Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.200 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.900 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.800 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: IG Metall EG 7-9 / ver.di TVöD E6-E8. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.700 €
4.300 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.900 € brutto/Monat

Elektromobilität
4.880 €
+25%
Automobilzulieferer
4.680 €
+20%
Antriebstechnik
4.490 €
+15%
Fahrzeugtechnik
4.490 €
+15%
Maschinenbau
4.290 €
+10%
Elektromaschinenbau
4.290 €
+10%
Betriebstechnik
4.100 €
+5%
Instandhaltung
3.900 €
+0%
Elektromotoren-Reparatur
3.710 €
-5%
Elektrotechnik-Handwerk
3.510 €
-10%
Lebensmittelverarbeitung
3.510 €
-10%
Werkstattbetriebe
3.320 €
-15%
Personaldienstleister
3.320 €
-15%
Zeitarbeit
3.120 €
-20%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik arbeiten nah an motorischen und mechatronischen Systemen, häufig an Elektromotoren, Antrieben, Umrichtern und zugehörigen Steuerungen. Der Alltag umfasst Montage, Inbetriebnahme, Prüfung und Fehlersuche, dazu Mess- und Diagnosearbeiten sowie das Dokumentieren von Arbeitsschritten und Prüfergebnissen.

Gearbeitet wird je nach Einsatz in Werkstätten, Fertigungshallen oder im Service direkt an Anlagen, teilweise auch beim Kunden vor Ort. Beschäftigung findet sich unter anderem im Maschinen- und Anlagenbau, in der industriellen Instandhaltung, bei Herstellern von Antriebssystemen, in der Energie- und Umwelttechnik sowie beispielsweise in Betrieben der Automatisierungstechnik oder bei technischen Dienstleistern.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.602 €

4.366 € – 5.074 €

+18%

Frankfurt am Main

4.485 €

4.255 € – 4.945 €

+15%

Stuttgart

4.368 €

4.144 € – 4.816 €

+12%

Düsseldorf

4.290 €

4.070 € – 4.730 €

+10%

Hamburg

4.212 €

3.996 € – 4.644 €

+8%

Köln

4.134 €

3.922 € – 4.558 €

+6%

Nürnberg

3.978 €

3.774 € – 4.386 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.900 €

3.700 € – 4.300 €

±0%

Hannover

3.900 €

3.700 € – 4.300 €

±0%

Essen

3.861 €

3.663 € – 4.257 €

-1%

Dortmund

3.822 €

3.626 € – 4.214 €

-2%

Berlin

3.783 €

3.589 € – 4.171 €

-3%

Bremen

3.783 €

3.589 € – 4.171 €

-3%

Leipzig

3.510 €

3.330 € – 3.870 €

-10%

Dresden

3.510 €

3.330 € – 3.870 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Gehaltsunterschiede zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken Industrieclustern und strukturschwächeren Regionen. In Süddeutschland und in Teilen Westdeutschlands werden für Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik tendenziell höhere Gehälter gezahlt als in vielen ostdeutschen Bundesländern.

Gehaltstreiber sind vor allem unterschiedliche Tariflandschaften, die Dichte großer Industriebetriebe sowie abweichende Lebenshaltungs- und Mietkosten, die sich in Entgeltstrukturen niederschlagen können.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung in Industriebetrieben

Der Regelzugang zur Tätigkeit führt über eine duale Ausbildung in Industrie- und Produktionsbetrieben, etwa im Maschinenbau oder in Bereichen mit komplexen Antriebs- und Automatisierungssystemen. Formal festgelegt ist die Ausbildung im Berufsbildungsgesetz (BBiG). In der Praxis erwarten Betriebe häufig einen schulischen Abschluss und nachvollziehbare Grundlagen in Mathematik und Physik; im Bewerbungsprozess zählen daneben ein überzeugender Gesamteindruck, Sorgfalt und ein belastbarer Bezug zu technischen Aufgaben.

Praxisphasen in Produktion und Montage

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und ist als Wechsel aus Betrieb und Berufsschule organisiert. Im Betrieb stehen typische Abläufe aus Industrie & Produktion im Mittelpunkt: Montage und Verdrahtung, Inbetriebnahme von Maschinen, Prüfung elektrischer Funktionen, systematisches Eingrenzen von Fehlern sowie das Arbeiten mit Schaltplänen und Messmitteln. Je nach Einsatzfeld kommen auch Steuerungs- und Antriebskomponenten hinzu, was die Schnittstelle zu Maschinenbau und prozessnahen Umgebungen, etwa Chemie/Labor, berührt.

Abschlussprüfung vor der Handelskammer

Der Abschluss erfolgt über die IHK-Abschlussprüfung vor der IHK (Industrie- und Handelskammer). Üblich sind dabei prüfungsnahe Praxisaufgaben, Dokumentation und Fachgespräch, ergänzt um schriftliche Teile. Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ist im dualen System grundsätzlich möglich, wenn die formalen Voraussetzungen erfüllt sind und der Ausbildungsbetrieb zustimmt; in der betrieblichen Praxis hängt das häufig von Vorbildung und Leistung in Betrieb und Berufsschule ab.

Sicherheitsbewusstsein im technischen Umfeld

Für die Tätigkeit werden neben technischem Verständnis vor allem eine zuverlässige Arbeitsweise, Aufmerksamkeit für Sicherheitsregeln und eine ruhige Fehleranalyse erwartet. Häufig relevant sind auch körperliche Belastbarkeit, sicheres Arbeiten in der Nähe bewegter Maschinenteile und ein belastbarer Umgang mit Lärm oder Schichtstrukturen, je nach Produktionsumfeld.

Aufstieg zum Meister oder Techniker

Nach dem Abschluss sind fachlich passende Aufstiegswege vor allem technisch-gewerblich geprägt. Infrage kommen etwa Industriemeister/innen (IHK, z. B. Metall oder Elektrotechnik) oder die Qualifikation als staatlich geprüfte/r Techniker/in (landesrechtlich, Fachschule), beispielsweise mit Schwerpunkten in Elektrotechnik, Automatisierung oder Maschinentechnik. Spezialisierungen ergeben sich zudem betriebsnah, etwa über vertiefte Aufgaben in Instandhaltung, Antriebstechnik, Prüf- und Messtechnik oder Inbetriebnahme in industriellen Anlagen.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3,5-jährigen Ausbildung als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.243 €
2. Lehrjahr
1.300 €
3. Lehrjahr
1.350 €
4. Lehrjahr
1.400 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (4. Lehrjahr) – 1.400 € brutto/Monat

Großkonzern
1.610 €
+15%
Großunternehmen
1.540 €
+10%
Mittelstand
1.400 €
+0%
Kleinunternehmen
1.232 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Elektrische Antriebstechnik (Frequenzumrichter, Servoantriebe, Drehstrommotoren)Industrie 4.0 und vernetzte ProduktionsanlagenSPS und industrielle SteuerungstechnikZustandsüberwachung und Predictive MaintenanceSensorik und Aktorik in Maschinen und AnlagenMaschinensicherheit (Sicherheitstechnik, Not-Halt, sichere Antriebe)

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Eignungstest im Werkstattumfeld

Der Einstieg in den Beruf Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung. Im Bewerbungsprozess zählen neben den üblichen Unterlagen oft ein kurzer Eignungstest oder ein praktischer Eindruck aus dem Betrieb, etwa durch ein Kennenlernen im Werkstattumfeld. Erwartet werden häufig ein mittlerer Schulabschluss oder ein guter Hauptschulabschluss, dazu solide Grundlagen in Mathematik und Physik sowie Sorgfalt, technisches Verständnis und ein verlässlicher Umgang mit Sicherheitsregeln.

Rahmenbedingungen nach gesetzlichen Vorgaben

Die Ausbildung ist nach BBiG geregelt und führt über die IHK zur IHK-Abschlussprüfung. Mit einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren wechseln sich Berufsschule und betriebliche Praxis ab, wobei typische Inhalte von Antriebssystemen und Steuerungen über Mess- und Prüftechnik bis zur Fehlersuche reichen. Die Ausbildung ist vergütet; je nach Branche und Betrieb spielt Tarifbindung eine Rolle, weil sie Abläufe, Eingruppierungen und Rahmenbedingungen häufig mitprägt.

Erste Schritte in der Instandhaltung

Nach dem Abschluss beginnt der Berufseinstieg häufig in der Instandhaltung, im Maschinenbau- oder Produktionsumfeld, im Service oder in der Montage von elektrischen Antrieben und Komponenten. Beim Einstieg liegt das Gehalt typischerweise um 3.200 € brutto/Monat; je nach Einsatzfeld sind auch 2.900 € bis 3.600 € brutto/Monat als Einstiegsrahmen anzutreffen. Inhaltlich stehen anfangs oft wiederkehrende Prüf- und Wartungsaufgaben, das strukturierte Eingrenzen von Störungen sowie das Dokumentieren von Messergebnissen im Vordergrund.

Verantwortung für komplexe Instandsetzungen

Mit wachsender Praxis verlagert sich der Schwerpunkt häufig von klar abgegrenzten Arbeitsaufträgen hin zu komplexeren Instandsetzungen, inbetriebnahmen oder der Abstimmung mit Mechanik, Automatisierung und Produktion. Weiterentwicklungen ergeben sich etwa über Spezialisierungen im Bereich Antriebssysteme, Prüfmittel oder Serviceeinsätze; in manchen Betrieben kommen Aufgaben mit Koordinationsanteil hinzu, ohne dass sich Tätigkeitsprofile überall gleich darstellen.

Einflussfaktoren der betrieblichen Organisation

Die konkrete Vergütung und die ersten Schritte nach der Ausbildung hängen in der Praxis stark von Branche, Unternehmensgröße, Schichtsystemen und regionalen Strukturen ab. Auch die betriebliche Organisation, etwa ob ein Betrieb stark serviceorientiert arbeitet oder überwiegend intern instand hält, beeinflusst, wie schnell eigenständige Einsätze, Bereitschaftsdienste oder Anlagenverantwortung Bestandteil des Einstiegs werden.

Berufliche Entwicklungsoptionen Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Installation, Wartung und Störungsbeseitigung an elektrischen Anlagen in Industriebetrieben inklusive Schalt- und Steuerungstechnik.

Gehalt:
3.200: 4.600 € brutto/Monat
Ähnliche Arbeit an elektrischen Antrieben, Schaltanlagen und Fehlersuche; Skill-Overlap bei Mess-/Prüftechnik und Instandhaltung.
Mittlerer Aufwand

Aufbau, Inbetriebnahme und Instandhaltung mechatronischer Systeme mit Schnittstellen zwischen Mechanik, Elektrik und Steuerung.

Gehalt:
3.100: 4.500 € brutto/Monat
Hoher Überschneidungsbereich in Mechanik/Elektromechanik, Montage, Instandsetzung und Fehlerdiagnose an Maschinen.
Mittlerer Aufwand

Fertigung, Prüfung und Instandsetzung elektronischer Geräte/Baugruppen sowie Unterstützung bei Fehlersuche und Dokumentation.

Gehalt:
2.900: 4.200 € brutto/Monat
Gemeinsame Basis bei Antriebskomponenten, Baugruppenmontage und Prüfarbeiten; stärkerer Fokus auf Verdrahtung und Serienfertigung.
Leichter Wechsel

Installation und Instandhaltung elektrischer Systeme im handwerklichen Umfeld, je nach Betrieb mit Schwerpunkt Service und Kundenauftrag.

Gehalt:
2.700: 3.900 € brutto/Monat
Overlap bei elektrischen Maschinen, Wicklungstechnik und Reparaturprozessen; oft näher am Handwerk/Servicegeschäft.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (Fachkraft)

Gehalt:
2.900: 3.600 € brutto/Monat

Einsatz in Montage, Instandhaltung und Prüfung von elektrischen Maschinen und Antriebssystemen, häufig mit eigenständiger Störungsanalyse im Betrieb.

Duale Berufsausbildung nach BBiG mit IHK-Abschlussprüfung, erste Berufserfahrung im Betrieb

Stufe 2:Erfahrene Fachkraft / Schichtführer (ohne disziplinarische Führung)

Gehalt:
3.700: 4.300 € brutto/Monat

Koordination von Arbeitsabläufen im Team, Übernahme von Qualitäts- und Terminverantwortung sowie Anlaufbetreuung bei Reparaturen oder Serienproblemen.

Mehrjährige Berufserfahrung, häufig innerbetriebliche Qualifizierungen (z. B. Arbeitssicherheit, Prüf- und Messmittelkompetenz), tarifgebunden je nach Branche

Stufe 3:Spezialist / Senior-Elektroniker für Antriebstechnik

Gehalt:
4.500: 5.500 € brutto/Monat

Vertiefte Verantwortung für komplexe Fehlerbilder, Parametrierung/Abgleich von Antrieben und Unterstützung bei technischen Änderungen oder Inbetriebnahmen.

Mehrjährige Praxis, nachweisbare Expertise (z. B. Umrichter-, Servo- oder Schutztechnik), je nach Betrieb Schulungen/Herstellerzertifikate

Stufe 4:Teamleiter Instandhaltung / Werkstatt (erweiterte Verantwortung)

Gehalt:
4.670: 6.000 € brutto/Monat

Fachliche und organisatorische Leitung (Schicht-/Einsatzplanung, Priorisierung von Störungen, Abstimmung mit Produktion/Qualität) und häufig Mitwirkung an Kennzahlen und Verbesserungsprojekten.

Mehrjährige Erfahrung, zusätzliche Qualifikation für Führungs- und Organisationsaufgaben (betriebsintern oder über Weiterbildung), tarifliche Eingruppierung branchenabhängig

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Störungsdiagnose an Antrieben und elektrischen Maschinen

diagnosetechnisch

Systematische Fehlersuche (Messungen, Isolations-/Schutzprüfungen, Analyse von Fehlercodes) und Ableitung nachhaltiger Abstellmaßnahmen.

Gehalt:
3.800: 4.700 € brutto/Monat
Aufbaukurse Mess- und Prüftechnik, betriebliche Freigabeprozesse/Arbeitssicherheit, je nach Betrieb Qualifikation für elektrische Prüfungen

Instandhaltung elektrischer Maschinen (Motoren/Generatoren)

instandhaltend

Wartung, Reparatur und Funktionsprüfung inkl. Lager-/Dichtungsthemen, Auswuchten, Endprüfung und Dokumentation.

Gehalt:
3.700: 4.600 € brutto/Monat
Betriebliche Qualifizierungen zu Prüfabläufen/Qualität, ggf. Herstellertrainings und interne Prozessfreigaben

Umrichter- und Servoantriebstechnik (Parametrierung/Inbetriebnahme)

automatisierungstechnisch

Parametrierung, Abgleich und Optimierung von Frequenzumrichtern/Servoreglern sowie Schnittstellen zu Steuerungen und Feldbussen.

Gehalt:
4.200: 5.100 € brutto/Monat
Herstellerseminare (Antrieb/Umrichter), Kenntnisse in Feldbus/Industrienetzwerken, betriebliche Inbetriebnahme- und Dokumentationsstandards

Prüfstand/End-of-Line-Prüfung für Antriebssysteme

qualitätssichernd

Durchführung und Auswertung von Prüfabläufen (Leerlauf-/Lasttests, Schutzprüfungen, Protokollierung) sowie Fehlerabstellung mit Produktion/Entwicklung.

Gehalt:
3.900: 4.800 € brutto/Monat
Qualitäts- und Prüfprozesse im Betrieb, Messmittelkompetenz, Dokumentation nach internen Vorgaben

Außendienst-/Serviceeinsätze für Antriebe und Maschinen

serviceorientiert

Fehlerbehebung, Austausch/Reparatur und Inbetriebnahme beim Kunden, häufig inklusive Einsatzplanung und technischer Rückmeldungen.

Gehalt:
4.000: 5.200 € brutto/Monat
Produktschulungen, Arbeitssicherheitsunterweisungen, je nach Einsatzgebiet Zusatzschulungen zu Anlagen-/Kundenspezifika

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.485 €
Großunternehmen
4.290 €
Mittelstand
3.900 €
Kleinunternehmen
3.432 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.900 € brutto/Monat

Elektromobilität
4.875 €
+25%
Automobilzulieferer
4.680 €
+20%
Antriebstechnik
4.485 €
+15%
Fahrzeugtechnik
4.485 €
+15%
Maschinenbau
4.290 €
+10%
Elektromaschinenbau
4.290 €
+10%
Betriebstechnik
4.095 €
+5%
Instandhaltung
3.900 €
+0%
Elektromotoren-Reparatur
3.705 €
-5%
Elektrotechnik-Handwerk
3.510 €
-10%
Lebensmittelverarbeitung
3.510 €
-10%
Werkstattbetriebe
3.315 €
-15%
Personaldienstleister
3.315 €
-15%
Zeitarbeit
3.120 €
-20%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Im technischen Betrieb zählt mit wachsender Routine vor allem die Fähigkeit, Maschinen und Antriebssysteme sicher in Betrieb zu nehmen, Störungen einzugrenzen und Anlagen zuverlässig am Laufen zu halten. Nach der dualen Ausbildung steigt das Einkommen typischerweise mit Einarbeitung, zunehmender Selbstständigkeit und Spezialisierung in elektrischer Antriebstechnik sowie Steuerungs- und Instandhaltungsthemen. Relevanter werden digitale Diagnose, SPS-Parametrierung und vernetzte Produktionsanlagen. Zusätzliche Koordinationsaufgaben sind möglich, hängen aber oft von Tarifbindung, Schichtorganisation und Betriebsgröße ab.

1. Jahr3.200 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.330 €
Berufseinstieg (erste selbstständige Einsätze)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.470 €
Berufliche Festigung

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.630 €
Berufliche Festigung (mehr Anlagenverantwortung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.900 €
Berufliche Festigung (Routine in Instandhaltung/Service)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr4.120 €
Erfahrung & Spezialisierung (z. B. Antriebe/SPS)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.350 €
Erfahrung & Spezialisierung (Diagnose & Parametrierung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.800 €
Erfahrene Fachkraft (komplexe Störungen, Inbetriebnahmen)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr5.070 €
Erfahrene Fachkraft (stärkere Prozess- und Anlagenverantwortung)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr5.420 €
Optionale Verantwortungsrolle (z. B. Teamkoordination/Schichtverantwortung, betrieblich abhängig)

Duale Berufsausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: IG Metall EG 7-9 / ver.di TVöD E6-E8. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das typische Monatsbrutto bei 3.200 €, je nach Betrieb und Aufgabenprofil sind 2.900 € bis 3.600 € üblich. In dieser Phase steigen Gehälter häufig über erste Stufungen, mehr eigenständige Einsätze und wachsende Routine in Fehlersuche, Messungen und Inbetriebnahmen.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt 3.900 € brutto im Monat erreicht, mit einer Spanne von 3.700 € bis 4.300 €. Als erfahrene Fachkraft sind 4.800 € monatlich verbreitet, bei 4.500 € bis 5.500 € je nach Verantwortung und Eingruppierung. Mit erweiterter Verantwortung oder Führung liegen Werte häufig um 5.420 € brutto im Monat.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über Entgeltstufen, komplexere Aufgaben in der Instandhaltung oder Verantwortung für Inbetriebnahmen direkt auf das Gehalt aus.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie SPS-Zertifikate (z. B. Siemens S7/TIA Portal), Schaltberechtigung bis 1 kV oder ein Kranschein können den Einsatzbereich erweitern und höhere Eingruppierungen erleichtern.
  • 3
    Tarifbindung im Betrieb, etwa durch Metall- und Elektro-Tarife, führt häufig zu klaren Gehaltsstufen, Zuschlägen und Sonderzahlungen, während außertarifliche Lösungen stärker individuell variieren.
  • 4
    Unternehmensgröße und Anlagenkomplexität spielen mit hinein: Große Produktionsbetriebe mit vielen Aggregaten, Umrichtern und kritischen Stillstandszeiten zahlen oft strukturierter als kleine Werkstätten.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf Antriebsauslegung, Frequenzumrichter, Condition Monitoring oder Reparatur von Großmaschinen, erhöhen die Nachfrage nach genau passenden Profilen und können sich im Gehalt zeigen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik wird in vielen Bereichen als stabil eingeschätzt, weil Anlagenverfügbarkeit, Wartung und Modernisierung kontinuierlich anfallen. Instandhaltung und Service bleiben in produzierenden Unternehmen oft ein dauerhafter Bedarf, auch wenn Investitionszyklen schwanken können.

Veränderungen ergeben sich durch zunehmende Automatisierung, digitale Diagnosemöglichkeiten und stärker vernetzte Antriebssysteme. Dadurch verschiebt sich der Schwerpunkt teilweise in Richtung systematischer Fehlersuche, parametrierbarer Komponenten und dokumentationsnaher Abläufe, was Berufseinsteigern strukturierte Einarbeitungsfelder bietet.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3,5-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.243 € auf 1.400 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.243 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.300 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.350 € brutto, im 4. Lehrjahr bei 1.400 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.200 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Wer Verantwortung übernimmt und sich fachlich weiterentwickelt, kann sein Gehalt deutlich steigern. Das Spektrum reicht vom Einstieg bei 3.200 € brutto/Monat bis hin zu 4.800 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte – bei Leitungsfunktionen mitunter auch darüber.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem IG Metall EG 7-9 / ver.di TVöD E6-E8 vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Maschinenbau, Antriebstechnik, Elektromaschinenbau, Elektrotechnik-Handwerk, Elektromotoren-Reparatur oder Werkstattbetriebe. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über Entgeltstufen, komplexere Aufgaben in der Instandhaltung oder Verantwortung für Inbetriebnahmen direkt auf das Gehalt aus. sowie Zusatzqualifikationen wie SPS-Zertifikate (z. B. Siemens S7/TIA Portal), Schaltberechtigung bis 1 kV oder ein Kranschein können den Einsatzbereich erweitern und höhere Eingruppierungen erleichtern.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. IG Metall EG 7-9 / ver.di TVöD E6-E8), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: