlicher Umgang mit Zeit- und Qualitätsvorgaben. Je nach Einsatzbereich spielen Steh- oder Sitzbelastungen, Staub- und Lärmbelastung sowie das Arbeiten im Takt von Produktionsabläufen eine Rolle.
Alternative Wege zur Qualifizierung
Ergänzend zur dualen Ausbildung kommen alternative Zugänge vor, etwa über eine einschlägige berufliche Vorqualifikation, betriebliche Anlernung in spezialisierten Nähbereichen oder über den Quereinstieg mit nachweisbarer Praxis in der Textilverarbeitung. Für die berufliche Weiterentwicklung sind fachnahe Spezialisierungen üblich, zum Beispiel in Qualitätsprüfung, Muster- und Prototypenfertigung, Maschinennähen an Spezialautomaten oder in materialbezogenen Schwerpunkten wie technischen Textilien. Auch weiterführende Qualifikationen innerhalb der textilen Fertigung und Arbeitsvorbereitung können den Einsatzbereich erweitern, bleiben jedoch eng an die textile Produktion und Verarbeitung angebunden.
Beruflicher Einstieg
Duale Ausbildung (2 Jahre)Zertifiziert
Für die Tätigkeit als Textil- und Modenäher wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: duale Ausbildung (2 Jahre).
Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Textil- und Modenäher
Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.
Ausbildung & Berufseinstieg
Kombination aus Theorie und Praxis
Der Regelzugang in den Beruf führt über eine duale Ausbildung nach BBiG oder (je nach Betrieb) nach HwO. Als offizielle Ausbildungsbezeichnung wird häufig Textil- und Modenäher/in verwendet; die Ausbildung ist vergütet und verbindet Berufsschule mit Praxis im Betrieb. Typische Lernstationen liegen in der Verarbeitung von Stoffen und Materialien, dem Einrichten und Bedienen von Nähmaschinen sowie dem sauberen Ausführen von Nähten, Säumen und Verschlüssen. Im Verlauf kommen Qualitätskontrollen, das Arbeiten nach Schnitt- und Arbeitsplänen sowie einfache Anpassungen und Ausbesserungen hinzu.
Produktionsnaher Alltag nach Ausbildungsende
Beim Berufseinstieg zeigt sich der Arbeitsalltag oft direkt produktionsnah: Zuschnittvorbereitung, Nähen in Serien- oder Kleinserienfertigung, Zwischenbügeln, Prüfen von Maßen und Nähten sowie das Dokumentieren von Fehlerbildern. Das Einstiegsgehalt liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 2.100 € brutto pro Monat; je nach tariflicher Eingruppierung sind 2.000 € bis 2.200 € brutto pro Monat als Rahmen üblich. In der Praxis wirken sich Branche, Betriebsgröße, Schichtsysteme und der Grad an Spezialisierung (etwa auf Damen-, Herren- oder Arbeitsbekleidung) spürbar auf die Einordnung aus.
Präzision und Teamarbeit im Betrieb
Für einen stabilen Start zählen neben handwerklicher Sorgfalt vor allem Ausdauer, ein gutes Auge für Details und sauberes Arbeiten unter Zeitvorgaben. Hilfreich sind Grundkenntnisse zu Materialien, Dehnungsverhalten und Nahtarten, ebenso ein sicherer Umgang mit Maschinen und Werkzeugen. Im Team ist Abstimmung wichtig, weil Arbeitsschritte häufig aufeinander aufbauen und Qualitätssicherung oder Endkontrolle an vorherige Nähte anschließen.
Einsatzbereiche in der Konfektion
Typische Einstiegspositionen liegen in der Näherei, Muster- oder Änderungsabteilung, in der Qualitätsprüfung oder in vorbereitenden Bereichen der Konfektion. Erste Entwicklungsschritte ergeben sich oft über die Übernahme anspruchsvollerer Arbeitsgänge, die Einarbeitung an Spezialmaschinen oder die Spezialisierung auf bestimmte Verarbeitungstechniken. Je nach Betrieb kann später auch eine Weiterqualifizierung in Richtung Industriemeister/in Textil, Techniker/in oder Schnitttechnik eine Rolle spielen; dafür gelten dann eigene Gehaltslogiken und abweichende Orientierungswerte.
Einflussfaktoren der betrieblichen Vergütung
Gehälter werden nach Branchentarifverträgen üblich gruppiert, wobei Tätigkeitsmerkmale wie Verantwortungsumfang, Maschinen- und Materialkomplexität oder Prüfanteile die Eingruppierung mitprägen. Gleichzeitig gibt es Betriebe ohne Tarifbindung, in denen Entgeltstrukturen stärker betrieblich geregelt sind. Abweichungen vom Durchschnitt sind damit möglich, ohne dass sich daraus eine allgemeingültige Erwartung für einzelne Stellen ableiten lässt.
Berufliche Entwicklungsoptionen Textil- und Modenäher
Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:
Polster- und Dekorationsnäher (m/w/d)
Fertigt und montiert textile Komponenten für Polstermöbel, Matratzen oder Innenausstattungen inklusive robuster Nähte und Materialkombinationen.
Produktionsfachkraft Textil (m/w/d)
Bedient und überwacht Maschinen und Produktionslinien in der Textilherstellung, inklusive Qualitätskontrollen und Materialfluss.
Änderungsschneider (m/w/d)
Passt Kleidung durch Abstecken, Kürzen und Umarbeiten an und führt kundenbezogene Änderungsarbeiten fachgerecht aus.
Segelmacher (m/w/d)
Stellt Segel, Persenninge oder Planen her und repariert diese, häufig mit schweren Materialien und speziellen Nähtechniken.
Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:
Stufe 1:Textil- und Modenäher (m/w/d): Einstieg
Einstieg in die industrielle oder handwerkliche Fertigung mit grundlegenden Näh-, Zuschneide- und Qualitätsaufgaben nach Vorgaben.
Stufe 2:Textil- und Modenäher (m/w/d): Fachkraft (nach einigen Jahren Berufserfahrung)
Sicheres Bearbeiten unterschiedlicher Materialien und Arbeitsgänge, häufig mit erhöhter Verantwortung für Termin- und Qualitätsziele im eigenen Arbeitsbereich.
Stufe 3:Textil- und Modenäher (m/w/d): erfahrene Fachkraft
Bearbeitung komplexerer Modelle und anspruchsvoller Materialien, häufig mit Anleitung neuer Mitarbeitender oder Unterstützung bei der Prozessstabilisierung.
Stufe 4:Teamleitung Näherei / Vorarbeiter (m/w/d)
Koordination der Arbeitsverteilung, Abstimmung mit Schnitt, Zuschnitt und Qualitätsprüfung sowie Einarbeitung und Anleitung im Team.
Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:
Qualitätssicherung in der Konfektion
Prüfen von Nähten, Maßen und Verarbeitung, Fehleranalyse sowie Rückmeldung an Fertigung und ggf. Musterbereich.
Arbeitsvorbereitung (Näherei/Produktion)
Unterstützung bei Ablaufplanung, Materialbereitstellung, Stücklisten- und Arbeitsplanbezug sowie Schnittstellen zur Fertigung.
Spezialisierung auf Spezialmaschinen (z.B. Overlock, Coverlock, Doppelsteppstich)
Rüsten, Einstellen und prozesssicheres Nähen an Spezialmaschinen, häufig bei schwierigen Material- und Nahtbildern.
Verarbeitung anspruchsvoller Materialien (Leder, technische Textilien, Stretch/Performance-Stoffe)
Materialgerechte Verarbeitung mit angepassten Nähten, Einlagen, Verstärkungen und Nahtabdichtungen je nach Einsatzbereich.
Muster- und Prototypennähen
Nähen von Erstmusterteilen nach Vorgaben, Rückmeldung zu Verarbeitbarkeit und Passform sowie Mitwirkung an Anpassungen im Musterprozess.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Gehalt nach Branche
Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.550 € brutto/Monat
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Textil- und Modenäher
Mit wachsender Routine an Näh- und Verarbeitungsstationen entwickelt sich das Einkommen meist schrittweise: vom Einstieg um 2.100 € brutto im Monat bis in Richtung 2.850 € als erfahrene Fachkraft. Der Spielraum hängt häufig von Tarifgruppen, Produktkomplexität und Qualitätsverantwortung ab. Beruflich rücken mit der Zeit Taktarbeit, Materialverständnis und sichere Verarbeitung anspruchsvoller Teile stärker in den Fokus. In vielen Betrieben verändern CNC- und computergesteuerte Industrienähmaschinen, CAD-Schnittsysteme sowie PPS/MES die Abläufe; gefragt sind Grundkenntnisse in Maschinensteuerung, digitale Qualitätsdokumentation und Auftragsverfolgung per Scanner.
| Berufsjahr | Ausbildung / Qualifikation | Karrierelevel | Ø Bruttogehalt / Monat (€) |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr | Einarbeitung nach beruflicher Qualifikation; Grundlagen an Industrie-Nähmaschinen; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 2.100 € |
| 2. Jahr | Mehr Sicherheit in Verarbeitungsschritten; erste Qualitätskontrollen; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg | 2.160 € |
| 3. Jahr | Routinen in Serienfertigung; Umgang mit BDE/Warenwirtschaft im Ablauf; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 2.250 € |
| 4. Jahr | Komplexere Nähfolgen, Materialwechsel; dokumentierte Qualitätsprüfungen; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 2.370 € |
| 5. Jahr | Stabile Leistung, geringe Fehlerquote; ggf. Zusatzaufgaben in der Fertigungssteuerung; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 2.550 € |
| 6. Jahr | Spezialisierung (z. B. anspruchsvolle Verarbeitung, Stick-/Sondermaschinen); Scanner-gestützte Auftragsverfolgung; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 2.650 € |
| 7. Jahr | Vertiefung an computergesteuerten Maschinen; qualitätsrelevante Dokumentation im System; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 2.740 € |
| 8. Jahr | Breiter einsetzbar (Linienwechsel, Material- und Modellvarianten); ggf. CAD-Schnitttechnik als Weiterbildung (Grundlagen); fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 2.850 € |
| 9. Jahr | Sehr hohe Prozesssicherheit; Schnittstellen zu PPS/MES und Fertigungsplanung im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrene Fachkraft | 2.950 € |
| 10. Jahr | Optional: koordinierende Aufgaben (z. B. Einarbeitung, Linienabstimmung) in größeren Betrieben; fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle | 3.080 € |
Einarbeitung nach beruflicher Qualifikation; Grundlagen an Industrie-Nähmaschinen; fortschreitende Qualifizierung
Mehr Sicherheit in Verarbeitungsschritten; erste Qualitätskontrollen; fortschreitende Qualifizierung
Routinen in Serienfertigung; Umgang mit BDE/Warenwirtschaft im Ablauf; fortschreitende Qualifizierung
Komplexere Nähfolgen, Materialwechsel; dokumentierte Qualitätsprüfungen; fortschreitende Qualifizierung
Stabile Leistung, geringe Fehlerquote; ggf. Zusatzaufgaben in der Fertigungssteuerung; fortschreitende Qualifizierung
Spezialisierung (z. B. anspruchsvolle Verarbeitung, Stick-/Sondermaschinen); Scanner-gestützte Auftragsverfolgung; fortschreitende Qualifizierung
Vertiefung an computergesteuerten Maschinen; qualitätsrelevante Dokumentation im System; fortschreitende Qualifizierung
Breiter einsetzbar (Linienwechsel, Material- und Modellvarianten); ggf. CAD-Schnitttechnik als Weiterbildung (Grundlagen); fortschreitende Qualifizierung
Sehr hohe Prozesssicherheit; Schnittstellen zu PPS/MES und Fertigungsplanung im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung
Optional: koordinierende Aufgaben (z. B. Einarbeitung, Linienabstimmung) in größeren Betrieben; fortschreitende Qualifizierung
Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.
Tarifliche Grundlage: Keine spezifischen Tarifgruppen in den Quellen dokumentiert. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.
Gehaltsanalyse
Zum Berufseinstieg liegen typische Monatsgehälter bei etwa 2.100 € brutto, je nach Betrieb auch zwischen 2.000 € und 2.200 €. Mit wachsender Routine, sicherer Maschinenbeherrschung und häufig auch über tarifliche Stufen steigt das Einkommen nach einigen Jahren spürbar.
Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt etwa 2.550 € brutto pro Monat erreicht. Als erfahrene Fachkraft bewegt sich das Niveau häufig um 2.850 € brutto monatlich, wenn komplexere Näh- und Verarbeitungsschritte, Qualitätssicherung oder die Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen dazukommen.
Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung
- 1Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich häufig direkt aus, etwa über höhere Eingruppierungen, Routine an Spezialmaschinen und die Übernahme anspruchsvollerer Arbeitsschritte.
- 2Spezialisierungen wie Muster- und Prototypennähen, Verarbeitung von Leder oder technischen Textilien sowie sichere Arbeit an Overlock-, Doppelsteppstich- oder Automatenanlagen erhöhen die Einsatzmöglichkeiten.
- 3Zusatzqualifikationen, etwa REFA-Grundschein, Qualitätsmanagement-Schulungen (z. B. Prüf- und Dokumentationsverfahren) oder Lehrgänge zu CAD-Schnittsystemen, können Aufgaben in Arbeitsvorbereitung und Qualitätssicherung öffnen.
- 4Tarifbindung und klare Entgeltgruppen führen oft zu planbaren Stufen; außerhalb von Tarifverträgen hängt die Entwicklung stärker von betrieblicher Praxis und individueller Rolle ab.
- 5Unternehmensgröße und Organisationsgrad spielen mit: In größeren Produktionsbetrieben sind Spezialisierung, Schichtmodelle und Funktionszulagen verbreiteter als in kleinen Werkstätten.
Marktausblick
Der Arbeitsmarkt wird vielerorts von einer stabilen Nachfrage nach praxisnahen Näh- und Änderungskompetenzen getragen, besonders dort, wo kurzfristige Anpassungen, Kleinserien oder Musterteile gebraucht werden. In Teilen der industriellen Fertigung bleibt der Kostendruck ein prägender Rahmen, was die Struktur der Beschäftigung beeinflusst.
Trends wie digitalisierte Schnittkonstruktion, automatisierte Nähprozesse und höhere Qualitätsanforderungen verändern Abläufe spürbar. Einstiegschancen ergeben sich vor allem in Betrieben, die Musterfertigung, Reparatur- und Änderungsservices oder spezialisierte textile Anwendungen abdecken.
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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld
In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Textil- und Modenäher (m/w/d)?
Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 2.550 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 5.200 € brutto/Monat möglich.
Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Textil- und Modenäher (m/w/d) erwartet?
Für den Einstieg als Textil- und Modenäher (m/w/d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.
In welchen Branchen arbeitet man als Textil- und Modenäher (m/w/d)?
Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Bekleidungs- und Textilhandwerk, Schneiderei-Handwerk, Ledergewerbe, Textilindustrie, Bekleidungsindustrie oder Technische Textilien. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.
Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Textil- und Modenäher (m/w/d)?
Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 2.100 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 2.850 € brutto/Monat bis 4.600 € brutto/Monat entwickeln.
Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Textil- und Modenäher (m/w/d)?
Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.100 € brutto/Monat für Einsteiger und 2.850 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.200 € brutto/Monat möglich.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Textil- und Modenäher (m/w/d)?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem Keine spezifischen Tarifgruppen in den Quellen dokumentiert vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz
Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen
Mehr über den Autor →Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.
Datenbasis & Methodik
Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Keine spezifischen Tarifgruppen in den Quellen dokumentiert), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.
Definitionen
- Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
- Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
- Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.
Datenherkunft
- Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
- Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.
Verwendete Quellen (2)
Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.
Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)
Redaktionell geprüft am:
