Stuckateur Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.320 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

2.830 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.420 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Stuttgart

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Quelle: Eigene Berechnung auf Basis von Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit und aktuellen Tarifverträgen (Stand 2026).

Gehaltsspanne: Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.580 €
3.080 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 2.830 € brutto/Monat

Restaurierungswerkstätten
3.620 €
+28%
Denkmalpflege
3.540 €
+25%
Kirchenbau
3.400 €
+20%
Industrieller Ausbau
3.250 €
+15%
Fassadenbau
3.110 €
+10%
Trockenbau
2.970 €
+5%
Innenausbau
2.890 €
+2%
Stuckateurhandwerk
2.830 €
+0%
Innen- und Außenputz
2.690 €
-5%
Wärmedämmung
2.550 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Stuckateure arbeiten überwiegend auf Baustellen und in bewohnten Objekten, wo Innen- und Außenflächen vorbereitet, aufgebaut und veredelt werden. Dazu gehören das Auftragen von Putzsystemen, das Herstellen von Stuckprofilen und Ornamenten sowie das Spachteln, Glätten und Strukturieren von Oberflächen. Häufig kommen auch Trockenbauarbeiten, das Setzen von Dämm- und Unterkonstruktionen sowie Abdichtungen in Nassbereichen hinzu.

Der Berufsalltag spielt sich meist im Ausbaugewerbe ab, häufig in Handwerksbetrieben und bei Bauunternehmen, unter anderem im Neubau, in der Sanierung und bei der Restaurierung. Beschäftigung findet sich beispielsweise auch bei Fassadenbauern, im Bereich Wärmedämm-Verbundsysteme, bei Betrieben für Innenausbau oder bei Dienstleistern im Gebäude- und Immobilienbestand.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.339 €

3.044 € – 3.634 €

+18%

Frankfurt am Main

3.170 €

2.890 € – 3.450 €

+12%

Stuttgart

3.170 €

2.890 € – 3.450 €

+12%

Düsseldorf

3.113 €

2.838 € – 3.388 €

+10%

Hamburg

3.056 €

2.786 € – 3.326 €

+8%

Köln

3.000 €

2.735 € – 3.265 €

+6%

Nürnberg

2.887 €

2.632 € – 3.142 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

2.830 €

2.580 € – 3.080 €

±0%

Hannover

2.830 €

2.580 € – 3.080 €

±0%

Essen

2.802 €

2.554 € – 3.049 €

-1%

Berlin

2.773 €

2.528 € – 3.018 €

-2%

Dortmund

2.773 €

2.528 € – 3.018 €

-2%

Bremen

2.745 €

2.503 € – 2.988 €

-3%

Leipzig

2.547 €

2.322 € – 2.772 €

-10%

Dresden

2.547 €

2.322 € – 2.772 €

-10%

Regionale Einschätzung

Beim Gehalt zeigen sich in Deutschland Unterschiede zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und strukturschwächeren Regionen. In süddeutschen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg sowie in Metropolregionen wird häufig höher vergütet als in Teilen Ostdeutschlands.

Ursachen sind meist eine höhere Nachfrage im Bau- und Sanierungsumfeld, größere Projektvolumina und ein insgesamt höheres Preis- und Lohnniveau, das mit der regionalen Lebenshaltung zusammenhängt.

Zugang zur Tätigkeit

Duale Ausbildung im Handwerksbetrieb

Der Zugang zur Tätigkeit als Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland typischerweise über eine duale Berufsausbildung im Handwerk. Der Regelzugang führt in einen Betrieb des Ausbaugewerbes und wird durch Unterricht an der Berufsschule ergänzt. Ein bestimmter Schulabschluss ist rechtlich meist nicht zwingend vorgegeben, in der Praxis haben sich jedoch je nach Betrieb unterschiedliche schulische Vorkenntnisse etabliert.

Vermittlung handwerklicher Grundlagen

Die Ausbildung vermittelt die handwerklichen Grundlagen rund um Putz- und Stuckarbeiten an Innen- und Außenflächen. Dazu gehören Untergrundprüfung und -vorbereitung, das Anmischen und Auftragen von Mörteln und Putzen, das Herstellen von Oberflächen und Strukturen sowie Arbeiten an Fassaden, Decken und Wandflächen. Auch Themen wie Wärmedämmung und einfache Trockenbauanteile können je nach Einsatzfeld eine Rolle spielen, ebenso der Umgang mit Werkzeugen, Maschinen, Gerüsten und Schutzmaßnahmen auf der Baustelle.

Rahmenbedingungen auf der Baustelle

Formale Besonderheiten ergeben sich weniger aus einer generellen Zulassungspflicht für die Ausübung als vielmehr aus den Rahmenbedingungen im Betrieb: Baustelleneinsatz setzt häufig Eignung für körperliche Arbeit, sicheres Arbeiten in der Höhe und den verlässlichen Umgang mit Arbeits- und Gesundheitsschutz voraus. Die Arbeit ist oft witterungsabhängig, findet im Team statt und erfordert ein sauberes, maßhaltiges Arbeiten, weil Oberflächenqualität und Anschluss details unmittelbar sichtbar sind.

Alternative Wege zur Qualifikation

Ergänzend zum Regelzugang kommen alternative Wege vor, etwa über einschlägige Berufserfahrung in Ausbau- oder Putzbetrieben, betriebliche Anlernung oder den Wechsel aus verwandten Bauhandwerken. In solchen Fällen wird die fachliche Qualifikation häufig über nachgeholte Abschlüsse oder Externenprüfungen abgesichert, wenn ein formaler Berufsabschluss benötigt wird.

Anforderungen an die Arbeitsweise

Für die persönliche Eignung sind neben handwerklichem Geschick vor allem Sorgfalt, räumliches Vorstellungsvermögen und eine belastbare Arbeitsweise wichtig. Kommunikationsfähigkeit im Baustellenalltag, ein routinierter Umgang mit Materialeigenschaften sowie Aufmerksamkeit für Untergründe, Trocknungszeiten und Witterungseinflüsse gehören zu den Anforderungen, die den Einstieg und die spätere Spezialisierung im Ausbauhandwerk typischerweise prägen.

Beruflicher Einstieg

Duale Ausbildung (Handwerk)Zertifiziert

Für die Tätigkeit als Stuckateur wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: duale Ausbildung (Handwerk).

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Hauptschulabschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Stuckateur

Digitalisierungspotenzial
Gering
KI-Einfluss
gering
Digitale Aufmaßsysteme und LaserentfernungsmesserMobile Baustellen- und Projektmanagement-AppsModerne Putz- und Fördermaschinen mit elektronischer SteuerungEnergieeffizienztechnologien wie Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) und luftdichte Anschlussdetails

Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.

Ausbildung & Berufseinstieg

Struktur der dreijährigen Lehrzeit

Der Regelzugang in den Beruf Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt über die duale Ausbildung zum Stuckateur/-in nach BBiG und HwO. Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet den Betrieb mit der Berufsschule. Typische Stationen sind das Erlernen von Putz- und Stucktechniken, das Vorbereiten von Untergründen, das Herstellen von Oberflächen sowie Grundlagen zu Wärme-, Kälte- und Schallschutz, soweit sie im Ausbaugewerk anfallen. Die Ausbildungszeit ist vergütet, häufig orientiert an tariflichen Regelungen.

Erste Aufgaben nach Lehrabschluss

Nach dem Abschluss erfolgt der Einstieg oft in ausführenden Rollen auf Baustellen oder in Sanierungsbetrieben, etwa in Kolonnen mit erfahrenen Fachkräften. Zu den frühen Aufgaben gehören das Anmischen und Auftragen von Putzen, das Setzen von Profilen und Schienen, das Spachteln und Glätten sowie einfache Stuckarbeiten nach Vorgabe. Beim Berufseinstieg liegt das Gehalt typischerweise bei 2.320 € brutto pro Monat, je nach Betrieb, Region, Tarifbindung und Einsatzbereich auch im Rahmen von 2.230 € bis 2.500 € brutto pro Monat.

Wichtige Kompetenzen zum Start

Für den Start sind handwerkliches Geschick, ein sicherer Umgang mit Werkzeugen und Materialien sowie räumliches Vorstellungsvermögen wichtig. Da Arbeitsschritte ineinandergreifen und Termine auf Baustellen eng getaktet sind, zählen auch sorgfältiges Arbeiten, Teamfähigkeit und Verlässlichkeit. Körperliche Belastbarkeit spielt eine Rolle, weil Tätigkeiten häufig über Kopf, auf Gerüsten oder in wechselnden Umgebungen stattfinden.

Erweiterung des fachlichen Spektrums

In den ersten Berufsjahren wird die Praxis meist breiter: neben Innenputz kommen Fassadenarbeiten, Dämm- und Putzsysteme oder anspruchsvollere Oberflächen hinzu. Üblich ist, schrittweise mehr Verantwortung zu übernehmen, etwa bei der Vorbereitung von Arbeitsabläufen, der Materialdisposition oder dem Anleiten von Auszubildenden. Perspektiven ergeben sich außerdem über Weiterbildungen im Ausbaugewerk, zum Beispiel in Richtung Vorarbeiterfunktionen oder späterer Meisterqualifikation.

Einflussfaktoren auf die Beschäftigung

Die Vergütung ist in der Praxis häufig tariflich strukturiert, sodass Eingruppierungen nach Tätigkeit, Qualifikation und Berufserfahrung eine Rolle spielen. Gleichzeitig beeinflussen Auftragslage und Spezialisierung den Einsatz: In der Altbausanierung oder bei dekorativen Techniken können andere Anforderungen entstehen als im Neubau. Solche Unterschiede prägen auch den typischen Einstieg, ohne dass sich daraus ein einheitlicher Verlauf für alle Betriebe ableiten lässt.

Berufliche Entwicklungsoptionen Stuckateur

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Montage von Unterkonstruktionen, Beplankungssystemen, Dämmung sowie Verspachteln und Oberflächenvorbereitung im Innenausbau.

Gehalt:
2.600: 3.400 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap bei Trockenbaukonstruktionen, Spachtel- und Oberflächenqualität sowie Baustellenabläufen im Innenausbau.
Mittlerer Aufwand

Ausführung von Anstrich-, Lackier- und Beschichtungsarbeiten inklusive Untergrundvorbereitung und Gestaltung im Innen- und Außenbereich.

Gehalt:
2.500: 3.300 € brutto/Monat
Überlappung bei Untergrundbehandlung, Beschichtungssystemen und optischer Endqualität, häufige Zusammenarbeit auf denselben Baustellen.

Fassadenmonteur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Montage und Instandhaltung von Fassadensystemen einschließlich Unterkonstruktion, Dämmung und Bekleidungen an Gebäuden.

Gehalt:
2.700: 3.600 € brutto/Monat
Ähnliche Baustellenpraxis im Bereich Wärmedämmung, Systemaufbau und Fassadenarbeiten, oft mit vergleichbaren Material- und Sicherheitsanforderungen.

Dachdecker (m/w/d)

Hoher Aufwand

Eindecken, Abdichten und Sanieren von Dächern sowie Arbeiten an Dämmung, Entwässerung und Anschlüssen der Gebäudehülle.

Gehalt:
2.900: 3.900 € brutto/Monat
Technischer Bezug zur Gebäudehülle mit Schnittstellen zu Dämmung, Feuchte- und Wärmehaushalt sowie Bauabläufen im Neubau und Bestand.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Stuckateur (Geselle) im Ausbau-Team

Gehalt:
2.230: 2.500 € brutto/Monat

Ausführung klassischer Putz- und Stuckarbeiten sowie vorbereitender Untergrund- und Dämmarbeiten auf Baustellen im Neubau und in der Sanierung.

Abgeschlossene Berufsausbildung, erste Baustellenerfahrung, sichere Ausführung nach Vorgaben und Plänen

Stufe 2:Erfahrener Stuckateur (Fachkraft)

Gehalt:
2.580: 3.080 € brutto/Monat

Eigenständige Abwicklung typischer Baustellenabschnitte inklusive Aufmaß, Materialdisposition im kleinen Rahmen und Qualitätskontrolle der eigenen Leistungen.

Mehrjährige Berufserfahrung, Routine in gängigen Putz- und WDVS-Systemen, verlässliche Baustellenorganisation im Team

Stufe 3:Vorarbeiter (Stuckateurhandwerk)

Gehalt:
3.120: 3.670 € brutto/Monat

Koordination eines kleinen Teams, Arbeitsvorbereitung vor Ort, Schnittstelle zur Bauleitung sowie Mitverantwortung für Termine, Ausführung und Nacharbeit.

Erfahrung in Teamkoordination, Baustellenpraxis mit anspruchsvolleren Projekten, häufig ergänzende Vorarbeiter- bzw. Polier-nahe Schulungen

Stufe 4:Kolonnenführer / Polier (Ausbau)

Gehalt:
4.000: 4.830 € brutto/Monat

Führung größerer Kolonnen, Steuerung von Bauabläufen über mehrere Gewerke-Schnittstellen hinweg und laufende Abstimmung zu Qualität, Sicherheit und Bauzeiten.

Mehrjährige Führungserfahrung, ausgeprägte Arbeitsvorbereitung und Baustellenlogistik, meist zusätzliche Qualifikationen im Bereich Bauleitung/Polier sowie Arbeitssicherheit

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS) / energetische Fassadensanierung

analytisch

Systemgerechter Aufbau von WDVS, Detailausbildung an Anschlüssen, Vermeidung von Wärmebrücken sowie Ausführungsqualität an der Fassade.

Gehalt:
2.900: 3.450 € brutto/Monat
Hersteller- und Systemschulungen (WDVS), Detail- und Anschlussausbildung, Grundlagen Bauphysik/Feuchteschutz

Innenputz- und Oberflächenqualität (Q3/Q4, Spachteltechniken)

organisatorisch

Hochwertige Untergründe und Oberflächen für Maler- und Tapezierarbeiten, Feinputz- und Spachtelaufbauten, anspruchsvolle Sichtflächen.

Gehalt:
2.700: 3.250 € brutto/Monat
Schulungen zu Spachtel- und Putzsystemen, Qualitätsstufen/Oberflächenanforderungen, Materialkunde

Stuckrestaurierung und Denkmalpflege

beratend

Reparatur, Rekonstruktion und Ergänzung historischer Stuckelemente, Material- und Techniktreue sowie schonende Instandsetzung.

Gehalt:
3.100: 3.750 € brutto/Monat
Fortbildungen Denkmalpflege/Restaurierung im Handwerk, Formenbau, Profilziehen, historische Materialkunde

Trockenbau und Akustiksysteme im Ausbau

organisatorisch

Abgehängte Decken, Akustik- und Brandschutzsysteme, Trennwände und Sonderkonstruktionen mit erhöhten Schnittstellenanforderungen.

Gehalt:
2.800: 3.500 € brutto/Monat
Systemschulungen Trockenbau/Akustik, Grundlagen Brandschutz im Ausbau, Montage- und Detailtraining

Schimmel- und Feuchtesanierung (Innenbereich)

analytisch

Ursachenorientierte Sanierung an feuchtebelasteten Bauteilen, geeignete Putz- und Sanierputzsysteme sowie Schnittstellen zu Lüftung/Abdichtung.

Gehalt:
3.000: 3.650 € brutto/Monat
Weiterbildungen Feuchte-/Schimmelsanierung, Bauphysik-Grundlagen, Systemkenntnisse Sanierputz/Abdichtung

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.254 €
Großunternehmen
3.113 €
Mittelstand
2.830 €
Kleinunternehmen
2.490 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 2.830 € brutto/Monat

Restaurierungswerkstätten
3.622 €
+28%
Denkmalpflege
3.538 €
+25%
Kirchenbau
3.396 €
+20%
Industrieller Ausbau
3.254 €
+15%
Fassadenbau
3.113 €
+10%
Trockenbau
2.972 €
+5%
Innenausbau
2.887 €
+2%
Stuckateurhandwerk
2.830 €
+0%
Innen- und Außenputz
2.689 €
-5%
Wärmedämmung
2.547 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Stuckateur

Auf Baustellen zählt beim Ausbau vor allem saubere Ausführung, Tempo und ein sicherer Blick fürs Detail, das prägt auch die Gehaltsentwicklung im Stuckateurhandwerk. Zum Berufseinstieg liegt das typische Bruttogehalt bei rund 2.320 € im Monat und steigt mit wachsender Routine, selbstständiger Baustellenabwicklung und sicherem Umgang mit Materialien und Untergründen. Nach einigen Jahren sind Spezialisierungen, etwa im Bereich WDVS und luftdichte Anschlussdetails, häufig ein Hebel. Digitale Aufmaßsysteme, laserbasierte Messgeräte sowie mobile Baustellendokumentation gehören zunehmend zum Arbeitsalltag.

1. Jahr2.320 €
Berufseinstieg

Berufsabschluss im Stuckateurhandwerk, Einarbeitung im Betrieb; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.420 €
Berufseinstieg

Erste eigenständige Ausführung von Putz- und Trockenbauarbeiten unter Anleitung; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.580 €
Berufliche Festigung

Routinen in Untergrundprüfung, Materialeinsatz und Baustellenablauf; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr2.710 €
Berufliche Festigung

Sicherer Umgang mit Maschinen (z. B. Putz- und Fördertechnik), saubere Nacharbeit; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr2.830 €
Berufliche Festigung

Selbstständigere Baustellenabwicklung, Dokumentation von Mängeln/Leistungen per App; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.080 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung in hochwertigen Oberflächen, Sanierung oder Wärmedämm-Verbundsystemen (WDVS); fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.200 €
Erfahrung & Spezialisierung

Mehr Verantwortung für Ausführungsqualität, Aufmaß mit Laser, Abstimmung mit anderen Gewerken; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.310 €
Erfahrung & Spezialisierung

Komplexere Details (z. B. luftdichte Anschlüsse), effiziente Material- und Zeitplanung; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.420 €
Erfahrene Fachkraft

Erfahrene Ausführung, häufige Baustellenwechsel, Qualitätssicherung und Kundenabstimmung; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr4.420 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: Übernahme koordinierender Aufgaben (z. B. Kolonnen-/Teamkoordination) je nach Betrieb; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Gehaltsanalyse

Beim Einstieg liegt das typische Bruttogehalt als Stuckateur bei 2.230 € bis 2.500 € pro Monat, häufig um 2.320 €. Mit einigen Jahren Praxis und routinierter Arbeit an Putzsystemen, Trockenbau und Fassadenaufbauten bewegen sich viele nach etwa fünf Jahren bei 2.580 € bis 3.080 €, mit einem Schwerpunkt um 2.830 €.

Als erfahrene Fachkraft werden meist 3.080 € bis 3.750 € erreicht, häufig um 3.420 € brutto monatlich. Deutliche Sprünge entstehen in der Praxis vor allem über tarifliche Stufen, übernahme zusätzlicher Koordinationsaufgaben auf der Baustelle oder den Wechsel in Funktionen mit erweiterter Verantwortung.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Mit wachsender Berufserfahrung und längerer Betriebszugehörigkeit steigen Verantwortung und Einsatzbreite, etwa bei Bauleitung im Kleinen, Aufmaß, Materialdisposition oder Endabnahmevorbereitung.
  • 2
    Zusatzqualifikationen wie der Meisterbrief, Vorarbeiter-/Kolonnenführer-Lehrgänge, der Schimmelpilz-Sachkundenachweis oder eine Weiterbildung in Wärmedämm-Verbundsystemen wirken sich oft auf die Eingruppierung aus.
  • 3
    Tarifbindung kann das Entgelt stabilisieren, weil Eingruppierungen, Stufen und Zuschläge klarer geregelt sind; außerhalb von Tarifstrukturen hängt mehr von Betrieb und Projektlage ab.
  • 4
    Unternehmensgröße und Projektstruktur spielen mit hinein: Größere Bau- oder Ausbauunternehmen haben häufiger standardisierte Lohnbänder, während kleinere Betriebe flexibler, aber uneinheitlicher vergüten.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf Restaurierungsstuck, Fassadensanierung, dekorative Innenputze oder komplexe Trockenbaukonstruktionen, erhöhen die Einsatzmöglichkeiten und können zu höheren Stunden- oder Zulagenmodellen führen.

Marktausblick

Die Beschäftigungsaussichten gelten im Ausbau- und Sanierungsumfeld meist als stabil, weil Neubau, Instandhaltung und energetische Modernisierung dauerhaft Arbeitsvolumen erzeugen. Gerade bei Fassadenarbeiten und Innenausbau gibt es regelmäßig Bedarf an eingespielten Teams, auch für kurzfristige Projektspitzen.

Veränderungen ergeben sich vor allem durch stärker systematisierte Baustellenabläufe und neue Materialien, etwa bei Dämm- und Putzsystemen. Digitale Aufmaß- und Dokumentationsprozesse sowie höherer Koordinationsaufwand mit anderen Gewerken prägen den Alltag, während der Bedarf an handwerklich sauberer Oberflächenqualität bestehen bleibt.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

In welchem Gehaltsrahmen bewegt man sich als Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die Vergütung für diese berufliche Rolle liegt typischerweise bei etwa 2.830 € brutto/Monat. Je nach Branche, Unternehmensgröße und Verantwortungsbereich sind auch Gehälter bis 4.830 € brutto/Monat möglich.

Welche Voraussetzungen werden für den Beruf Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erwartet?

Für den Einstieg als Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d) ist keine mehrjährige Berufserfahrung zwingend erforderlich. Häufig genügt ein mittlerer Schulabschluss; die spezifische Qualifizierung erfolgt durch eine Berufsausbildung oder betriebsinterne Schulungen. Je nach Arbeitgeber werden Sprachkenntnisse, persönliche Eignung oder branchenspezifische Nachweise erwartet.

In welchen Branchen arbeitet man als Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Berufsfeld erstreckt sich über mehrere Branchen, darunter Stuckateurhandwerk, Trockenbau, Innen- und Außenputz, Fassadenbau, Innenausbau oder Denkmalpflege. Aufgabenprofil und Gehaltsstrukturen variieren je nach Einsatzbereich.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Vom Einstieg in diese Rolle bei etwa 2.320 € brutto/Monat kann sich das Gehalt mit Erfahrung und erweiterter Verantwortung auf 3.420 € brutto/Monat bis 4.420 € brutto/Monat entwickeln.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.320 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.420 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 4.830 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Stuckateur (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Tarifgebundene Arbeitgeber bieten in der Regel höhere Grundgehälter.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle, öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: