Verwaltungsfachangestellte Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.420 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.950 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.600 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: E5 TVöD / E6 TVöD. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.600 €
4.300 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.950 € brutto/Monat

Bundesministerien
4.740 €
+20%
Verwaltungsgerichte
4.540 €
+15%
Sozialversicherungsträger
4.420 €
+12%
Landesministerien
4.350 €
+10%
Industrie- und Handelskammern
4.350 €
+10%
Universitäten
4.270 €
+8%
Stadtwerke
4.150 €
+5%
Handwerksorganisationen
4.150 €
+5%
Verkehrsbetriebe
4.070 €
+3%
Gesundheitsämter
4.030 €
+2%
Stadt- und Gemeindeverwaltungen
3.950 €
+0%
Bauämter
3.950 €
+0%
Landratsämter
3.870 €
-2%
Krankenhäuser
3.750 €
-5%
Evangelische Kirche
3.630 €
-8%
Katholische Kirche
3.630 €
-8%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Verwaltungsfachangestellte bearbeiten Vorgänge, die in Behörden und verwaltungsnahen Organisationen täglich anfallen, und halten Abläufe zwischen Fachbereichen, Bürgerkontakt und internen Stellen zusammen. Typisch sind das Prüfen von Anträgen, das Erstellen von Bescheiden, die Bearbeitung von Gebühren und Abgaben sowie die Dokumentation in Fachverfahren und Akten.

Gearbeitet wird überwiegend im Büro, oft mit festen Zuständigkeiten und klaren Prozesswegen. Beschäftigung findet sich beispielsweise in Kommunalverwaltungen, Landes- und Bundesbehörden, bei öffentlichen Einrichtungen wie etwa Jobcentern oder Hochschulverwaltungen sowie unter anderem in Kammern, Verbänden und Sozialversicherungsträgern.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.345 €

3.960 € – 4.730 €

+10%

Frankfurt am Main

4.266 €

3.888 € – 4.644 €

+8%

Düsseldorf

4.227 €

3.852 € – 4.601 €

+7%

Stuttgart

4.148 €

3.780 € – 4.515 €

+5%

Hamburg

4.148 €

3.780 € – 4.515 €

+5%

Köln

4.069 €

3.708 € – 4.429 €

+3%

Hannover

4.029 €

3.672 € – 4.386 €

+2%

Nürnberg

3.990 €

3.636 € – 4.343 €

+1%

Essen

3.990 €

3.636 € – 4.343 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

3.950 €

3.600 € – 4.300 €

±0%

Dortmund

3.950 €

3.600 € – 4.300 €

±0%

Bremen

3.911 €

3.564 € – 4.257 €

-1%

Berlin

3.871 €

3.528 € – 4.214 €

-2%

Leipzig

3.634 €

3.312 € – 3.956 €

-8%

Dresden

3.634 €

3.312 € – 3.956 €

-8%

Regionale Einschätzung

Die Gehälter für Verwaltungsfachangestellte fallen in wirtschaftsstarken Regionen und Ballungsräumen häufig höher aus, während sie in strukturschwächeren Gegenden eher niedriger liegen. Unterschiede zeigen sich dabei oft zwischen Süd- und Westdeutschland gegenüber Teilen des Ostens.

Ein wesentlicher Gehaltstreiber sind regionale Lebenshaltungskosten und die Haushalts- und Einnahmesituation öffentlicher Arbeitgeber, die sich auf Eingruppierungsspielräume und Zulagen auswirken kann.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die Kommunalverwaltung

Der typische Einstieg in die Tätigkeit als Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt über eine duale Ausbildung im Bereich Dienstleistungen. In der Praxis setzen viele Ausbildungsstellen einen schulischen Abschluss voraus; häufig werden mindestens ein mittlerer Schulabschluss oder ein vergleichbarer Bildungsstand erwartet. Zum Bewerbungsprozess gehören in der Regel schriftliche Unterlagen und, je nach Dienststelle, strukturierte Auswahlverfahren, etwa mit Eignungstests oder Gesprächsrunden, die auf Sorgfalt, Verständnissicherheit und einen verlässlichen Umgang mit Regeln und Texten zielen.

Lerninhalte in Theorie und Praxis

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Praxisphasen in der Verwaltung mit Unterricht an der Berufsschule. In den Einsatzstellen stehen typische Abläufe der öffentlichen Verwaltung im Mittelpunkt: Vorgangsbearbeitung, Akten- und Dokumentenführung, Kommunikation mit Bürgerinnen und Bürgern sowie die Anwendung interner Dienstanweisungen und rechtlicher Grundlagen. In der Berufsschule werden dazu passende Inhalte vertieft, etwa Verwaltungsabläufe, Grundlagen des öffentlichen Rechts, wirtschaftliches Handeln in der Verwaltung und schriftliche Kommunikation.

Rechtlicher Rahmen der Abschlussprüfung

Rechtlich ist die Ausbildung im BBiG (Berufsbildungsgesetz) verankert. Der Abschluss erfolgt über eine Abschlussprüfung vor der Öffentliche Prüfungsbehörde (Zuständige Prüfungsbehörde des öffentlichen Dienstes (z.B. Landesverwaltungsamt, Studieninstitut für kommunale Verwaltung)). Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich sein, wenn Vorbildung und Leistungen dies tragen und die zuständigen Stellen zustimmen; in der Praxis ist dies an klare Nachweise und eine belastbare Prognose für das Bestehen der Abschlussprüfung gekoppelt.

Qualifizierung für höhere Funktionsebenen

Nach dem Abschluss führen Spezialisierungen häufig über Fortbildungen innerhalb der öffentlichen Verwaltung, etwa für Aufgaben in Personal- und Organisationsbereichen, im Haushalts- und Kassenwesen oder in Leistungs- und Ordnungsbereichen. Als typische Aufstiegsfortbildungen gelten Qualifizierungen für anspruchsvollere Sachbearbeitung oder Funktionen mit Koordinationsanteilen, die an verwaltungsinterne Laufbahnen und Stellenprofile anknüpfen.

Strukturiertes Arbeiten im Dienstleistungssektor

Persönlich wichtig sind eine hohe Genauigkeit, Vertraulichkeit und ein ruhiger Umgang mit wiederkehrenden Regelprozessen. Da viele Aufgaben schriftlich geprägt sind, zählen sprachliche Sicherheit, Konzentrationsfähigkeit und ein strukturiertes Arbeitsverhalten zu den häufig erwarteten Voraussetzungen. Gesundheitlich steht meist weniger körperliche Belastung im Vordergrund, dafür eher die Fähigkeit, längere Phasen am Bildschirm und in Publikums- oder Telefonkontakten verlässlich zu bewältigen.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Verwaltungsfachangestellte

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.368 €
2. Lehrjahr
1.418 €
3. Lehrjahr
1.464 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.464 € brutto/Monat

Großkonzern
1.684 €
+15%
Großunternehmen
1.610 €
+10%
Mittelstand
1.464 €
+0%
Kleinunternehmen
1.288 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Verwaltungsfachangestellte

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
E-Akte- und DokumentenmanagementsystemeE-Government-Portale und Online-ServiceplattformenFachsoftware für Kommunal- und LandesverwaltungWorkflowsysteme und VorgangsbearbeitungVideokonferenz- und Kollaborationstools

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Bewerbungsprozess im öffentlichen Dienst

Der Einstieg als Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt in der Regel mit einer Bewerbung bei Behörden oder anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes, oft im Rahmen einer Tarifbindung. Im Verfahren sind schriftliche Unterlagen üblich, teils ergänzt durch Eignungstests oder strukturierte Gespräche, weil neben formalen Kriterien auch Arbeitsweise und Zuverlässigkeit eine Rolle spielen. Als häufig erwartete Grundlage gelten mittlere Schulabschlüsse oder (Fach-)Abitur, ergänzt durch solide Deutschkenntnisse, sorgfältiges Arbeiten, Zahlenverständnis und einen sicheren Umgang mit Regeln und Fristen.

Ablauf der dualen Qualifizierungsphase

Der Berufsweg führt über eine Duale Ausbildung mit einer Ausbildungsdauer von 3 Jahren. Typisch ist der Wechsel zwischen Praxis im Ausbildungsbetrieb und Unterricht an der Berufsschule, wobei Akten- und Vorgangsbearbeitung, Verwaltungsrecht in Grundzügen sowie serviceorientierte Kommunikation zusammenkommen. Die Ausbildung ist vergütet, in tarifgebundenen Bereichen meist über klar geregelte Ausbildungsentgelte. Die Abschlussphase endet mit einer Abschlussprüfung vor einer Öffentlichen Prüfungsbehörde (Zuständige Prüfungsbehörde des öffentlichen Dienstes (z.B. Landesverwaltungsamt, Studieninstitut für kommunale Verwaltung)); als Rechtsgrundlage gilt das BBiG (Berufsbildungsgesetz).

Einordnung in tarifliche Entgeltgruppen

Nach dem Abschluss starten viele in Sachbearbeitungsfunktionen, etwa im Bürgerbüro, in der Leistungsverwaltung, im Personalbereich oder im Ordnungs- und Meldewesen. Für das Einstiegsgehalt werden im bundesweiten Durchschnitt 3.420 € brutto/Monat genannt, je nach Aufgabenbereich und tariflicher Einordnung. Der Arbeitsalltag ist häufig von standardisierten Verfahren, Dokumentationspflichten und Abstimmungen geprägt, gleichzeitig aber auch von direktem Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgern oder internen Fachstellen.

Perspektiven durch fachliche Spezialisierung

In den ersten Berufsjahren entsteht fachliche Breite oft über Wechsel zwischen Organisationseinheiten oder Spezialisierungen, etwa im Gebühren- und Beitragswesen, in der Vergabe oder in der Sozialverwaltung. Daneben sind Weiterentwicklungen über Fortbildungen im Verwaltungsbereich verbreitet, zum Beispiel mit zusätzlicher Verantwortung in Team- oder Koordinationsaufgaben. Solche Schritte verändern Tätigkeitszuschnitt und Vergütung typischerweise, lassen sich jedoch nur als Orientierung und stark abhängig von Dienststelle, Tarifmerkmalen und personalrechtlichen Rahmenbedingungen einordnen.

Berufliche Entwicklungsoptionen Verwaltungsfachangestellte

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Organisation kaufmännischer Büroprozesse, Termin- und Dokumentenmanagement sowie Unterstützung in Assistenz- und Sachbearbeitungsaufgaben.

Gehalt:
2.700 € - 3.600 € brutto/Monat
Hoher Overlap in Büroorganisation, Vorgangsbearbeitung, Schriftgutverwaltung und serviceorientierter Kommunikation.

Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Mittlerer Aufwand

Organisation von Kanzleiabläufen mit Fristenwesen, Aktenführung, Mandatskommunikation und Abrechnung nach einschlägigen Vorgaben.

Gehalt:
2.600 € - 3.500 € brutto/Monat
Gemeinsame Schnittmenge bei Rechtsanwendung, Aktenarbeit, Fristen und Verfahrensdokumentation, jedoch stärker justiznaher Kontext.

Sozialversicherungsfachangestellte/r

Mittlerer Aufwand

Bearbeitung von Versicherungs- und Leistungsfällen, Prüfung von Anspruchsvoraussetzungen und Beratung im Rahmen des Sozialversicherungsrechts.

Gehalt:
3.200 € - 4.400 € brutto/Monat
Ähnliche Prozesse im Umgang mit Leistungsfällen, Datenerfassung und regelgebundener Entscheidungsvorbereitung, jedoch stärker sozialversicherungsbezogen.
Mittlerer Aufwand

Beratung und Betreuung von Kundschaft sowie Abwicklung banktypischer Vorgänge von Kontoführung bis Kreditprozessen.

Gehalt:
3.300 € - 4.700 € brutto/Monat
Überschneidung bei regulierten Abläufen, Kunden-/Mitgliederkontakt und fallbezogener Sachbearbeitung, jedoch stärker finanz- und bankfachlich geprägt.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Verwaltungsfachangestellte/r (Einstieg)

Gehalt:
3.200 € - 3.600 € brutto/Monat

Einsatz in der Sachbearbeitung mit Schwerpunkt auf Antrags- und Vorgangsbearbeitung, Bürgerkontakt sowie Anwendung von Rechts- und Verwaltungsvorschriften.

Duale Ausbildung nach BBiG, Abschlussprüfung vor der zuständigen öffentlichen Prüfungsbehörde; erste Praxiserfahrung in einer Behörde oder Verwaltungseinheit.

Stufe 2:Sachbearbeiter/in (fortgeschrittene Sachbearbeitung)

Gehalt:
3.750 € - 4.150 € brutto/Monat

Eigenständige Bearbeitung komplexerer Vorgänge inklusive Fristenkontrolle, Bescheiderstellung, Abstimmung mit Fachstellen und dokumentationssicherer Verfahrensführung.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Rechtsanwendung im Zuständigkeitsbereich; je nach Aufgabenfeld interne Qualifizierungen (z.B. Vertiefungen im Verwaltungsrecht, Fachverfahren).

Stufe 3:Senior-Sachbearbeiter/in (erfahrene Fachkraft)

Gehalt:
4.300 € - 4.900 € brutto/Monat

Bearbeitung besonders anspruchsvoller Fälle, Qualitätssicherung in der Fallbearbeitung sowie fachliche Unterstützung im Team (ohne formale Führungsverantwortung).

Umfangreiche Berufserfahrung, hohe Routine in Verfahrenssicherheit und Aktenführung; häufig fachliche Spezialisierung und nachweisbare Expertise im Zuständigkeitsbereich.

Stufe 4:Teamleitung Verwaltung / Gruppenleitung

Gehalt:
5.050 € - 5.600 € brutto/Monat

Koordination eines Teams, Priorisierung von Arbeitsaufkommen, Sicherstellung einheitlicher Standards sowie Schnittstellenarbeit zu Fachbereichsleitung und Querschnittsfunktionen.

Mehrjährige Berufserfahrung, nachweisbare Steuerungs- und Organisationskompetenz; für Führungsaufgaben typischerweise Zusatzqualifikationen (z.B. Führung, Arbeitsorganisation, Personalführung) und behördeninterne Auswahlverfahren.

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Ausländer- und Aufenthaltsrecht (Sachbearbeitung)

regulatorisch

Bearbeitung von Anträgen, Nebenbestimmungen, Fristen und Dokumentation im aufenthaltsrechtlichen Verfahren.

Gehalt:
3.900 € - 4.700 € brutto/Monat
Aufgabenbezogene Fortbildungen im Aufenthalts- und Verwaltungsverfahrensrecht, sichere Anwendung interner Fachverfahren.

Bau- und Genehmigungsverwaltung

regulatorisch

Unterstützung und Sachbearbeitung in Genehmigungsprozessen mit Beteiligung anderer Stellen, Fristensteuerung und Bescheidwesen.

Gehalt:
4.000 € - 4.900 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Bauordnungsrecht/Bauplanungsrecht, Verfahrenskoordinationskenntnisse, Umgang mit technischen Stellungnahmen.

Personalverwaltung im öffentlichen Dienst

personalwirtschaftlich

Bearbeitung personalwirtschaftlicher Vorgänge wie Einstellungen, Vertrags- und Aktenführung sowie Unterstützung bei Entgelt- und Abrechnungsprozessen.

Gehalt:
3.800 € - 4.600 € brutto/Monat
Fortbildungen in Personalrecht/Arbeitsrecht im öffentlichen Dienst, Datenschutz und Aktenführung; Kenntnisse gängiger Personalverfahren.

Haushalts- und Kassenwesen (öffentliche Finanzverwaltung intern)

analytisch

Mittelbewirtschaftung, Rechnungsprüfung im Prozess, Anordnungswesen und unterstützende Tätigkeiten im Haushaltsvollzug.

Gehalt:
4.100 € - 5.000 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Haushaltsrecht/Vergabebezug im Prozess, sichere Anwendung von Finanz- und Kassenverfahren, Zahlen- und Prüfkompetenz.

Organisation und Gremien-/Sitzungsdienst

organisatorisch

Vor- und Nachbereitung von Sitzungen, Beschlussdokumentation, Vorlagenmanagement und Koordination zwischen Fachbereichen.

Gehalt:
3.700 € - 4.400 € brutto/Monat
Fortbildungen in Geschäftsordnungspraxis, Schriftgutmanagement und Prozesskoordination; sichere Protokoll- und Vorlagenroutine.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.543 €
Großunternehmen
4.345 €
Mittelstand
3.950 €
Kleinunternehmen
3.476 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.950 € brutto/Monat

Bundesministerien
4.740 €
+20%
Verwaltungsgerichte
4.543 €
+15%
Sozialversicherungsträger
4.424 €
+12%
Landesministerien
4.345 €
+10%
Industrie- und Handelskammern
4.345 €
+10%
Universitäten
4.266 €
+8%
Stadtwerke
4.148 €
+5%
Handwerksorganisationen
4.148 €
+5%
Verkehrsbetriebe
4.069 €
+3%
Gesundheitsämter
4.029 €
+2%
Stadt- und Gemeindeverwaltungen
3.950 €
+0%
Bauämter
3.950 €
+0%
Landratsämter
3.871 €
-2%
Krankenhäuser
3.753 €
-5%
Evangelische Kirche
3.634 €
-8%
Katholische Kirche
3.634 €
-8%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Verwaltungsfachangestellte

Verwaltungsarbeit entwickelt sich häufig Schritt für Schritt: Nach der dualen Ausbildung folgt eine Einarbeitungsphase, danach wächst die fachliche Sicherheit in der Vorgangsbearbeitung und im Bürgerkontakt. Das Bruttogehalt steigt dabei im Durchschnitt von 3.420 € zum Berufseinstieg über die ersten Berufsjahre weiter an und erreicht mit zunehmender Erfahrung und Spezialisierung typische Werte um 4.600 € pro Monat. Zusätzliche Zuständigkeiten, etwa in schwierigen Verfahren oder der Koordination von Abläufen, können den Rahmen erweitern. Digitalisierung prägt den Alltag durch E-Akte, Fachverfahren, Online-Anträge und erhöhte Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit.

1. Jahr3.420 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Ausbildung (Abschlussprüfung, BBiG; prüfende Stelle: Öffentliche Prüfungsbehörde); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.550 €
Berufseinstieg (erste Routine)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.690 €
Berufliche Festigung

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.820 €
Berufliche Festigung (mehr Fallverantwortung)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.950 €
Berufliche Festigung (sicher im Fachverfahren)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.110 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.270 €
Erfahrung & Spezialisierung (komplexere Vorgänge)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.440 €
Erfahrene Fachkraft

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.600 €
Erfahrene Fachkraft (Schnittstellen, Qualität)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.760 €
Optional: koordinierende Aufgaben / Funktionsrolle (nicht regelhaft)

Duale Ausbildung (abgeschlossen); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: E5 TVöD / E6 TVöD. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Bruttogehalt bei rund 3.420 € pro Monat, wobei je nach Stelle und Einordnung auch Werte zwischen 3.020 € und 3.800 € vorkommen können. Die Entwicklung verläuft in vielen Fällen stufenweise, etwa über tarifliche Erfahrungsstufen oder über den Wechsel in höher bewertete Aufgabenbereiche.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt rund 3.950 € brutto pro Monat erreicht. Als erfahrene Fachkraft bewegt sich das typische Niveau bei etwa 4.600 € brutto monatlich, wobei höhere Beträge meist dann entstehen, wenn zusätzliche Verantwortung, Koordination oder besonders anspruchsvolle Sachgebiete übernommen werden.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich häufig über tarifliche Stufenlaufzeiten aus; mit jeder Stufe steigt das Grundentgelt, Sprünge kommen meist mit Aufgabenwechseln.
  • 2
    Tarifbindung im öffentlichen Dienst (z. B. TVöD oder TV-L) sorgt meist für transparente Entgeltgruppen und Stufen; ohne Tarif sind Gehälter stärker verhandlungs- und haushaltsabhängig.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie die Fortbildung zur Verwaltungsfachwirtin bzw. zum Verwaltungsfachwirt oder Lehrgänge im Kommunalrecht und Haushaltsrecht eröffnen häufiger höher bewertete Tätigkeiten.
  • 4
    Spezialisierungen, etwa im Personalwesen, in der Vergabestelle, im Bau- und Planungsrecht oder im Sozialleistungsbereich, gehen oft mit komplexeren Verfahren und entsprechend höherer Eingruppierung einher.
  • 5
    Größe und Struktur des Arbeitgebers spielen mit: größere Verwaltungen und zentrale Dienstleister haben häufiger spezialisierte Stellen und Funktionszulagen als sehr kleine Kommunen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Verwaltungsfachangestellte wirkt in vielen Bereichen stabil, weil öffentliche Leistungen kontinuierlich erbracht werden müssen und personalintensive Prozesse nicht kurzfristig wegfallen. Gleichzeitig sorgt demografischer Ersatzbedarf in Verwaltungen dafür, dass Nachbesetzungen regelmäßig anstehen.

Veränderungen entstehen vor allem durch Digitalisierung, E-Akte und Online-Dienste, wodurch Routinearbeiten stärker standardisiert werden, während Fallsteuerung und rechtssichere Prüfung an Bedeutung gewinnen. Einstiegschancen bestehen insbesondere dort, wo Serviceeinheiten, Leistungsbearbeitung oder Querschnittsbereiche personell ausgebaut werden.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Verwaltungsfachangestellte netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.368 € auf 1.464 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.368 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.418 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.464 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.420 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Über die Berufsjahre hinweg steigt das Gehalt schrittweise an. Während der Einstieg bei etwa 3.420 € brutto/Monat liegt, erreichen Fachkräfte mit Erfahrung häufig 4.600 € brutto/Monat. Branche und Region beeinflussen die individuelle Entwicklung.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem E5 TVöD / E6 TVöD vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Stadt- und Gemeindeverwaltungen, Landratsämter, Bauämter, Gesundheitsämter, Landesministerien oder Bundesministerien. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Verwaltungsfachangestellte (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich häufig über tarifliche Stufenlaufzeiten aus; mit jeder Stufe steigt das Grundentgelt, Sprünge kommen meist mit Aufgabenwechseln. sowie Tarifbindung im öffentlichen Dienst (z. B. TVöD oder TV-L) sorgt meist für transparente Entgeltgruppen und Stufen; ohne Tarif sind Gehälter stärker verhandlungs- und haushaltsabhängig.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. E5 TVöD / E6 TVöD), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: