Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst Gehalt 2026 in Deutschland
Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region
Kurzüberblick: Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) Gehalt 2026Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) Gehalt 2026
∅ Einstiegsgehalt
(0–2 Jahre)
2.850 €
brutto / Monat
Median-Gehalt
(Fachkraft, 3–5 Jahre)
4.000 €
brutto / Monat
Senior-Gehalt
(5+ Jahre)
4.870 €
brutto / Monat
Top-Regionen
München · Frankfurt am Main · Düsseldorf
Arbeitsmarkt
Mittlere Nachfrage
Tarifliche Grundlage: Besoldungsgruppe A6-A9 / Entgeltgruppe E5-E9 TVöD. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)
Kurzbeschreibung Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d)
Verwaltungswirte im mittleren Dienst bearbeiten Verwaltungsverfahren, erstellen Bescheide, prüfen Unterlagen und halten Vorgänge in Fachanwendungen und Aktenführung nachvollziehbar. Häufig gehören Auskünfte, Terminvorbereitung, Fristenkontrolle und die Abstimmung mit anderen Stellen dazu, etwa wenn Leistungen bewilligt, Gebühren erhoben oder Anträge abgelehnt werden.
Gearbeitet wird überwiegend im Büro, meist mit festgelegten Prozessen und klaren Zuständigkeiten. Beschäftigung findet sich unter anderem in Kommunalverwaltungen, Landesbehörden oder Bundesbehörden sowie beispielsweise in Jobcentern, Finanz- und Ordnungsverwaltung, Ausländerbehörden oder Sozial- und Jugendämtern, teils auch in Serviceeinheiten mit Publikumsverkehr.
Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten
Gehaltsspannen für Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.
München
4.480 €
3.808 € – 5.040 €
Frankfurt am Main
4.400 €
3.740 € – 4.950 €
Düsseldorf
4.280 €
3.638 € – 4.815 €
Stuttgart
4.240 €
3.604 € – 4.770 €
Hamburg
4.200 €
3.570 € – 4.725 €
Köln
4.120 €
3.502 € – 4.635 €
Berlin
4.120 €
3.502 € – 4.635 €
Nürnberg
4.080 €
3.468 € – 4.590 €
Hannover
4.080 €
3.468 € – 4.590 €
Essen
4.040 €
3.434 € – 4.545 €
Deutschland (Durchschnitt)
4.000 €
3.400 € – 4.500 €
Dortmund
4.000 €
3.400 € – 4.500 €
Bremen
3.960 €
3.366 € – 4.455 €
Leipzig
3.680 €
3.128 € – 4.140 €
Dresden
3.680 €
3.128 € – 4.140 €
| Stadt | Min | Median | Max | Faktor |
|---|---|---|---|---|
München | 3.808 € | 4.480 € | 5.040 € | +12% |
Frankfurt am Main | 3.740 € | 4.400 € | 4.950 € | +10% |
Düsseldorf | 3.638 € | 4.280 € | 4.815 € | +7% |
Stuttgart | 3.604 € | 4.240 € | 4.770 € | +6% |
Hamburg | 3.570 € | 4.200 € | 4.725 € | +5% |
Köln | 3.502 € | 4.120 € | 4.635 € | +3% |
Berlin | 3.502 € | 4.120 € | 4.635 € | +3% |
Nürnberg | 3.468 € | 4.080 € | 4.590 € | +2% |
Hannover | 3.468 € | 4.080 € | 4.590 € | +2% |
Essen | 3.434 € | 4.040 € | 4.545 € | +1% |
Deutschland (Durchschnitt) | 3.400 € | 4.000 € | 4.500 € | ±0% |
Dortmund | 3.400 € | 4.000 € | 4.500 € | ±0% |
Bremen | 3.366 € | 3.960 € | 4.455 € | -1% |
Leipzig | 3.128 € | 3.680 € | 4.140 € | -8% |
Dresden | 3.128 € | 3.680 € | 4.140 € | -8% |
Regionale Einschätzung
Regionale Gehaltsunterschiede zeigen sich häufig zwischen wirtschaftsstarken Ballungsräumen und ländlich geprägten Regionen. In Ländern und Metropolregionen mit höherem Lohnniveau und höheren Lebenshaltungskosten liegen die Vergütungen im Schnitt eher am oberen Ende vergleichbarer Stellenprofile.
In strukturschwächeren Gegenden fallen die Werte tendenziell niedriger aus, wobei tarifliche Entgeltordnungen Unterschiede teilweise glätten und vor allem Zulagen, Eingruppierung und lokale Personalbedarfe stärker wirken.
Zugang zur Tätigkeit
Strukturierter Vorbereitungsdienst im öffentlichen Dienst
Der Zugang zur Tätigkeit als Verwaltungswirt im mittleren Dienst ist in Deutschland in der Regel als Laufbahnberuf im öffentlichen Dienst organisiert. Typisch ist ein geregelter Vorbereitungsdienst beziehungsweise eine verwaltungsinterne Ausbildung, die auf Aufgaben in Behörden, Ämtern oder vergleichbaren Einrichtungen vorbereitet. Je nach Dienstherrn sind daneben strukturelle Besonderheiten möglich, etwa unterschiedliche Bezeichnungen der Laufbahn oder abweichende organisatorische Zuschnitte.
Formale Voraussetzungen für die Laufbahn
Als formale Grundlage gelten meist ein mittlerer Schulabschluss oder ein als gleichwertig anerkannter Bildungsabschluss sowie das Erfüllen dienstrechtlicher Voraussetzungen. Dazu zählen häufig Eignungs- und Auswahlverfahren, die neben Fachkenntnissen auch grundlegende Kompetenzen für Verwaltungspraxis prüfen. In einzelnen Bereichen kommen zusätzliche Anforderungen hinzu, etwa im Umgang mit sensiblen Daten oder bei Tätigkeiten mit besonderem Sicherheitsbezug.
Verbindung von Rechtsgrundlagen und Praxisphasen
Inhaltlich verbindet der Vorbereitungsdienst verwaltungsrechtliche Grundlagen mit Praxisphasen in verschiedenen Organisationseinheiten. Ein wiederkehrender Schwerpunkt liegt auf der Anwendung von Rechts- und Verfahrensvorschriften, Akten- und Vorgangsbearbeitung sowie der serviceorientierten Kommunikation. Im fachlichen Kontext IT & Software sowie Digitalisierung verlagern sich Aufgaben häufig in Richtung elektronischer Aktenführung, Fachverfahrensbetreuung und strukturierter Datenprozesse; damit steigen Anforderungen an Prozessverständnis, Dokumentationssicherheit und Schnittstellenarbeit.
Optionen für Quereinstieg und Nachqualifizierung
Alternative Zugänge ergeben sich ergänzend über verwaltungsnahe Berufsausbildungen mit anschließender Übernahme in vergleichbare Aufgabenfelder oder über interne Qualifizierungen bei Behörden. Auch Quereinstiege sind vereinzelt möglich, setzen dann aber meist eine passende Vorqualifikation und eine behördliche Nachqualifizierung voraus, um die laufbahnrechtlichen Anforderungen abzudecken.
Sorgfalt und digitale Kompetenzen im Fokus
Persönlich sind Sorgfalt, Verschwiegenheit und eine hohe Verlässlichkeit im Umgang mit Regelwerken zentral. In digital geprägten Umgebungen kommen strukturiertes Arbeiten, ein sicherer Umgang mit Standardsoftware und die Bereitschaft hinzu, sich in neue Fachverfahren oder Cloud-nahe Betriebsmodelle einzuarbeiten. Kommunikationsfähigkeit bleibt wichtig, da Verwaltungsarbeit häufig Abstimmung, Bürgerkontakt oder interne Beratung einschließt.
Beruflicher Einstieg
Vorbereitungsdienst (Anwärterzeit)Zertifiziert
Für die Tätigkeit als Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst wird typischerweise folgende Qualifikation erwartet: Vorbereitungsdienst (Anwärterzeit).
Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst
Hinweis: Für diesen Beruf gibt es keine standardisierte Ausbildungsvergütung.
Ausbildung & Berufseinstieg
Besonderheiten der beamtenrechtlichen Anwärterzeit
Der Einstieg als Verwaltungswirt. Mittlerer Dienst (m/w/d) erfolgt im öffentlichen Dienst typischerweise über eine Laufbahnausbildung im Vorbereitungsdienst (Anwärterzeit). Inhaltlich steht von Beginn an die Praxisnähe im Vordergrund: Verwaltungshandeln soll sicher, nachvollziehbar und bürgerorientiert umgesetzt werden. Anders als bei klassischen dualen Ausbildungsberufen nach BBiG ist der Vorbereitungsdienst als Laufbahnqualifizierung organisiert und führt in eine klar definierte Tätigkeit innerhalb von Behördenstrukturen.
Stationen zwischen Theorie und Praxis
Die Ausbildung umfasst meist mehrere Stationen zwischen theoretischen Lehrgängen und praktischen Einsätzen, etwa in Bürger- und Ordnungsangelegenheiten, Personal- oder Haushalebereichen. Erwartet werden sorgfältiges Arbeiten, ein sicherer Umgang mit Vorschriften, Vertraulichkeit sowie eine klare schriftliche Kommunikation; im Publikumsverkehr kommen Geduld und Konfliktfähigkeit hinzu. Die Ausbildung ist vergütet, wobei die konkrete Ausgestaltung von Dienstherrn und Laufbahnregelungen abhängt.
Erste Aufgaben in der Sachbearbeitung
Nach dem Abschluss liegen Einstiegsgehälter häufig im Rahmen von 2.600–3.000 € brutto/Monat; als typischer Orientierungswert werden 2.850 € brutto/Monat genannt. Die ersten Aufgaben drehen sich oft um die Bearbeitung von Anträgen, Fristen und Rechtsbehelfen, die Erstellung von Bescheiden, das Führen von Akten sowie die Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen. Häufig kommt früh eine Mischung aus standardisierten Vorgängen und Einzelfallentscheidungen hinzu, die saubere Dokumentation und belastbare Begründungen verlangt.
Berufliche Entwicklung durch gezielte Spezialisierung
In den ersten Berufsjahren verläuft die Entwicklung meist über Routineaufbau, Spezialisierung in einem Fachgebiet und die Übernahme eigenständiger Fallverantwortung. Typisch sind zusätzlich Qualifizierungen innerhalb der Verwaltung, etwa für vertiefte Rechtsanwendung, Organisationsaufgaben oder Schnittstellenrollen zwischen Fachbereich und Serviceeinheiten. Mit zunehmender Erfahrung werden komplexere Vorgänge, Abstimmungen mit externen Stellen und die Mitwirkung an internen Projekten wahrscheinlicher.
Einfluss des Dienstherrn auf Rahmenbedingungen
Einordnung und Rahmenbedingungen hängen in der Praxis stark von Behördentyp und Aufgabenprofil ab: Kommunalverwaltung, Landesbehörden oder Bundesverwaltung setzen unterschiedliche Schwerpunkte, etwa bei Rechtsmaterien, Publikumsanteil und interner Arbeitsteilung. Auch die Eingruppierung folgt üblicherweise tariflichen bzw. besoldungsrechtlichen Strukturen, wodurch Aufgaben, Zuständigkeiten und Vergütung stärker formalisiert sind als in vielen privatwirtschaftlichen Einstiegsrollen.
Berufliche Entwicklungsoptionen Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst
Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:
Bearbeitung von Leistungs- und Versicherungsfällen in der Sozialversicherung sowie Beratung zu Ansprüchen und Verfahren.
Organisation von Büro- und Geschäftsprozessen inklusive Korrespondenz, Rechnungs- und Assistenzaufgaben.
Rechtsanwaltsfachangestellter (m/w/d)
Unterstützung in Kanzleiprozessen mit Fristenmanagement, Aktenführung, Mandatsorganisation und Abrechnung.
Immobilienkaufmann/-frau (m/w/d)
Kaufmännische Betreuung von Immobilien mit Vertragsabwicklung, Bewirtschaftung und Kundenkommunikation.
Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:
Stufe 1:Verwaltungswirt (mittlerer Dienst): Sachbearbeitung
Bearbeitung standardisierter Verwaltungsverfahren, Antrags- und Fallbearbeitung sowie Bürger- und Behördenkommunikation nach Vorgaben und Fristen.
Stufe 2:Verwaltungswirt (mittlerer Dienst): erfahrene Sachbearbeitung
Eigenständigere Fallbearbeitung mit höherem Schwierigkeitsgrad, Koordination von Schnittstellen und verlässliche Verfahrenssteuerung in Teilbereichen.
Stufe 3:Teamleitung/Arbeitsgruppenleitung (mittlerer Dienst)
Fachliche Anleitung im Team, Organisation von Arbeitsabläufen, Qualitätssicherung und Mitwirkung an Personal- und Ressourcenplanung im Aufgabenbereich.
Stufe 4:Sachgebietsleitung / stellvertretende Sachgebietsleitung
Verantwortung für Teilhaushalt, Prozess- und Zielsteuerung, komplexere Einzelfallentscheidungen sowie Abstimmung mit anderen Organisationseinheiten.
Stufe 5:Führung mit erweiterter Verantwortung (z. B. Bereichs-/Fachdienstleitung)
Strategischere Aufgaben in Personalführung, Budget- und Ressourcenverantwortung, Organisationsentwicklung sowie Vertretung nach außen in Abstimmungs- und Gremienformaten.
Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:
Bürger- und Servicecenter / Frontoffice
Erstberatung, Antragsannahme, Auskünfte, Termin- und Fallsteuerung sowie Schnittstelle zu Fachbereichen.
Widerspruchsstelle / Rechtsbehelfsbearbeitung
Prüfung von Bescheiden, Aufbereitung von Sach- und Rechtslagen, Stellungnahmen und Verfahrensdokumentation.
Personalverwaltung (öffentlicher Dienst)
Bearbeitung von Personalvorgängen, Entgelt-/Bezügeschnittstellen, Fehlzeiten, Verträge und Stellenbewirtschaftung.
Haushalt, Kasse und Rechnungswesen (Verwaltung)
Mittelbewirtschaftung, Anordnungswesen, Prüfung formaler Voraussetzungen, Zahlungs- und Buchungsprozesse.
Fachadministration von Verwaltungsverfahren / E-Akte
Betreuung von Fachverfahren, Rollen- und Berechtigungskonzepte, Prozessabbildung und Qualität im digitalen Vorgangslauf.
Gehalt nach Unternehmensgröße
Gehalt nach Branche
Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 4.000 € brutto/Monat
Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.
Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst
Mit zunehmender Praxis in der Sachbearbeitung steigen im mittleren Verwaltungsdienst Verantwortung und Einkommen meist schrittweise. Nach der Laufbahnausbildung im Vorbereitungsdienst folgt eine Phase der Einarbeitung, später kommen häufig komplexere Vorgänge, mehr Bürgerkontakt oder Querschnittsaufgaben hinzu. Typisch ist eine Entwicklung vom Einstieg bei 2.850 € brutto im Monat hin zu etwa 4.000 € nach einigen Jahren und rund 4.870 € bei hoher Routine und Spezialisierung. Digitalisierung bleibt prägend: E-Akte, DMS, E-Government-Portale und Datenschutzanforderungen gehören zunehmend zum Arbeitsalltag.
| Berufsjahr | Ausbildung / Qualifikation | Karrierelevel | Ø Bruttogehalt / Monat (€) |
|---|---|---|---|
| 1. Jahr | Vorbereitungsdienst (Anwärterzeit) abgeschlossen, Einstieg in die Verwaltung; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg / Sachbearbeitung (Grundlagen) | 2.850 € |
| 2. Jahr | Vertiefung in Fachverfahren, E-Akte- und Vorgangsbearbeitung; fortschreitende Qualifizierung | Berufseinstieg / wachsende Selbstständigkeit | 3.090 € |
| 3. Jahr | Routine in Standardfällen, sichere Anwendung von DMS und Office; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 3.330 € |
| 4. Jahr | Breiterer Aufgabenmix, mehr Abstimmung mit anderen Stellen; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung / erweiterte Sachbearbeitung | 3.570 € |
| 5. Jahr | Komplexere Vorgänge, Grundkenntnisse in Datenschutz & IT-Sicherheit etabliert; fortschreitende Qualifizierung | Berufliche Festigung | 4.000 € |
| 6. Jahr | Spezialisierung in einem Fachgebiet, sicherer Umgang mit Online-Fachdiensten; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung | 4.290 € |
| 7. Jahr | Fallverantwortung, Qualitätssicherung in der Vorgangsbearbeitung; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrung & Spezialisierung / erfahrene Sachbearbeitung | 4.580 € |
| 8. Jahr | Koordination in Teilprozessen, intensive Arbeit mit E-Government-Portalen; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrene Fachkraft | 4.870 € |
| 9. Jahr | Ggf. funktionsbezogene Zusatzaufgaben, Abstimmung über mehrere Organisationseinheiten; fortschreitende Qualifizierung | Erfahrene Fachkraft (ggf. mit Koordinationsanteilen) | 5.080 € |
| 10. Jahr | Ggf. fachliche Anleitung oder operative Teamkoordination (nicht regelhaft); fortschreitende Qualifizierung | Optionale Verantwortungsrolle (bei entsprechender Funktion) | 5.290 € |
Vorbereitungsdienst (Anwärterzeit) abgeschlossen, Einstieg in die Verwaltung; fortschreitende Qualifizierung
Vertiefung in Fachverfahren, E-Akte- und Vorgangsbearbeitung; fortschreitende Qualifizierung
Routine in Standardfällen, sichere Anwendung von DMS und Office; fortschreitende Qualifizierung
Breiterer Aufgabenmix, mehr Abstimmung mit anderen Stellen; fortschreitende Qualifizierung
Komplexere Vorgänge, Grundkenntnisse in Datenschutz & IT-Sicherheit etabliert; fortschreitende Qualifizierung
Spezialisierung in einem Fachgebiet, sicherer Umgang mit Online-Fachdiensten; fortschreitende Qualifizierung
Fallverantwortung, Qualitätssicherung in der Vorgangsbearbeitung; fortschreitende Qualifizierung
Koordination in Teilprozessen, intensive Arbeit mit E-Government-Portalen; fortschreitende Qualifizierung
Ggf. funktionsbezogene Zusatzaufgaben, Abstimmung über mehrere Organisationseinheiten; fortschreitende Qualifizierung
Ggf. fachliche Anleitung oder operative Teamkoordination (nicht regelhaft); fortschreitende Qualifizierung
Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.
Tarifliche Grundlage: Besoldungsgruppe A6-A9 / Entgeltgruppe E5-E9 TVöD. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.
Gehaltsanalyse
Zum Berufseinstieg liegt das durchschnittliche Bruttogehalt bei 2.850 € im Monat, mit einer Spanne von 2.600 € bis 3.000 €. Steigerungen ergeben sich in vielen Fällen über tarifliche Stufen, die an Zeiten der Berufserfahrung gekoppelt sind, sowie über höher bewertete Tätigkeiten nach Stellenbewertung.
Nach fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt 4.000 € brutto monatlich erreicht, bei 3.400 € bis 4.500 €. Als erfahrene Fachkraft liegt das typische Niveau bei 4.870 € brutto pro Monat, mit 4.500 € bis 5.000 €, wobei Beförderungen und Funktionswechsel den Übergang in höhere Entgeltgruppen unterstützen.
Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung
- 1Berufserfahrung und Stufenlaufzeiten wirken im mittleren Dienst häufig direkt über tarifliche Entwicklungsstufen; mit wachsender Verfahrenssicherheit steigen Eingruppierungschancen und Zulagenmöglichkeiten.
- 2Tarifbindung im öffentlichen Dienst (z. B. TVöD/TV-L) sorgt meist für transparente Tabellenwerte und regelmäßige Stufensteigerungen; außertarifliche Lösungen sind seltener und variabler.
- 3Zusatzqualifikationen wie Kommunal- oder Verwaltungsfachwirt, Fortbildungen in Vergaberecht, Sozialrecht oder Haushaltsrecht sowie Zertifikate für E-Akte/Fachverfahren können höherwertige Aufgaben ermöglichen.
- 4Einsatzbereich und Spezialisierung beeinflussen die Bewertung der Tätigkeit, etwa im Ordnungswidrigkeitenwesen, in der Ausländer- und Staatsangehörigkeitsverwaltung, im Leistungsrecht oder im Beschaffungswesen.
- 5Erweiterte Verantwortung, etwa als Sachgebietskoordination, Teamleitung oder Stellvertretung, führt häufig zu höherer Eingruppierung oder Funktionszulagen, abhängig von Stellenbewertung und Dienststelle.
Marktausblick
Der Arbeitsmarkt für Verwaltungswirte im mittleren Dienst wird in vielen Bereichen durch demografische Effekte und Nachbesetzungen geprägt, wodurch die Nachfrage in der Tendenz stabil bis eher steigend ausfällt. Gleichzeitig bleibt die Besetzung in publikumsintensiven Bereichen oft anspruchsvoll, weil Arbeitsdichte und Verfahrensfristen hoch sein können.
Digitalisierung verändert Abläufe spürbar, etwa durch E-Akte, Onlineanträge und automatisierte Prüfungen, wodurch Routineaufgaben sinken und fallbezogene Klärungen zunehmen. Für Berufseinsteiger ergeben sich Einstiegsmöglichkeiten vor allem dort, wo Standardverfahren in hoher Stückzahl bearbeitet und systematisch eingelernt werden.
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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld
Wie ist die Vergütung im Beruf Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) im öffentlichen Dienst geregelt?
Die Vergütung erfolgt nach Besoldungsgruppe A6-A9 / Entgeltgruppe E5-E9 TVöD oder Besoldungsordnung. Das Gehalt liegt zwischen 2.850 € brutto/Monat für Einsteiger und 5.500 € brutto/Monat in höheren Stufen.
Wie entwickelt sich das Gehalt als Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) durch Stufenaufstiege?
Im öffentlichen Dienst erfolgen regelmäßige Stufenaufstiege nach Erfahrungszeit. Von der Eingangsstufe bei 2.850 € brutto/Monat steigt das Gehalt automatisch auf bis zu 4.870 € brutto/Monat in der Endstufe.
Welche Zusatzleistungen bietet der öffentliche Dienst für den Beruf Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Neben dem Grundgehalt bietet der öffentliche Dienst Jahressonderzahlung, betriebliche Altersvorsorge (VBL), Jobticket und oft flexible Arbeitszeiten. Diese Zusatzleistungen erhöhen den Gesamtwert der Vergütung erheblich.
Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.850 € brutto/Monat für Einsteiger und 4.870 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 6.500 € brutto/Monat möglich.
Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d)?
Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem Besoldungsgruppe A6-A9 / Entgeltgruppe E5-E9 TVöD vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.
In welchen Branchen kann man als Verwaltungswirt – Mittlerer Dienst (m/w/d) arbeiten?
Zu den typischen Arbeitgebern zählen Bundeswehrverwaltung, Bundesministerien, Bundesämter, Regierungspräsidien, Landesämter oder Finanzverwaltung. Je nach Branche ergeben sich dabei unterschiedliche Schwerpunkte und Vergütungsniveaus.

Markus Schmitz
Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen
Mehr über den Autor →Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.
Datenbasis & Methodik
Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Besoldungsgruppe A6-A9 / Entgeltgruppe E5-E9 TVöD), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.
Definitionen
- Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
- Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
- Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.
Datenherkunft
- Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
- Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.
Verwendete Quellen (4)
Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.
Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)
Redaktionell geprüft am:
