Maler und Lackierer Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.690 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.000 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.300 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: Mindestlohn ML 2 / Ecklohn West / Ecklohn Ost. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.750 €
3.160 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.000 € brutto/Monat

Fahrzeugindustrie
3.750 €
+25%
Kirchenmalerei und Denkmalpflege
3.540 €
+18%
Möbelindustrie
3.450 €
+15%
Betonsanierungsunternehmen
3.390 €
+13%
Betonschutz- und Oberflächensanierung
3.360 €
+12%
Gerüstbau
3.300 €
+10%
Entrostungs- und Eisenanstricharbeiten
3.270 €
+9%
Wärmedämmverbundsysteme
3.240 €
+8%
Bodenbeschichtungen
3.180 €
+6%
Hochbaufirmen
3.150 €
+5%
Maler- und Lackierhandwerk
3.000 €
+0%
Fahrbahnmarkierungen
2.940 €
-2%
Stuckateur- und Putzbetriebe
2.850 €
-5%
Tüncher- und Weißbinderarbeiten
2.760 €
-8%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Maler und Lackierer übernehmen im Alltag vor allem vorbereitende Arbeiten wie Abdecken, Schleifen, Spachteln und Grundieren, bevor Anstriche, Lackierungen oder Beschichtungen folgen. Dazu kommen Tapezierarbeiten, Fassadenanstriche und kleinere Ausbesserungen, häufig mit Blick auf Untergrundprüfung und saubere Kantenführung.

Gearbeitet wird je nach Auftrag überwiegend auf Baustellen in Wohnungen, öffentlichen Gebäuden oder im Außenbereich, teils auch in Werkstätten für Lackier- und Spritzarbeiten. Beschäftigung findet sich unter anderem in Handwerksbetrieben des Maler- und Lackiererhandwerks, im Ausbaugewerbe, bei Facility-Services oder in Unternehmen, die beispielsweise Fenster, Türen oder Metallbauteile beschichten.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.450 €

3.162 € – 3.634 €

+15%

Frankfurt am Main

3.300 €

3.025 € – 3.476 €

+10%

Stuttgart

3.270 €

2.998 € – 3.444 €

+9%

Düsseldorf

3.210 €

2.943 € – 3.381 €

+7%

Hamburg

3.150 €

2.888 € – 3.318 €

+5%

Köln

3.090 €

2.833 € – 3.255 €

+3%

Nürnberg

3.060 €

2.805 € – 3.223 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.000 €

2.750 € – 3.160 €

±0%

Hannover

3.000 €

2.750 € – 3.160 €

±0%

Essen

2.970 €

2.723 € – 3.128 €

-1%

Dortmund

2.940 €

2.695 € – 3.097 €

-2%

Berlin

2.910 €

2.668 € – 3.065 €

-3%

Bremen

2.910 €

2.668 € – 3.065 €

-3%

Leipzig

2.700 €

2.475 € – 2.844 €

-10%

Dresden

2.700 €

2.475 € – 2.844 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Unterschiede beim Verdienst zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und eher ländlich geprägten Regionen. In Süddeutschland, etwa in Bayern und Baden-Württemberg, liegen Löhne im Schnitt oft höher als in Teilen Ostdeutschlands.

Gehaltstreiber sind vor allem unterschiedliche Lebenshaltungskosten, die lokale Auftragslage im Bau- und Sanierungsumfeld sowie die Dichte größerer Betriebe und öffentlicher Auftraggeber.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in das Malerhandwerk

Der Zugang zur Tätigkeit als Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine duale Ausbildung im Dienstleistungsumfeld. Im Bewerbungsprozess werden in der Praxis häufig ein Schulabschluss, grundlegende Mathematikkenntnisse für Flächen- und Materialkalkulationen sowie ein nachvollziehbares Interesse an handwerklicher Arbeit erwartet. Je nach Betrieb spielen Praktika, Zuverlässigkeit und ein belastbarer Umgang mit wechselnden Einsatzorten eine größere Rolle als bestimmte Notenbilder.

Inhalte der dreijährigen Regelausbildung

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Arbeit im Ausbildungsbetrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Im Betrieb stehen Untergrundprüfung und -vorbereitung, Spachtel- und Schleifarbeiten, das Beschichten mit Farben und Lacken sowie das Anbringen von Wandbekleidungen im Vordergrund. Hinzu kommen typische Praxisanforderungen wie Arbeits- und Gesundheitsschutz, der Umgang mit Leitern und Gerüsten, sauberes Abkleben und Abdecken sowie die Abstimmung im Team auf Baustellen und bei Kundenaufträgen.

Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer

Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der HWK (Handwerkskammer des jeweiligen Bezirks). Grundlage für die Ausbildung ist die HwO (Handwerksordnung). In vielen Betrieben wird während der Ausbildung früh Wert auf saubere Ausführung, ein sicheres Gefühl für Farben und Oberflächen sowie auf dokumentierte Arbeitsabläufe gelegt, weil Nacharbeit und Reklamationen im Alltag schnell kostenrelevant werden. Unter bestimmten Voraussetzungen kann eine Verkürzung der Ausbildungsdauer möglich sein, etwa bei passenden Vorbildungen oder sehr guten Leistungen.

Weiterbildung zur Meisterebene

Nach dem Abschluss eröffnen sich im Handwerkskammer-System fachlich passende Aufstiegsfortbildungen, insbesondere die Qualifikation als Meister/in im jeweiligen Handwerk. Darüber hinaus ist der Betriebswirt/in des Handwerks (HwO) eine verbreitete Option, wenn neben der Ausführung auch Organisation, Kalkulation und Betriebsführung stärker in den Arbeitsalltag rücken.

Präzision im direkten Kundenkontakt

Persönlich wichtig sind körperliche Belastbarkeit, sorgfältiges Arbeiten und ein sicherer Umgang mit Staub, Lösemitteln und wechselnden Raum- und Witterungsbedingungen. Farbsehen, ein gutes Auge für Oberflächen sowie kundenorientierte Kommunikation unterstützen die Arbeit, weil viele Einsätze im bewohnten Umfeld oder in laufenden Betrieben stattfinden und der Eindruck am Ende wesentlich über Qualität mitentscheidet.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Maler und Lackierer

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
800 €
2. Lehrjahr
900 €
3. Lehrjahr
1.050 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.050 € brutto/Monat

Großkonzern
1.208 €
+15%
Großunternehmen
1.155 €
+10%
Mittelstand
1.050 €
+0%
Kleinunternehmen
924 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Maler und Lackierer

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
gering
Digitale Farbtonmessgeräte und FarbmischsystemeAufmaß-Software und CAD-gestützte PlanungsunterlagenBautagebuch- und Projektmanagement-AppsSpritzgeräte mit elektronischer SteuerungDigitale Feuchte- und Schichtdickenmessgeräte

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Start in die betriebliche Praxis

Der Einstieg in den Beruf Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) läuft in der Regel über eine duale Berufsausbildung. Im Bewerbungsprozess erwarten Ausbildungsbetriebe meist klassische Unterlagen wie Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse; je nach Betrieb kommen kurze Probearbeiten oder ein Praktikum als Eindruck aus dem Arbeitsalltag hinzu. Häufig werden Hauptschulabschluss oder mittlerer Schulabschluss gesehen, wichtig sind daneben ein solides Verständnis für Farben und Materialien, sauberes Arbeiten sowie Zuverlässigkeit und Teamfähigkeit auf wechselnden Baustellen.

Struktur der dualen Qualifizierung

Die Ausbildung ist als duale Ausbildung organisiert und dauert 3 Jahre. Betrieb und Berufsschule wechseln sich dabei ab: Im Betrieb stehen vorbereitende Arbeiten, Untergrundbehandlung, Abkleben, Spachteln, Streichen, Lackieren und einfache Gestaltungsaufgaben im Vordergrund, während die Berufsschule Fachtheorie, Arbeitsschutz und Materialkunde vertieft. Die Ausbildung ist vergütet, häufig tariflich geregelt (branchenabhängig), und die abschließende Gesellenprüfung wird vor der Handwerkskammer nach Maßgabe der HwO (Handwerksordnung) abgenommen.

Erste Schritte als Geselle

Nach dem Abschluss beginnt der Berufseinstieg oft als Geselle oder Gesellin in Maler- und Lackierbetrieben, teils auch in Ausbaugewerken oder im Bereich Instandhaltung. Das Einstiegsgehalt liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 2.690 € brutto/Monat; je nach Betrieb und Einsatzbereich bewegt sich der Rahmen typischerweise zwischen 2.300 € und 2.900 € brutto/Monat. In den ersten Monaten prägen häufig wiederkehrende Aufgaben wie das Einrichten von Arbeitsbereichen, das Arbeiten nach Anweisung und das sichere Ausführen von Standardbeschichtungen den Alltag.

Übernahme von Baustellenverantwortung

Mit wachsender Praxis verschieben sich die ersten Schritte oft in Richtung eigenständiger Baustellenabschnitte, anspruchsvollerer Lackier- und Spachtelarbeiten oder gestaltender Techniken. Eine Rolle spielen dabei auch betriebliche Abläufe wie Aufmaß, Materialdisposition und das Abstimmen von Terminen, die im Handwerk häufig eng getaktet sind. In tarifgebundenen Betrieben können Eingruppierung und Zuschläge zusätzliche Struktur in die Vergütung bringen, während außerhalb des Tarifs stärker betriebliche Regelungen prägen.

Fachliche Vertiefung in Spezialgebieten

Als weitere Entwicklung sind Spezialisierungen im Betrieb möglich, etwa in Wärmedämm-Verbundsystemen, Fassadenschutz, Innenraumgestaltung oder im Bereich Denkmalpflege. Perspektivisch kommen auch Fortbildungen im Handwerk in Betracht; die konkreten Rollen, Verantwortlichkeiten und Vergütungsniveaus hängen dabei deutlich von Region, Unternehmensgröße und Auftragslage ab und lassen sich eher als Orientierungsrahmen denn als fester Stufenplan verstehen.

Berufliche Entwicklungsoptionen Maler und Lackierer

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Ausführung von Putz-, Trockenbau- und Dämmarbeiten sowie Oberflächenherstellung im Innen- und Außenbereich.

Gehalt:
2.700 €: 3.600 € brutto/Monat
Ähnliche Untergrundvorbereitung, Beschichtungssysteme und Baustellenpraxis im Ausbau.
Mittlerer Aufwand

Vorbereitung und Lackierung von Fahrzeugoberflächen inklusive Instandsetzung, Farbtonfindung und Finish-Arbeiten.

Gehalt:
2.800 €: 3.700 € brutto/Monat
Hoher Overlap bei Oberflächenbearbeitung, Schleifen/Grundieren und Beschichtungsaufbau, jedoch stärker werkstatt-/industrielastig.

Einrichten, Überwachen und Optimieren von Beschichtungsprozessen (z. B. Lackieren, Pulverbeschichten) in der industriellen Fertigung.

Gehalt:
3.200 €: 4.300 € brutto/Monat
Verwandte Tätigkeiten in Beschichtung und Korrosionsschutz, häufig an Stahlbauteilen und in industriellen Umgebungen.
Leichter Wechsel

Montage von Trockenbaukonstruktionen wie Wänden, Decken und Systemen inklusive Spachtel- und Ausbauarbeiten.

Gehalt:
2.600 €: 3.500 € brutto/Monat
Schnittstellen im Ausbau (Vorbereitung, Abkleben, saubere Anschlüsse) und häufig gemeinsame Baustellenabläufe.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Maler und Lackierer (Geselle/Gesellin)

Gehalt:
2.300 €: 2.900 € brutto/Monat

Ausführung von Maler-, Lackier- und Beschichtungsarbeiten im Innen- und Außenbereich inklusive Untergrundprüfung, Abklebearbeiten und Endbeschichtung.

Duale Berufsausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (HWK) nach Handwerksordnung (HwO); erste Berufserfahrung im Betrieb, branchenabhängig tarifgebunden.

Stufe 2:Maler und Lackierer (Fachkraft, routinierte Baustellenabwicklung)

Gehalt:
2.750 €: 3.160 € brutto/Monat

Eigenständige Abwicklung typischer Baustellenabschnitte, Materialdisposition im Kleinen sowie Qualitätssicherung und Abstimmung mit anderen Gewerken im Ausbau.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Praxis in Untergrundbeurteilung, Systemaufbauten und Termin-/Ablaufkoordination, oft im tariflichen Rahmen.

Stufe 3:Vorarbeiter/in (Maler- und Lackiererhandwerk)

Gehalt:
3.000 €: 3.600 € brutto/Monat

Anleitung kleiner Teams auf der Baustelle, Einteilung von Arbeitsabläufen, Kontrolle von Ausführungsqualität und dokumentationsnahe Abstimmung mit Bauleitung.

Gefestigte Berufspraxis; nachweisbare Erfahrung in Teamkoordination und Baustellenorganisation, häufig ergänzt durch betriebliche Schulungen zu Arbeitssicherheit und Qualität.

Stufe 4:Kolonnenführer/in (Teamleitung im Ausbaugewerk)

Gehalt:
3.600 €: 4.200 € brutto/Monat

Verantwortung für Kolonnenleistung, Termin- und Schnittstellensteuerung vor Ort sowie Führung der Mitarbeitenden inklusive Material- und Geräteeinsatzplanung.

Langjährige Berufserfahrung; ausgeprägte Führungs- und Organisationspraxis, meist kombiniert mit internen/externen Weiterbildungen (z. B. Arbeitsschutz, Baustellenkoordination).

Stufe 5:Bau-/Projektleitung (Maler- und Lackiererbetrieb, operative Führung)

Gehalt:
4.200 €: 4.800 € brutto/Monat

Steuerung mehrerer Baustellen, Personal- und Kapazitätsplanung, Aufmaß/Abrechnung sowie Verantwortung für Qualitäts-, Termin- und Kostenrahmen.

Mehrjährige Erfahrung in Leitung und Abwicklung; zusätzliche Qualifikationen für Führungsaufgaben (z. B. Kalkulation, Abrechnung, Arbeitssicherheit), branchenabhängig in tarifgebundenen Strukturen.

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Dekorative Wandgestaltung (Techniken/Designoberflächen)

BAU & AUSBAU: ausbau-gestaltend

Ausführung hochwertiger Spachtel- und Lasurtechniken, kreative Oberflächen und anspruchsvolle Detailausbildungen im Innenausbau.

Gehalt:
2.900 €: 3.400 € brutto/Monat
Produktschulungen der Hersteller, Praxistrainings zu Spachtel- und Lasurtechniken, Nachweise zu Musterflächen/Referenzen.

Fassadensanierung und Instandhaltung

BAU & AUSBAU: sanierend-erhaltend

Systemaufbauten an Fassaden, Risssanierung, Untergrundbeurteilung, Beschichtungsaufbau und Witterungsschutz.

Gehalt:
3.000 €: 3.600 € brutto/Monat
Weiterbildungen zu Untergründen, WDVS-nahen Anschlussdetails, Beschichtungssystemen und Arbeitssicherheit (Gerüst/PSA).

Schimmel- und Feuchteschadensanierung (beschichtungsnah)

BAU & AUSBAU: sanierend-erhaltend

Bewertung von Schadensbildern, geeignete Sanierungsbeschichtungen, Sperr-/Isolieranstriche und begleitende Dokumentation im Objekt.

Gehalt:
3.050 €: 3.650 € brutto/Monat
Spezialschulungen zu Feuchte/Schimmel, Produktsysteme, betriebliche Standards zur Dokumentation und Arbeitsschutz.

Korrosionsschutzbeschichtungen (Bau/Anlage, beschichtungsseitig)

BAU & AUSBAU: sanierend-erhaltend

Beschichtung von Stahl- und Metallbauteilen, Schichtdicken- und Untergrundkontrolle sowie Verarbeitung spezieller Schutzsysteme.

Gehalt:
3.200 €: 3.900 € brutto/Monat
Weiterbildungen zu Korrosionsschutzsystemen, Mess- und Prüfpraxis (z. B. Schichtdickenkontrolle), Arbeitsschutz in Industrieumgebungen.

Lackierung im hochwertigen Innenausbau (Türen, Treppen, Einbauten)

BAU & AUSBAU: ausbau-gestaltend

Feinspachtel, Schleifaufbau, Lackaufträge und Endfinish an anspruchsvollen Bauteilen mit hohem Qualitätsanspruch.

Gehalt:
2.950 €: 3.550 € brutto/Monat
Praxisschulungen zu Lackaufbauten, Spritz-/Roll-/Streichverfahren, Qualitätsstandards und Reklamationsvermeidung.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.450 €
Großunternehmen
3.300 €
Mittelstand
3.000 €
Kleinunternehmen
2.640 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.000 € brutto/Monat

Fahrzeugindustrie
3.750 €
+25%
Kirchenmalerei und Denkmalpflege
3.540 €
+18%
Möbelindustrie
3.450 €
+15%
Betonsanierungsunternehmen
3.390 €
+13%
Betonschutz- und Oberflächensanierung
3.360 €
+12%
Gerüstbau
3.300 €
+10%
Entrostungs- und Eisenanstricharbeiten
3.270 €
+9%
Wärmedämmverbundsysteme
3.240 €
+8%
Bodenbeschichtungen
3.180 €
+6%
Hochbaufirmen
3.150 €
+5%
Maler- und Lackierhandwerk
3.000 €
+0%
Fahrbahnmarkierungen
2.940 €
-2%
Stuckateur- und Putzbetriebe
2.850 €
-5%
Tüncher- und Weißbinderarbeiten
2.760 €
-8%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Maler und Lackierer

Der berufliche Weg entwickelt sich meist von der sicheren Ausführung typischer Beschichtungs- und Gestaltungsarbeiten hin zu mehr Eigenverantwortung auf der Baustelle. Nach der dualen Berufsausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (Rechtsgrundlage: Handwerksordnung) steigen Routine, Tempo und Qualität, das spiegelt sich auch im Gehalt. Häufig prägen Tarifbindung (branchenabhängig), Baustellenabläufe und Spezialisierungen die Entwicklung. Digitale Farbtonmessgeräte, Aufmaß-Software, Bautagebuch-Apps sowie digitale Feuchte- und Schichtdickenmessgeräte werden wichtiger, während das Automatisierungsrisiko insgesamt niedrig bleibt.

1. Jahr2.690 €
Berufseinstieg (Geselle/Gesellin)

Duale Berufsausbildung (abgeschlossen), Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.790 €
Berufseinstieg mit Einarbeitung

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.860 €
Berufliche Festigung

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.930 €
Berufliche Festigung (mehr Selbstständigkeit)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.000 €
Berufliche Festigung (Routine & Verantwortung)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.100 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.200 €
Erfahrene Fachkraft

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.300 €
Erfahrene Fachkraft (sicher in komplexen Aufträgen)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.400 €
Erfahrene Fachkraft (häufig mit Spezialaufgaben)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.500 €
Erfahrene Fachkraft (stabiler Einsatzbereich)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Mindestlohn ML 2 / Ecklohn West / Ecklohn Ost. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das Gehalt typischerweise bei 2.690 € brutto im Monat, je nach Betrieb und Einsatzfeld bewegt sich der Rahmen häufig zwischen 2.300 € und 2.900 €. Mit zunehmender Routine, mehr Verantwortung auf der Baustelle und stabilerer Einsetzbarkeit steigt die Vergütung meist spürbar.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt 3.000 € brutto im Monat erreicht. Als erfahrene Fachkraft liegen typische Werte bei 3.300 € brutto im Monat, häufig getragen durch tarifliche Stufen, Vorarbeiterfunktionen oder den Einsatz in anspruchsvollen Sanierungs- und Beschichtungsarbeiten.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über tarifliche Stufen oder interne Lohnbänder aus und erhöhen die Verhandlungsbasis bei anspruchsvolleren Baustellen.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie Spritzlackier- und Airless-Lehrgänge, SIVV-Schein für Betoninstandsetzung oder der Umgang mit speziellen Beschichtungssystemen erweitern das Einsatzspektrum und können höher vergütet werden.
  • 3
    Tarifbindung und Betriebsrat führen häufig zu klareren Eingruppierungen, Zuschlägen und geregelten Stufen, während nicht tarifgebundene Betriebe stärker nach Auftragslage und individueller Rolle zahlen.
  • 4
    Unternehmensgröße beeinflusst die Entlohnung über Projektvolumen, Spezialisierungsgrad und Zuschlagsmodelle; größere Betriebe haben häufiger standardisierte Prozesse und kalkulieren Leistungen anders.
  • 5
    Spezialisierungen wie Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS), Fassadensanierung, Brandschutzbeschichtungen oder hochwertige Spachtel- und Oberflächentechniken werden im Alltag oft als höherwertige Leistungen abgerechnet.

Marktausblick

Die Nachfrage nach Maler- und Lackiererleistungen wird in vielen Regionen durch Sanierung, energetische Modernisierung und Instandhaltung getragen, wodurch der Arbeitsmarkt insgesamt eher stabil wirkt. Zusätzlich sorgt ein wachsender Anteil älterer Gebäude für kontinuierliche Aufträge im Bestand.

Veränderungen kommen vor allem über neue Beschichtungssysteme, strengere Anforderungen an Untergrundvorbereitung und Dokumentation sowie effizientere Verfahren, etwa beim Spritzen oder bei staubarmen Schleiftechniken. Für Berufseinsteiger entstehen Chancen dort, wo Betriebe regelmäßig Teams für Renovierung, Ausbau und Fassadenarbeiten nachbesetzen.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 800 € auf 1.050 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 800 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 900 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.050 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.690 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 2.690 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 3.300 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem Mindestlohn ML 2 / Ecklohn West / Ecklohn Ost vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Maler- und Lackierhandwerk, Tüncher- und Weißbinderarbeiten, Wärmedämmverbundsysteme, Betonschutz- und Oberflächensanierung, Hochbaufirmen oder Stuckateur- und Putzbetriebe. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Maler und Lackierer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich oft über tarifliche Stufen oder interne Lohnbänder aus und erhöhen die Verhandlungsbasis bei anspruchsvolleren Baustellen. sowie Zusatzqualifikationen wie Spritzlackier- und Airless-Lehrgänge, SIVV-Schein für Betoninstandsetzung oder der Umgang mit speziellen Beschichtungssystemen erweitern das Einsatzspektrum und können höher vergütet werden.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Mindestlohn ML 2 / Ecklohn West / Ecklohn Ost), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

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