Thermometermacher Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.300 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.850 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.380 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Niedrige Nachfrage

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Glaserhandwerk / IG Metall (Glasindustrie). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.500 €
3.200 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.850 € brutto/Monat

Messtechnik
3.560 €
+25%
Feinmechanik
3.420 €
+20%
Laborausrüstung
3.280 €
+15%
Glashütten
3.140 €
+10%
Glasindustrie
2.990 €
+5%
Industrielle Glasherstellung
2.960 €
+4%
Glaswarenherstellung
2.850 €
+0%
Glasinstrumente
2.850 €
+0%
Glasverarbeitung
2.710 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Thermometermacherinnen und Thermometermacher fertigen, montieren und prüfen Messgeräte für Temperatur, je nach Bauart als Flüssigkeits-, Bimetall- oder elektronische Thermometer. Der Arbeitsalltag umfasst das Zuschneiden und Bearbeiten von Bauteilen, das Abdichten und Fügen, das Befüllen und Versiegeln sowie die abschließende Skalierung und Kalibrierung an Prüfständen.

Gearbeitet wird überwiegend in Werkstätten und Produktionsbereichen mit feinmechanischen Arbeitsplätzen, ergänzend in Prüflaboren und Qualitätsabteilungen. Beschäftigung findet sich beispielsweise bei Herstellern von Mess- und Regeltechnik, in der Medizintechnik, in Labor- und Analytikbetrieben sowie bei Unternehmen, die Sensorik und Geräte für Prozessanlagen oder Haushaltsanwendungen produzieren.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.277 €

2.875 € – 3.680 €

+15%

Frankfurt am Main

3.192 €

2.800 € – 3.584 €

+12%

Düsseldorf

3.135 €

2.750 € – 3.520 €

+10%

Stuttgart

3.107 €

2.725 € – 3.488 €

+9%

Hamburg

3.078 €

2.700 € – 3.456 €

+8%

Köln

3.021 €

2.650 € – 3.392 €

+6%

Nürnberg

2.907 €

2.550 € – 3.264 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

2.850 €

2.500 € – 3.200 €

±0%

Hannover

2.850 €

2.500 € – 3.200 €

±0%

Essen

2.822 €

2.475 € – 3.168 €

-1%

Berlin

2.793 €

2.450 € – 3.136 €

-2%

Dortmund

2.793 €

2.450 € – 3.136 €

-2%

Bremen

2.765 €

2.425 € – 3.104 €

-3%

Leipzig

2.565 €

2.250 € – 2.880 €

-10%

Dresden

2.565 €

2.250 € – 2.880 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Gehaltsunterschiede zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken süddeutschen Bundesländern wie Bayern und Baden‑Württemberg und strukturschwächeren Regionen, in denen die Vergütung im Mittel niedriger ausfällt. Auch Ballungsräume wie Hamburg, München oder Frankfurt können höhere Gehälter begünstigen.

Gehaltstreiber sind vor allem die lokale Wirtschaftskraft, die Dichte an Industriearbeitsplätzen und die Lebenshaltungskosten, die sich in betrieblichen Entgeltstrukturen und Zulagen niederschlagen können.

Zugang zur Tätigkeit

Handwerkliche Qualifizierung für präzise Messinstrumente

Der Einstieg in die Herstellung und Justierung von Thermometern führt in Deutschland typischerweise über eine handwerklich-technische Qualifizierung, bei der präzises Arbeiten im Vordergrund steht. In der Praxis werden vor allem Bewerbende mit einem allgemeinbildenden Schulabschluss berücksichtigt; entscheidender als eine bestimmte Schulform sind nachvollziehbare Grundkenntnisse in Mathematik und Physik sowie ein sauberes Verständnis für Messgrößen und Toleranzen.

Fertigungsaufgaben in der industriellen Glasbearbeitung

Als Regelzugang gilt eine berufliche Rolle im Feld Dienstleistungen, in der Fertigungs- und Prüfaufgaben in kleineren Serien oder im kundenspezivischen Aufbau zusammenlaufen. Inhaltlich geht es um Werkstoff- und Glasbearbeitung, das Befüllen und Abdichten von Messsystemen, Skalenherstellung, Montage sowie die Kalibrierung und Funktionsprüfung. Je nach Einsatzbereich kommen analoge Messprinzipien (Flüssigkeitsausdehnung, Bimetall) und elektronische Komponenten hinzu, einschließlich einfacher Löt- und Verbindungstechniken.

Sorgfältiger Umgang mit feinen Bauteilen

Voraussetzungen ergeben sich oft aus dem Arbeitsumfeld: Sorgfalt, ruhige Hand, gutes Farb- und Sehvermögen sowie ein sicherer Umgang mit feinen Bauteilen sind verbreitet relevant. In vielen Betrieben zählen außerdem Dokumentationsfähigkeit und ein routinierter Umgang mit Prüfprotokollen, weil Messmittel häufig nachvollziehbar rückverfolgbar sein müssen. Wo mit Gefahrstoffen oder empfindlichen Medien gearbeitet wird, sind betriebliche Unterweisungen und Schutzmaßnahmen Teil des Arbeitsalltags.

Alternative Wege über verwandte Technikberufe

Ergänzend existieren alternative Zugänge über verwandte technische Ausbildungen, etwa aus der Feinwerkmechanik, Glasapparatebau-nahen Tätigkeiten oder der Mess- und Gerätetechnik, sofern praktische Erfahrung in Montage und Prüfung nachweisbar ist. Auch eine Qualifizierung über betriebliche Anlernphasen ist möglich, wenn die Aufgaben eher montage- oder prüflastig sind.

Spezialisierung auf moderne Prüfverfahren

Für die Weiterentwicklung im Berufsfeld bieten sich vor allem Spezialisierungen rund um Mess- und Prüftechnik an, etwa in Kalibrierverfahren, Qualitätssicherung, Dokumentation nach einschlägigen Normen sowie im Umgang mit Referenzmessmitteln. In Dienstleistungsstrukturen sind außerdem vertiefte Kenntnisse in Reparatur, Wartung und Kundenanforderungen (z. B. Gerätekonfiguration, Prüfintervalle) typische Schwerpunkte.

Beruflicher Einstieg

Duale Berufsausbildung (3 Jahre)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Thermometermacher wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: duale Berufsausbildung (3 Jahre).

Typische Dauer
3 Jahre
Zugangsvoraussetzung
Hauptschulabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Thermometermacher

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
gering
CNC-GlasbearbeitungsmaschinenDigitale Prüf- und Kalibriersysteme für ThermometerLaserbeschriftungs- und GraviertechnikComputerunterstützte Qualitätssicherung (CAQ)

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Duale Ausbildung im spezialisierten Handwerk

Der Regelzugang in den Beruf Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über eine duale Ausbildung in einem spezialisierten Handwerks- oder Industriebetrieb. Die Ausbildung ist in der Regel nach BBiG organisiert und verbindet betriebliche Praxis mit Berufsschule; je nach Ausrichtung kommen Grundlagen der Feinmechanik, Werkstoffkunde und Messtechnik zusammen. Typisch ist ein Einstieg über kleine Serienfertigung oder Reparaturbereiche, in denen Arbeitsabläufe eng dokumentiert und messbar bleiben müssen.

Anforderungen an die mathematische Grundsicherheit

Wichtige Voraussetzungen sind ruhige Hand, Sorgfalt und ein sicheres Verständnis für Maßhaltigkeit, Skalen und Prüfvorschriften. Technisches Interesse, mathematische Grundsicherheit und sauberes Arbeiten unter Zeitvorgaben zählen im Alltag oft mehr als spektakuläre Einzelaufgaben. In der Ausbildung wird üblicherweise eine tarifliche Ausbildungsvergütung gezahlt; nach dem Abschluss liegt das monatliche Einstiegsgehalt häufig bei 2.300 € brutto, je nach Betrieb und tariflicher Eingruppierung innerhalb einer Spanne von 2.160 € bis 2.440 € brutto/Monat.

Routine in der täglichen Qualitätssicherung

Beim Berufseinstieg stehen meist klar abgegrenzte Tätigkeiten im Vordergrund: Montieren, Befüllen, Justieren und Kalibrieren, dazu Sicht- und Dichtigkeitsprüfungen sowie die Protokollierung der Messergebnisse. Viele Betriebe arbeiten mit internen Prüfanweisungen und Rückverfolgbarkeit, sodass Dokumentation und Qualitätssicherung früh zur Routine werden. Einarbeitung erfolgt häufig an einzelnen Fertigungsstationen, bevor mehrere Arbeitsschritte in Eigenverantwortung übernommen werden.

Erfahrungsgewinn durch komplexe Baugruppen

Die ersten Entwicklungsschritte ergeben sich oft über Spezialisierungen, etwa auf bestimmte Messbereiche, Gehäusearten oder Prüfmittel. Mit wachsender Erfahrung kommen Aufgaben an komplexeren Baugruppen, in der Endkontrolle oder in der Arbeitsvorbereitung hinzu; auch interne Schulungen zu Normen, Messunsicherheit und Prüfplanung sind in der Praxis verbreitet. In tarifgebundenen Unternehmen werden Gehälter dabei üblicherweise über Tätigkeitsmerkmale und Entgeltgruppen weiterentwickelt.

Zusatzqualifikationen für die Fertigungssteuerung

Wer später stärker in angrenzende Bereiche wechselt, findet sich teils in Funktionen wie Qualitätsprüfung, Messtechnik oder Fertigungssteuerung wieder; dafür werden in vielen Betrieben zusätzliche Qualifikationen oder eine Aufstiegsfortbildung nach HwO erwartet. Solche Wechsel sind nicht automatisch, aber im Umfeld präziser Instrumentenfertigung naheliegend, wenn Prozessverständnis und dokumentationssicheres Arbeiten bereits im Einstieg aufgebaut wurden.

Berufliche Entwicklungsoptionen Thermometermacher

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Fertigung und Montage präziser mechanischer Bauteile und Baugruppen inklusive Messen, Prüfen und Nacharbeit.

Gehalt:
2.900 € - 3.900 € brutto/Monat
Nahe Tätigkeiten in Montage, Feinmechanik und Prüfumfeld; Erfahrung mit Kleinteilen und qualitätskritischen Arbeitsschritten ist übertragbar.
Mittlerer Aufwand

Prüfung von Bauteilen/Produkten nach Prüfplänen, Dokumentation von Ergebnissen und Mitwirkung bei Abweichungsbearbeitung.

Gehalt:
3.000 € - 4.200 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap in Prüfen, Dokumentieren und Arbeiten nach Standards; Mess- und Prüfverständnis kann anschlussfähig sein.

Kalibriertechniker/in

Hoher Aufwand

Kalibrierung und Überprüfung von Messmitteln nach Vorgaben, inklusive Protokollierung und ggf. Kunden- bzw. Fachabstimmung.

Gehalt:
3.300 € - 4.600 € brutto/Monat
Anschlussfähigkeit über Messmittel, Kalibrierlogik und Dokumentationsanforderungen, insbesondere in regulierten Umfeldern.

Geräte- und Feinmechaniker/in

Mittlerer Aufwand

Montage, Justage und Prüfung feinmechanischer Geräte und Baugruppen in Fertigung oder Instandhaltung.

Gehalt:
2.800 € - 3.800 € brutto/Monat
Verwandtes Arbeiten in instrumentennaher Fertigung und Prüftechnik; feinmotorische Montage und Qualitätsbewusstsein sind gut übertragbar.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Thermometermacher (m/w/d): Berufseinstieg

Gehalt:
2.160 € - 2.440 € brutto/Monat

Einstieg in die Fertigung und Prüfung von Thermometern, typischerweise mit standardisierten Arbeitsabläufen und begleitender Qualitätskontrolle.

Berufseinstieg nach beruflicher Qualifikation, Einarbeitung in Fertigungs- und Prüfvorschriften

Stufe 2:Thermometermacher (m/w/d): Fachkraft (nach einigen Jahren)

Gehalt:
2.500 € - 3.200 € brutto/Monat

Selbstständige Bearbeitung anspruchsvollerer Arbeitsschritte, erweiterte Verantwortung für Messgenauigkeit, Dokumentation und Prozessstabilität.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Anwendung von Prüf- und Dokumentationsanforderungen, tarifliche Eingruppierung nach Tätigkeit

Stufe 3:Thermometermacher (m/w/d): erfahrene Fachkraft

Gehalt:
3.200 € - 3.550 € brutto/Monat

Übernahme komplexer Fertigungs- und Prüfaufgaben, häufig mit höherem Anteil an Fehleranalyse, Nacharbeit und Abstimmung mit QS oder Produktion.

Umfangreiche Berufserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Prüfmitteln/Prüfmethoden und Fertigungsprozessen, erweiterte Aufgabenübernahme

Stufe 4:Vorarbeiter/in bzw. Teamleitung Thermometerfertigung

Gehalt:
4.200 € - 5.000 € brutto/Monat

Koordination von Arbeitsabläufen im Team, Schicht- oder Linienverantwortung, Unterstützung bei Einarbeitung und Sicherstellung von Qualitäts- und Durchlaufzielen.

Mehrjährige Erfahrung, nachweisbare Koordinations- und Führungsaufgaben, zusätzliche Qualifizierung für Führung/Arbeitsorganisation und Qualität

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Kalibrierung und Justage (Thermometer)

analytisch

Justage, Vergleichsmessungen und Dokumentation zur Sicherstellung definierter Messgenauigkeit.

Gehalt:
2.900 € - 3.380 € brutto/Monat
Vertiefte Kenntnisse in Prüf-/Kalibrierabläufen, Dokumentation nach betrieblichen Vorgaben, Umgang mit Referenzmessmitteln

Qualitätssicherung & Prüfplanung in der Thermometerfertigung

regulatorisch

Prüfabläufe, Prüfdokumentation, Abweichungsbearbeitung und Schnittstelle zur Produktion.

Gehalt:
3.100 € - 3.550 € brutto/Monat
Weiterbildung in Qualitätsmethoden/Prüfmittelmanagement, sichere Dokumentation und Normen-/Vorgabenverständnis

Fehleranalyse und Reklamationsbearbeitung (Messabweichungen)

analytisch

Systematische Ursachenanalyse bei Abweichungen, Bewertung von Nacharbeit und Rückkopplung in den Prozess.

Tarifband (typisch):
3.200 € - 3.480 € brutto/Monat
Methoden der Fehleranalyse, Erfahrung in Prozess- und Prüfdatenauswertung, abgestimmte Arbeitsweise mit QS/Produktion

Arbeitsvorbereitung / Fertigungssteuerung (thermometrische Kleingeräte)

organisatorisch

Planung von Arbeitsfolgen, Material- und Terminabstimmung sowie Unterstützung der Fertigung bei Durchlauf und Qualität.

Gehalt:
3.380 € - 4.200 € brutto/Monat
Erweiterte Kenntnisse in Fertigungsabläufen, Dokumentations- und ERP-nahe Praxis, Abstimmung mit Produktion und Qualität

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.277 €
Großunternehmen
3.135 €
Mittelstand
2.850 €
Kleinunternehmen
2.508 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.850 € brutto/Monat

Messtechnik
3.563 €
+25%
Feinmechanik
3.420 €
+20%
Laborausrüstung
3.277 €
+15%
Glashütten
3.135 €
+10%
Glasindustrie
2.993 €
+5%
Industrielle Glasherstellung
2.964 €
+4%
Glaswarenherstellung
2.850 €
+0%
Glasinstrumente
2.850 €
+0%
Glasverarbeitung
2.708 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Thermometermacher

In der Thermometerfertigung steigt das Einkommen meist mit sicherer Prozessbeherrschung, geringer Ausschussquote und wachsender Verantwortung in Prüfung und Dokumentation. Zum Berufseinstieg liegen typische Monatsgehälter bei rund 2.300 € brutto; mit gefestigter Praxis in Glasbearbeitung, Befüllung, Skalenmontage und Endkontrolle sind schrittweise Zuwächse üblich. Prägend sind tarifliche Eingruppierungen sowie die Fähigkeit, Kalibrier- und Messdaten verlässlich zu erfassen. CNC-Glasbearbeitungsmaschinen, Laserbeschriftung und CAQ-Systeme erhöhen die Anforderungen an digitale Prüfabläufe und ERP-nahe Auftragssteuerung.

1. Jahr2.300 €
Berufseinstieg

Berufseinstieg nach berufsrelevanter Qualifikation; Einarbeitung in Fertigungs- und Prüfschritte; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.360 €
Berufseinstieg

Vertiefte Praxis in Glasbearbeitung, Befüllung und Endmontage; erste eigenständige Prüfprotokolle; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.550 €
Berufliche Festigung

Routine in Serienfertigung; sichere Bedienung von Prüf- und Kalibriersystemen; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.700 €
Berufliche Festigung

Erweiterte Aufgaben in Qualitätssicherung (Messmittel, Dokumentation, Rückverfolgbarkeit); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.850 €
Berufliche Festigung

Stabile Leistung in Fertigung und Prüfung; Umgang mit digitalen Messdaten und einfachen ERP-Buchungen; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr2.980 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung z. B. auf Kalibrierung, CAQ-gestützte Auswertung oder CNC-Glasbearbeitung; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.110 €
Erfahrung & Spezialisierung

Komplexere Aufträge, mehr Rüst- und Einstellkompetenz; Fehleranalyse und Prozessstabilisierung; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.240 €
Erfahrene Fachkraft

Hohe Eigenständigkeit; sichere Arbeit mit Laserbeschriftung/Gravur und digitaler QS-Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.310 €
Erfahrene Fachkraft

Breites Einsatzspektrum in Fertigung und Endprüfung; Abstimmung mit AV/Qualität bei Abweichungen; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.380 €
Erfahrene Fachkraft (optional: Koordination)

Dauerhaft erfahrene Fachkraft; optional zusätzlich Koordination im Schicht-/Linienablauf in größeren Betrieben; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Glaserhandwerk / IG Metall (Glasindustrie). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsbruttogehalt bei 2.300 €, je nach Betrieb und Einsatzbereich etwa zwischen 2.160 € und 2.440 €. Steigerungen entstehen häufig durch eingearbeitete Routine in Montage und Abdichtung, mehr Anteile in Prüfung und Dokumentation sowie durch eine höhere Einstufung im Betrieb.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Durchschnitt 2.850 € brutto pro Monat erreicht. Als erfahrene Fachkraft liegt das monatliche Bruttogehalt typischerweise bei 3.380 €, wobei weitere Schritte oft an erweiterte Prüfrechte, Schichtmodelle oder die Verantwortung für Kalibrierplätze gekoppelt sind.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über höhere Entgeltstufen, mehr Verantwortung in der Endprüfung oder die Betreuung von Kalibrierprozessen aus.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie ein Kalibrierschein, Schulungen zu DAkkS-naher Prüfmittelüberwachung oder Zertifikate im Qualitätsmanagement (z. B. ISO 9001) erhöhen die Einsatzbreite.
  • 3
    Tarifbindung kann das Entgelt planbarer machen, etwa durch festgelegte Gruppen und Stufen in der Metall- und Elektroindustrie; ohne Tarif sind Sprünge stärker betrieblich geprägt.
  • 4
    Unternehmensgröße spielt mit: Größere Hersteller mit eigener Qualitätssicherung und Serienfertigung zahlen häufig strukturierter als kleine Werkstätten mit Einzelfertigung.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf medizinische Thermometer, industrielle Prozessmesstechnik oder die Kalibrierung und Justage elektronischer Temperatursensorik, können höher bewertete Tätigkeiten eröffnen.

Marktausblick

Die Nachfrage nach verlässlicher Temperaturmesstechnik bleibt in vielen Bereichen stabil, weil Qualitätssicherung und Prozessüberwachung in Industrie und Laboren dauerhaft benötigt werden. Gleichzeitig verschiebt sich Arbeit in Richtung dokumentationssicherer Prüfabläufe und engerer Verzahnung mit Qualitätsmanagement.

Digitalisierung und zunehmende Sensorintegration verändern Fertigung und Prüfung, etwa durch elektronische Messmodule und automatisierte Kalibrierstände. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen vor allem dort, wo Betriebe Serienfertigung mit konsequenter Endprüfung verbinden und zusätzliche Kapazitäten in Prüfung und Rückverfolgbarkeit aufbauen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 2.850 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 5.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Für den Einstieg als Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.

In welchen Branchen arbeitet man als Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Glasindustrie, Glaswarenherstellung, Glashütten, Feinmechanik, Messtechnik oder Glasinstrumente. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 2.300 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 3.380 € brutto/Monat bis 4.600 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.300 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.380 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Thermometermacher (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem Tarifvertrag Glaserhandwerk / IG Metall (Glasindustrie) vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Tarifvertrag Glaserhandwerk / IG Metall (Glasindustrie)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: