Textil- und Modeschneider Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.040 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.250 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

2.750 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).

Gehaltsspanne: Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.080 €
2.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.250 € brutto/Monat

Modemarken und Designer
2.810 €
+25%
Modeindustrie
2.700 €
+20%
Bekleidungsindustrie
2.590 €
+15%
Textilindustrie
2.480 €
+10%
Theater und Kostümwerkstätten
2.480 €
+10%
Maßschneidereien
2.360 €
+5%
Öffentlicher Dienst
2.360 €
+5%
Bekleidungs- und Textilhandwerk
2.140 €
-5%
Änderungsschneidereien
2.030 €
-10%
Bekleidungshandel
2.030 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Textil- und Modeschneider fertigen Kleidungsstücke und textile Produkte von der Schnittvorlage bis zur Endkontrolle. Im Arbeitsalltag gehören Zuschneiden, Heften, Nähen, Bügeln und das saubere Versäubern von Kanten dazu, ebenso das Anpassen an Maßtabellen oder individuelle Vorgaben sowie kleinere Änderungen und Reparaturen. Häufig werden Materialien nach Eigenschaften ausgewählt, Arbeitsschritte dokumentiert und Passformen an Probeteilen geprüft.

Gearbeitet wird je nach Betrieb in Nähateliers und Werkstätten, teils auch in Produktionsräumen mit industriellen Näh- und Zuschnittmaschinen und an Bügel- und Pressplätzen. Beschäftigung findet sich beispielsweise in der Bekleidungsindustrie, bei Mode- und Maßateliers, in Theater- und Kostümwerkstätten, in technischen Textilien oder bei Betrieben für Berufs- und Schutzkleidung.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

2.520 €

2.330 € – 2.800 €

+12%

Frankfurt am Main

2.430 €

2.246 € – 2.700 €

+8%

Düsseldorf

2.408 €

2.226 € – 2.675 €

+7%

Stuttgart

2.385 €

2.205 € – 2.650 €

+6%

Hamburg

2.363 €

2.184 € – 2.625 €

+5%

Köln

2.318 €

2.142 € – 2.575 €

+3%

Nürnberg

2.273 €

2.101 € – 2.525 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

2.250 €

2.080 € – 2.500 €

±0%

Hannover

2.250 €

2.080 € – 2.500 €

±0%

Essen

2.228 €

2.059 € – 2.475 €

-1%

Berlin

2.205 €

2.038 € – 2.450 €

-2%

Dortmund

2.205 €

2.038 € – 2.450 €

-2%

Bremen

2.183 €

2.018 € – 2.425 €

-3%

Leipzig

2.025 €

1.872 € – 2.250 €

-10%

Dresden

2.025 €

1.872 € – 2.250 €

-10%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich regionale Unterschiede, die sich häufig an Wirtschaftskraft, Tariflandschaft und Lebenshaltung orientieren. In der Praxis liegen höhere Vergütungen eher in süddeutschen Bundesländern wie Bayern und Baden‑Württemberg sowie in städtischen Verdichtungsräumen nahe.

Niedrigere Werte werden öfter in strukturschwächeren Regionen und in Teilen Ostdeutschlands beobachtet, wobei betriebliche Lohnstrukturen und lokale Nachfrage zusätzliche Ausschläge verursachen.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im textilen Umfeld

Der Zugang zur Tätigkeit als Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine duale Berufsausbildung im Umfeld der textilen Dienstleistungen. In der Praxis wird dafür meist ein Schulabschluss erwartet; formal ist der Einstieg jedoch häufig auch ohne festgelegten Abschluss möglich, wenn betriebliche Eignung und Lernbereitschaft erkennbar sind. Im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule werden Grundlagen gelegt, die späteres Arbeiten in Ateliers, Änderungs- und Maßschneidereien oder in produktionsnahen Werkstätten tragen.

Vermittlung handwerklicher Basistechniken und Materialkunde

Die Ausbildung verbindet Handwerk und Materialkunde: Schnittkonstruktion, Maßnehmen, Anpassen und Abändern, Näh- und Verarbeitungstechniken sowie das sichere Arbeiten mit Maschinen und Bügeltechnik gehören zum Kern. Hinzu kommen Themen wie Stoffeigenschaften, Futter- und Einlagetechniken, Qualitätskontrolle und das Lesen technischer Unterlagen. Je nach Betriebspraxis spielen außerdem Kundenmaße, Passformkorrekturen und die Umsetzung gestalterischer Vorgaben eine größere Rolle. Der Abschluss wird über eine Prüfung bei der zuständigen Stelle abgesichert, wie es für anerkannte Ausbildungsberufe üblich ist.

Alternative Qualifizierungswege über Berufspraxis

Ergänzend zum Regelzugang kommen alternative Wege vor, etwa über einschlägige Berufserfahrung in Änderungsschneidereien, Theater- und Kostümwerkstätten oder verwandten textilen Tätigkeiten. In solchen Fällen kann der Kompetenzerwerb schrittweise über betriebliche Praxis, interne Qualifizierungen und nachweisbare Arbeitsproben erfolgen. Auch Umschulungen werden genutzt, wenn ein Berufswechsel in den textilen Bereich angestrebt wird und ein strukturierter Qualifikationsrahmen benötigt wird.

Erforderliche Feinmotorik und körperliche Belastbarkeit

Für den Berufsalltag sind neben sauberer handwerklicher Ausführung vor allem Sorgfalt, ein gutes Auge für Proportionen und Materialverhalten sowie Konzentrationsfähigkeit wichtig. Typisch sind feinmotorische Arbeiten, wiederholte Bewegungen und längere Phasen im Sitzen oder Stehen; eine stabile körperliche Belastbarkeit und verlässliche Sehfähigkeit sind daher hilfreich. Im Dienstleistungskontext sind außerdem Abstimmung im Team, ruhige Kommunikation bei Anproben und ein professioneller Umgang mit Änderungswünschen relevant.

Fachliche Vertiefung in spezialisierten Bereichen

Weiterentwicklung erfolgt häufig über vertiefende Qualifizierungen in Schnitttechnik, Maßschneiderei, industrieller Verarbeitung, Qualitätswesen oder CAD-gestützter Schnittkonstruktion. In spezialisierten Betrieben sind zudem Schwerpunkte wie Braut- und Abendmode, Kostüm- und Bühnenbekleidung oder technische Textilien als fachnahe Spezialisierungen üblich. Solche Schritte bauen in der Regel auf dem erlernten Handwerk auf und erweitern die Einsatzfelder innerhalb der textilen Dienstleistungen.

Beruflicher Einstieg

Duale BerufsausbildungZertifiziert

Für die Tätigkeit als Textil- und Modeschneider wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: duale Berufsausbildung.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Hauptschulabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Textil- und Modeschneider

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
CAD-SchnitttechnikComputer­gesteuerte ZuschneidesystemeIndustrienähmaschinen mit elektronischer SteuerungPDM/PLM-Systeme in der BekleidungsindustrieDigitale Stoff- und Musterbibliotheken

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Struktur der zweijährigen Regelausbildung

Der Regelzugang in den Beruf Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über die duale Ausbildung zum/zur Textil- und Modeschneider/in nach BBiG und HwO. Sie dauert in der Regel 2 Jahre und verbindet Betrieb und Berufsschule. Typische Stationen sind das Anfertigen von Probestücken, das Arbeiten nach Schnittbildern sowie das schrittweise Übernehmen ganzer Arbeitsgänge, vom Zuschnitt bis zur Endkontrolle. Je nach Betrieb liegt der Schwerpunkt eher auf Serienfertigung, Änderungsschneiderei oder ateliernahen Einzelstücken.

Wichtige Voraussetzungen für den Start

Für den Einstieg zählen sichere Grundlagen im Umgang mit Materialien, Näh- und Bügeltechnik sowie ein Blick für Passform und Verarbeitung. In der Praxis sind Sorgfalt, Ausdauer und eine ruhige Hand wichtig, weil Abweichungen bei Nahtzugaben oder Maßeinteilung schnell sichtbar werden. Hinzu kommen Teamfähigkeit und Abstimmung, etwa mit Schnitttechnik, Arbeitsvorbereitung oder Qualitätskontrolle, wenn Arbeitsschritte übergeben oder rekonstruiert werden müssen. Die Ausbildung ist vergütet; die Höhe richtet sich häufig nach tariflichen oder betrieblichen Regelungen.

Aufgabenfelder während der ersten Berufsjahre

Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 2.040 € brutto pro Monat; in einer typischen Spanne werden 2.030 € bis 2.070 € brutto pro Monat erreicht. In den ersten Monaten stehen meist produktionsnahe Aufgaben im Vordergrund: Näharbeiten an Teilkomponenten, das Einsetzen von Reißverschlüssen und Futterteilen, das Ausführen definierter Nähprogramme sowie das Korrigieren kleiner Verarbeitungsfehler. Mit wachsender Routine kommen anspruchsvollere Materialien, engere Toleranzen und mehr Verantwortung für gleichbleibende Qualität hinzu.

Einsatzgebiete in Fertigung und Konfektion

Typische Einstiegspositionen heißen je nach Betrieb beispielsweise Näher/in in der Muster- oder Serienfertigung, Änderungsschneider/in oder Mitarbeiter/in in der Konfektion. Erste Schritte entwickeln sich häufig in Richtung Spezialisierung, etwa auf bestimmte Warengruppen, Verarbeitungstechniken oder Qualitätsprüfung. Auch eine weiterführende Qualifikation, zum Beispiel in Schnitttechnik, Produktionsplanung oder als Meisterebene im Schneiderhandwerk, kann in Betrieben die Aufgabenbreite erweitern; Gehälter orientieren sich dann an Funktion, Tarifgruppe und Verantwortung und lassen sich nicht pauschal festlegen.

Einflussfaktoren auf die betriebliche Vergütungspraxis

In der Vergütungspraxis spielen neben Tarifbindung vor allem Betriebsgröße, Region und die Art der Fertigung eine Rolle: ateliernahe Einzelstücke, hochwertige Materialien oder enge Liefertermine verändern häufig den Anforderungsdruck. Gleichzeitig bleibt das Berufsfeld stark von Prozessqualität geprägt, saubere Dokumentation von Änderungen, Materialkenntnis und reproduzierbare Arbeitsschritte wirken sich typischerweise früh auf die Einsatzmöglichkeiten aus.

Berufliche Entwicklungsoptionen Textil- und Modeschneider

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Textil- und Bekleidungstechnologe/-technologin

Mittlerer Aufwand

Steuert und überwacht Produktionsprozesse in der Textil- bzw. Bekleidungsherstellung und arbeitet an Qualität und Ablaufstabilität.

Gehalt:
3.000 € - 4.200 € brutto/Monat
Naht-, Passform- und Materialverständnis lässt sich in die industrielle Fertigung und Prozessarbeit übertragen.
Leichter Wechsel

Führt Anpassungen, Reparaturen und Maßänderungen an Bekleidung kundenbezogen aus.

Gehalt:
2.200 € - 3.000 € brutto/Monat
Erfahrung in Passformkorrekturen und sauberer Verarbeitung passt zu Änderungs- und Maßarbeiten im Handwerk.

Fertigt und verarbeitet textile Elemente für Polstermöbel, Vorhänge und Dekorationen einschließlich Zuschnitt und Montagevorbereitung.

Gehalt:
2.600 € - 3.500 € brutto/Monat
Nähen, Polstern und Materialbearbeitung sind nahe an textilen Verarbeitungsprozessen, jedoch mit anderem Produktfokus.

Sattler/in (Fahrzeugsattlerei)

Hoher Aufwand

Fertigt und montiert Innenausstattungen und Bezüge aus Leder und technischen Textilien für Fahrzeuge.

Gehalt:
2.800 € - 3.900 € brutto/Monat
Stoffkunde, Zuschnitt und Verarbeitung lassen sich auf technische Textilien und Sonderanfertigungen im Fahrzeug-/Industrieumfeld übertragen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Textil- und Modeschneider (m/w/d): Berufseinstieg

Tarifband (typisch):
2.030 € - 2.070 € brutto/Monat

Einstieg in die Fertigung mit Zuschneiden, Nähen, Anpassen und ersten Qualitätskontrollen nach technischen Unterlagen.

Abgeschlossene Berufsausbildung als Textil- und Modeschneider (m/w/d), sichere Verarbeitung gängiger Stoffe, Grundlagen in Schnitt- und Nähtechnik

Stufe 2:Textil- und Modeschneider (m/w/d): Fachkraft

Gehalt:
2.100 € - 2.400 € brutto/Monat

Eigenständige Bearbeitung kompletter Arbeitsgänge, Maßkorrekturen, saubere Umsetzung von Serien- oder Einzelanfertigungen und laufende Qualitätsprüfung.

Mehrjährige Berufserfahrung, routinierte Verarbeitung unterschiedlicher Materialien, sichere Arbeit nach Schnittbildern/Arbeitsplänen

Stufe 3:Textil- und Modeschneider (m/w/d): erfahrene Fachkraft

Gehalt:
2.560 € - 2.980 € brutto/Monat

Übernahme anspruchsvoller Modelle, Problembehebung in der Verarbeitung, Unterstützung bei Einarbeitung und Qualitätssicherung im Team.

Vertiefte Praxiserfahrung, hohe Prozess- und Qualitätskenntnis, ggf. interne Zusatzqualifizierungen (Qualität, Fertigungsabläufe)

Stufe 4:Vorarbeiter/in Muster- und Näherei / Teamleitung Konfektion

Gehalt:
3.080 € - 3.750 € brutto/Monat

Koordination von Arbeitsabläufen, fachliche Anleitung, Termin- und Qualitätsverantwortung an einer Linie oder in der Muster-/Änderungseinheit.

Langjährige Berufserfahrung, nachweisbare Steuerung von Abläufen, Führungskompetenz (z. B. interne Führungsschulung), Kenntnisse in Qualitäts- und Prozessorganisation

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Qualitätssicherung in der Konfektion

analytisch

Prüfung von Nähten, Maßhaltigkeit, Verarbeitung und Materialfehlern sowie Rückmeldung an Fertigung/Musterabteilung.

Gehalt:
2.450 € - 2.950 € brutto/Monat
Interne QS-Standards, Prüf- und Dokumentationspraxis, Kenntnisse zu Fehlerbildern und Toleranzen

Musterfertigung / Prototyping

organisatorisch

Anfertigung von Erstmusterteilen, Umsetzungsprüfung von Schnitten, Abstimmung zu Verarbeitungsschritten und Passform.

Gehalt:
2.600 € - 3.100 € brutto/Monat
Vertiefte Schnitt- und Verarbeitungstechnik, sichere Umsetzung technischer Unterlagen, Erfahrung mit Passformkorrekturen

Passform- und Maßtechnik (Fitting)

analytisch

Maßkontrolle, Anpassungsschritte, Ableitung von Änderungen und Dokumentation von Passformthemen für Serienumsetzung.

Gehalt:
2.700 € - 3.250 € brutto/Monat
Erfahrung in Fittings/Änderungen, systematische Maß- und Toleranzarbeit, Kommunikation mit Schnitt/Produktion

Arbeitsvorbereitung (Konfektion)

organisatorisch

Planung von Arbeitsschritten, Material- und Teilefluss, Abstimmung von Terminen und effiziente Reihenfolgen in der Fertigung.

Gehalt:
2.900 € - 3.500 € brutto/Monat
Kenntnisse in Fertigungsabläufen, Dokumentation/Arbeitspläne, grundlegende Planungskompetenz, ggf. interne AV-Schulung

Schicht- oder Linienkoordination (ohne formale Gesamtführung)

organisatorisch

Kurzfristige Ablaufsteuerung, Einteilung, Unterstützung bei Störungen und Sicherung der Tagesziele in einer Linie.

Gehalt:
3.000 € - 3.330 € brutto/Monat
Sehr gute Praxiskenntnis, Koordinationsroutine, interne Qualifizierung zu Prozess- und Teamsteuerung

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
2.588 €
Großunternehmen
2.475 €
Mittelstand
2.250 €
Kleinunternehmen
1.980 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.250 € brutto/Monat

Modemarken und Designer
2.813 €
+25%
Modeindustrie
2.700 €
+20%
Bekleidungsindustrie
2.588 €
+15%
Textilindustrie
2.475 €
+10%
Theater und Kostümwerkstätten
2.475 €
+10%
Maßschneidereien
2.363 €
+5%
Öffentlicher Dienst
2.363 €
+5%
Bekleidungs- und Textilhandwerk
2.138 €
-5%
Änderungsschneidereien
2.025 €
-10%
Bekleidungshandel
2.025 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Textil- und Modeschneider

Mit zunehmender Routine in der Verarbeitung von Stoffen, dem sicheren Umgang mit Schnitten und der Qualitätssicherung entwickelt sich das Einkommen im Berufsfeld spürbar. Nach der Einarbeitung prägen sauberer Zuschnitt, passgenaue Anpassungen und termintreue Fertigung den Arbeitsalltag; mit wachsender Erfahrung kommen häufig Musterteile, Serienvorbereitung oder die Abstimmung mit Design und Produktion hinzu. Digitale Anforderungen liegen vor allem in CAD-Schnitttechnik, elektronisch gesteuerten Industrienähmaschinen sowie der Dokumentation in PDM/PLM- und Warenwirtschaftssystemen. Automatisierung wirkt teilweise entlastend, ersetzt die handwerkliche Präzision aber nicht vollständig.

1. Jahr2.040 €
Berufseinstieg

Berufsqualifikation; Einarbeitung in Verarbeitung, Passform und Qualitätsstandards; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.060 €
Berufseinstieg

Routineaufbau an Industrienähmaschinen; erste eigenständige Arbeitsgänge; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.120 €
Berufliche Festigung

Stabilere Prozesssicherheit; ggf. Mitarbeit bei Zuschnittplanung und Materialfluss; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.180 €
Berufliche Festigung

Vertiefung Qualitätsprüfung; einfache Dokumentation und Abstimmung mit Produktion; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.250 €
Berufliche Festigung

Erweiterte Aufgaben, z. B. Musterteile/Änderungen; Grundkenntnisse CAD-Schnittsysteme; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr2.350 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung (z. B. Verarbeitungstechniken); mehr Verantwortung für Qualität und Termine; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr2.490 €
Erfahrung & Spezialisierung

Regelmäßiger Einsatz digitaler Qualitätsdokumentation; souveräner Umgang mit Maschinensteuerungen; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr2.620 €
Erfahrung & Spezialisierung

Vertiefte Abstimmung mit Schnitt/Arbeitsvorbereitung; Nutzung digitaler Stoff- und Musterbibliotheken; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr2.680 €
Erfahrene Fachkraft

Erfahrene Fachkraft; ggf. Anleitung neuer Kolleginnen und Kollegen im Arbeitsablauf; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr2.750 €
Erfahrene Fachkraft (optional: Koordination)

Erfahrene Fachkraft; optional koordinierende Aufgaben in größeren Betrieben/Serienfertigung; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsbruttogehalt bei etwa 2.040 €. Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden häufig um 2.250 € erreicht, je nach Betrieb und Eingruppierung sind innerhalb dieser Phase auch Werte zwischen 2.080 € und 2.500 € zu sehen.

Als erfahrene Fachkraft bewegt sich das Monatsbrutto typischerweise bei 2.750 €, bei entsprechender Verantwortung und Routine sind auch 2.500 € bis 3.040 € möglich. Gehaltsanstiege ergeben sich oft über tarifliche Stufen, den Wechsel in spezialisierte Arbeitsbereiche oder die Übernahme koordinierender Aufgaben in der Fertigung.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist spürbar aus, weil Routine, Tempo und Fehlervermeidung bei Zuschnitt, Verarbeitung und Endkontrolle besser werden.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie CAD-Schnittkonstruktion (z. B. Lectra, Gerber), REFA-Grundschein oder geprüfte/r Industrienäher/in können höherwertige Aufgaben und bessere Eingruppierungen ermöglichen.
  • 3
    Tarifbindung im Betrieb beeinflusst die Vergütung deutlich, da Entgeltgruppen, Stufenläufe und Zuschläge für Schicht- oder Mehrarbeit klarer geregelt sind als ohne Tarif.
  • 4
    Unternehmensgröße spielt mit: Größere Produktionsbetriebe verfügen häufiger über standardisierte Lohnbänder, Spezialisierungen und Zuschlagsmodelle als sehr kleine Ateliers.
  • 5
    Spezialisierungen wie Maßkonfektion, Herren- und Damenoberbekleidung, Braut- und Abendmode oder technische Textilien erhöhen oft den Anteil anspruchsvoller Näh- und Anpassarbeiten.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt wird durch einen stabilen Bedarf an handwerklich sauberer Verarbeitung und an Änderungs- und Anpassungsarbeiten getragen, auch wenn industrielle Serienfertigung stark standardisiert ist. Betriebe suchen häufig verlässlich arbeitende Fachkräfte für Qualitätssicherung, Musterfertigung und Kleinserien.

Veränderungen kommen vor allem durch Digitalisierung in Schnittkonstruktion und Produktion, etwa CAD-Systeme, automatisierte Zuschnitttechnik und stärker datenbasierte Größen- und Passformprozesse. Einstiegschancen entstehen besonders dort, wo kurzfristige Lieferketten, individuelle Passformen und hohe Qualitätsanforderungen gefragt sind.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 2.250 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 3.750 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Für den Einstieg als Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.

In welchen Branchen arbeitet man als Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Änderungsschneidereien, Maßschneidereien, Bekleidungs- und Textilhandwerk, Textilindustrie, Bekleidungsindustrie oder Modeindustrie. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 2.040 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 2.750 € brutto/Monat bis 3.330 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.040 € brutto/Monat für Einsteiger und 2.750 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 3.750 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Textil- und Modeschneider (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel höhere Grundgehälter.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Verwendete Quellen (1)

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: