Landwirt Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.000 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.170 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

2.420 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: Keine flächendeckende Tarifbindung. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.000 €
2.330 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.170 € brutto/Monat

Pflanzenbau
2.390 €
+10%
Ackerbau
2.390 €
+10%
Weinbau
2.280 €
+5%
Forstwirtschaft
2.280 €
+5%
Milchwirtschaft
2.170 €
+0%
Tierhaltung
2.060 €
-5%
Viehzucht
2.060 €
-5%
Tierpflege
2.060 €
-5%
Erntearbeiten
1.950 €
-10%
Gemüse- und Obstbau
1.950 €
-10%
Landschaftspflege
1.950 €
-10%
Jagd- und Wildhege
1.850 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Landwirte organisieren und steuern die Arbeit auf dem Betrieb: von der Bodenbearbeitung über Aussaat und Ernte bis zur Lagerung und Vermarktung. In tierhaltenden Betrieben gehören Fütterung, Stallmanagement, Tiergesundheit und Dokumentation zum Alltag, häufig mit saisonalen Spitzen und wechselnden Arbeitszeiten.

Gearbeitet wird vor allem auf Feldern, in Ställen, in Maschinenhallen und Werkstätten sowie im Büro für Planung, Nachweise und Einkauf. Beschäftigung gibt es unter anderem in Familienbetrieben, größeren Agrarunternehmen oder Betriebsgemeinschaften, beispielsweise im Ackerbau, in der Milchvieh- und Schweinehaltung, im Gemüse- und Obstbau oder im Weinbau.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

2.496 €

2.300 € – 2.680 €

+15%

Frankfurt am Main

2.387 €

2.200 € – 2.563 €

+10%

Düsseldorf

2.387 €

2.200 € – 2.563 €

+10%

Stuttgart

2.365 €

2.180 € – 2.540 €

+9%

Hamburg

2.344 €

2.160 € – 2.516 €

+8%

Köln

2.300 €

2.120 € – 2.470 €

+6%

Berlin

2.213 €

2.040 € – 2.377 €

+2%

Nürnberg

2.213 €

2.040 € – 2.377 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

2.170 €

2.000 € – 2.330 €

±0%

Hannover

2.170 €

2.000 € – 2.330 €

±0%

Essen

2.148 €

1.980 € – 2.307 €

-1%

Dortmund

2.127 €

1.960 € – 2.283 €

-2%

Bremen

2.105 €

1.940 € – 2.260 €

-3%

Leipzig

1.953 €

1.800 € – 2.097 €

-10%

Dresden

1.953 €

1.800 € – 2.097 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich beim Einkommen Unterschiede, die sich häufig an Wirtschaftskraft und Lebenshaltung orientieren. In Süddeutschland, etwa in Bayern und Baden‑Württemberg, sowie in Teilen Nordwestdeutschlands sind tendenziell höhere Vergütungen zu beobachten.

In ostdeutschen Flächenländern wie Mecklenburg‑Vorpommern, Brandenburg oder Sachsen‑Anhalt liegen die Werte im Durchschnitt öfter darunter, was auch mit Betriebsstrukturen und Lohnniveaus zusammenhängt.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die Landwirtschaft

Der Einstieg in die Tätigkeit als Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung, die den Betriebsalltag mit dem Unterricht an der Berufsschule verzahnt. Betriebe erwarten häufig einen Schulabschluss und eine nachvollziehbare Motivation für die praktische Arbeit in der Landwirtschaft; der Bewerbungsprozess läuft meist über eine klassische Ausbildungsbewerbung mit Gespräch und, je nach Betrieb, kurzen Einblicken in Arbeitsabläufe.

Dauerhafte Vermittlung fachlicher Grundlagen

Die Ausbildung ist auf 3 Jahre angelegt und verbindet produktionsbezogene Praxis mit fachtheoretischen Grundlagen. Typische Inhalte betreffen den Umgang mit Pflanzenbau und Tierhaltung, den Einsatz und die Pflege von Maschinen, Arbeitsorganisation sowie Aspekte von Umwelt- und Ressourcenschutz im betrieblichen Alltag. Durch den Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule wird die Arbeitsrealität früh mitgelernt, etwa bei saisonalen Spitzen, wechselnden Witterungsbedingungen oder dem Arbeiten zu Zeiten, in denen Versorgung und Pflege der Tiere Priorität haben.

Abschluss nach dem Berufsbildungsgesetz

Am Ende steht die Abschlussprüfung als Gesellenprüfung bei der HWK (Handwerkskammer (bzw. zuständige Stelle der Landwirtschaft)). Die Ausbildung richtet sich nach dem BBiG (Berufsbildungsgesetz); je nach Vorbildung und Leistungsstand kann eine Verkürzung im Rahmen der üblichen ordnungsgemäßen Möglichkeiten vorkommen, ohne dass dies den Charakter der dualen Ausbildung verändert.

Aufstieg zur landwirtschaftlichen Betriebsführung

Nach dem Abschluss sind fachnahe Weiterbildungen üblich, wenn Verantwortung, Spezialisierung oder Betriebsführung stärker in den Vordergrund rücken. Im Handwerkskammer-System werden dafür vor allem Aufstiegsfortbildungen wie die Qualifikation als Meister/in im jeweiligen Handwerk sowie der/die Betriebswirt/in des Handwerks (HwO) genutzt, sofern dies zur betrieblichen Ausrichtung passt.

Belastbarkeit im täglichen Hofbetrieb

Für die Tätigkeit sind körperliche Belastbarkeit, sorgfältiges Arbeiten und ein wachsames Sicherheitsverständnis wichtig, etwa im Umgang mit Tieren, Maschinen und Betriebsmitteln. Hinzu kommen Ausdauer, praktische Problemlösefähigkeit und die Bereitschaft, Arbeitsschritte an wechselnde Rahmenbedingungen anzupassen, ohne dass dabei Dokumentation und Hygieneanforderungen vernachlässigt werden.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Landwirt

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
650 €
2. Lehrjahr
750 €
3. Lehrjahr
850 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 850 € brutto/Monat

Großkonzern
977 €
+15%
Großunternehmen
935 €
+10%
Mittelstand
850 €
+0%
Kleinunternehmen
748 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Landwirt

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Precision Farming (GPS, RTK-Lenksysteme)Digitale Schlagkartei- und HofmanagementsoftwareTelemetrie- und Sensortechnik (Bodenfeuchte-, Ertragssensoren)Melkroboter und FütterungsautomatenDrohnen für Flächenkontrolle und Bestandsüberwachung

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Qualifikation im dualen System

Der Einstieg in den Beruf Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt typischerweise über die duale Ausbildung zum Landwirt. Ausbildungsbetriebe erwarten häufig mindestens einen Hauptschulabschluss oder einen mittleren Schulabschluss; wichtig sind vor allem zuverlässiges Arbeiten, Interesse an Natur- und Produktionsprozessen sowie ein praktischer Zugang zu Technik und Tieren. Im Bewerbungsprozess zählen neben Anschreiben und Lebenslauf oft auch Einblicke aus Praktika, weil Betriebe die körperliche Belastbarkeit und den Umgang mit wechselnden Arbeitszeiten realistisch einschätzen möchten.

Struktur der betrieblichen Ausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist im Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule organisiert. Im Betrieb stehen je nach Ausrichtung des Hofs Arbeiten im Pflanzenbau, in der Tierhaltung, bei der Fütterung, bei Pflege- und Instandhaltungsaufgaben sowie an Maschinen und Geräten im Vordergrund; in der Berufsschule kommen Grundlagen zu Betriebswirtschaft, Pflanzen- und Tierproduktion, Arbeitsorganisation und rechtlichen Rahmenbedingungen hinzu. Die Ausbildung ist vergütet, tarifliche Regelungen spielen dabei branchenabhängig eine Rolle. Die Abschlussprüfung ist als Gesellenprüfung organisiert und richtet sich nach dem BBiG (Berufsbildungsgesetz); prüfende Stelle ist die HWK (Handwerkskammer (bzw. zuständige Stelle der Landwirtschaft)).

Erste Schritte als Fachkraft

Nach bestandener Abschlussprüfung beginnen viele in Positionen wie Fachkraft in der Tierhaltung, im Ackerbau oder als Allroundkraft in gemischten Betrieben. Beim Einstieg liegt das Gehalt häufig um 2.000 € brutto/Monat; je nach Betrieb, Region, Verantwortung und Arbeitszeit sind auch 1.830 € bis 2.170 € brutto/Monat möglich. Die ersten Monate sind oft geprägt von Routinen in Stall und Feld, der sicheren Bedienung von Maschinen, Dokumentationsaufgaben sowie der Abstimmung im Team, besonders in arbeitsintensiven Saisonphasen.

Verantwortung in spezialisierten Betriebszweigen

Mit wachsender Praxis verschieben sich Aufgaben häufig in Richtung eigenständiger Arbeitsplanung, Bestandskontrolle und Verantwortung für Teilbereiche, etwa fütterungsmanagement oder Pflanzenschutzmaßnahmen. In tarifgebundenen Betrieben kann Tarifbindung die Eingruppierung und damit die Vergütung strukturieren; außerhalb davon sind Entgeltmodelle stärker betrieblich geprägt. Da Betriebe sehr unterschiedlich spezialisiert sind, fallen Einarbeitung und Aufgabenprofil je nach Schwerpunkt (Tierhaltung, Pflanzenbau, Direktvermarktung) spürbar verschieden aus.

Perspektiven durch fachliche Vertiefung

Weiterentwicklungswege ergeben sich meist über zusätzliche Qualifikationen und Spezialisierungen im Betrieb, etwa in Herdenmanagement, Maschinen- und Gerätetechnik oder kaufmännischer Betriebsführung. In der Praxis führt das häufig zu Rollen mit mehr Koordinationsanteil oder zur Übernahme von Schichten und Verantwortungsbereichen, ohne dass sich dies überall gleich abbildet. Insgesamt hängt der Berufseinstieg stark davon ab, wie breit ein Betrieb aufgestellt ist und welche Produktionszweige den Arbeitsalltag bestimmen.

Berufliche Entwicklungsoptionen Landwirt

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Anlage und Pflege von Außenanlagen mit Erdarbeiten, Pflanzungen sowie Maschinen- und Geräteführung im GaLaBau.

Gehalt:
2.600 €: 3.400 € brutto/Monat
Hoher Überschneidungsgrad bei Pflanzenbau, Bodenbearbeitung, Arbeitsorganisation und Maschineneinsatz im Außenbereich.

Wartung, Reparatur und Diagnose an Landmaschinen, Anbaugeräten und hydraulischen bzw. elektrischen Systemen.

Gehalt:
3.000 €: 4.100 € brutto/Monat
Ähnliche Anforderungen an Technikverständnis, Wartung, Fehlerdiagnose und den praktischen Umgang mit (Land-)Maschinen.

Tierwirt (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Fachliche Arbeit in der Nutztierhaltung mit Schwerpunkt auf Aufzucht, Fütterung, Tierbeobachtung und Produktionsabläufen.

Gehalt:
2.400 €: 3.200 € brutto/Monat
Anknüpfung über Tierhaltung, Stallroutine, Fütterung, Gesundheitskontrolle und Umgang mit Dokumentation/Standards.
Mittlerer Aufwand

Organisation von Wareneingang/-ausgang, Lagerhaltung, Kommissionierung und Transport mit Flurförderzeugen.

Gehalt:
2.900 €: 3.800 € brutto/Monat
Überschneidung bei Lagerung, Warenfluss, Ernte-/Saisonlogistik und Qualitätsanforderungen entlang agrarischer Lieferketten.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Landwirt (m/w/d): Berufseinstieg

Gehalt:
1.900 €: 2.100 € brutto/Monat

Einstieg in die praktische Betriebsarbeit mit Schwerpunkt auf Pflanzenbau, Tierhaltung und Maschinen-/Geräteeinsatz nach Abschluss der dualen Ausbildung.

Duale Ausbildung zum Landwirt, Abschlussprüfung (Gesellenprüfung) nach BBiG bei der zuständigen Stelle (HWK bzw. zuständige Stelle der Landwirtschaft)

Stufe 2:Landwirt (m/w/d): Fachkraft (mit Berufspraxis)

Gehalt:
2.050 €: 2.290 € brutto/Monat

Eigenständige Planung und Umsetzung wiederkehrender Arbeitsabläufe, saisonale Einsatzsteuerung sowie Verantwortung für Teilbereiche wie Fütterung, Aussaat oder Ernteorganisation.

Mehrjährige Berufserfahrung, vertiefte Praxis in Pflanzenbau/Tierhaltung, je nach Betrieb tarifliche Eingruppierung

Stufe 3:Landwirt (m/w/d): erfahrene Fachkraft

Gehalt:
2.220 €: 2.610 € brutto/Monat

Übernahme komplexerer Betriebsaufgaben, z. B. Produktionssteuerung, Dokumentation (u. a. Nachweise/Schlagkartei) und Anleitung von Aushilfen in Spitzenzeiten.

Mehrjährige einschlägige Berufserfahrung, sichere Routine in Arbeitssicherheit, Technik und betrieblichen Abläufen

Stufe 4:Landwirt (m/w/d): Vorarbeiter/Teamleitung (Produktion)

Gehalt:
3.550 €: 4.180 € brutto/Monat

Fachliche Führung eines kleinen Teams bzw. Koordination von Arbeitsketten, häufig mit Verantwortung für Maschinenpark, Schicht-/Saisonplanung und Qualitätssicherung der Arbeitsergebnisse.

Deutlich erweiterte Verantwortung, Führungserfahrung im Betrieb, zusätzliche Qualifizierungen für Organisation/Personalführung je nach Arbeitgeber und Tarifbindung

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Pflanzenbau (Ackerbau/Bestandsführung)

produktiv-agrar

Bestandsführung, Saat-/Düngestrategie, Erntevorbereitung und Dokumentation von Feldmaßnahmen.

Gehalt:
2.120 €: 2.420 € brutto/Monat
Betriebsinterne Spezialisierung, ggf. Schulungen zu Pflanzenschutz, Dokumentations- und Nachweispflichten

Rinderhaltung (Fütterung, Melken, Herdenmanagement)

tierpflegerisch

Arbeitsorganisation im Stall, Fütterungsabläufe, Tierbeobachtung sowie Mitwirkung bei Gesundheits- und Leistungsmanagement.

Gehalt:
2.170 €: 2.520 € brutto/Monat
Praxisvertiefung im Herdenmanagement, Hygiene- und Tiergesundheitsstandards, betriebsspezifische Schulungen

Landtechnik/Maschinenmanagement

produktiv-agrar

Einsatzplanung, Pflege und einfache Instandhaltung von Landmaschinen, Anbaugeräten und Arbeitsketten im Feld.

Gehalt:
2.260 €: 2.670 € brutto/Monat
Hersteller- und Werkstattschulungen, Arbeitssicherheit, vertieftes Know-how zu Hydraulik/Elektrik im Rahmen der Tätigkeit

Ökologischer Landbau (Betriebsumstellung/Öko-Standards)

naturschützend

Arbeiten nach Öko-Vorgaben, Nährstoffmanagement, mechanische Unkrautregulierung und Dokumentation für Kontrollen.

Gehalt:
2.200 €: 2.560 € brutto/Monat
Fortbildungen zu Öko-Richtlinien, Dokumentationsanforderungen und betrieblichen Kontrollabläufen

Landschaftspflege & Agrarumweltmaßnahmen

landschaftsgestaltend

Pflege von Grünland, Hecken/Strukturen, Erosionsschutz sowie Umsetzung betrieblicher Auflagen und Maßnahmenplanung.

Gehalt:
2.180 €: 2.470 € brutto/Monat
Geräte-/Maschinenschulungen, Arbeitssicherheit, Kenntnisse zu Auflagen/Dokumentation im Rahmen von Maßnahmen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
2.496 €
Großunternehmen
2.387 €
Mittelstand
2.170 €
Kleinunternehmen
1.910 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.170 € brutto/Monat

Pflanzenbau
2.387 €
+10%
Ackerbau
2.387 €
+10%
Weinbau
2.279 €
+5%
Forstwirtschaft
2.279 €
+5%
Milchwirtschaft
2.170 €
+0%
Tierhaltung
2.062 €
-5%
Viehzucht
2.062 €
-5%
Tierpflege
2.062 €
-5%
Erntearbeiten
1.953 €
-10%
Gemüse- und Obstbau
1.953 €
-10%
Landschaftspflege
1.953 €
-10%
Jagd- und Wildhege
1.845 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Landwirt

Nach dem Abschluss der dualen Ausbildung entwickelt sich das Einkommen in der Landwirtschaft meist schrittweise mit wachsender Routine, größerer Flächen- und Tierverantwortung sowie sichererer Planung von Arbeitsabläufen. Zum Berufseinstieg liegen typische Monatsgehälter bei etwa 2.000 € brutto, nach einigen Jahren sind Zuwächse durch breitere Einsatzfelder und mehr Verantwortung üblich. Mit zunehmender Erfahrung gewinnen digitale Prozesse an Gewicht: Precision Farming, GPS-gestützte Landtechnik, Sensorik und Hofmanagementsoftware prägen Dokumentation, Steuerung und Auswertung, und erhöhen die Anforderungen an digitale Kompetenz im Betriebsalltag.

1. Jahr2.000 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.060 €
Berufseinstieg (erste selbstständige Aufgaben)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.110 €
Berufliche Festigung

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.140 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.170 €
Berufliche Festigung (Routine, Saisonplanung)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr2.230 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr2.290 €
Erfahrene Fachkraft (breites Aufgabenspektrum)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr2.360 €
Erfahrene Fachkraft (Spezialisierung, z. B. Tierhaltung/Technik)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr2.420 €
Erfahrene Fachkraft (hohe Selbstständigkeit)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr2.670 €
Optionale Verantwortungsrolle (z. B. Funktions- oder Teamkoordination, betriebsabhängig)

Duale Ausbildung zum Landwirt (Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz, Gesellenprüfung, zuständige Stelle: HWK); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Keine flächendeckende Tarifbindung. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Berufseinstieg liegt das typische Gehalt bei 2.000 € brutto im Monat. Je nach Betrieb und Aufgabenrahmen bewegt sich der Einstieg meist in einer Spanne von 1.830 € bis 2.170 € brutto monatlich.

Mit wachsender Routine und mehr Verantwortung steigt das Einkommen nach rund fünf Jahren häufig auf etwa 2.170 € brutto im Monat. Als erfahrene Fachkraft werden im Durchschnitt 2.420 € brutto monatlich erreicht, besonders wenn Tätigkeiten stärker koordiniert werden oder tarifliche Stufen greifen. In Funktionen mit erweiterter Verantwortung oder Führung liegt ein typischer Wert bei 3.830 € brutto im Monat, etwa bei Vorarbeiter- oder Bereichsleitungsaufgaben.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, etwa über wachsende Verantwortung für Flächen, Herdenmanagement oder die eigenständige Einsatzplanung von Saisonkräften.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Führerschein Klasse T/CE, Staplerschein oder Bedienerschulungen für GPS- und ISOBUS-Systeme erhöhen die Einsetzbarkeit und können sich im Lohn abbilden.
  • 3
    Spezialisierungen, etwa in Milchvieh (Herde/Fütterung), Pflanzenbau mit Precision-Farming, Biolandbau oder Direktvermarktung, gehen oft mit anspruchsvolleren Aufgaben und entsprechend höherer Vergütung einher.
  • 4
    Tarifbindung und betriebliche Entlohnungssysteme machen einen spürbaren Unterschied, vor allem wenn feste Lohngruppen, Zuschläge für Bereitschaften oder klare Stufen für Verantwortung greifen.
  • 5
    Betriebsgröße und Organisationsform spielen mit hinein: In größeren Agrarunternehmen sind Funktionen wie Schichtleitung, Technikverantwortung oder Betriebszweigleitung häufiger klar definiert und besser vergütet.

Marktausblick

Die Nachfrage nach qualifizierten Landwirten bleibt insgesamt stabil, weil Betriebe laufend Personal für Produktion, Tierhaltung und Technik benötigen. Einstiegsmöglichkeiten ergeben sich oft dort, wo Arbeitsabläufe stärker organisiert werden müssen und verlässliche Fachkräfte im Alltag fehlen.

Der Beruf verändert sich durch Digitalisierung und Automatisierung, etwa durch precision-farming, vernetzte Maschinen und datengestützte Betriebsführung. Gleichzeitig steigen Dokumentations- und Nachhaltigkeitsanforderungen, was die Arbeit im Büroanteil und in der Prozesssteuerung spürbar ausweitet.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Landwirt netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 650 € auf 850 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 650 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 750 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 850 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.000 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 2.000 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 2.420 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem Keine flächendeckende Tarifbindung vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Pflanzenbau, Tierhaltung, Milchwirtschaft, Weinbau, Ackerbau oder Viehzucht. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Landwirt (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, etwa über wachsende Verantwortung für Flächen, Herdenmanagement oder die eigenständige Einsatzplanung von Saisonkräften. sowie Zusatzqualifikationen wie Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Führerschein Klasse T/CE, Staplerschein oder Bedienerschulungen für GPS- und ISOBUS-Systeme erhöhen die Einsetzbarkeit und können sich im Lohn abbilden.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Keine flächendeckende Tarifbindung), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: