Kauffrau für Audiovisuelle Medien Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.950 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.640 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

4.580 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: ver.di Tarifverträge Medienbranche. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.400 €
3.900 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.640 € brutto/Monat

Öffentlich-rechtliche Sender
4.730 €
+30%
Serienproduktion
4.550 €
+25%
Fernsehproduktion
4.370 €
+20%
Filmproduktion
4.190 €
+15%
Private Broadcaster
4.190 €
+15%
Fernsehen und Rundfunk
4.000 €
+10%
Multimedia-Unternehmen
4.000 €
+10%
Werbeagenturen
3.820 €
+5%
Marketing und Distribution
3.820 €
+5%
Medienvertrieb
3.640 €
+0%
Videoproduktion
3.460 €
-5%
Content-Agenturen
3.460 €
-5%
Musikverlage
3.280 €
-10%
Festival- und Event-Management
3.280 €
-10%
Podcast-Produktion
3.090 €
-15%
Filmtheater
2.910 €
-20%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Im Betrieb heißt es meist Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d), in offiziellen Unterlagen läuft der Beruf unter Kaufmann für audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d). Im Arbeitsalltag geht es um die kaufmännische Steuerung von Medienprojekten: Budgets kalkulieren, Angebote vergleichen, Rechte und Lizenzen organisieren, Produktionsabläufe terminieren und Verträge sowie Abrechnungen koordinieren.

Gearbeitet wird überwiegend im Büro in engem Austausch mit Redaktion, Produktion, Technik und externen Dienstleistern. Beschäftigung findet sich beispielsweise bei Film- und Fernsehproduktionsfirmen, Radiosendern, Streaming- und Postproduktionshäusern, Verlagen mit Bewegtbildteams oder Werbe- und Medienagenturen, oft auch in kaufmännischen Bereichen größerer Medienunternehmen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

4.186 €

3.910 € – 4.485 €

+15%

Frankfurt am Main

4.004 €

3.740 € – 4.290 €

+10%

Stuttgart

3.968 €

3.706 € – 4.251 €

+9%

Düsseldorf

3.895 €

3.638 € – 4.173 €

+7%

Hamburg

3.822 €

3.570 € – 4.095 €

+5%

Köln

3.749 €

3.502 € – 4.017 €

+3%

Nürnberg

3.713 €

3.468 € – 3.978 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.640 €

3.400 € – 3.900 €

±0%

Hannover

3.640 €

3.400 € – 3.900 €

±0%

Essen

3.604 €

3.366 € – 3.861 €

-1%

Berlin

3.567 €

3.332 € – 3.822 €

-2%

Dortmund

3.567 €

3.332 € – 3.822 €

-2%

Bremen

3.531 €

3.298 € – 3.783 €

-3%

Leipzig

3.276 €

3.060 € – 3.510 €

-10%

Dresden

3.276 €

3.060 € – 3.510 €

-10%

Regionale Einschätzung

Höhere Gehälter finden sich häufig in wirtschaftsstarken Metropolregionen wie München und dem süddeutschen Raum, außerdem in Hamburg sowie im Rhein-Main- und Rhein-Neckar-Gebiet.

In vielen ostdeutschen Bundesländern liegt das Niveau dagegen eher niedriger. Unterschiede entstehen typischerweise durch Lebenshaltungskosten, Dichte großer Medienhäuser und die allgemeine Wirtschaftskraft der Region.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die audiovisuelle Medienwirtschaft

Der typische Einstieg in das Berufsfeld erfolgt über eine duale Ausbildung zur Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in Betrieben der Medien- und Dienstleistungswirtschaft, etwa bei Film- und Fernsehproduktionen, Verlagen, Rundfunkanbietern oder Medienvertrieben. Formale Zugangsvoraussetzungen sind im Regelfall nicht einheitlich festgelegt; in der betrieblichen Auswahlpraxis werden jedoch häufig mittlere Schulabschlüsse oder (Fach-)Hochschulreife erwartet. Üblich sind Bewerbungsunterlagen mit Lebenslauf und Zeugnissen, teils ergänzt durch Aufgaben zur Medien- oder Zahlenaffinität und Gespräche, in denen organisatorisches Denken und Zuverlässigkeit eine Rolle spielen.

Kaufmännische Schwerpunkte im Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Praxis im Ausbildungsbetrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Im Betrieb stehen kaufmännische Abläufe rund um audiovisuelle Produktionen im Mittelpunkt, beispielsweise Kalkulationen, Rechte- und Lizenzfragen im Tagesgeschäft, organisatorische Abstimmungen mit Dienstleistern sowie Aufgaben in Einkauf, Disposition oder Vertrieb. In der Berufsschule werden die betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen systematisiert und mit medienbezogenen Themen verknüpft, sodass kaufmännische Entscheidungen entlang von Projekten und Auswertungen nachvollziehbar werden.

Abschlussprüfung vor der Handelskammer

Der Abschluss erfolgt über die IHK (Industrie- und Handelskammer) in Form einer IHK-Abschlussprüfung. Die Ausbildung steht unter dem Rahmen des BBiG (Berufsbildungsgesetz). Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung der Ausbildungsdauer in Betracht kommen, etwa bei sehr guten Leistungen oder relevanten Vorbildungen, wobei dies an betriebliche und schulische Anforderungen gekoppelt ist.

Aufstieg durch medienbezogene Fachfortbildungen

Nach dem Abschluss werden in der Praxis häufig kaufmännische Aufstiegsfortbildungen genutzt, die zum Dienstleistungs- und Medienumfeld passen, etwa eine Fortbildung zur Fachwirtin für Medien- und Informationsdienste oder zur Betriebswirtin IHK mit Schwerpunkt auf kaufmännischer Steuerung in mediennahen Bereichen. Daneben sind Spezialisierungen über Weiterbildungen in Lizenzmanagement, Projektkalkulation, Vertragsgrundlagen, Vertriebskanälen oder produktionsnaher Disposition verbreitet, weil sie direkt an typische Schnittstellen zwischen Redaktion, Technik, Produktion und kaufmännischer Planung anschließen.

Strukturierte Arbeitsweise im Projektalltag

Persönlich hilfreich sind eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit, Sorgfalt im Umgang mit Zahlen und Verträgen sowie Belastbarkeit in Phasen mit engen Timings. Da Arbeitsprozesse oft projektbezogen und abstimmungsintensiv sind, zählen strukturiertes Arbeiten, Verhandlungsgeschick und ein sicherer Umgang mit digitalen Office- und Planungstools zu den häufig erwarteten Grundlagen.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Kauffrau für Audiovisuelle Medien

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
900 €
2. Lehrjahr
950 €
3. Lehrjahr
1.000 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.000 € brutto/Monat

Großkonzern
1.150 €
+15%
Großunternehmen
1.100 €
+10%
Mittelstand
1.000 €
+0%
Kleinunternehmen
880 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Kauffrau für Audiovisuelle Medien

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Content-Management-SystemeMAM-/DAM-Systeme (Media Asset Management/Digital Asset Management)ERP- und Buchungssysteme in MedienunternehmenSende- und DispositionssoftwareAdobe Creative Cloud (insb. Premiere Pro, Audition, Photoshop)Projektmanagement-Tools (z. B. Jira, Trello, Asana)

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Bewerbungsprozess bei Medienunternehmen

Der Einstieg als Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beginnt meist mit Bewerbungen bei Medienunternehmen, Verlagen, Rundfunk- und Produktionsbetrieben oder Dienstleistern rund um Lizenzhandel und Distribution. Im Auswahlprozess zählen neben Schulzeugnissen häufig ein nachvollziehbares Interesse an Film, Audio und digitalen Formaten sowie ein sicherer Umgang mit Sprache und Zahlen. Erwartet werden typischerweise mindestens ein mittlerer Schulabschluss, teils auch (Fach-)Abitur, dazu organisatorisches Talent, Sorgfalt und Kommunikation im Kontakt mit Redaktionen, Produzenten und Vertriebspartnern.

Lerninhalte im dualen System

Der Berufsweg führt über eine duale Ausbildung, die nach BBiG geregelt ist und 3 Jahre dauert. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab; im Unternehmen liegen Schwerpunkte oft auf Rechte- und Lizenzthemen, Angebotskalkulation, Beschaffung, Disposition sowie unterstützenden Aufgaben im Marketing oder in der Programmplanung. Die Ausbildung ist vergütet, häufig mit tariflicher Orientierung, wobei die Tarifbindung branchenabhängig ist. Prüfende Stelle ist die IHK; abgeschlossen wird mit der IHK-Abschlussprüfung.

Erste Karriereschritte nach Ausbildungsende

Nach der Ausbildung starten viele in Positionen wie Sachbearbeitung Lizenz/Vertrieb, Disposition, Programmassistenz oder im kaufmännischen Projektumfeld von Produktionen. Das Einstiegsgehalt liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 2.950 € brutto/Monat; je nach Einsatzfeld und Unternehmensgröße sind zum Einstieg auch 2.800 € bis 3.200 € brutto/Monat üblich. In der Praxis prägen anfangs vor allem saubere Datenpflege, termintreue Abstimmungen mit Partnern und ein routinierter Umgang mit Vertrags- und Leistungsbausteinen den Arbeitsalltag.

Entwicklung zur Budgetverantwortung

Mit ersten Berufsjahren entwickeln sich häufig breitere Schnittstellenrollen, etwa mit mehr Verantwortung für Budgetpositionen, Lizenzpakete oder die Koordination externer Dienstleister. Weitere Schritte können in Richtung Produktmanagement, Vertrieb oder Einkauf führen; in solchen Funktionen werden Gehaltsniveaus meist stärker durch Ergebnisverantwortung, Marktsegment und variable Bestandteile geprägt. Auch Spezialisierungen, etwa auf internationale Rechte, Plattformdistribution oder Produktionskalkulation, sind im Berufsfeld verbreitet.

Anforderungen im dynamischen Produktionsumfeld

Für den Berufseinstieg ist zudem relevant, dass Arbeitsabläufe oft projektgetrieben sind und sich Prioritäten kurzfristig verschieben können, etwa durch Programmänderungen, Liefertermine oder Freigabeprozesse. Wer die formalen Abläufe rund um Rechte, Abrechnung und Dokumentation sicher beherrscht und gleichzeitig Abstimmungen im Team strukturiert hält, findet typischerweise schnell Anschluss an die betrieblichen Routinen.

Berufliche Entwicklungsoptionen Kauffrau für Audiovisuelle Medien

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Kaufmännische Planung, Kalkulation und Organisation von Veranstaltungen inklusive Dienstleister- und Budgetsteuerung.

Gehalt:
2.700 € - 3.800 € brutto/Monat
Hoher Skill-Overlap in Kalkulation, Angebot/Abrechnung, Projektorganisation und Dienstleistersteuerung: Wechsel in angrenzende Event- und Projektwelten.

Steuerung und Vermarktung von Medienprodukten mit kaufmännischem Fokus auf Vertrieb, Kalkulation und Produktprozesse.

Gehalt:
2.800 € - 4.100 € brutto/Monat
Überschneidung in Rechte-/Vertragslogik, Kundenschnittstelle und Produkt-/Titelsteuerung: stärkerer Fokus auf Verlag/Handel statt Produktion.
Mittlerer Aufwand

Kaufmännische Aufgaben in Beschaffung, Vertrieb, Planung und Rechnungswesen in Industrieunternehmen.

Gehalt:
3.000 € - 4.600 € brutto/Monat
Transfer von Einkaufs-, Vertrags- und Verhandlungsroutine (Dienstleister, Lizenzen, Nutzungsrechte) in ein allgemeineres Beschaffungsumfeld.

Projektkauffrau/-mann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Hoher Aufwand

Kaufmännische Begleitung von Projekten mit Controlling, Abrechnung, Vertrags- und Nachtragsmanagement.

Gehalt:
3.400 € - 5.000 € brutto/Monat
Schnittmenge in Vertragsprüfung, Termin-/Budgetcontrolling und Stakeholder-Management: weniger Medienpraxis, mehr kaufmännische Projektsteuerung.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m/w/d): Berufseinstieg (Disposition/Vertrieb/Projektassistenz)

Gehalt:
2.800 € - 3.200 € brutto/Monat

Einstieg in kaufmännische Abläufe der Medienproduktion, z. B. Angebot/Kalkulation, Rechte- und Lizenzthemen, Koordination von Dienstleistern sowie Unterstützung in Vertrieb oder Projektorganisation.

Abgeschlossene duale Ausbildung, erste Praxiserfahrung aus Einsatzabteilungen und Projektmitarbeit.

Stufe 2:Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m/w/d): Projektkoordination / Disposition

Gehalt:
3.420 € - 3.780 € brutto/Monat

Eigenständige Steuerung von Produktionen oder Teilprojekten mit Budgetblick, Termin- und Ressourcenplanung, Abstimmung zwischen Redaktion/Produktion, Postproduktion und externen Partnern.

Mehrjährige Berufserfahrung, sichere Kalkulation und Abwicklung, vertiefte Praxis in Produktions- und Rechteprozessen.

Stufe 3:Senior Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m/w/d): Produktions- oder Rechte-/Lizenzmanagement

Gehalt:
4.160 € - 4.820 € brutto/Monat

Verantwortung für komplexere Budgets und Vertrags-/Rechtethemen, Verhandlung mit Dienstleistern sowie Qualitätssicherung in der kaufmännischen Produktionsabwicklung.

Mehrjährige, vertiefte Erfahrung in Produktion/Distribution, Routine in Vertragsmanagement und Kostenkontrolle, ggf. interne Spezialrollen.

Stufe 4:Teamleitung (Produktion, Disposition, Rechte & Lizenzen, Media Operations)

Gehalt:
4.900 € - 5.600 € brutto/Monat

Fachliche und organisatorische Führung eines Teams, Prozessverantwortung (z. B. Freigaben, Budgetsteuerung, Reporting), Schnittstellenmanagement zu Redaktion, Technik und Vertrieb.

Erfahrung in Steuerungs- und Koordinationsrollen, nachweisbare Führungsaufgaben oder Stellvertretung, ggf. Weiterbildung in Führung/Projektmanagement und betriebswirtschaftliche Vertiefung.

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Produktionskalkulation & Budgetcontrolling

produktionsorientiert

Kalkulation von Produktionskosten, Budgetüberwachung, Forecasting, Abrechnung und Reporting über Produktionsphasen hinweg.

Gehalt:
3.520 € - 4.100 € brutto/Monat
Vertiefung Controlling/Excel-Reporting, Praxis in Kostenstellen-/Projektcontrolling, je nach Arbeitgeber interne Systeme und Freigabeprozesse.

Rechte-, Lizenz- und Vertragsmanagement (AV)

audiovisuell

Klärung und Dokumentation von Nutzungsrechten, Lizenzketten, Vertragsprüfung sowie Abstimmung mit Vertrieb, Legal und Produktion.

Gehalt:
3.700 € - 4.580 € brutto/Monat
Spezialisierung in Lizenz- und Rechteprozessen, Vertragsroutine, ggf. interne Schulungen zu Medienrecht/Compliance und Rechte-Datenbanken.

Distribution & Sales Operations (TV/Streaming/VoD)

konzeptionell

Kaufmännische Unterstützung von Vertrieb und Auswertung, Pflege von Auswertungsfenstern, Liefer- und Erlöslogik sowie Schnittstelle zu Plattformen.

Gehalt:
3.600 € - 4.420 € brutto/Monat
Erfahrung mit Auswertungs- und Distributionsprozessen, Daten-/Systemroutine (Titelstämme, Deliverables), ggf. Pricing- und Erlöslogik.

Postproduktionskoordination (kaufmännisch/operativ)

produktionsorientiert

Disposition von Postproduktionsleistungen, Kosten- und Terminsteuerung, Abstimmung zu Deliverables, Abnahme- und Abrechnungsprozessen.

Gehalt:
3.450 € - 4.200 € brutto/Monat
Praxis in Postproduktionsabläufen, Dienstleistersteuerung, Verständnis gängiger Deliverable-Anforderungen und interner Freigabeketten.

Media Operations & Content Delivery (kaufmännische Schnittstelle)

audiovisuell

Koordination von Lieferketten und Leistungsabrechnung rund um Ausspielung/Archivierung, Schnittstelle zwischen Technik, Produktion und Plattformanforderungen.

Gehalt:
3.820 € - 4.700 € brutto/Monat
Prozess- und Systemkenntnisse (Asset-/Titelverwaltung), Schnittstellenroutine zu Technik/Playout, strukturierte Abrechnungs- und Dokumentationspraxis.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.186 €
Großunternehmen
4.004 €
Mittelstand
3.640 €
Kleinunternehmen
3.203 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.640 € brutto/Monat

Öffentlich-rechtliche Sender
4.732 €
+30%
Serienproduktion
4.550 €
+25%
Fernsehproduktion
4.368 €
+20%
Filmproduktion
4.186 €
+15%
Private Broadcaster
4.186 €
+15%
Fernsehen und Rundfunk
4.004 €
+10%
Multimedia-Unternehmen
4.004 €
+10%
Werbeagenturen
3.822 €
+5%
Marketing und Distribution
3.822 €
+5%
Medienvertrieb
3.640 €
+0%
Videoproduktion
3.458 €
-5%
Content-Agenturen
3.458 €
-5%
Musikverlage
3.276 €
-10%
Festival- und Event-Management
3.276 €
-10%
Podcast-Produktion
3.094 €
-15%
Filmtheater
2.912 €
-20%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Kauffrau für Audiovisuelle Medien

Der Beruf verbindet kaufmännische Steuerung mit Produktions- und Dispositionspraxis in Film, TV, Radio oder Streaming-nahen Umfeldern. Mit wachsender Routine in Kalkulation, Rechte- und Lizenzabwicklung sowie Termin- und Ressourcenplanung steigt das Einkommen meist schrittweise vom Einstieg bis zur erfahrenen Fachkraft. Entwicklungsspielräume entstehen vor allem über Spezialisierungen in Einkauf, Programmplanung oder Produktionskoordination sowie über projektbezogene Verantwortung. Die digitale Arbeit prägen CMS sowie MAM-/DAM-Systeme, ERP- und Buchungssysteme, Dispositionssoftware und kollaborative Cloud-Tools; KI wirkt vor allem unterstützend bei Datenpflege, Recherche und Workflows.

1. Jahr2.950 €
Berufseinstieg / Junior-Sachbearbeitung Medienkauf

Duale Ausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG) abgeschlossen; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.060 €
Berufseinstieg (zunehmend selbstständig)

Duale Ausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach BBiG) + Einarbeitung in CMS, MAM/DAM, ERP; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.210 €
Berufliche Festigung

Praxisvertiefung in Disposition, Rechte-/Lizenzprozessen, Kalkulation; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.350 €
Berufliche Festigung (erweiterter Aufgabenbereich)

Routine in Vertrags- und Abrechnungsabläufen, Datenpflege in ERP/CRM; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.640 €
Berufliche Festigung (nach mehreren Jahren Praxis)

Stabiler Verantwortungsbereich, z. B. Einkauf/Programm- oder Produktionsadministration; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.820 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung, z. B. Rechtemanagement, Disposition oder Produktionscontrolling; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.010 €
Erfahrene Fachkraft

Komplexere Projekte, Schnittstellenarbeit mit Redaktion, Technik, Dienstleistern; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.580 €
Erfahrene Fachkraft (Spezialisierung gefestigt)

Sicherer Umgang mit MAM/DAM, Sende- und Planungssystemen, Projekttools; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr4.740 €
Erfahrene Fachkraft (seniornah)

Breite Verantwortung im Projektgeschäft, ggf. fachliche Koordination im Team; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.900 €
Optionale Verantwortungsrolle (projektbezogene Koordination)

Zusätzliche projektbezogene Verantwortung, z. B. Koordination von Produktionen oder Budgets; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: ver.di Tarifverträge Medienbranche. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegen Monatsgehälter typischerweise um 2.950 € brutto, in vielen Fällen innerhalb einer Spanne von 2.800 € bis 3.200 €. Steigerungen ergeben sich häufig über tarifliche Stufen, wachsende Projektverantwortung und den Wechsel in größere Produktionsumfelder.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung bewegen sich die Monatsgehälter häufig um 3.640 € brutto. Als erfahrene Fachkraft mit stabiler Budget- und Vertragsverantwortung werden oft etwa 4.580 € brutto erreicht. Mit erweiterter Verantwortung, etwa als Teamleitung oder in der Produktionskalkulation für größere Formate, sind Größenordnungen um 5.200 € brutto pro Monat üblich.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Verantwortung im Projektcontrolling: mit sicherer Budgetsteuerung, belastbaren Kalkulationen und eigenständiger Betreuung mehrerer Produktionen steigt die Eingruppierung oft spürbar.
  • 2
    Spezialisierung auf Rechte und Lizenzen, Lizenzabrechnung oder Musik- und Archivclearing: wer komplexe Nutzungsrechte verhandelt und dokumentiert, wird in vielen Häusern höher bewertet.
  • 3
    Tarifbindung und Eingruppierung nach Haustarif: in tarifgebundenen Medienunternehmen sind Gehaltsstufen und Entwicklungswege meist klarer als in kleineren, frei verhandelnden Betrieben.
  • 4
    Unternehmensgröße und Projektvolumen: große Sendergruppen oder Produktionsnetzwerke zahlen häufig mehr, weil Budgets, Abstimmungsaufwand und Compliance-Anforderungen steigen.
  • 5
    Zusatzqualifikationen wie IHK-Fortbildung im Projektmanagement oder Controlling sowie sehr gute Englischkenntnisse für internationale Lizenzen und Koproduktionen können das Gehaltsniveau erhöhen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt zeigt sich insgesamt stabil, weil audiovisuelle Inhalte über viele Kanäle nachgefragt werden und Projekte dauerhaft kaufmännisch gesteuert werden müssen. Gleichzeitig steigt der Abstimmungsaufwand durch mehr Ausspielwege, internationale Koproduktionen und komplexere Rechteketten.

Digitalisierte Workflows, automatisierte Abrechnungsschritte und datenbasierte Reichweiten- und Erlösmodelle verändern vor allem die Schnittstelle zwischen Controlling, Lizenzmanagement und Produktion. Für Berufseinsteiger verbessern sich die Chancen besonders dort, wo Produktionsvolumen hoch ist und Prozesse professionell standardisiert sind.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 900 € auf 1.000 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 900 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 950 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.000 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.950 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Die Vergütung entwickelt sich mit der Berufserfahrung spürbar weiter. Einsteiger beginnen bei rund 2.950 € brutto/Monat, mit einigen Jahren Praxis bewegen sich die Gehälter in Richtung 4.580 € brutto/Monat. Verantwortung und Spezialisierung wirken sich zusätzlich aus.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem ver.di Tarifverträge Medienbranche vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Filmproduktion, Fernsehproduktion, Videoproduktion, Serienproduktion, Fernsehen und Rundfunk oder Öffentlich-rechtliche Sender. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Kauffrau für Audiovisuelle Medien (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und Verantwortung im Projektcontrolling sowie Spezialisierung auf Rechte und Lizenzen, Lizenzabrechnung oder Musik- und Archivclearing. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. ver.di Tarifverträge Medienbranche), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: