Elektroniker Luftfahrttechnik Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

3.100 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.630 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.300 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: IG Metall Entgeltgruppe 1-5 (Einstieg) / IG Metall Entgeltgruppe 6-9 (mit Erfahrung). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.200 €
4.100 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.630 € brutto/Monat

Avionik-Herstellung
4.360 €
+20%
Flugzeughersteller
4.180 €
+15%
Luftfahrttechnik
3.990 €
+10%
Verteidigungsindustrie
3.990 €
+10%
Luftfahrzeugwartung
3.810 €
+5%
Luftfahrtzulieferer
3.810 €
+5%
Bundeswehr
3.630 €
+0%
Technische Dienstleistungen
3.450 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Betrieb sagt man meist Elektroniker Luftfahrttechnik m/w/d, in der Ausbildungsordnung läuft der Beruf als Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme m/w/d.

Im Arbeitsalltag geht es um das Prüfen, Messen und Instandsetzen elektronischer und elektrischer Systeme in Luftfahrzeugen, etwa in Avionik-Baugruppen, Sensorik, Energieversorgung oder Verkabelung. Gearbeitet wird je nach Einsatzbereich in Hangars, Wartungs- und Instandhaltungsbetrieben, Prüfständen oder in Werkstätten, teils ergänzt durch Dokumentation am PC nach vorgegebenen Verfahren. Arbeitgeber finden sich beispielsweise bei Airlines und MRO-Dienstleistern, in der Luft- und Raumfahrtindustrie, bei Zulieferern für Bordelektronik oder in Organisationen mit eigenen Fluggeräten wie etwa Behörden und Werkflugabteilungen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.066 €

3.584 € – 4.592 €

+12%

Frankfurt am Main

3.993 €

3.520 € – 4.510 €

+10%

Düsseldorf

3.993 €

3.520 € – 4.510 €

+10%

Hamburg

3.920 €

3.456 € – 4.428 €

+8%

Stuttgart

3.848 €

3.392 € – 4.346 €

+6%

Köln

3.848 €

3.392 € – 4.346 €

+6%

Nürnberg

3.703 €

3.264 € – 4.182 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.630 €

3.200 € – 4.100 €

±0%

Hannover

3.630 €

3.200 € – 4.100 €

±0%

Essen

3.594 €

3.168 € – 4.059 €

-1%

Dortmund

3.557 €

3.136 € – 4.018 €

-2%

Berlin

3.521 €

3.104 € – 3.977 €

-3%

Bremen

3.521 €

3.104 € – 3.977 €

-3%

Leipzig

3.267 €

2.880 € – 3.690 €

-10%

Dresden

3.267 €

2.880 € – 3.690 €

-10%

Regionale Einschätzung

In der Regel liegen die Gehälter in wirtschaftsstarken Regionen wie Bayern und Baden-Württemberg sowie in Metropolräumen tendenziell höher als in vielen ostdeutschen Flächenländern.

Unterschiede ergeben sich vor allem aus der Dichte luftfahrttechnischer Arbeitgeber, der Tarifbindung vor Ort und den regionalen Lebenshaltungskosten, die sich in Gehaltsniveaus niederschlagen.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die Luftfahrttechnik

Der Zugang zur Tätigkeit als Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung. Betriebe erwarten im Bewerbungsprozess häufig einen mittleren Schulabschluss oder (je nach Einsatzfeld) die Hochschulreife; verbreitet sind Auswahlverfahren mit Eignungstests, Gesprächen und zum Teil arbeitsmedizinischen Prüfungen. Weil im Arbeitsalltag an sicherheitsrelevanten Systemen gearbeitet wird, spielen sorgfältige Dokumentation, Verantwortungsbewusstsein und eine stabile Konzentrationsfähigkeit eine zentrale Rolle.

Inhalte der dualen Qualifizierung

Die Ausbildung ist auf 3,5 Jahre angelegt und verbindet Praxisphasen im Betrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Typische Inhalte sind das Planen und Prüfen elektrischer und elektronischer Funktionen, das Montieren und Inbetriebnehmen von Baugruppen, das Messen und Analysieren von Signalen sowie das systematische Eingrenzen von Fehlern. Ergänzend kommen betriebliche Abläufe wie Prüfprotokolle, technische Unterlagen und qualitätsgesicherte Arbeitsweisen hinzu, wie sie in luftfahrttechnischen Umgebungen üblich sind.

Prüfungsabschluss vor der Kammer

Rechtlich ist die Ausbildung im Berufsbildungsgesetz verankert; die Abschlussprüfung wird vor der IHK (Industrie- und Handelskammer) abgelegt. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich sein, etwa bei passenden schulischen oder beruflichen Vorleistungen und entsprechender betrieblicher Zustimmung. Der Abschluss ist die Grundlage, um in Wartung, Fertigung oder Instandhaltung luftfahrttechnischer Systeme eingesetzt zu werden.

Aufstieg zur technischen Leitung

Nach dem Abschluss eröffnen sich fachlich naheliegende Aufstiegsfortbildungen, wenn mehr Verantwortung in Technik, Koordination oder Anleitung übernommen wird. Typisch sind technisch-gewerbliche Aufstiegsfortbildungen wie Industriemeister/in (IHK), beispielsweise in Metall oder Elektrotechnik, sowie die Qualifikation als staatlich geprüfte/r Techniker/in (landesrechtlich, Fachschule) mit passenden Schwerpunkten. Ergänzend sind Spezialisierungen über Hersteller- und Betriebsschulungen möglich, etwa zu Avionik-Komponenten, Prüftechnik oder qualitäts- und sicherheitsrelevanter Dokumentation.

Präzision im technischen Umfeld

Persönlich hilfreich sind gutes technisches Verständnis, feinmotorische Sicherheit und eine klare, teamorientierte Kommunikation, weil Arbeiten häufig abgestimmt und nachvollziehbar dokumentiert werden. Je nach Arbeitsplatz können Schichtmodelle, Arbeiten in engen Bereichen oder Tätigkeiten unter erhöhten Sicherheitsanforderungen hinzukommen, was Zuverlässigkeit und körperliche Belastbarkeit im beruflichen Alltag wichtig macht.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3,5-jährigen Ausbildung als Elektroniker Luftfahrttechnik

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.150 €
2. Lehrjahr
1.220 €
3. Lehrjahr
1.300 €
4. Lehrjahr
1.350 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (4. Lehrjahr) – 1.350 € brutto/Monat

Großkonzern
1.552 €
+15%
Großunternehmen
1.485 €
+10%
Mittelstand
1.350 €
+0%
Kleinunternehmen
1.188 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Elektroniker Luftfahrttechnik

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Avionik-Systeme (Kommunikation, Navigation, Überwachung)Fly-by-Wire- und FlugsteuerungssystemeBordnetz- und Energieversorgungssysteme in LuftfahrzeugenDiagnose- und Testsysteme für LuftfahrzeugelektronikSensorik und Aktorik in LuftfahrzeugenDigitale Wartungs- und Dokumentationssysteme

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Auswahlverfahren im Ausbildungsbetrieb

Der Einstieg in die Ausbildung zum Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) läuft in vielen Betrieben über klassische Bewerbungsunterlagen und ein Auswahlverfahren mit Eignungstests oder praktischen Aufgaben. Erwartet werden meist ein mittlerer Schulabschluss oder (je nach Betrieb) ein höherer Abschluss, dazu solide Grundlagen in Mathematik und Physik. Im Arbeitsalltag zählen Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und Teamfähigkeit, weil Prüf- und Dokumentationspflichten in der Luftfahrt eine zentrale Rolle spielen.

Theorie und Praxisphasen

Die Qualifikation erfolgt über eine duale Berufsausbildung zum Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach BBiG mit einer Ausbildungsdauer von 3,5 Jahren. Typisch ist der Wechsel zwischen Berufsschule und Betrieb: In der Berufsschule stehen unter anderem Elektrotechnik, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie technische Kommunikation im Vordergrund, im Betrieb kommen Montage, Fehlersuche und Funktionsprüfungen an luftfahrttechnischen Baugruppen hinzu. Die Ausbildung ist vergütet; in tarifgebundenen Unternehmen ist die tarifliche Ausbildungsvergütung häufig ein wichtiger Rahmenfaktor.

Einsatzbereiche nach der Ausbildung

Am Ende steht die IHK-Abschlussprüfung bei der IHK (Industrie- und Handelskammer). Nach dem Abschluss sind Einstiegspositionen häufig in der Instandhaltung, in der Endmontage, in der Avionik-nahen Geräteprüfung oder in der Qualitätssicherung angesiedelt. Beim Einstiegsgehalt werden im deutschlandweiten Durchschnitt rund 3.100 € brutto pro Monat erreicht; je nach Einsatzbereich und Betrieb sind auch 2.700 € bis 3.600 € brutto/Monat als Orientierungsspanne üblich.

Verantwortung in der Einarbeitungszeit

In den ersten Monaten nach der Übernahme prägen meist strukturierte Einarbeitung, Sicherheits- und Prozessschulungen sowie ein hoher Dokumentationsanteil den Alltag. Typisch sind Arbeiten nach Prüfplänen, das Messen und Bewerten elektrischer Parameter sowie die Rückmeldung von Befunden an Schnittstellen wie Fertigungssteuerung oder Engineering. Schichtmodelle und Bereitschaftsdienste können vorkommen, wenn Wartungsfenster oder Produktionsabläufe das nahelegen.

Spezialisierung auf komplexe Systeme

Weiterentwicklungswege ergeben sich häufig über Spezialisierungen, etwa auf bestimmte Luftfahrzeugmuster, Prüftechnik oder Fehlersuche in komplexen Systemen. Auch Rollen wie Teamkoordination, Arbeitsvorbereitung oder Qualitätsthemen sind in der Praxis anschlussfähig, wenn Erfahrung, Dokumentationssicherheit und Prozessverständnis wachsen. Welche Schritte betrieblich möglich sind, hängt meist stark von Zulassungen, internen Freigaben und der jeweiligen Organisationsstruktur ab.

Berufliche Entwicklungsoptionen Elektroniker Luftfahrttechnik

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Fertigung, Prüfung, Inbetriebnahme und Instandhaltung elektronischer Geräte, Baugruppen und Systeme in Industrie- oder Entwicklungsumgebungen.

Gehalt:
3.100 € - 4.300 € brutto/Monat
Hoher Overlap in Elektronik, Messtechnik, Fehlersuche und dokumentationsnahen Arbeitsprozessen, jedoch ohne luftfahrtspezifischen System- und Zulassungskontext.

Aufbau, Programmier-/Parametrierunterstützung, Inbetriebnahme und Störungsbeseitigung an automatisierten Anlagen und deren Sensorik/Aktorik.

Gehalt:
3.300 € - 4.700 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen in Automatisierungs-/Steuerungstechnik, Schaltplänen, Mess- und Prüftechnik sowie systematischer Inbetriebnahme.
Leichter Wechsel

Montage, Inbetriebnahme und Instandhaltung mechatronischer Systeme mit mechanischen, elektrischen und steuerungstechnischen Anteilen.

Gehalt:
3.200 € - 4.500 € brutto/Monat
Gemeinsame Basis in Verdrahtung, Prüfen, Fehlersuche und Arbeiten nach technischen Unterlagen, häufig in sicherheitsrelevanten Umgebungen.

Qualitätssicherungstechniker (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Prüfplanung und -durchführung, Auswertung von Messdaten, Dokumentation sowie Unterstützung bei Reklamations- und Abweichungsprozessen.

Gehalt:
3.600 € - 5.200 € brutto/Monat
Starker Bezug zu Qualitätsanforderungen, Prüfnachweisen und formaler Dokumentation, oft in regulierten Industrien mit auditfähigen Prozessen.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Elektroniker Luftfahrttechnik (m/w/d): Berufseinstieg

Gehalt:
2.900 € - 3.400 € brutto/Monat

Einstieg in Prüfung, Wartung und Instandhaltung luftfahrttechnischer elektronischer Systeme nach betrieblichen Vorgaben und Dokumentationsstandards.

Abgeschlossene duale Berufsausbildung (Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme) mit IHK-Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz; erste Praxiserfahrung im Betrieb

Stufe 2:Elektroniker Luftfahrttechnik (m/w/d): Fachkraft (mit Berufserfahrung)

Gehalt:
3.300 € - 4.000 € brutto/Monat

Eigenständige Fehlersuche, Systemtests und strukturierte Instandsetzung inklusive Freigabe- und Dokumentationsanteilen im Rahmen betrieblicher Prozesse.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Kenntnisse in Mess- und Prüftechnik sowie luftfahrtspezifischer Dokumentation

Stufe 3:Elektroniker Luftfahrttechnik (m/w/d): Senior/Prüftechnik (erfahrene Fachkraft)

Gehalt:
3.900 € - 4.700 € brutto/Monat

Übernahme komplexer Diagnosen, Abnahmen im Rahmen definierter Befugnisse sowie fachliche Unterstützung im Team bei kniffligen Störungen und Wiederholfehlern.

Umfangreiche Erfahrung in der Instandhaltung; nachweisbare Routine in Fehleranalysen, Prüfumgebungen und Qualitätsanforderungen

Stufe 4:Schicht-/Teamleitung Instandhaltung Avionik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
5.500 € - 6.400 € brutto/Monat

Koordination von Personal und Aufträgen, Sicherstellung von Terminen, Qualität und Dokumentation sowie Abstimmung mit angrenzenden Bereichen.

Mehrjährige Berufserfahrung; Führungs- bzw. Schichtkoordinationserfahrung; ergänzende Qualifikation für Leitungsaufgaben (betriebsintern/branchenüblich)

Stufe 5:Leitung Instandhaltung/Avionikbereich (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
6.200 € - 7.080 € brutto/Monat

Verantwortung für Kapazitätsplanung, Prozess- und Qualitätskennzahlen, Auditanforderungen sowie Personalführung in einem abgegrenzten Instandhaltungsbereich.

Langjährige Praxis in luftfahrttechnischen Instandhaltungsprozessen; erweiterte Führungsverantwortung; vertiefte Kenntnisse zu Qualitäts- und Compliance-Anforderungen

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Avionik-Diagnose & Fehlersuche (Line-/Base-Maintenance)

diagnostisch

Systematische Störungsanalyse an luftfahrttechnischen elektronischen Systemen, Interpretation von Messwerten und strukturierte Fehlerisolierung.

Gehalt:
3.800 € - 4.500 € brutto/Monat
Erweiterte Praxis in Mess- und Prüftechnik; betriebliche Schulungen zu Systemen/Prüfständen; dokumentationssichere Arbeitsweise

Prüfstandstechnik & Systemtest

diagnostisch

Durchführung und Bewertung von Funktions- und Systemtests an Komponenten/Subsystemen inklusive Prüfprotokollen und Traceability.

Gehalt:
3.900 € - 4.700 € brutto/Monat
Erfahrung mit Prüfumgebungen, Testabläufen und Auswertelogik; betriebliche Qualifikationen zu Prüfmitteln und Prüfprozessen

Kalibrierung & Prüfmittelmanagement

diagnostisch

Organisation, Durchführung/Koordination und Dokumentation von Kalibrierungen sowie Sicherstellung der Messmittelverfügbarkeit im Instandhaltungsumfeld.

Gehalt:
3.700 € - 4.400 € brutto/Monat
Spezifische Messmittel-/Kalibrierpraxis; Kenntnisse zu Prüfmittelüberwachung und dokumentationspflichtigen Prozessen

Qualität & Compliance in der Instandhaltung (Dokumentation/Auditnähe)

diagnostisch

Schnittstelle zwischen Werkstatt/Line-Maintenance und Qualitätssystem: Dokumentationsprüfung, Prozesskonformität und Abweichungsbearbeitung.

Gehalt:
4.200 € - 5.000 € brutto/Monat
Zusatzwissen zu Qualitätsmanagement im regulierten Umfeld; Prozess- und Dokumentationssicherheit; betriebliche Auditorik-nahe Schulungen

Modifikationen & Nachrüstungen (Avionik-Integration)

diagnostisch

Einbau/Integration avionischer Komponenten, Verdrahtung, Funktionsprüfung und Nachweisdokumentation nach technischen Unterlagen.

Gehalt:
4.000 € - 4.800 € brutto/Monat
Nachweisbare Erfahrung in Einbau-/Änderungsarbeiten; sehr sichere Arbeit nach technischen Dokumenten und Prüfnachweisen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.175 €
Großunternehmen
3.993 €
Mittelstand
3.630 €
Kleinunternehmen
3.194 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.630 € brutto/Monat

Avionik-Herstellung
4.356 €
+20%
Flugzeughersteller
4.175 €
+15%
Luftfahrttechnik
3.993 €
+10%
Verteidigungsindustrie
3.993 €
+10%
Luftfahrzeugwartung
3.812 €
+5%
Luftfahrtzulieferer
3.812 €
+5%
Bundeswehr
3.630 €
+0%
Technische Dienstleistungen
3.449 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Elektroniker Luftfahrttechnik

Präzision, Dokumentationspflichten und sicherheitskritische Abläufe prägen den Berufsalltag in der Luftfahrttechnik. Nach der dualen Berufsausbildung (Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme) mit IHK-Abschlussprüfung nach BBiG beginnt der Einstieg meist mit Einarbeitung in Prüfroutinen, Fehlersuche und Instandhaltung. Mit wachsender Routine steigen Verantwortung und Einkommen schrittweise, häufig über Spezialisierungen in Avionik, Bordnetz oder Testsystemen. Digitale Wartungs- und Dokumentationssysteme sowie Diagnosesoftware werden zentral, ergänzt um Grundlagen zu Datenbussen und Cybersecurity; Automatisierung und KI verändern Abläufe spürbar, ersetzen die Facharbeit aber nicht vollständig.

1. Jahr3.100 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Berufsausbildung (Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme), IHK-Abschlussprüfung (BBiG); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.270 €
Berufseinstieg (erste Selbstständigkeit)

Duale Berufsausbildung (Elektroniker für luftfahrttechnische Systeme), IHK-Abschlussprüfung (BBiG); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.440 €
Berufliche Festigung

Berufspraxis, vertiefte Anwendung von Diagnose- und Testsystemen; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.540 €
Berufliche Festigung

Berufspraxis, Routine in Dokumentation und Fehlersuche; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.630 €
Berufliche Festigung (gewachsene Verantwortung)

Berufspraxis, sicherer Umgang mit digitalen Wartungs- und Dokumentationssystemen; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.850 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung im Einsatzbereich (z. B. Avionik, Bordnetz, Flugsteuerung) im Betrieb; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.020 €
Erfahrung & Spezialisierung

Vertiefte Systemkenntnisse, Arbeiten an komplexen Prüf- und Diagnoseketten; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.300 €
Erfahrene Fachkraft

Erweiterte Zuständigkeiten, z. B. für Störungsanalyse an vernetzten Systemen; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.430 €
Erfahrene Fachkraft (hohe Eigenverantwortung)

Breites Einsatzspektrum, stabile Qualität in sicherheitskritischer Instandhaltung; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.560 €
Optional: Verantwortungsrolle (nicht regelhaft)

Optional: koordinierende Aufgaben (z. B. Schicht-/Teamkoordination, Funktionsverantwortung); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: IG Metall Entgeltgruppe 1-5 (Einstieg) / IG Metall Entgeltgruppe 6-9 (mit Erfahrung). Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Einstieg liegt das Gehalt typischerweise bei rund 3.100 € brutto im Monat, je nach Betrieb auch innerhalb einer Spanne von 2.700 € bis 3.600 €. Nach einigen Jahren Berufserfahrung bewegen sich viele Gehälter um 3.630 € brutto monatlich, häufig getragen von höherer Eingruppierung, Routine in der Fehlersuche und sicherer Arbeit nach Vorgaben.

Als erfahrene Fachkraft sind etwa 4.300 € brutto im Monat üblich, wenn komplexere Prüf- und Instandsetzungsaufgaben übernommen und Arbeitsschritte eigenständig dokumentiert werden. Mit erweiterter Verantwortung oder Führungsaufgaben sind rund 6.000 € brutto monatlich möglich, wenn Koordination, Qualitätssicherung oder Teamleitung hinzukommen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über definierte Entgeltstufen aus, besonders dort, wo Wartungsbetriebe oder Hersteller nach festen Gehaltssystemen bezahlen.
  • 2
    Zusatzberechtigungen und Schulungen wie etwa Part-66-Lizenzmodule, Musterlehrgänge für bestimmte Flugzeugtypen oder Qualifikationen für Prüf- und Messverfahren erhöhen die Einsatzbreite und Vergütungschancen.
  • 3
    Tarifbindung und Betriebsvereinbarungen können das Entgelt deutlich stabilisieren, während nicht tarifgebundene Betriebe häufiger individuelle Einstufungen und stärker schwankende Gehaltsbänder nutzen.
  • 4
    Unternehmensgröße und Komplexität der Flotte spielen mit hinein: große Instandhalter und OEM-nahe Bereiche zahlen oft höher als kleinere Werkstätten mit schmalerem Aufgabenspektrum.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf Avionik-Fehlersuche, Kabelbaumfertigung, Prüffeldbetrieb oder Integration von Kommunikations- und Navigationssystemen, werden in vielen Betrieben als höherwertige Tätigkeiten eingruppiert.

Marktausblick

Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften gilt insgesamt als stabil, weil Flottenbetrieb und Wartungszyklen kontinuierlich Personal in Instandhaltung, Prüffeldern und Fertigungsumfeldern binden.

Veränderungen ergeben sich vor allem durch stärkere Digitalisierung in Diagnose und Dokumentation, mehr datenbasierte Instandhaltung sowie die zunehmende Vernetzung von Bordsystemen. Für Berufseinsteiger sind die Chancen oft dort am besten, wo große Wartungsorganisationen, Hersteller oder Zulieferketten regelmäßig Bedarf an Nachwuchs für standardisierte Prüf- und Montageprozesse haben.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3,5-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.150 € auf 1.350 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.150 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.220 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.300 € brutto, im 4. Lehrjahr bei 1.350 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 3.100 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Über die Berufsjahre hinweg steigt das Gehalt schrittweise an. Während der Einstieg bei etwa 3.100 € brutto/Monat liegt, erreichen Fachkräfte mit Erfahrung häufig 4.300 € brutto/Monat. Branche und Region beeinflussen die individuelle Entwicklung.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem IG Metall Entgeltgruppe 1-5 (Einstieg) / IG Metall Entgeltgruppe 6-9 (mit Erfahrung) vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Zu den typischen Arbeitgebern zählen Luftfahrttechnik, Flugzeughersteller, Luftfahrzeugwartung, Technische Dienstleistungen, Bundeswehr oder Verteidigungsindustrie. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Elektroniker Luftfahrttechnik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über definierte Entgeltstufen aus, besonders dort, wo Wartungsbetriebe oder Hersteller nach festen Gehaltssystemen bezahlen. sowie Zusatzberechtigungen und Schulungen wie etwa Part-66-Lizenzmodule, Musterlehrgänge für bestimmte Flugzeugtypen oder Qualifikationen für Prüf- und Messverfahren erhöhen die Einsatzbreite und Vergütungschancen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. IG Metall Entgeltgruppe 1-5 (Einstieg) / IG Metall Entgeltgruppe 6-9 (mit Erfahrung)), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Verwendete Quellen (1)

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: