Schifffahrtskaufmann Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.570 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.480 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

5.170 €

brutto / Monat

Top-Regionen

Düsseldorf · Hamburg · Köln

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: Verkehrsgewerbe - Tarifgruppe Kaufleute / Schifffahrt - Linienfahrt / Schifffahrt - Trampfahrt. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.330 €
4.260 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.480 € brutto/Monat

Hafenbehörden
4.350 €
+25%
Linienfahrt
4.180 €
+20%
Seeschifffahrt
4.000 €
+15%
Trampfahrt
3.830 €
+10%
Hafendienstleistungen
3.830 €
+10%
Schiffsagenturen
3.760 €
+8%
Seefracht-Logistik
3.650 €
+5%
Spedition
3.310 €
-5%
Verkehrsämter
3.130 €
-10%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Schifffahrtskaufleute steuern organisatorische und kaufmännische Abläufe rund um Seetransporte. Im Alltag geht es häufig um die Planung von Transportketten, die Buchung von Frachtraum, die Abstimmung von Fahrplänen sowie um Dokumente wie Konnossemente, Zoll- und Gefahrgutunterlagen. Dazu kommen Preis- und Leistungsanfragen, die Koordination mit Reedereien, Terminals und Speditionen sowie die Bearbeitung von Reklamationen bei Verzögerungen oder Schäden.

Gearbeitet wird überwiegend im Büro, teils im Schichtbetrieb, wenn Abfertigungen eng an Anläufe gebunden sind. Beschäftigung findet sich beispielsweise bei Reedereien, Hafen- und Terminalbetrieben, Logistikdienstleistern, Speditionen, Import- und Exportunternehmen oder in der maritimen Dienstleistungswirtschaft wie etwa Schiffsagenturen und Chartering-Büros.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

Düsseldorf

4.072 €

3.896 € – 4.984 €

+17%

Hamburg

4.002 €

3.829 € – 4.899 €

+15%

Köln

3.932 €

3.763 € – 4.814 €

+13%

Frankfurt am Main

3.758 €

3.596 € – 4.601 €

+8%

München

3.654 €

3.497 € – 4.473 €

+5%

Nürnberg

3.515 €

3.363 € – 4.303 €

+1%

Deutschland (Durchschnitt)

3.480 €

3.330 € – 4.260 €

±0%

Stuttgart

3.480 €

3.330 € – 4.260 €

±0%

Berlin

3.480 €

3.330 € – 4.260 €

±0%

Hannover

3.480 €

3.330 € – 4.260 €

±0%

Essen

3.445 €

3.297 € – 4.217 €

-1%

Dortmund

3.410 €

3.263 € – 4.175 €

-2%

Bremen

3.376 €

3.230 € – 4.132 €

-3%

Leipzig

3.132 €

2.997 € – 3.834 €

-10%

Dresden

3.132 €

2.997 € – 3.834 €

-10%

Regionale Einschätzung

Höhere Gehälter finden sich häufig in Küstenländern und in Metropolregionen mit starkem Außenhandel, etwa in Hamburg, Bremen oder Schleswig-Holstein. Auch in wirtschaftsstarken Südregionen mit internationaler Industrieanbindung, beispielsweise in Bayern oder Baden-Württemberg, können vergleichsweise gute Werte vorkommen.

Unterschiede ergeben sich oft aus der Dichte maritimer Arbeitgeber, der Bedeutung von Hafen- und Logistikknoten sowie aus Lebenshaltungskosten und regionalen Tarifstrukturen.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in die Schifffahrtslogistik

Der Zugang zur Tätigkeit als Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in Deutschland im Regelfall über eine duale Ausbildung im Dienstleistungsumfeld. Betriebe erwarten häufig einen mittleren Schulabschluss oder (Fach-)Abitur, wobei die Auswahl in der Praxis stark an Bewerbungsunterlagen, kaufmännischem Grundverständnis und sprachlicher Sicherheit ausgerichtet ist. Im Bewerbungsprozess sind neben Zeugnissen oft Praktika, Nebenjobs oder nachweisbares Interesse an Logistik- und Verkehrsthemen ein Plus, weil sich damit die Schnittstellenarbeit mit Reedereien, Terminals und Kunden leichter abbilden lässt.

Inhalte der maritimen Ausbildung

Die Ausbildung ist nach Berufsbildungsgesetz geregelt und dauert 3 Jahre. Sie kombiniert Betrieb und Berufsschule und bildet typische Abläufe aus Spedition, Reederei- und Hafenlogistik ab. Im Betrieb liegen Schwerpunkte meist auf der Auftragsabwicklung, der Kommunikation mit Partnern im In- und Ausland, der Dokumentenbearbeitung sowie dem Kosten- und Vertragsbezug von Transportleistungen. In der Berufsschule werden dazu kaufmännische Grundlagen, Außenwirtschaft, Verkehrsträgerlogik, Englisch und rechtliche Rahmenbedingungen vertieft, jeweils mit Blick auf die Besonderheiten der Seeschifffahrt.

Abschluss vor der Handelskammer

Der Abschluss erfolgt über die IHK (Industrie- und Handelskammer) als prüfende Stelle im Rahmen der IHK-Abschlussprüfung. Eine Verkürzung der Ausbildungsdauer ist in der Praxis an schulische Vorbildung und betriebliche Leistungen gekoppelt und wird im Einzelfall mit dem Ausbildungsbetrieb und der IHK abgestimmt; die Ausbildungsstruktur bleibt dabei auf die Abschlussprüfung ausgerichtet.

Fortbildung im Logistiksektor

Nach dem Einstieg wird häufig über Spezialisierungen in der operativen Abwicklung (z. B. Import/Export, Liniendienste, Charter, Dokumentation oder Claims) profiliert. Als anschlussfähige Aufstiegsfortbildungen im IHK-System gelten vor allem kaufmännische Weiterbildungen mit Logistik- und Außenwirtschaftsbezug, etwa der Abschluss als Fachwirt/in für Güterverkehr und Logistik oder als Betriebswirt/in IHK. Ergänzend spielen praxisnahe Qualifikationen rund um Zoll- und Außenwirtschaftsprozesse, Gefahrgutgrundlagen sowie digitale Abwicklungssysteme eine Rolle, weil sie direkt an typische Aufgabenfelder im Dienstleistungsbereich der Schifffahrt anschließen.

Sorgfalt im internationalen Schriftverkehr

Persönlich prägen Sorgfalt, Verbindlichkeit in der Kommunikation und ein sicherer Umgang mit Fristen den Beruf stark, da Dokumente, Abfahrtszeiten und Kostenketten eng zusammenhängen. Belastbarkeit ist vor allem dann gefragt, wenn mehrere Sendungen parallel laufen oder kurzfristige Änderungen im Transportplan auftreten. Gesundheitliche Anforderungen stehen meist weniger im Vordergrund als im gewerblichen Hafenbetrieb; entscheidend bleibt die Fähigkeit, konzentriert im Büro- und Bildschirmumfeld zu arbeiten und komplexe Abstimmungen strukturiert zu dokumentieren.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Schifffahrtskaufmann

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
1.050 €
2. Lehrjahr
1.100 €
3. Lehrjahr
1.200 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.200 € brutto/Monat

Großkonzern
1.380 €
+15%
Großunternehmen
1.320 €
+10%
Mittelstand
1.200 €
+0%
Kleinunternehmen
1.056 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Schifffahrtskaufmann

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Transport-Management-Systeme (TMS) für SeefrachtReederei- und Hafen-IT-SystemeElektronische Zollsysteme (z.B. ATLAS)EDI-Schnittstellen und API-basierte BuchungsplattformenTracking- und Tracing-Systeme für Container

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Start bei Reedereien und Speditionen

Der Einstieg in den Beruf Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt in der Regel über eine duale Ausbildung in Reedereien, Speditionen mit Seeverkehrsbezug oder Hafen- und Logistikdienstleistern. Im Bewerbungsprozess zählen neben vollständigen Unterlagen häufig ein kurzer Eignungscheck oder Gespräche mit Fachabteilungen, weil der Arbeitsalltag stark durch Kundenkontakt, Zeitdruck und internationale Abläufe geprägt ist. Typisch sind je nach Betrieb ein mittlerer Schulabschluss oder (Fach-)Abitur sowie solide Englischkenntnisse, Zahlenverständnis und eine strukturierte Arbeitsweise.

Lernphasen im Ausbildungsbetrieb

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und ist durch das BBiG (Berufsbildungsgesetz) geregelt; geprüft wird über die IHK in der IHK-Abschlussprüfung. Betrieb und Berufsschule wechseln sich ab, sodass praktische Prozesse wie Angebotskalkulation, Buchung und Dokumentenabwicklung parallel zu rechtlichen und kaufmännischen Grundlagen erlernt werden. Viele Betriebe orientieren sich an Tarifverträgen, daher ist die Ausbildung üblicherweise vergütet, wobei die konkrete Höhe branchenabhängig ausfallen kann.

Erste Schritte in der Sachbearbeitung

Nach dem Abschluss liegen typische Einstiegspositionen in der Abfertigung, im Operations-/Customer-Service, in der Disposition oder in der Dokumentation, etwa rund um Seefrachtpapiere, Zoll- und Gefahrgutvorgaben. Beim Berufseinstieg bewegt sich das Einstiegsgehalt in Deutschland häufig zwischen 2.080 € und 3.060 € brutto pro Monat, mit einem typischen Wert um 2.570 € brutto monatlich. Im Alltag geht es dann vor allem um das Steuern von Transportketten, das Abstimmen von Fahrplänen und Slots, die Kommunikation mit Reedereien und Terminals sowie das Nachhalten von Kosten, Fristen und Reklamationen.

Entwicklung zur Key-Account-Betreuung

Mit wachsender Routine verlagern sich Aufgaben oft in Richtung Key-Account-Betreuung, Pricing, Chartering-nahe Tätigkeiten oder die Koordination komplexerer Projekte, etwa bei Sondertransporten. Weiterentwicklungen sind auch über interne Spezialisierungen, zusätzliche Qualifikationen oder den Wechsel in angrenzende Bereiche wie Vertrieb oder Prozessmanagement möglich, ohne dass sich die Tätigkeit zwingend von der maritimen Logik löst. Entscheidend bleibt meist das Zusammenspiel aus kaufmännischer Genauigkeit, sicherer Kommunikation und dem Verständnis für internationale Lieferketten.

Berufliche Entwicklungsoptionen Schifffahrtskaufmann

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Organisation und Steuerung von Transporten über verschiedene Verkehrsträger inklusive Kalkulation, Abrechnung und Kundenbetreuung.

Gehalt:
2.700 €: 4.200 € brutto/Monat
Starker Skill-Overlap in Transportorganisation, Dokumentenmanagement und Schnittstellenkommunikation entlang internationaler Lieferketten.

Zollsachbearbeiter (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Abwicklung von Zollanmeldungen und Außenhandelsformalitäten sowie Klärung von Warentarifierung und Präferenzen.

Gehalt:
3.200 €: 4.800 € brutto/Monat
Anschlussfähig über Zoll- und Außenhandelsdokumente, Compliance-Anforderungen und Abstimmung mit Behörden/Dienstleistern.

Disponent Logistik/Transport (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Planung, Koordination und Überwachung von Transportabläufen einschließlich Ressourcen- und Terminsteuerung.

Gehalt:
3.000 €: 4.600 € brutto/Monat
Überschneidung in Disposition, Kapazitätsplanung und operativer Steuerung mit Dienstleistern und internen Schnittstellen.

Vertriebsinnendienst Logistik (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Mittlerer Aufwand

Erstellung von Angeboten, Pflege von Kundenbeziehungen und Unterstützung des Außendienstes in logistiknahen Dienstleistungen.

Gehalt:
2.900 €: 4.400 € brutto/Monat
Übertragbare Kompetenzen aus Angebotskalkulation, Kundenkommunikation und Leistungsbeschreibung im transportnahen Umfeld.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Schifffahrtskaufmann/-frau (Einstieg)

Gehalt:
2.080 €: 3.060 € brutto/Monat

Einstieg in die operative Abwicklung von Seetransporten mit Schwerpunkt auf Dokumentation, Kunden-/Agentenkommunikation und Termin- sowie Kostenkontrolle.

Duale Ausbildung (BBiG) mit IHK-Abschlussprüfung; erste Praxiserfahrung im operativen Tagesgeschäft

Stufe 2:Schifffahrtskaufmann/-frau (Berufspraxis, eigenständige Sachbearbeitung)

Gehalt:
3.330 €: 4.260 € brutto/Monat

Eigenverantwortliche Betreuung fester Relationen oder Kunden, inklusive Abrechnung, Reklamationsbearbeitung und Abstimmung mit Reedereien, Terminals und Dienstleistern.

Mehrjährige Berufserfahrung; vertiefte Kenntnisse in Transportdokumenten, Incoterms und Prozesssteuerung; tarifgebundene Eingruppierung möglich (branchenabhängig)

Stufe 3:Senior Schifffahrtskaufmann/-frau / Specialist Operations

Gehalt:
3.860 €: 6.490 € brutto/Monat

Spezialisierte Verantwortung für komplexe Verkehre oder Sonderfälle, häufig mit Prozessverantwortung, Eskalationsmanagement und fachlicher Unterstützung im Team.

Mehrjährige Erfahrung in der Schifffahrtsabwicklung; nachweisbare Routine in komplexen Sendungen, Claims und Schnittstellensteuerung; ggf. interne Fachqualifizierungen

Stufe 4:Teamleitung Seefracht/Schifffahrt (Führung)

Gehalt:
5.430 €: 6.460 € brutto/Monat

Führung eines operativen Teams mit Personalverantwortung, Kapazitäts- und Qualitätssteuerung, Kennzahlenverfolgung sowie Abstimmung mit Vertrieb und Management.

Erfahrung als Senior/Key Specialist; Führungs- und Organisationskompetenz; Zusatzqualifikationen für Führungsaufgaben (z. B. interne Leadership-Programme) und sichere Prozess-/Kostensteuerung

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Chartering & Frachtratenmanagement

kaufmännisch

Ein- und Verkauf von Frachtraum, Ratenverhandlungen, Marktbeobachtung sowie vertragliche Ausgestaltung im Chartergeschäft.

Gehalt:
4.400 €: 6.200 € brutto/Monat
Vertiefte Vertrags- und Marktpraxis im Chartering; ggf. interne Fachschulungen zu Charterparty-Klauseln und Risiko-/Konditionsmanagement

Zoll & Außenhandel (Shipping)

regulatorisch

Zollprozesse, Exportkontrolle, Präferenzrecht sowie saubere Dokumentation entlang internationaler Warenbewegungen.

Gehalt:
3.600 €: 5.100 € brutto/Monat
Fachspezifische Weiterbildungen im Zoll- und Außenwirtschaftsrecht; sichere Anwendung von Tarifierung, Präferenz und Bewilligungen

Operations Controlling & Abrechnung

analytisch

Kostenprüfung, Abrechnungslogik, KPI-Auswertungen, Nachkalkulation und Optimierung von Abrechnungs- und Prozessqualität.

Gehalt:
3.500 €: 5.000 € brutto/Monat
Sehr gute Excel-/Reporting-Kenntnisse; Prozess- und Abrechnungsverständnis; ggf. interne Qualifizierung in Controlling-/ERP-Modulen

Vessel Operations (Port Call & Turnaround)

organisatorisch

Koordination von Hafenanläufen, Abstimmung mit Agenten/Terminals, Zeitfenster- und Dienstleistersteuerung sowie Störfallmanagement.

Gehalt:
3.800 €: 5.600 € brutto/Monat
Mehrjährige Praxis in der operativen Schiffsabfertigung; Routine im Schnittstellen- und Eskalationsmanagement; ggf. interne Trainings zu Hafenprozessen

Customer Service & Key-Account-Betreuung (Seefracht)

beratend

Kundenbetreuung mit hoher Serviceverantwortung, Koordination komplexer Anforderungen und Steuerung von Eskalationen über Prozessketten hinweg.

Gehalt:
3.700 €: 5.400 € brutto/Monat
Erfahrung in Kundenprozessen und Reklamationsmanagement; Kommunikations- und Verhandlungssicherheit; ggf. interne Trainings zu Service-/SLA-Management

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
4.002 €
Großunternehmen
3.828 €
Mittelstand
3.480 €
Kleinunternehmen
3.062 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.480 € brutto/Monat

Hafenbehörden
4.350 €
+25%
Linienfahrt
4.176 €
+20%
Seeschifffahrt
4.002 €
+15%
Trampfahrt
3.828 €
+10%
Hafendienstleistungen
3.828 €
+10%
Schiffsagenturen
3.758 €
+8%
Seefracht-Logistik
3.654 €
+5%
Spedition
3.306 €
-5%
Verkehrsämter
3.132 €
-10%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Schifffahrtskaufmann

Zwischen Kundenaufträgen, Fahrplänen, Frachtraten und Dokumentenmanagement wächst die Verantwortung mit der Routine im Tagesgeschäft. Nach der dualen Ausbildung (IHK-Abschlussprüfung nach Berufsbildungsgesetz) steigen Einkommen typischerweise mit sicherer Abwicklung von Seefrachtsendungen, Zoll- und Gefahrgutprozessen sowie verlässlicher Kommunikation mit Reedereien, Terminals und Speditionen. Mit einigen Jahren Berufserfahrung kommen Spezialisierungen hinzu, etwa im Chartering, in der Disposition oder im Key-Account-Umfeld. Digitale Abläufe prägen den Beruf: Transport-Management-Systeme, ATLAS, EDI/API-Anbindungen sowie Tracking- und Tracing erfordern saubere Datenarbeit und Prozessorientierung.

1. Jahr2.570 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Ausbildung abgeschlossen; IHK-Abschlussprüfung (BBiG); fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.780 €
Berufseinstieg (zunehmend selbstständig)

Duale Ausbildung abgeschlossen; vertiefte Praxis in Seefracht-Dokumentation; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.980 €
Berufliche Festigung

Praxisaufbau, sichere Abwicklung im Tagesgeschäft; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.180 €
Berufliche Festigung

Routinen in Disposition/Customer Service, Abstimmung mit Reedereien/Terminals; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.480 €
Berufliche Festigung

Mehr Verantwortung, komplexere Sendungen und Schnittstellen; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.820 €
Erfahrung & Spezialisierung

Spezialisierung, z. B. Zollprozesse (ATLAS) und Reklamationsmanagement; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr4.260 €
Erfahrung & Spezialisierung

Sicherer Umgang mit TMS, EDI/API-Buchungen, Tracking/Tracing; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr4.710 €
Erfahrene Fachkraft

Koordination anspruchsvoller Vorgänge, ggf. Key-Account-nahe Aufgaben; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr5.170 €
Erfahrene Fachkraft

Breites Aufgabenportfolio, Prozess- und Schnittstellenkompetenz; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr5.950 €
Optionale Verantwortungsrolle

Optional: fachliche Koordination/Projektaufgaben (betriebsabhängig); fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Verkehrsgewerbe - Tarifgruppe Kaufleute / Schifffahrt - Linienfahrt / Schifffahrt - Trampfahrt. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Bruttogehalt bei 2.570 € pro Monat; je nach Einsatz und Betrieb bewegt sich die Spanne zwischen 2.080 € und 3.060 €. In dieser Phase wirken sich vor allem strukturierte Einarbeitung, tarifliche Stufen und erste eigenständige Dispositionen auf die Entwicklung aus.

Nach fünf Jahren Berufserfahrung sind im Schnitt 3.480 € brutto monatlich üblich, mit Werten von 3.330 € bis 4.260 €. Als erfahrene Fachkraft steigt das Niveau häufig deutlich, typischerweise auf 5.170 € brutto pro Monat, wobei 3.860 € bis 6.490 € vorkommen. Sprünge ergeben sich oft bei erweiterten Verantwortungen, etwa in Kunden- oder Linienverantwortung, sowie bei internen Höhergruppierungen.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken stark, weil Kenntnisse zu Fahrplänen, Reedereiabläufen, Claims und Schnittstellen mit Terminals erst in der Praxis sicher beherrscht werden.
  • 2
    Spezialisierungen wie Chartering, Linienschifffahrt, Tank- und Bulkverkehre oder Projektladung erhöhen die Verantwortung und damit häufig die Vergütung in den entsprechenden Teams.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie Gefahrgutkenntnisse (IMDG-Code-Schulung), Zollwissen (z. B. ATLAS-Praxis), Exportkontrolle oder Incoterms-Sicherheit verbessern die Einsetzbarkeit im Tagesgeschäft.
  • 4
    Tarifbindung und betriebliche Entgeltstufen können das Einkommen stabilisieren, während außertarifliche Regelungen stärker von Ergebnisverantwortung und Verhandlungsspielräumen abhängen.
  • 5
    Unternehmensgröße und Funktionsbreite spielen mit hinein: Größere Reedereien oder Logistiker haben oft klarere Rollenprofile, kleinere Einheiten bündeln Aufgaben und Verantwortung.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt wird in vielen Regionen von stabiler Nachfrage geprägt, weil See- und Hinterlandverkehre kontinuierlich abgewickelt werden müssen und die Koordination entlang internationaler Lieferketten dauerhaft anspruchsvoll bleibt. Gleichzeitig schwankt das Aufkommen je nach Weltkonjunktur, sodass Auslastung und Personalbedarf nicht überall gleich verlaufen.

Veränderungen kommen vor allem durch Digitalisierung und Standardisierung, etwa durch integrierte Transportmanagementsysteme, EDI-Schnittstellen und automatisierte Dokumentenprozesse. Zusätzlich gewinnen Transparenzanforderungen, Compliance und Risikomanagement an Gewicht, wodurch sich Aufgaben stärker in Richtung Prozesssteuerung und Schnittstellenmanagement verschieben können.

Jetzt Netto-Gehalt berechnen

Berechnen Sie, wie viel von Ihrem Brutto-Gehalt als Schifffahrtskaufmann netto übrig bleibt.

Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 1.050 € auf 1.200 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 1.050 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 1.100 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.200 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.570 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 2.570 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 5.170 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem Verkehrsgewerbe - Tarifgruppe Kaufleute / Schifffahrt - Linienfahrt / Schifffahrt - Trampfahrt vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Einsatzmöglichkeiten finden sich in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen, darunter Seeschifffahrt, Linienfahrt, Trampfahrt, Spedition, Seefracht-Logistik oder Hafendienstleistungen. Vergütung und Arbeitsbedingungen unterscheiden sich dabei je nach Branche teils erheblich.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Schifffahrtskaufmann (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und Betriebszugehörigkeit wirken stark, weil Kenntnisse zu Fahrplänen, Reedereiabläufen, Claims und Schnittstellen mit Terminals erst in der Praxis sicher beherrscht werden. sowie Spezialisierungen wie Chartering, Linienschifffahrt, Tank- und Bulkverkehre oder Projektladung erhöhen die Verantwortung und damit häufig die Vergütung in den entsprechenden Teams.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Verkehrsgewerbe - Tarifgruppe Kaufleute / Schifffahrt - Linienfahrt / Schifffahrt - Trampfahrt), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: