Kommissionierer Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.350 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.800 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.300 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Logistik (ver.di) / Mindestlohn Logistik. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.550 €
3.050 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.800 € brutto/Monat

Pharmaindustrie
3.360 €
+20%
Hafenwirtschaft
3.220 €
+15%
Online-Versandhandel
3.080 €
+10%
Spedition
3.020 €
+8%
Güterverkehr
2.940 €
+5%
Supermärkte
2.860 €
+2%
Groß- und Einzelhandel
2.740 €
-2%
Möbelindustrie
2.660 €
-5%
Bekleidungsindustrie
2.580 €
-8%
Zeitarbeit Logistik
2.380 €
-15%
Personalvermittlung Handel
2.300 €
-18%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Kommissionierer stellen im Lager die Waren für Versand, Produktion oder Filialbelieferung zusammen. Im Alltag gehören das Entnehmen nach Picklisten oder Scannerführung, das Prüfen von Mengen und Chargen, das Umpacken, Etikettieren und die Übergabe an Versand oder interne Transporte dazu. Häufig kommen Handscanner, Fördertechnik und Flurförderzeuge zum Einsatz, daneben zählen Ordnung, einfache Bestandskontrollen und das Melden von Abweichungen zum Ablauf.

Gearbeitet wird vor allem in Logistikzentren, Versandlagern und Distributionshallen, teils auch in Kühl- oder Tiefkühlbereichen. Beschäftigung findet sich unter anderem im Handel, in der Lebensmittel- und Pharmalogistik, in der Automobilzulieferung sowie bei Paket- und Kontraktlogistikern, beispielsweise für E-Commerce oder Ersatzteilversorgung.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.220 €

2.933 € – 3.507 €

+15%

Frankfurt am Main

3.080 €

2.805 € – 3.355 €

+10%

Düsseldorf

3.080 €

2.805 € – 3.355 €

+10%

Stuttgart

3.052 €

2.780 € – 3.325 €

+9%

Hamburg

3.024 €

2.754 € – 3.294 €

+8%

Köln

2.968 €

2.703 € – 3.233 €

+6%

Berlin

2.856 €

2.601 € – 3.111 €

+2%

Nürnberg

2.856 €

2.601 € – 3.111 €

+2%

Hannover

2.856 €

2.601 € – 3.111 €

+2%

Essen

2.828 €

2.576 € – 3.081 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

2.800 €

2.550 € – 3.050 €

±0%

Dortmund

2.800 €

2.550 € – 3.050 €

±0%

Bremen

2.772 €

2.525 € – 3.020 €

-1%

Leipzig

2.576 €

2.346 € – 2.806 €

-8%

Dresden

2.576 €

2.346 € – 2.806 €

-8%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich beim Gehalt spürbare Unterschiede. Höhere Werte werden häufig in wirtschaftsstarken süddeutschen Ländern wie Bayern und Baden-Württemberg sowie in Ballungsräumen erzielt, während in Teilen Ostdeutschlands die Vergütung oft niedriger ausfällt.

Gehaltstreiber sind vor allem unterschiedliche Lebenshaltungskosten, die Dichte großer Logistikstandorte und die regionale Tariflandschaft, die sich je nach Bundesland und Branchennähe unterscheidet.

Zugang zur Tätigkeit

Einstieg über praktische Anlerntätigkeit

Der Einstieg als Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine Helfer- & Anlerntätigkeit. Ein formaler Berufsabschluss ist dafür in vielen Betrieben keine zwingende Voraussetzung, weil die Einarbeitung überwiegend im laufenden Betrieb stattfindet. Je nach Einsatzbereich im Lager oder Versand können interne Vorgaben zu Arbeitsabläufen, Qualität und Dokumentation den Zugang stärker prägen als schulische Abschlüsse.

Vermittlung wichtiger Arbeitsinhalte

Im Mittelpunkt der Anlernphase stehen praktische Inhalte: Ware anhand von Picklisten oder digitalen Aufträgen zusammenstellen, Artikel prüfen, Verpacken und Bereitstellen für den Versand sowie der Umgang mit Handscannern, Lagerverwaltungssystemen und einfachen Kennzeichnungen. Häufig kommen standardisierte Wege- und Platzsysteme (Regal-, Fach- oder Barcode-Logik) hinzu, damit Entnahmen nachvollziehbar bleiben. Da der fachliche Kontext hier als Dienstleistungen geführt ist, geht es in der Praxis oft um reibungsarme Abläufe, Termintreue und eine saubere Übergabe an nachgelagerte Prozesse.

Betrieblich gesteuerte Zusatzqualifikationen

Formale Zusatzqualifikationen können den Zugang erleichtern, sind aber meist betrieblich gesteuert. Verbreitet sind Unterweisungen zu Arbeitsschutz und betrieblicher Ladungssicherung sowie, abhängig von den Tätigkeiten, der Nachweis zum Führen von Flurförderzeugen (Gabelstapler). Teilweise werden auch Schichttauglichkeit, Zuverlässigkeitsprüfungen oder spezifische Hygienevorgaben verlangt, etwa bei sensiblen Warengruppen.

Körperliche Belastbarkeit und Sorgfalt

Als persönliche Voraussetzungen zählen körperliche Belastbarkeit, sicheres Arbeiten unter Zeitdruck und eine sorgfältige Arbeitsweise, weil Fehlkommissionierungen direkte Folgen für Versandqualität und Kundenprozesse haben können. Wichtig sind außerdem Orientierung im Lager, Konzentrationsfähigkeit und ein grundlegendes Verständnis für digitale Erfassungsgeräte. Teamabstimmung ist häufig relevant, da Kommissionierung, Verpackung und Warenausgang eng ineinandergreifen.

Weiterbildung im Logistikumfeld

Ergänzend zum Regelzugang sind Übergänge aus angrenzenden Lagertätigkeiten üblich, etwa über Tätigkeiten in Wareneingang, Verpackung oder innerbetrieblichem Transport. Fachlich passende Weiterbildungen bewegen sich meist im Lager- und Logistikumfeld, zum Beispiel Schulungen zu Scanner- und Systemanwendungen, Prozess- und Qualitätsstandards, Arbeitssicherheit oder vertiefte Qualifizierungen rund um Flurförderzeuge und Kommissioniermethoden.

Beruflicher Einstieg

Keine formale Ausbildung zwingend erforderlich (Anlerntätigkeit)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Kommissionierer ist keine formale Ausbildung vorgeschrieben, Qualifizierungskurse sind aber üblich.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Kein formaler Abschluss erforderlich

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Kommissionierer

Digitalisierungspotenzial
Hoch
KI-Einfluss
mittel
Lagerverwaltungssysteme (WMS)Barcode- und RFID-ScanningPick-by-Scan / Pick-by-VoiceAutomatisierte Fördertechnik und Sortieranlagen

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Qualifikation durch betriebliche Einarbeitung

Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist in der Regel eine Helfer- & Anlerntätigkeit. Eine formale Ausbildung ist nicht erforderlich; die Qualifikation erfolgt meist über eine betriebliche Einarbeitung, in der Arbeitsabläufe, Lagerstruktur und der Umgang mit den eingesetzten Systemen Schritt für Schritt vermittelt werden. Je nach Betrieb kann der Einstieg in Lager, Versand oder Logistikzentrum erfolgen, häufig in klar getakteten Schichten und mit festen Prozessvorgaben.

Strukturierte Abläufe im Versand

Zu den typischen Aufgaben zählen das Zusammenstellen von Waren nach Picklisten, das Scannen und Kennzeichnen von Artikeln, die Kontrolle von Mengen sowie das Verpacken für den Versand. Beim Einstieg liegt das Bruttogehalt meist in einer Spanne von 2.150 € bis 2.550 € brutto/Monat, häufig um 2.350 € brutto/Monat. Üblich ist zudem eine Eingruppierung nach Branchentarifverträgen, wodurch Entgeltstufen, Zuschläge und Rahmenbedingungen in vielen Unternehmen strukturiert vorgegeben sind.

Umgang mit moderner Lagertechnik

Für den Arbeitsalltag sind vor allem Sorgfalt, ein sicherer Blick für Artikel und Mengen sowie ein verlässliches Arbeitstempo wichtig. Körperliche Belastbarkeit spielt oft eine Rolle, etwa beim längeren Gehen, Heben oder Arbeiten in temperierten Bereichen. In der Praxis kommen außerdem Grundkenntnisse im Umgang mit Handscannern oder Lager-IT hinzu; diese werden bei der Einarbeitung meist anhand konkreter Touren und Routinen aufgebaut.

Entwicklungsmöglichkeiten in koordinierende Rollen

Typische Einstiegspositionen sind Kommissionierung im Warenausgang, Pick-by-Scan in Hochregal- oder Kleinteilelagern oder Tätigkeiten an Packplätzen. Erste Schritte in Richtung Entwicklung entstehen häufig über die Übernahme zusätzlicher Aufgaben, etwa bei Qualitätskontrollen, in der Warenbereitstellung oder als Ansprechperson im Team. In manchen Betrieben führt das perspektivisch in koordinierende Rollen wie Schicht- oder Teamassistenz; dafür werden dann betriebsinterne Standards, Prozesskenntnis und Verantwortungsübernahme besonders relevant.

Organisation der verschiedenen Lernstationen

Die Einarbeitung ist häufig in Stationen organisiert: Einweisung in Arbeitssicherheit, Kennenlernen der Lagerzonen, Üben mit Scanner und Systemmasken, anschließende Begleitung durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen und später eigenständige Touren. Je nach Sortiment und Prozessdichte kann diese Phase kurz ausfallen oder mehrere Wochen umfassen. Unterschiede ergeben sich auch aus Komplexität der Artikel, Retourenanteil, Automatisierungsgrad und den Anforderungen an Dokumentation und Nachverfolgbarkeit.

Berufliche Entwicklungsoptionen Kommissionierer

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Fachlagerist (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Annahme, Lagerung, Kommissionierung und Versandvorbereitung von Waren mit stärkerem Fokus auf Wareneingang/-ausgang und Bestandsführung.

Gehalt:
2.700: 3.400 € brutto/Monat
Hoher Skill-Overlap bei Lagerprozessen, Scanning, Verpackung und Warenfluss; Wechsel oft innerhalb desselben Betriebs möglich.

Versandmitarbeiter / Verpacker (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Leichter Wechsel

Verpacken, Etikettieren und Versandfertigmachen von Sendungen inklusive Kontrolle von Auftrags- und Versanddokumenten.

Gehalt:
2.300: 3.000 € brutto/Monat
Nahe Tätigkeit im Versand mit ähnlichen Systemen und Qualitätsanforderungen, aber stärkerer Schwerpunkt auf Pack- und Versandprozessen.
Leichter Wechsel

Transport und Ein-/Auslagerung von Paletten sowie Bereitstellung von Ware für Kommissionierung und Warenausgang.

Gehalt:
2.600: 3.400 € brutto/Monat
Überlappung durch innerbetriebliche Transporte und Lagerlogistik, häufig mit zusätzlicher Verantwortung für Flurförderzeuge.

Mitarbeiter Inventur / Bestandskontrolle (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Durchführung von Bestandszählungen, Plausibilitätsprüfungen und Klärung von Differenzen in Abstimmung mit Lagerverwaltung und Teamleitungen.

Gehalt:
2.700: 3.500 € brutto/Monat
Ähnliche Kontroll- und Zählprozesse rund um Bestände und Lagerplätze, oft als Schnittstelle zwischen operativem Lager und Lagerverwaltung.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Kommissionierer (m/w/d): Einstieg

Gehalt:
2.200: 2.500 € brutto/Monat

Einsatz in der Kommissionierung nach Einarbeitung, typischerweise mit Scannern, Picklisten und festgelegten Lagerprozessen.

Einarbeitung im Betrieb, körperliche Belastbarkeit, Zuverlässigkeit; häufig Schichtbereitschaft je nach Lagerbetrieb

Stufe 2:Kommissionierer (m/w/d): mit Berufserfahrung

Gehalt:
2.600: 3.000 € brutto/Monat

Sicheres Arbeiten in unterschiedlichen Lagerzonen, fehlerarmes Picken, Mitwirkung bei Ablaufverbesserungen und Einarbeitung neuer Kolleginnen und Kollegen im Tagesgeschäft.

Mehrjährige Praxis in der Kommissionierung, Routine im Umgang mit Lager-IT/Handscannern, nachweisbar geringe Fehlerquote

Stufe 3:Erfahrene Kommissionierkraft (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
3.050: 3.500 € brutto/Monat

Übernahme anspruchsvollerer Bereiche (z. B. kleinteilige Artikel, zeitkritische Touren, qualitätsrelevante Waren) und stabiler Schichtablauf im Team.

Langjährige Berufserfahrung, Prozesssicherheit, häufig Zusatzaufgaben wie Qualitätskontrollen oder Materialnachschub im Bereich

Stufe 4:Teamleitung Kommissionierung / Schichtführer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
3.300: 3.900 € brutto/Monat

Koordination von Team und Schicht, Priorisierung von Aufträgen, Sicherstellung von Qualität und Leistung sowie Schnittstelle zu Lagerleitung und Warenausgang.

Mehrjährige Erfahrung, nachweisliche Eignung für Führung/Koordination, häufig interne Führungsschulungen und vertiefte Prozesskenntnisse

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Qualitätskontrolle in der Kommissionierung

qualitätssichernd

Prüfung von Artikel, Menge, Charge/MHD und Verpackungszustand zur Reduktion von Fehlkommissionierungen und Reklamationen.

Gehalt:
2.800: 3.300 € brutto/Monat
Interne Qualitätsunterweisungen, Dokumentationsroutine, je nach Bereich Hygieneschulungen (z. B. Lebensmittel) und Prozesskenntnisse

Retourenabwicklung / Rückwarenprüfung

serviceorientiert

Sichtung, Bewertung und Wiedereinlagerung von Retouren inklusive Klärung von Sperrbeständen und Zuordnung zu Lagerplätzen.

Gehalt:
2.700: 3.250 € brutto/Monat
Kenntnisse zu Retourenprozessen und Lager-IT, sorgfältige Dokumentation, oft interne Schulung zu Prüf- und Sperrlogiken

Kommissionierung an automatisierten Anlagen (Pick-by-Light/Voice, Fördertechnik)

automatisierungstechnisch

Arbeiten in teilautomatisierten Kommissionierzonen mit Systemführung, Störungsmeldung und abgestimmten Taktprozessen.

Gehalt:
2.900: 3.450 € brutto/Monat
Anlagen- und Systemeinweisung, Prozessverständnis für Fördertechnik, häufig zusätzliche Sicherheitsunterweisungen

Kühlhaus- und Tiefkühl-Kommissionierung

fertigungstechnisch

Kommissionierung in temperaturgeführten Bereichen mit strengeren Zeit-, Hygiene- und Arbeitsschutzanforderungen.

Gehalt:
2.850: 3.500 € brutto/Monat
Hygiene- und Arbeitsschutzunterweisungen, Routine im Umgang mit Schutzkleidung, belastbare Schichttauglichkeit

Gefahrgutnahe Kommissionierung (unter Aufsicht)

serviceorientiert

Kommissionierung und Bereitstellung von Gefahrstoffen nach vorgegebenen Lager- und Kennzeichnungsregeln, typischerweise mit klaren SOPs.

Gehalt:
2.950: 3.550 € brutto/Monat
Betriebliche Unterweisungen zu Gefahrstoff-/Gefahrgutkennzeichnung, Dokumentationspflichten, konsequente Einhaltung von Sicherheitsregeln

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.220 €
Großunternehmen
3.080 €
Mittelstand
2.800 €
Kleinunternehmen
2.464 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.800 € brutto/Monat

Pharmaindustrie
3.360 €
+20%
Hafenwirtschaft
3.220 €
+15%
Online-Versandhandel
3.080 €
+10%
Spedition
3.024 €
+8%
Güterverkehr
2.940 €
+5%
Supermärkte
2.856 €
+2%
Groß- und Einzelhandel
2.744 €
-2%
Möbelindustrie
2.660 €
-5%
Bekleidungsindustrie
2.576 €
-8%
Zeitarbeit Logistik
2.380 €
-15%
Personalvermittlung Handel
2.296 €
-18%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Kommissionierer

In der Lagerlogistik entwickelt sich das Einkommen meist über wachsende Routine, sichere Prozessbeherrschung und die Übernahme zusätzlicher Aufgaben im Tagesgeschäft. Der Beruf Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) zählt als Helfer- & Anlerntätigkeit; eine formale Ausbildung ist nicht erforderlich, üblich ist die Einarbeitung im Betrieb, häufig innerhalb tariflicher Eingruppierungen. Mit steigender Erfahrung werden Qualität, Pickleistung und Bestandsgenauigkeit wichtiger, teils ergänzt durch Schichtarbeit. Digitale Abläufe prägen den Alltag, etwa über WMS, Handscanner, RFID sowie Pick-by-Scan oder Pick-by-Voice; Automatisierung verändert vor allem standardisierte Prozesse.

1. Jahr2.350 €
Berufseinstieg (Kommissionierung)

Einarbeitung im Betrieb (keine formale Ausbildung erforderlich); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.480 €
Berufseinstieg (mehr Selbstständigkeit)

Vertiefte Einarbeitung: sichere Nutzung von Handscanner/Pick-by-Scan; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.620 €
Berufliche Festigung

Praxisroutine, erste WMS-Anwendungen im Tagesablauf; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.710 €
Berufliche Festigung (erweiterter Einsatz)

Zusatzaufgaben (z. B. Nachschub/Bestandskontrollen im WMS); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.800 €
Berufliche Festigung (erfahren)

Sehr sichere Prozesskenntnis, häufig tarifliche Höhergruppierung; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr2.970 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezieller Bereich (z. B. Warenausgang, Kühl-/Gefahrgutumfeld nach Vorgabe); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.130 €
Erfahrene Fachkraft

Erweiterte Digitalkompetenz: WMS-Dialoge, mobile Datenterminals, ggf. ERP-Grundlagen (z. B. SAP WM/EWM); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.300 €
Erfahrene Fachkraft (Spezialisierung)

Hohe Pickqualität, stabile Kennzahlen, Umgang mit Fördertechnik-/Sortierprozessen; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.440 €
Erfahrene Fachkraft (mit Koordinationsanteilen)

Optional: Anlernen neuer Mitarbeitender, Koordination innerhalb der Schicht (betriebsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.580 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: Schichtverantwortung/Teamkoordination in größeren Lagern (tarif- und strukturabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Logistik (ver.di) / Mindestlohn Logistik. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das typische Bruttogehalt bei 2.350 € pro Monat, je nach Betrieb und Rahmenbedingungen etwa zwischen 2.150 € und 2.550 €. In dieser Phase prägen häufig standardisierte Tätigkeiten, klare Leistungsvorgaben und eine Einstufung nach einfachen Entgeltgruppen die Vergütung.

Mit wachsender Routine und breiterer Einsetzbarkeit steigen die Werte nach rund fünf Jahren häufig auf 2.800 € brutto monatlich. Als erfahrene Fachkraft werden im Durchschnitt 3.300 € brutto pro Monat erreicht. Sprünge entstehen meist über höhere Eingruppierungen, Schicht- und Funktionszulagen oder die Übernahme zusätzlicher Verantwortung im Warenausgang, in der Bestandsführung oder bei Prozessrollen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken oft direkt auf die Eingruppierung, etwa über Stufenmodelle, Funktionszulagen oder die Übernahme von Schichtkoordination im Lagerbereich.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie der Flurfördermittelschein (Staplerschein), Schulungen für Hochregalbedienung oder Scanner-/WMS-Anwenderkenntnisse erhöhen die Einsetzbarkeit und werden teils vergütungswirksam.
  • 3
    Tarifbindung und Betriebsvereinbarungen beeinflussen Grundentgelt, Schichtzulagen und Zuschläge. In tarifgebundenen Betrieben ist die Entwicklung häufig klarer an Entgeltgruppen gekoppelt.
  • 4
    Unternehmensgröße und Prozesskomplexität spielen eine Rolle: größere Logistikzentren mit hoher Automatisierung zahlen häufig strukturierter, während kleinere Lager stärker individuell verhandeln.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa Kommissionierung im Kühl-/Tiefkühlbereich, Gefahrstoff- oder Pharmabereich mit Dokumentationspflichten, führen in manchen Betrieben zu Funktions- oder Erschwerniszulagen.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Kommissionierer wird in vielen Regionen von einer stabilen bis eher steigenden Nachfrage geprägt, da Warenströme im Handel und in der Industrie verlässlich abgewickelt werden müssen. Gleichzeitig schwankt der Bedarf in einzelnen Betrieben mit Saisonspitzen, Aktionen und Auslastung von Logistiknetzen.

Veränderungen kommen vor allem durch Digitalisierung und Automatisierung: Scannerführung, Lagerverwaltungssysteme und teilautomatisierte Fördertechnik sind verbreitet, was die Arbeit stärker prozess- und qualitätsgetrieben macht. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen dort, wo große Standorte Personal für Schichtbetrieb benötigen und eine strukturierte Einarbeitung üblich ist.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man als Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) beim Einstieg?

Das Einstiegsgehalt liegt bei etwa 2.350 € brutto/Monat. Bei Mindestlohn-Beschäftigung entspricht das etwa 2.050 € brutto/Monat.

Gibt es im Beruf Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Aufstiegsmöglichkeiten und Gehaltssteigerungen?

Mit Erfahrung und erworbenen Kenntnissen sind Gehaltssteigerungen auf 2.800 € brutto/Monat möglich. Eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich eröffnet zusätzliche Verdienstmöglichkeiten.

In welchen Bereichen arbeitet man als Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Helfer- und Anlerntätigkeiten werden in zahlreichen Wirtschaftszweigen nachgefragt, darunter Güterverkehr, Spedition, Hafenwirtschaft, Online-Versandhandel, Groß- und Einzelhandel oder Supermärkte. Arbeitsbedingungen und Vergütung unterscheiden sich dabei je nach Einsatzbereich.

Welche Qualifizierungsmöglichkeiten gibt es im Beruf Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Durch betriebliche Weiterbildung oder eine nachgeholte Ausbildung lässt sich das Gehalt deutlich steigern. Fachkräfte in diesem Bereich verdienen im Schnitt 3.300 € brutto/Monat.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.350 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.300 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 4.000 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Kommissionierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem Tarifvertrag Logistik (ver.di) / Mindestlohn Logistik vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Tarifvertrag Logistik (ver.di) / Mindestlohn Logistik), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: