Fischwirt Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.400 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.000 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.890 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Niedrige Nachfrage

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).

Gehaltsspanne: Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.720 €
3.600 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.000 € brutto/Monat

Fischereiforschung
3.600 €
+20%
Aquakultur-Forschung
3.600 €
+20%
Fischereiverbände
3.300 €
+10%
Landesfischereiverbände
3.300 €
+10%
Fischzucht
3.150 €
+5%
Aquakultur
3.150 €
+5%
Gewässerpflege
3.000 €
+0%
Seen- und Flussfischerei
2.940 €
-2%
Binnenfischerei
2.940 €
-2%
Teichwirtschaften
2.850 €
-5%
Lebendfischhandel
2.760 €
-8%
Fischfarmen
2.700 €
-10%
Fischverarbeitung
2.550 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Fischwirte arbeiten in der Aufzucht und Bewirtschaftung von Fischbeständen und organisieren viele Abläufe rund um Fütterung, Bestandskontrolle und Pflege von Anlagen. Zum Alltag gehören außerdem das Umsetzen und Sortieren von Fischen, das Überwachen der Wasserqualität sowie das Dokumentieren von Mengen und Gesundheitszuständen, oft im Wechsel zwischen Außenbereich und Betriebsräumen.

Gearbeitet wird je nach Betrieb an Teichen, Fließgewässern oder in Kreislaufanlagen, teils mit Maschinen, Netzen und Fördertechnik. Beschäftigung findet sich beispielsweise in Aquakulturbetrieben, in Teich- und Forellenwirtschaften, in Binnen- und Küstenfischerei oder bei Unternehmen der Fischverarbeitung, wo Qualitäts- und Hygienestandards den Takt mitbestimmen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.360 €

3.046 € – 4.032 €

+12%

Frankfurt am Main

3.300 €

2.992 € – 3.960 €

+10%

Düsseldorf

3.300 €

2.992 € – 3.960 €

+10%

Hamburg

3.240 €

2.938 € – 3.888 €

+8%

Stuttgart

3.180 €

2.883 € – 3.816 €

+6%

Köln

3.180 €

2.883 € – 3.816 €

+6%

Nürnberg

3.060 €

2.774 € – 3.672 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.000 €

2.720 € – 3.600 €

±0%

Berlin

3.000 €

2.720 € – 3.600 €

±0%

Hannover

3.000 €

2.720 € – 3.600 €

±0%

Essen

2.970 €

2.693 € – 3.564 €

-1%

Dortmund

2.940 €

2.666 € – 3.528 €

-2%

Bremen

2.910 €

2.638 € – 3.492 €

-3%

Leipzig

2.700 €

2.448 € – 3.240 €

-10%

Dresden

2.700 €

2.448 € – 3.240 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Unterschiede beim Verdienst zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstärkeren süddeutschen Bundesländern und strukturschwächeren Regionen im Osten. Auch in Küstenländern kann das Niveau je nach Standort variieren, wenn Betriebe stärker exportorientiert arbeiten oder eng an größere Wertschöpfungsketten angebunden sind.

Ein Gehaltstreiber bleibt die lokale Kaufkraft, ergänzt durch die Dichte größerer Arbeitgeber und die Tariflandschaft, die in einzelnen Regionen spürbar unterschiedliche Lohnniveaus begünstigt.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im Dienstleistungssektor

Der Zugang zur Tätigkeit als Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung im Bereich der Dienstleistungen. Betriebe erwarten häufig einen Schulabschluss, in der Praxis werden je nach Betrieb und Einsatzgebiet verschiedene Abschlüsse akzeptiert. Üblich ist ein Bewerbungsprozess mit schriftlicher Bewerbung und einem persönlichen Kennenlernen im Betrieb; teils spielen auch praktische Eindrücke aus einem kurzen Einsatz im Arbeitsumfeld eine Rolle, weil Arbeitszeiten und witterungseinflüsse im Alltag spürbar sind.

Verbindung von Theorie und Praxis

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Berufsschule mit betrieblicher Praxis. In der Praxisphase stehen je nach Betrieb beispielsweise Aufzucht und Haltung von Fischen, Fütterungs- und Gesundheitskontrollen, Gewässer- und Anlagenpflege sowie der Umgang mit Geräten und technischen Systemen im Vordergrund. Ergänzend kommen Tätigkeiten rund um Hygiene, Qualitätssicherung und den sachgerechten Umgang mit Erzeugnissen hinzu. Die Berufsschule ordnet diese Erfahrungen fachlich ein, etwa über Biologie der Nutzfische, Umwelteinflüsse, Arbeitssicherheit und betriebliche Abläufe.

Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer

Am Ende steht die Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer (Landwirtschaftskammer des jeweiligen Bundeslandes), geregelt nach dem BBiG (Berufsbildungsgesetz). In geeigneten Konstellationen kann eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich sein, etwa bei passenden schulischen Voraussetzungen oder guten Leistungen; die betriebliche und schulische Abstimmung bleibt dabei Teil des formalen Rahmens der Ausbildung.

Spezialisierung in der Aquakultur

Nach dem Abschluss werden in vielen Betrieben Spezialisierungen im Arbeitsfeld wichtiger, etwa in der Teichwirtschaft, in Aquakultursystemen oder in der Bewirtschaftung von Gewässern. Aufbauend darauf kommen fachlich nahe Weiterbildungen in Betracht, zum Beispiel vertiefende Qualifizierungen zu Tiergesundheit, Wasserqualität, Technik in der Aquakultur, Hygiene- und Qualitätsanforderungen oder Arbeitssicherheit, wie sie im Umfeld der Fischerei- und Aquakulturbetriebe verbreitet sind.

Sorgfalt im Umgang mit Lebendtieren

Persönlich hilfreich sind körperliche Belastbarkeit, Sorgfalt im Umgang mit Lebendtieren, ein verlässlicher Blick für Abweichungen bei Verhalten und Wasserparametern sowie technisches Verständnis für Anlagen und Geräte. Da Arbeiten oft im Team, in wechselnden Bedingungen und mit klaren Hygieneroutinen stattfinden, zählen außerdem Verantwortungsbewusstsein, Ausdauer und eine nüchterne, praktische Arbeitsweise zu den typischen Anforderungen.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Fischwirt

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
900 €
2. Lehrjahr
950 €
3. Lehrjahr
1.000 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.000 € brutto/Monat

Großkonzern
1.150 €
+15%
Großunternehmen
1.100 €
+10%
Mittelstand
1.000 €
+0%
Kleinunternehmen
880 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Fischwirt

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
gering
Automatisierte Fütterungsanlagen und Sensorik für WasserqualitätDigitale Mess- und Überwachungssysteme (z.B. Sauerstoff, Temperatur, pH)ERP/Bestandsmanagementsysteme in FischzuchtbetriebenGPS- und Echolottechnik in der Seen- und KüstenfischereiOnline-Marktplätze und Direktvermarktungstools für Fischprodukte

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Auswahlprozess in Fischereibetrieben

Der Einstieg in den Beruf Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt meist mit Bewerbungen bei Ausbildungsbetrieben in der Aquakultur, Teichwirtschaft oder Fischerei. Im Auswahlprozess zählen neben Zeugnissen oft kurze betriebliche Einblicke oder praktische vorerfahrungen, weil Arbeitsabläufe stark saison- und witterungsabhängig sein können. Erwartet wird in der Regel ein Schulabschluss, häufig mindestens ein Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss, dazu Interesse an Natur- und Tierhaltung sowie eine belastbare, sorgfältige Arbeitsweise. Teamfähigkeit ist wichtig, weil viele Tätigkeiten am Gewässer, an Anlagen oder beim Verarbeiten nur im Zusammenspiel reibungslos funktionieren.

Qualifikation nach dem Berufsbildungsgesetz

Die Qualifikation erfolgt über eine 3-jährige duale Berufsausbildung nach BBiG. Berufsschule und Betrieb wechseln sich dabei ab: In der Praxis geht es um Fütterung, Bestandskontrollen, Gewässer- und Anlagenpflege, Hygiene, Transport sowie das Beurteilen von Fischgesundheit; in der Schule kommen Grundlagen zu Biologie, Wasserqualität, Technik und Vermarktung hinzu. Die Ausbildung ist vergütet und in vielen Betrieben tariflich oder tarifnah geregelt; geprüft wird über eine Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer des jeweiligen Bundeslandes.

Fachkraftrollen nach der Ausbildung

Nach dem Abschluss werden häufig Positionen als Fachkraft in der Aquakultur, in der Teichwirtschaft, in Fischzuchtbetrieben oder in verarbeitenden Betrieben übernommen. Beim Einstieg liegt das Gehalt typischerweise bei 2.400 € brutto/Monat; je nach Betrieb und Region bewegt sich das Einstiegsniveau etwa zwischen 2.090 € und 2.720 € brutto/Monat. Aufgaben verschieben sich dann stärker in Richtung eigenständiger Anlagen- und Bestandsführung, Dokumentation, Qualitätssicherung und (je nach Betrieb) Kundenkontakt, Verkauf oder Logistik.

Entwicklung in tarifgebundenen Strukturen

Für die weitere Entwicklung sind Spezialisierungen im Betrieb verbreitet, etwa auf Brut und Aufzucht, Wasseraufbereitung, Technik/Anlagenbetrieb oder Verarbeitung und Hygiene. Mit wachsender Erfahrung kommen häufiger Schicht- oder Bereitschaftsanteile, Verantwortung für Teilbereiche und das Anleiten von Auszubildenden hinzu. In tarifgebundenen Strukturen spiegelt sich das oft in Eingruppierungen und Stufenlogiken wider, während in nicht tarifgebundenen Betrieben stärker betriebliche Praxis und Aufgabenmix den Rahmen setzen.

Arbeitsalltag in saisonalen Stoßzeiten

Der Berufseinstieg ist in vielen Betrieben eng an Produktionszyklen gekoppelt: Stoßzeiten entstehen beispielsweise bei Besatz, Abfischen, Verarbeitung oder Transport. Entsprechend spielen planbare Routinen (Kontrollen, Fütterung, Pflege) und kurzfristige Reaktionen (Wetter, Wasserwerte, Krankheitsgeschehen) parallel eine Rolle. Diese Mischung prägt die ersten Berufsjahre und erklärt, warum saubere Dokumentation, Hygieneverständnis und ein sicherer Umgang mit Geräten und Schutzvorgaben im Alltag schnell an Bedeutung gewinnen.

Berufliche Entwicklungsoptionen Fischwirt

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Tierwirt (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Betreuung und Aufzucht von Nutztieren inklusive Fütterung, Haltungsmanagement, Gesundheitsbeobachtung und Dokumentation.

Gehalt:
2.700 €: 3.600 € brutto/Monat
Overlap bei Tierhaltung, Fütterung, Gesundheitskontrolle und Stall-/Anlagenroutine; ähnliche Arbeitsrealität in der Nutztierpraxis.

Landwirt (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen und Tierhaltung mit Planung, Maschinen- und Betriebsmittelmanagement sowie Vermarktungsaufgaben.

Gehalt:
2.600 €: 3.700 € brutto/Monat
Ähnliche Anforderungen an Naturraumkenntnis, Fang-/Erntepraxis, Geräteeinsatz und Sicherheitsabläufe im Außeneinsatz.

Herstellung und Verarbeitung von Lebensmitteln mit Anlagenführung, Prozesskontrolle, Hygiene und Qualitätsprüfungen.

Gehalt:
3.000 €: 4.000 € brutto/Monat
Überschneidung bei Kontrolle/Überwachung von Lebensmitteln, Hygiene- und Dokumentationspflichten sowie Probenahme und Qualitätssicherung.

Fischereiwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Bewirtschaftung von Fischbeständen und Gewässern mit Maßnahmenplanung, Monitoring, Hege und teils fischereilicher Kontrolle.

Gehalt:
2.800 €: 3.900 € brutto/Monat
Nahe Schnittstelle zur Fischwirtschaft über Bestandsbewirtschaftung, Gewässerökologie und Monitoring, häufig in Kooperation mit Betrieben und Behörden.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Fischwirt (Fachkraft)

Gehalt:
2.090 €: 2.720 € brutto/Monat

Durchführung der Arbeiten in Teichwirtschaft, Kreislaufanlagen oder in der Binnen- und Küstenfischerei inklusive Fütterung, Bestandskontrolle, Fang und Dokumentation.

3-jährige duale Berufsausbildung nach BBiG, Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer

Stufe 2:Fischwirt (Berufserfahrung, erweiterte Aufgaben)

Gehalt:
2.720 €: 3.600 € brutto/Monat

Übernahme von Schichtverantwortung, Anlagen- und Haltungsmanagement sowie Qualitätssicherung entlang der Produktion und Vermarktung.

Mehrjährige Berufserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Produktionsplanung, Hygiene und Dokumentation; tarifgebunden je nach Betrieb/Region

Stufe 3:Erfahrene Fachkraft Fischwirtschaft

Gehalt:
3.600 €: 4.300 € brutto/Monat

Steuerung komplexerer Prozesse wie Besatz- und Ernteplanung, Gesundheitsmonitoring, Optimierung von Wasser- und Fütterungsregimen sowie Anleitung neuer Mitarbeitender.

Mehrjährige Berufserfahrung, nachweisbare Praxis in Bestandsführung und Anlagenbetrieb, ggf. interne Führungs-/Sicherheitsunterweisungen

Stufe 4:Betriebsleitung/Leitung Aquakultur (Führung)

Gehalt:
4.800 €: 7.200 € brutto/Monat

Fachliche und organisatorische Verantwortung für Betrieb/Standort, Personal- und Einsatzplanung, Kennzahlensteuerung, Behörden- und Auditkontakte sowie Budget- und Investitionsentscheidungen.

Langjährige Berufserfahrung, zusätzliche Qualifikation für Führungs- und Managementaufgaben (z. B. Ausbildereignung, betriebswirtschaftliche Weiterbildung), ausgeprägte Verantwortungs- und Koordinationsaufgaben

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Aquakultur in Kreislaufanlagen (RAS)

AGRAR & NATUR: produktiv-agrar

Betrieb und Optimierung von Kreislaufanlagen (Wasseraufbereitung, Sauerstoffmanagement, Fütterungs- und Besatzstrategien, Störungsmanagement).

Gehalt:
3.200 €: 4.100 € brutto/Monat
Aufbauwissen zu Anlagenbetrieb/Prozesstechnik, Hygiene- und Qualitätsmanagement, Arbeitssicherheit

Fischgesundheit & Bestandsmanagement

AGRAR & NATUR: tierpflegerisch

Früherkennung von Erkrankungen, Probenahme, Dokumentation, Mitwirkung bei Behandlungs- und Biosicherheitskonzepten sowie Bestandsführung.

Gehalt:
3.000 €: 3.900 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Tiergesundheit/Biosicherheit, Hygienepläne, sichere Probenahme und Dokumentationspraxis

Hatchery/Brut- und Aufzuchtmanagement

AGRAR & NATUR: produktiv-agrar

Brutpflege, Larvenaufzucht, Wasserparameterführung, Fütterungsregime und Ausfallmanagement in sensiblen frühen Lebensstadien.

Gehalt:
3.100 €: 4.000 € brutto/Monat
Vertiefung Reproduktion/Aufzucht, Qualitäts- und Hygienestandards, Prozess- und Fehleranalyse

Gewässerbewirtschaftung & Nachhaltigkeitsauflagen

AGRAR & NATUR: naturschützend

Mitwirkung bei Auflagenumsetzung, Monitoring von Wasserqualität und Umweltwirkungen sowie Dokumentation gegenüber internen und externen Stellen.

Gehalt:
2.900 €: 3.700 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Gewässerkunde/Monitoring, Dokumentations- und Nachweissysteme, Arbeitsschutz im Außeneinsatz

Qualitätssicherung & Verarbeitung (Fisch)

AGRAR & NATUR: produktiv-agrar

Warenannahme, Kühlkette, Hygiene, Rückverfolgbarkeit und Prüf-/Dokumentationsroutinen bis zur Auslieferung.

Gehalt:
3.100 €: 4.200 € brutto/Monat
Hygiene-/QM-Schulungen, Rückverfolgbarkeit, betriebliche Standards und Prüfpläne

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.450 €
Großunternehmen
3.300 €
Mittelstand
3.000 €
Kleinunternehmen
2.640 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.000 € brutto/Monat

Fischereiforschung
3.600 €
+20%
Aquakultur-Forschung
3.600 €
+20%
Fischereiverbände
3.300 €
+10%
Landesfischereiverbände
3.300 €
+10%
Fischzucht
3.150 €
+5%
Aquakultur
3.150 €
+5%
Gewässerpflege
3.000 €
+0%
Seen- und Flussfischerei
2.940 €
-2%
Binnenfischerei
2.940 €
-2%
Teichwirtschaften
2.850 €
-5%
Lebendfischhandel
2.760 €
-8%
Fischfarmen
2.700 €
-10%
Fischverarbeitung
2.550 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Fischwirt

Mit wachsender Routine in Fischzucht, Teichwirtschaft oder Seen- und Küstenfischerei steigt das Einkommen meist schrittweise an. Nach der 3-jährigen dualen Berufsausbildung mit Abschlussprüfung vor der Landwirtschaftskammer (Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz) folgen Einarbeitung, sichere Produktionsabläufe und später Spezialisierungen, etwa in Aufzucht, Vermarktung oder Qualitätssicherung. Typisch sind steigende Anforderungen an Dokumentation und Hygieneprozesse sowie der Umgang mit automatisierten Fütterungsanlagen, Sensorik für Wasserqualität und digitalen Bestands- und Rückverfolgbarkeitssystemen. Größere Sprünge sind vor allem bei zusätzlicher Koordination oder funktionsbezogener Verantwortung möglich.

1. Jahr2.400 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.510 €
Berufseinstieg (erste Routine)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.620 €
Berufliche Festigung

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.740 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.000 €
Berufliche Festigung (selbstständig)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.220 €
Erfahrung & Spezialisierung

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.440 €
Erfahrung & Spezialisierung (sichere Abläufe)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.890 €
Erfahrene Fachkraft

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.060 €
Erfahrene Fachkraft (Spezialaufgaben)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.230 €
Optionale Verantwortungsrolle (z. B. Koordination / Schicht- oder Bereichszuständigkeit in größeren Betrieben)

3-jährige duale Berufsausbildung (Abschlussprüfung, Landwirtschaftskammer; Rechtsgrundlage: Berufsbildungsgesetz); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das Gehalt von Fischwirten typischerweise bei 2.400 € brutto im Monat, je nach Betrieb auch in einer Spanne von 2.090 € bis 2.720 €. In den ersten Jahren steigen die Beträge oft mit sicherer Routine in der Bestandsführung, mit Schicht- oder Saisonanteilen und mit der Übernahme klar abgegrenzter Verantwortungsbereiche.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Durchschnitt etwa 3.000 € brutto monatlich erreicht. Als erfahrene Fachkraft liegt der typische Wert bei 3.890 € brutto im Monat, häufig getragen von Spezialisierung, Anlagenverantwortung oder Aufgaben an der Schnittstelle zur Verarbeitung und Qualitätssicherung. Mit erweiterter Verantwortung oder Führung sind etwa 6.000 € brutto monatlich möglich.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich oft stufenweise aus, etwa durch mehr Verantwortung bei Bestandsführung, Planung von Besatzmaßnahmen oder Anleitung von Saisonkräften.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Ausbildereignung (AEVO), Hygieneschulungen (HACCP) oder Nachweise für den sicheren Umgang mit Bioziden und Desinfektionsmitteln können sich in der Eingruppierung bemerkbar machen.
  • 3
    Spezialisierungen, etwa auf Kreislaufanlagen (RAS), Karpfen- und Teichwirtschaft, Forellenmast oder Räucherei- und Veredelungsprozesse, erhöhen den Wert im Betrieb durch breiter einsetzbare Praxis.
  • 4
    Tarifbindung und klare Entgeltgruppen führen häufig zu planbarer Entwicklung, während nicht tarifgebundene Betriebe stärker über individuelle Lohnfindung und betriebliche Lage steuern.
  • 5
    Unternehmensgröße und Organisationsgrad spielen mit hinein: größere Betriebe mit eigener Verarbeitung, Logistik oder Qualitätssicherung setzen eher auf definierte Rollen und entsprechende Vergütungsbänder.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Fischwirte wird in vielen Regionen als eher stabil geprägt, weil Lebensmittelproduktion und Bestandsbewirtschaftung kontinuierliche Aufgaben bleiben. Gleichzeitig hängt die Zahl der Stellen spürbar von Betriebsstrukturen ab, da kleinere Einheiten stärker saisonal planen und größere Betriebe langfristiger disponieren.

Veränderungen ergeben sich vor allem durch technisierte Aquakultur, automatisierte Fütterung und Messsysteme sowie strengere Anforderungen an Dokumentation und Rückverfolgbarkeit. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen dort, wo Betriebe in Kreislaufanlagen, Qualitätssicherung oder effizientere Produktionsprozesse investieren.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 900 € auf 1.000 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 900 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 950 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.000 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.400 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Über die Berufsjahre hinweg steigt das Gehalt schrittweise an. Während der Einstieg bei etwa 2.400 € brutto/Monat liegt, erreichen Fachkräfte mit Erfahrung häufig 3.890 € brutto/Monat. Branche und Region beeinflussen die individuelle Entwicklung.

In welchen Branchen kann man als Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Fischzucht, Aquakultur, Teichwirtschaften, Fischfarmen, Seen- und Flussfischerei oder Binnenfischerei. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich oft stufenweise aus, etwa durch mehr Verantwortung bei Bestandsführung, Planung von Besatzmaßnahmen oder Anleitung von Saisonkräften. sowie Zusatzqualifikationen wie Ausbildereignung (AEVO), Hygieneschulungen (HACCP) oder Nachweise für den sicheren Umgang mit Bioziden und Desinfektionsmitteln können sich in der Eingruppierung bemerkbar machen.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Fischwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.400 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.890 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 7.200 € brutto/Monat möglich.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: