Duales Studium Hebammenkunde Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.400 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

4.010 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.550 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: TVöD EG 9-11 / P 14-16. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.700 €
4.100 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 4.010 € brutto/Monat

Zeitarbeit für Geburtskliniken
5.010 €
+25%
Hausgeburten
4.810 €
+20%
Personalvermittlung Pflege
4.810 €
+20%
Geburtshilfe
4.610 €
+15%
Geburtshäuser
4.410 €
+10%
Wochenbettbetreuung
4.210 €
+5%
Kinderkliniken
4.210 €
+5%
Wochenbettstationen
4.010 €
+0%
Schwangerschaftsvorsorge
3.810 €
-5%
Ambulante Hebammenpraxen
3.610 €
-10%
Hebammenschulen
3.410 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Stationsalltag und im Kreißsaal ist meist vom Dualen Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) die Rede, auch wenn die formale Berufsbezeichnung Hebamme / Entbindungspfleger (B.Sc.) (m⁠/⁠w⁠/⁠d) lautet. Die Arbeit umfasst die Begleitung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett, von Aufnahmegesprächen über Vorsorgechecks bis zur Überwachung von Wehenverlauf, Vitalwerten und Bonding.

Gearbeitet wird vor allem in klinischen Settings mit Schichtdienst, teils auch im Wechsel zwischen Kreißsaal, Wochenstation und Ambulanz. Beschäftigung findet sich beispielsweise in Krankenhäusern mit Geburtshilfe, Geburtshäusern, hebammengeleiteten Kreißsälen oder in Praxiskonstellationen rund um Vor- und Nachsorge, häufig in enger Abstimmung mit Gynäkologie und Pädiatrie.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.612 €

4.255 € – 4.715 €

+15%

Frankfurt am Main

4.411 €

4.070 € – 4.510 €

+10%

Stuttgart

4.371 €

4.033 € – 4.469 €

+9%

Düsseldorf

4.170 €

3.848 € – 4.264 €

+4%

Hamburg

4.090 €

3.774 € – 4.182 €

+2%

Nürnberg

4.090 €

3.774 € – 4.182 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

4.010 €

3.700 € – 4.100 €

±0%

Köln

4.010 €

3.700 € – 4.100 €

±0%

Hannover

4.010 €

3.700 € – 4.100 €

±0%

Essen

3.970 €

3.663 € – 4.059 €

-1%

Dortmund

3.930 €

3.626 € – 4.018 €

-2%

Bremen

3.890 €

3.589 € – 3.977 €

-3%

Berlin

3.810 €

3.515 € – 3.895 €

-5%

Leipzig

3.609 €

3.330 € – 3.690 €

-10%

Dresden

3.609 €

3.330 € – 3.690 €

-10%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich Unterschiede zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und strukturschwächeren Regionen. In Metropolregionen und süddeutschen Bundesländern liegen Vergütungen oft höher, während in Teilen Ostdeutschlands und in ländlichen Räumen niedrigere Niveaus häufiger sind.

Ein Gehaltstreiber sind unterschiedliche Lebenshaltungskosten und die jeweilige Tarif- und Kliniklandschaft, die die Spielräume bei Zulagen und Eingruppierungen beeinflusst.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die Hebammenkunde

Der Zugang zur Tätigkeit erfolgt im Regelfall über ein Hochschulstudium im Rahmen des Dualen Studiums Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Das duale Studienmodell verbindet wissenschaftliche Inhalte an einer Hochschule mit längeren Praxisphasen in klinischen und außerklinischen Versorgungseinrichtungen. Ziel ist die Qualifikation für die verantwortliche Begleitung von Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillzeit sowie für präventive und beratende Aufgaben rund um die Familiengesundheit.

Voraussetzungen für den Studienplatz

Formale Voraussetzung ist üblicherweise eine Hochschulzugangsberechtigung, also je nach Hochschule etwa die allgemeine Hochschulreife, Fachhochschulreife oder eine als gleichwertig anerkannte Vorbildung. In der Praxis sind zudem vertragliche bzw. organisatorische Einbindungen in einen kooperierenden Praxisträger typisch, da die Praxisanteile verbindlich in den Studienablauf integriert sind. Häufig spielen auch gesundheitliche Eignung und der Nachweis von Impf- oder Infektionsschutzanforderungen eine Rolle, weil die Einsätze im Gesundheitswesen stattfinden.

Wissenschaftliche Grundlagen und Praxisphasen

Inhaltlich umfasst das Studium medizinische, pflege- und sozialwissenschaftliche Grundlagen sowie geburtshilfliche Diagnostik, evidenzbasiertes Handeln, Notfallmanagement und interprofessionelle Zusammenarbeit. Die Praxisphasen finden unter Anleitung statt und decken verschiedene Versorgungssettings ab, etwa Kreißsaal, Wochenstation, Schwangerenambulanz oder auch die aufsuchende Versorgung. Der Abschluss führt zur formalen Berufsbezeichnung Hebamme / Entbindungspfleger (B.Sc.) (m⁠/⁠w⁠/⁠d), die für die Berufsausübung im regulierten Berufsfeld maßgeblich ist.

Sicheres Handeln in Akutsituationen

Ergänzend können je nach Hochschul- und Landesrahmen besondere Anrechnungs- oder Übergangslösungen vorkommen, etwa bei einschlägiger Vorbildung im Gesundheitswesen; sie ersetzen den Regelzugang über das Hochschulstudium jedoch nicht. Persönlich sind Belastbarkeit, sicheres Handeln in wechselnden und teils akuten Situationen, ein hohes Maß an Kommunikationsfähigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein wichtig. Ebenso prägend sind Teamfähigkeit und die Fähigkeit, auch unter Zeitdruck strukturiert zu dokumentieren und mit sensiblen Informationen professionell umzugehen.

Hochschulstudium

Bachelor / MasterAkademisch

Für die Tätigkeit als Duales Studium Hebammenkunde ist ein Duales Studium (B.Sc.) erforderlich.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
(Fach-)Hochschulreife
Abschluss
Akademischer Grad

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Duales Studium Hebammenkunde

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
mittel
Klinische Dokumentations- und KIS-SystemeDigitales CTG- und FetalmonitoringTelehealth- und VideokonferenzplattformenMobile Dokumentationsgeräte (Tablets, Visitenwagen)Digitale Medikations- und Laborinformationssysteme

Hinweis: Studierende erhalten keine Ausbildungsvergütung, können aber BAföG, Stipendien oder Werkstudententätigkeiten nutzen.

Ausbildung & Berufseinstieg

Qualifikation durch duales Studium

Der Regelzugang in den Beruf führt über ein Hochschulstudium im dualen Format. Das duale Studium Hebammenkunde verbindet wissenschaftliche Inhalte mit längeren Praxisphasen in kooperierenden Kliniken und teilweise auch im außerklinischen Umfeld. Am Ende steht die formale Berufsbezeichnung Hebamme / Entbindungspfleger (B.Sc.) (m⁠/⁠w⁠/⁠d), die für die Berufsausübung im Gesundheitswesen maßgeblich ist.

Studiendauer und fachliche Schwerpunkte

Typisch ist eine Studiendauer von drei bis vier Jahren, in der sich Theorieblöcke an der Hochschule und praktische Einsätze eng abwechseln. Inhalte reichen von Schwangerschaftsbetreuung, Geburtshilfe und Wochenbettversorgung bis zu Notfallsituationen, Beratung und interprofessioneller Zusammenarbeit. Für den Zugang wird in der Regel die Qualifikation: abitur vorausgesetzt; hilfreich sind darüber hinaus Belastbarkeit, ein sicherer Umgang mit Verantwortung, Kommunikationsfähigkeit und ein strukturierter Arbeitsstil.

Rahmenbedingungen nach Entgeltgruppen

Die praktische Ausbildung ist vergütet, häufig im Rahmen tariflicher Regelungen, wobei die Tarifbindung: ja (branchenabhängig) in vielen Einrichtungen eine Rolle spielt. Nach dem Abschluss liegt das Einstiegsgehalt typischerweise bei 3.400 € brutto pro Monat; je nach Arbeitgeberstruktur, Einsatzbereich und Tarifumfeld bewegt sich der Einstieg innerhalb eines Rahmens von 3.250 € bis 3.490 € brutto monatlich. Im Berufsalltag gehören dazu unter anderem die Begleitung von Geburten, Dokumentation, Beratungsgespräche sowie die Abstimmung mit Ärztinnen und Ärzten und der Pflege.

Perspektiven in der klinischen Versorgung

Beim Berufseinstieg starten viele in Kreißsaal-Teams, in der Schwangerenambulanz oder auf Wochenbettstationen, teils auch mit Einbindung in Bereitschaftsdienste. Erste Entwicklungsschritte ergeben sich häufig über Spezialisierungen, etwa in der Familienhebammenarbeit, Stillberatung oder im Qualitäts- und Praxisanleitungsbereich. In Leitungsfunktionen oder mit weiterführender akademischer Qualifikation können sich Aufgaben in Organisation, Personalverantwortung oder Lehre verschieben, wobei die Vergütung dann stärker vom jeweiligen Träger und dessen Entgeltstruktur geprägt ist.

Berufliche Entwicklungsoptionen Duales Studium Hebammenkunde

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Gesundheits- und Krankenpfleger/in (Schwerpunkt Gynäkologie/Geburtshilfe)

Hoher Aufwand

Pflege und Überwachung von Patientinnen rund um gynäkologische Eingriffe, Schwangerschaft und Wochenbett sowie Unterstützung diagnostischer und therapeutischer Maßnahmen.

Gehalt:
3.200 € - 4.200 € brutto/Monat
Ähnliches Arbeiten in der Frauengesundheit mit Beratungs- und Untersuchungskompetenz sowie häufige Schnittstellen zur Geburtshilfe.

Sozialarbeiter/in (B.A.) im Gesundheitswesen

Mittlerer Aufwand

Sozialrechtliche Beratung, Hilfeplanung und Koordination von Unterstützungsleistungen für Familien, unter anderem in Kliniken oder Beratungsstellen.

Gehalt:
3.300 € - 4.600 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap in Beratung, Prävention und Krisenintervention, häufig in Familien- und Perinatal-Kontexten.

Stillberater/in (IBCLC) / Laktationsberater/in

Mittlerer Aufwand

Fachberatung bei Stillproblemen, Schulungen und Begleitung von Familien in Klinik, Praxis oder freiberuflichen Settings.

Gehalt:
2.900 € - 4.200 € brutto/Monat
Beratung und Begleitung rund um Stillen, Bonding und Säuglingsernährung als anschlussfähiges Tätigkeitsfeld zur Wochenbettarbeit.

Familienhebamme (Zusatzqualifikation) / Familiengesundheitspflege (FGKiKP)

Leichter Wechsel

Aufsuchende Unterstützung von Familien in belasteten Lebenslagen mit Fokus auf Gesundheitsförderung, Bindung und Kindeswohl.

Gehalt:
3.400 € - 4.700 € brutto/Monat
Ähnliche Kompetenzen in Elternbildung, Prävention und Begleitung in den ersten Lebensjahren, häufig mit enger Kooperation zu Gesundheitsdiensten.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Hebamme im Kreißsaal (Berufseinstieg)

Tarifband (typisch):
3.250 € - 3.490 € brutto/Monat

Einsatz in der klinischen Geburtshilfe mit Begleitung von Geburten, Überwachung von Mutter und Kind sowie Zusammenarbeit im interprofessionellen Team.

Bachelorabschluss im dualen Studium Hebammenkunde, Berufszulassung als Hebamme / Entbindungspfleger (B.Sc.) (m/w/d), strukturierte Einarbeitung in der Klinik

Stufe 2:Hebamme (Berufserfahrung / erweitertes Aufgabenspektrum)

Gehalt:
3.700 € - 4.100 € brutto/Monat

Übernahme komplexerer Betreuungen, Anleitung von Studierenden in der Praxis und häufig zusätzliche Aufgaben in Organisation und Qualitätssicherung.

Mehrjährige Berufserfahrung, interne Fortbildungen (z. B. Notfallmanagement, CTG-Training), ggf. Praxisanleiter-Qualifikation

Stufe 3:Erfahrene Hebamme (Fachverantwortung im Team)

Gehalt:
4.200 € - 4.700 € brutto/Monat

Fachliche Verantwortung für Schwerpunktthemen im Kreißsaal oder auf Wochenbett-/Neonatologie-nahen Stationen sowie Mitwirkung an Standards und Einarbeitung.

Mehrjährige Berufserfahrung, nachweisbare Routine in Risikosituationen, vertiefende Fortbildungen und häufig Zusatzrollen (z. B. QM, Hygiene, Praxisanleitung)

Stufe 4:Leitende Hebamme / Teamleitung Geburtshilfe

Gehalt:
4.500 € - 6.000 € brutto/Monat

Personalführung, Dienst- und Einsatzplanung, Schnittstellenmanagement mit ärztlicher Leitung und Pflegedienst sowie Verantwortung für Prozesse und Qualität.

Mehrjährige Berufserfahrung, Führungsweiterbildung (z. B. Leitungskurs/Management im Gesundheitswesen), Kenntnisse in Arbeitsrecht/Personalplanung und Organisationsentwicklung

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Beleghebamme / freiberufliche außerklinische Geburtshilfe

praxisorientiert

Betreuung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett im Belegsystem oder außerklinisch inklusive Rufbereitschaft und Schnittstellenarbeit.

Gehalt:
3.600 € - 5.200 € brutto/Monat
Erfahrung in außerklinischen Settings, Notfalltrainings, Abrechnungs- und Dokumentationskenntnisse, je nach Setting zusätzliche Konzepte/Kooperationsverträge

Pränataldiagnostik-nahe Betreuung / Risikomanagement

interdisziplinär

Begleitung und Beratung bei Risikoschwangerschaften, Mitwirkung an Pfaden/Standards und enges Arbeiten mit Gynäkologie, Neonatologie und Anästhesie.

Gehalt:
4.100 € - 4.700 € brutto/Monat
Vertiefende Fortbildungen zu Risikoschwangerschaften, CTG- und Notfallmanagement, klinische Erfahrung im High-Risk-Setting

Praxisanleitung im dualen Studium Hebammenkunde

praxisorientiert

Anleitung, Beurteilung und Begleitung von Studierenden in Praxiseinsätzen sowie Mitwirkung an Ausbildungs- und Anleitungskonzepten.

Gehalt:
3.900 € - 4.500 € brutto/Monat
Praxisanleiter-Qualifikation, pädagogische Fortbildungen, Erfahrung in Anleitung und Feedback

Perinatal- und Wochenbettversorgung mit Fokus Still- und Bindungsförderung

interdisziplinär

Versorgung im Wochenbett, Stillmanagement, Früherkennung von Anpassungs- und Belastungssituationen sowie Elternedukation.

Gehalt:
3.800 € - 4.400 € brutto/Monat
Fortbildungen in Stillberatung (z. B. IBCLC-orientiert), Gesprächsführung, Screening und interprofessionelle Zusammenarbeit

Qualitätsmanagement in der Geburtshilfe

strategisch

Entwicklung und Pflege von Standards, Audit- und Kennzahlenarbeit sowie Begleitung von Verbesserungsprojekten im geburtshilflichen Bereich.

Gehalt:
4.200 € - 5.300 € brutto/Monat
QM-Weiterbildung (z. B. Auditor/in), Prozessmanagement, Erfahrung mit Leitlinien/Standards und Dokumentationssystemen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.612 €
Großunternehmen
4.411 €
Mittelstand
4.010 €
Kleinunternehmen
3.529 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.010 € brutto/Monat

Zeitarbeit für Geburtskliniken
5.013 €
+25%
Hausgeburten
4.812 €
+20%
Personalvermittlung Pflege
4.812 €
+20%
Geburtshilfe
4.612 €
+15%
Geburtshäuser
4.411 €
+10%
Wochenbettbetreuung
4.211 €
+5%
Kinderkliniken
4.211 €
+5%
Wochenbettstationen
4.010 €
+0%
Schwangerschaftsvorsorge
3.810 €
-5%
Ambulante Hebammenpraxen
3.609 €
-10%
Hebammenschulen
3.409 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Duales Studium Hebammenkunde

Mit wachsender Routine in Kreißsaal, Wochenbett und Beratung steigt das Einkommen meist schrittweise von rund 3.400 € brutto im Monat in den ersten Berufsjahren auf etwa 4.550 € bei ausgeprägter Berufserfahrung. Die Entwicklung hängt stark davon ab, ob neben der klinischen Versorgung zusätzliche Aufgaben wie Praxisanleitung, Qualitätsarbeit oder die Koordination von Abläufen übernommen werden. Der Arbeitsmarkt bleibt von Bedarf an qualifizierten Hebammen geprägt, zugleich erhöhen digitale Dokumentation, KIS-Systeme sowie CTG- und Fetalmonitoring die Anforderungen. Telehealth-Formate ergänzen die Vor- und Nachsorge und erfordern Datenschutzroutine.

1. Jahr3.400 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), Berufsstart nach Studienabschluss; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.530 €
Berufseinstieg (zunehmende Selbstständigkeit)

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), sichere Praxis in Basisabläufen; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.660 €
Berufliche Festigung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), wachsende Verantwortung im Dienst; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.790 €
Berufliche Festigung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), mehr Routine in Betreuung und Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr4.010 €
Berufliche Festigung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), stabiler Einsatz in Kernbereichen; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.150 €
Erfahrung & Spezialisierung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), Vertiefung z. B. in Risikogeburten/Versorgungspfaden; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.290 €
Erfahrung & Spezialisierung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), erweiterte Zuständigkeiten im Team; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.420 €
Erfahrung & Spezialisierung

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), hohe Fall- und Beratungssicherheit; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.550 €
Erfahrene Fachkraft

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), sehr erfahrene Fachpraxis; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.690 €
Erfahrene Fachkraft (mit optionaler Verantwortungsfunktion)

Hochschulstudium (Qualifikation: abitur), ggf. Praxisanleitung/Qualitätsaufgaben (einrichtungsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: TVöD EG 9-11 / P 14-16. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegen Monatsgehälter typischerweise bei rund 3.400 € brutto, mit einer Orientierungsspanne von 3.250 € bis 3.490 € brutto. Mit wachsender Routine, sicherer Fallführung und tariflichen Stufen oder internen Anpassungen bewegt sich das Niveau nach einigen Jahren spürbar nach oben.

Nach etwa fünf Jahren Berufserfahrung sind etwa 4.010 € brutto pro Monat üblich, während erfahrene Fachkräfte im Schnitt bei rund 4.550 € brutto liegen. Deutlichere Sprünge entstehen meist dann, wenn zusätzliche Verantwortung übernommen wird, etwa in Leitungs- oder Koordinationsfunktionen, wo sich Vergütungen um 5.250 € brutto pro Monat bewegen können.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Tarifbindung im Krankenhaus wirkt häufig als Stabilitätsfaktor, inklusive Stufensteigerungen und typischer Zuschläge für Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste.
  • 2
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit erhöhen die Eingruppierungschancen und die Übernahme komplexerer Fälle, etwa in der Risikogeburtshilfe oder im Notfallmanagement.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie Still- und Laktationsberatung, Praxisanleitung, CTG- und Notfalltrainings oder Zusatzkompetenzen in der pränatalen Beratung können Aufgabenprofil und Vergütung erweitern.
  • 4
    Spezialisierungen wie Beckenbodentraining, Geburtsvorbereitung, Wochenbett- und Familienhebammenarbeit oder Mitarbeit im hebammengeleiteten Kreißsaal beeinflussen Verantwortungsumfang und Zulagenmodelle.
  • 5
    Einrichtungsgröße und Versorgungsstufe der Klinik spielen mit hinein: größere Häuser mit höherer Fallzahl und mehr Schichtabdeckung bieten häufiger Zuschlags- und Entwicklungsmodelle.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für das Duale Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) wird in vielen Regionen von einer stabilen bis steigenden Nachfrage geprägt, weil Geburtshilfe personell eng getaktet ist und zugleich verlässliche Schichtabdeckung benötigt. In Kliniken wirken zudem organisatorische Vorgaben und Qualitätsanforderungen als Treiber für eine kontinuierliche Personalplanung.

Veränderungen ergeben sich durch stärkere Interdisziplinarität, digitale Dokumentation und standardisierte Pfade in der Geburtshilfe, etwa bei Screening, CTG-Auswertung und Nachsorgekoordination. Für Berufseinsteiger eröffnen sich dadurch häufig frühe Einsatzmöglichkeiten in Kreißsaal, Wochenbett und Ambulanzen, begleitet von strukturierten Einarbeitungen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Mit welchem Einstiegsgehalt kann man als Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach dem Studium rechnen?

Absolventen steigen typischerweise mit etwa 3.400 € brutto/Monat ein. Die Vergütung hängt dabei stark von Trägerschaft, Klinikgröße und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) im Laufe der Karriere?

Wer Verantwortung übernimmt und sich fachlich weiterentwickelt, kann sein Gehalt deutlich steigern. Das Spektrum reicht vom Einstieg bei 3.400 € brutto/Monat bis hin zu 4.550 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte – bei Leitungsfunktionen mitunter auch darüber.

In welchen Branchen arbeitet man als Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d) und wie unterscheidet sich die Vergütung?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Geburtshäuser, Hausgeburten, Schwangerschaftsvorsorge, Wochenbettbetreuung, Geburtshilfe (Kreißsäle) oder Wochenbettstationen. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Was verdient ein erfahrener Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Mit 6–10 Jahren Berufserfahrung liegen die Gehälter bei etwa 4.550 € brutto/Monat. In Führungspositionen und Spezialistenrollen sind Gehälter bis 6.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Qualifikationen erhöhen das Gehalt als Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Neben der Berufserfahrung beeinflussen vor allem Zusatzqualifikationen, Spezialisierungen und Führungskompetenzen die Vergütung. Besonders honoriert werden relevante Zertifizierungen und tiefe Branchenkenntnisse.

Wie ist die aktuelle Arbeitsmarktsituation für den Beruf Duales Studium Hebammenkunde (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Nachfrage nach Fachkräften in diesem Bereich ist derzeit hoch. Die Vergütung orientiert sich am Marktdurchschnitt der jeweiligen Region und Branche.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. TVöD EG 9-11 / P 14-16), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: