Zimmerer Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.960 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.230 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.450 €

brutto / Monat

Top-Regionen

München · Frankfurt am Main · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Hohe Nachfrage

Fachkräftemangel

Tarifliche Grundlage: Lohngruppe 4 (Ecklohn) / Lohngruppe 5 / Lohngruppe 6. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

2.960 €
3.230 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.230 € brutto/Monat

Restaurierungs- und Sanierungsunternehmen
3.880 €
+20%
Hoch- und Tiefbau
3.710 €
+15%
Fertighausindustrie
3.620 €
+12%
Holzbau-Handwerk
3.550 €
+10%
Altbausanierung
3.490 €
+8%
Bauhauptgewerbe
3.390 €
+5%
Holzindustrie
3.330 €
+3%
Zimmerei-Handwerk
3.230 €
+0%
Dachdecker-Handwerk
3.070 €
-5%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Zimmerer arbeiten überwiegend auf Baustellen und in Werkhallen, wo Holzbauteile zugeschnitten, abgebunden und zu tragenden Konstruktionen montiert werden. Zum Alltag gehören das Errichten von Dachstühlen, das Stellen von Holzrahmenwänden, der Einbau von Decken- und Dachelementen sowie Reparaturen im Bestand, oft im Wechsel zwischen Teamarbeit und eigenständigen Arbeitsschritten.

Beschäftigung findet sich unter anderem in Zimmereibetrieben, im Holzfertigbau, bei Bauunternehmen mit Holzbauabteilungen oder in Betrieben des Sanierungs- und Restaurierungsbereichs. Je nach Auftrag wird im Neubau, bei energetischen Modernisierungen oder im Ausbau gearbeitet, wobei Präzision, Witterungseinflüsse und wechselnde Einsatzorte den Arbeitsrhythmus mitprägen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

München

3.618 €

3.315 € – 3.618 €

+12%

Frankfurt am Main

3.553 €

3.256 € – 3.553 €

+10%

Düsseldorf

3.553 €

3.256 € – 3.553 €

+10%

Hamburg

3.488 €

3.197 € – 3.488 €

+8%

Stuttgart

3.424 €

3.138 € – 3.424 €

+6%

Köln

3.424 €

3.138 € – 3.424 €

+6%

Nürnberg

3.295 €

3.019 € – 3.295 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.230 €

2.960 € – 3.230 €

±0%

Hannover

3.165 €

2.901 € – 3.165 €

-2%

Essen

3.133 €

2.871 € – 3.133 €

-3%

Dortmund

3.101 €

2.842 € – 3.101 €

-4%

Berlin

3.069 €

2.812 € – 3.069 €

-5%

Bremen

3.069 €

2.812 € – 3.069 €

-5%

Leipzig

2.842 €

2.605 € – 2.842 €

-12%

Dresden

2.842 €

2.605 € – 2.842 €

-12%

Regionale Einschätzung

Regional zeigen sich beim Zimmerer-Gehalt Unterschiede, die häufig mit Wirtschaftskraft und Lebenshaltungskosten zusammenhängen. In Süddeutschland, vor allem in Bayern und Baden‑Württemberg, liegen die Verdienstmöglichkeiten im Durchschnitt oft höher als in vielen ostdeutschen Bundesländern.

Auch Ballungsräume und Metropolregionen können durch höhere Bauaktivität und Kostenstrukturen über dem Niveau ländlicher Regionen liegen, während in strukturschwächeren Gebieten das Lohnniveau tendenziell niedriger ausfällt.

Zugang zur Tätigkeit

Weg in das Zimmererhandwerk

Der Zugang zur Tätigkeit als Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt in der Regel über eine duale Ausbildung im Bau- und Handwerksumfeld. Betriebe erwarten häufig einen allgemeinbildenden Schulabschluss; in der Praxis variiert dies je nach Region, Betrieb und Bewerberlage. Im Bewerbungsprozess stehen neben Schulzeugnissen oft ein persönlicher Eindruck sowie Hinweise auf handwerkliches Interesse im Vordergrund, da Baustellenalltag und Teamarbeit den Beruf stark prägen.

Lerninhalte in Betrieb und Berufsschule

Die Ausbildung dauert 3 Jahre und verbindet Praxis im Ausbildungsbetrieb mit Unterricht in der Berufsschule. Im Betrieb geht es typischerweise um das Herstellen und Montieren von Holzkonstruktionen, das Lesen von Plänen, das Einmessen und Abbinden sowie den Umgang mit Maschinen und Werkzeugen. In der Berufsschule werden Fachrechnen, Material- und Konstruk­tionslehre, Arbeitssicherheit sowie Grundlagen rund um Bauphysik und Gebäudetechnik vertieft. Praxisphasen sind dabei eng an reale Bauabläufe gekoppelt, etwa bei Dachstühlen, Holzrahmenbau oder Sanierungsarbeiten im Bestand.

Abschlussprüfung vor der Handwerkskammer

Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der HWK (Handwerkskammer des jeweiligen Bezirks). Die Ausbildung und Prüfung sind in der HwO (Handwerksordnung) verankert. Je nach individueller Vorbildung und betrieblicher Konstellation kann eine Verkürzung der Ausbildungszeit möglich sein, wenn die Voraussetzungen erfüllt und die Beteiligten dies gemeinsam tragen.

Aufstieg zum Meister oder Betriebswirt

Nach dem Abschluss eröffnen sich im Handwerkskammer-System fachlich naheliegende Aufstiegsfortbildungen, insbesondere die Qualifikation als Meister/in im jeweiligen Handwerk. Für Aufgaben an der Schnittstelle von Ausführung, Organisation und Unternehmensführung ist zudem der Betriebswirt/in des Handwerks (HwO) ein verbreiteter nächster Schritt. Daneben kommen Spezialisierungen im Holzbau, in der Sanierung oder in der Arbeitsvorbereitung in Betracht, häufig mit enger Ausrichtung auf Bau- und Gebäudetechnik.

Schwindelfreiheit und Präzision am Bau

Persönlich sind eine belastbare körperliche Konstitution, Schwindelfreiheit und ein sicherheitsbewusstes Arbeiten wichtig, da Tätigkeiten oft in Höhe, bei Witterung und mit schweren Bauteilen stattfinden. Typisch sind außerdem räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt beim Messen und Anreißen sowie zuverlässige Abstimmung im Team, weil Montage- und Taktzeiten auf der Baustelle eng verzahnt sind.

Ausbildungsvergütung

Durchschnittliche monatliche Bruttovergütung während der 3-jährigen Ausbildung als Zimmerer

Vergütung nach Ausbildungsjahr

1. Lehrjahr
700 €
2. Lehrjahr
850 €
3. Lehrjahr
1.000 €

Vergütungsunterschiede nach Unternehmensgröße

Basis: Ausbildungsvergütung (3. Lehrjahr) – 1.000 € brutto/Monat

Großkonzern
1.150 €
+15%
Großunternehmen
1.100 €
+10%
Mittelstand
1.000 €
+0%
Kleinunternehmen
880 €
-12%

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Zimmerer

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
gering
CAD/BIM-SystemeDigitale MesswerkzeugeCNC-AbbundanlagenDrohnen für Vermessung

Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Ausbildung & Berufseinstieg

Start in die duale Berufsausbildung

Der Zugang zum Beruf Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) führt in der Regel über die duale Berufsausbildung, die bei einem Ausbildungsbetrieb startet und meist mit klassischen Bewerbungsunterlagen sowie einem persönlichen Gespräch verbunden ist. Im Betrieb zählt neben einem passenden Schulabschluss häufig ein solides Grundverständnis für Mathematik und Technik, dazu räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt und Teamfähigkeit. Formell läuft die Ausbildung im Rahmen von BBiG und HwO und ist auf die Anforderungen des Holzbaus zugeschnitten.

Praktische Holzbearbeitung und Baustellenmontage

Typisch ist der Wechsel zwischen Betrieb und Berufsschule: Im Betrieb stehen praktische Arbeiten wie das Zuschneiden und Abbinden von Holz, Montagetätigkeiten auf Baustellen, der Umgang mit Maschinen sowie das Lesen von Plänen im Vordergrund. In der Berufsschule ergänzen Fachrechnen, Werkstoffkunde, Konstruktion und Arbeitssicherheit die Praxis, sodass sich Handgriffe und fachliche Grundlagen verzahnen. Die Ausbildungsdauer: 3 Jahre gilt als Standard, die Ausbildung ist vergütet und wird in tarifgebundenen Betrieben häufig nach Tarif geregelt.

Erste Schritte als Geselle

Am Ende steht die Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (HWK) des jeweiligen Bezirks, rechtlich getragen durch die Handwerksordnung. Mit dem Abschluss beginnen viele in Einstiegspositionen wie Geselle im Zimmereibetrieb, Monteur im Holzbau oder in der Fertigung von Holzbauelementen, oft mit einem Schwerpunkt auf Baustellenmontage oder Werkstattarbeit. Als deutschlandweiter Durchschnitt wird zum Berufseinstieg ein monatliches Bruttogehalt von 2.960 € genannt; in der Praxis hängt die Einordnung häufig an Aufgabenumfang, Baustellenanteil und tariflicher Eingruppierung.

Verantwortung in der Materialdisposition

In den ersten Berufsjahren erweitert sich das Aufgabenfeld meist über Routinetätigkeiten hinaus: Aufmaß und Materialdisposition, eigenständiges Anleiten kleiner Arbeitsschritte oder die Verantwortung für Teilbereiche auf der Baustelle kommen schrittweise hinzu. Parallel wächst die Schnittstelle zu anderen Gewerken, etwa bei Dachkonstruktionen, Innenausbau oder energetischen Sanierungen, wodurch Abstimmung und Dokumentation an Bedeutung gewinnen. Wo Tarifbindung besteht, sind Entgeltgruppen und Zuschläge oft klarer strukturiert als in nicht tarifgebundenen Betrieben.

Perspektiven in der Vorarbeiterfunktion

Weiterentwicklung verläuft im Handwerk häufig über zusätzliche Qualifikationen, etwa in Richtung Vorarbeiterfunktion, Spezialisierungen im Holzrahmenbau oder über Fortbildungen, die perspektivisch auch in Leitungs- und Kalkulationsaufgaben führen können. Solche Schritte verändern Tätigkeitsmix und Verantwortungsgrad spürbar, während konkrete Gehaltswerte dann stärker vom Einsatzbereich und der betrieblichen Struktur abhängen. Unabhängig davon bleibt die Ausbildung als dualer Einstieg die zentrale Grundlage für einen stabilen Berufseinstieg im Zimmererhandwerk.

Berufliche Entwicklungsoptionen Zimmerer

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Mittlerer Aufwand

Fertigung und Montage von Möbeln, Bauelementen und Innenausbaukonstruktionen in Werkstatt und auf Montage.

Gehalt:
2.700 € - 3.500 € brutto/Monat
Ähnlicher Baustellenalltag und konstruktive Montagearbeiten mit starkem Praxisbezug im Ausbau.

Dachdecker (m/w/d)

Mittlerer Aufwand

Eindecken von Dächern sowie Arbeiten an Dämmung, Abdichtung und Entwässerungssystemen der Gebäudehülle.

Gehalt:
3.000 € - 4.000 € brutto/Monat
Hoher Skill-Overlap bei Dach- und Gebäudehülle, insbesondere bei Abdichtung, Detailanschlüssen und Baustellenkoordination.
Leichter Wechsel

Montage von Ständerwänden, Decken- und Bekleidungssystemen inklusive Dämmung und Oberflächenvorbereitung.

Gehalt:
2.800 € - 3.700 € brutto/Monat
Überschneidung bei Trockenbaukonstruktionen, Unterkonstruktionen, Montage und Planlesen im Innenausbau.
Mittlerer Aufwand

Herstellung und Montage von Beton- und Stahlbetonkonstruktionen auf Baustellen oder in Fertigteilwerken.

Gehalt:
3.100 € - 4.200 € brutto/Monat
Verwandte Tätigkeiten im konstruktiven Bau mit Montage, Schalen/Bewehren bzw. Bauteilfertigung und Baustellenlogistik.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Zimmerer (Geselle): Berufseinstieg

Tarifband (typisch):
2.700 € - 2.960 € brutto/Monat

Einstieg in die Baustellenpraxis mit Arbeiten im Holzbau, Montage, Abbund und Ausführung nach Zeichnung unter Anleitung im Team.

Duale Berufsausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (HWK) nach Handwerksordnung (HwO).

Stufe 2:Zimmerer (Geselle): erfahrene Fachkraft

Tarifband (typisch):
3.030 € - 3.230 € brutto/Monat

Eigenständige Ausführung komplexerer Holzbauarbeiten, Mitverantwortung für Qualität, Aufmaß, Materialdisposition im Tagesgeschäft und Abstimmung mit angrenzenden Gewerken.

Mehrjährige Berufserfahrung im Hauptberuf, sichere Umsetzung von Plänen/Details, je nach Betrieb tarifgebundene Eingruppierung.

Stufe 3:Vorarbeiter / Kolonnenführer (Zimmerer)

Gehalt:
3.230 € - 3.650 € brutto/Monat

Fachliche Führung einer Kolonne, Taktung von Abläufen auf der Baustelle, Koordination von Montage- und Abbundteams sowie Schnittstelle zur Bauleitung.

Mehrjährige Praxis als Fachkraft, nachweisbare Führung im Bauablauf, häufig interne Qualifizierung oder Vorarbeiterlehrgang; Verantwortung steigt ohne Automatismus.

Stufe 4:Polier im Holzbau

Tarifband (typisch):
4.200 € - 4.600 € brutto/Monat

Organisation und Kontrolle größerer Baustellenabschnitte im Holzbau, Termin- und Qualitätssteuerung sowie Abstimmung von Personal, Geräten und Nachunternehmern.

Langjährige Baustellenerfahrung, Zusatzqualifikation (z. B. Polierlehrgang), belastbare Kenntnisse in Arbeitssicherheit und Bauablaufkoordination; tarifgebunden je nach Betrieb/Region.

Stufe 5:Bauleiter Holzbau / Projektleiter (Holzbau)

Gehalt:
4.600 € - 5.200 € brutto/Monat

Verantwortung für Holzbauprojekte mit Kalkulation, Ablauf- und Ressourcenplanung, Vertrags-/Nachtragsabstimmung sowie Führung mehrerer Teams oder Baustellen.

Mehrjährige Führungserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Projektsteuerung und Baukalkulation, häufig weiterführende Qualifizierung im Bau- oder Holzbaumanagement; Aufgaben erfordern klar erweiterte Verantwortung.

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Holzrahmenbau / Holztafelbau

BAU & AUSBAU: rohbau-konstruktiv

Seriennahe Vorfertigung, präziser Abbund, Montage von Wandelementen und Decken mit hohem Maß- und Qualitätsanspruch.

Gehalt:
3.050 € - 3.450 € brutto/Monat
Praxis in Vorfertigung und Montage, Lesen von Werk- und Detailplänen, je nach Betrieb Schulungen zu CNC-Abbundanlagen.

Dachstuhlbau und Abbundtechnik

BAU & AUSBAU: rohbau-konstruktiv

Komplexe Dachkonstruktionen, Aufrichten, Anschlüsse und Detailausbildung inklusive Aufmaß und passgenauer Fertigung.

Gehalt:
3.100 € - 3.550 € brutto/Monat
Sichere Abbundpraxis, Kran- und Anschlagmittelkenntnisse, häufig zusätzliche Schulungen im Bereich Arbeitssicherheit und Montageabläufe.

Sanierung im Holzbau (Bestand, Reparatur, Holzschutz)

BAU & AUSBAU: sanierend-erhaltend

Instandsetzung tragender Holzbauteile, Auswechslungen, Verstärkungen und Schadensbeurteilung im Bestand.

Gehalt:
3.150 € - 3.650 € brutto/Monat
Erfahrung im Bauen im Bestand, Kenntnisse zu Holzschutz und typischen Schadensbildern, je nach Betrieb Fortbildungen zu Sanierungstechniken.

Innenausbau in Holz (Treppen, Verkleidungen, Sichtkonstruktionen)

BAU & AUSBAU: ausbau-gestaltend

Montage sichtbarer Holzbauteile mit hoher Oberflächen- und Passgenauigkeit sowie Abstimmung mit Ausbaugewerken.

Gehalt:
3.000 € - 3.500 € brutto/Monat
Sehr saubere Montagepraxis, Detailverständnis, je nach Betrieb Schulungen zu Oberflächen, Befestigungstechnik und Montageabläufen.

Bauelemente-Montage (Holzbau-Fassade, Fensteranschlüsse, luftdichte Ebene)

BAU & AUSBAU: rohbau-konstruktiv

Montage und Anschlussdetails an der Gebäudehülle mit Fokus auf Luftdichtheit, Dämmung und Schnittstellenkoordination.

Gehalt:
3.200 € - 3.750 € brutto/Monat
Detailkenntnisse zu Gebäudehülle/Anschlüssen, Schulungen zu Luftdichtheit und Montagequalität, routinierte Koordination mit angrenzenden Gewerken.

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.714 €
Großunternehmen
3.553 €
Mittelstand
3.230 €
Kleinunternehmen
2.842 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.230 € brutto/Monat

Restaurierungs- und Sanierungsunternehmen
3.876 €
+20%
Hoch- und Tiefbau
3.714 €
+15%
Fertighausindustrie
3.618 €
+12%
Holzbau-Handwerk
3.553 €
+10%
Altbausanierung
3.488 €
+8%
Bauhauptgewerbe
3.392 €
+5%
Holzindustrie
3.327 €
+3%
Zimmerei-Handwerk
3.230 €
+0%
Dachdecker-Handwerk
3.069 €
-5%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung als Zimmerer

Der berufliche Weg im Zimmererhandwerk entwickelt sich meist über wachsende Routine auf der Baustelle, mehr Verantwortung in der Ausführung und zunehmend eigenständige Abstimmung im Team. Nach der dualen Ausbildung mit Gesellenprüfung vor der Handwerkskammer (Rechtsgrundlage: Handwerksordnung) steigen die Einkommen typischerweise mit Berufserfahrung und Spezialisierung, etwa im Holzrahmenbau oder im Abbund. Tarifbindung ist branchenabhängig und kann die Entwicklung mitprägen. Die Digitalisierung wirkt vor allem über CAD/BIM-Systeme, digitale Messwerkzeuge, CNC-Abbundanlagen und drohnengestützte Vermessung; gefragt sind CAD-Grundlagen, BIM-Software und tabletgestützte Dokumentation.

1. Jahr2.960 €
Berufseinstieg (Einarbeitung)

Duale Berufsausbildung (Abschluss), Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr3.050 €
Berufseinstieg (erste Selbstständigkeit)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr3.140 €
Berufliche Festigung

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.230 €
Berufliche Festigung (mehr Verantwortung)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.300 €
Berufliche Festigung (zunehmende Routine)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.380 €
Erfahrung & Spezialisierung

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.450 €
Erfahrene Fachkraft

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.520 €
Erfahrene Fachkraft (Spezialisierung)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.580 €
Erfahrene Fachkraft (erweiterte Baustellenzuständigkeit)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.650 €
Erfahrene Fachkraft; optional koordinierende Rolle (z. B. Teamkoordination, bei entsprechender Funktion)

Duale Berufsausbildung, Gesellenprüfung (HWK), Rechtsgrundlage: HwO; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Lohngruppe 4 (Ecklohn) / Lohngruppe 5 / Lohngruppe 6. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Bruttogehalt bei 2.960 € im Monat. Mit einigen Jahren Praxis steigt der Monatsverdienst in vielen Betrieben über Erfahrungsstufen, wachsende Baustellenverantwortung oder eine höhere Eingruppierung; nach rund fünf Jahren werden im Schnitt 3.230 € brutto erreicht.

Als erfahrene Fachkraft bewegt sich das Gehalt häufig in einer Spanne von 3.230 € bis 3.750 € brutto pro Monat, mit einem Durchschnitt von 3.450 €. Bei erweiterter Verantwortung oder Führungsaufgaben, etwa als Vorarbeiter oder in der Bauleitung, liegen typische Monatsgehälter bei 4.600 € brutto.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, etwa über tarifliche Stufen, höhere Verantwortung auf der Baustelle oder eigenständige Montageeinsätze.
  • 2
    Tarifbindung und Eingruppierung im Bau- oder Holzbauumfeld beeinflussen die Höhe des Monatslohns spürbar; ohne Tarif sind Gehälter häufiger stärker verhandlungsabhängig.
  • 3
    Zusatzqualifikationen wie Hubarbeitsbühnen-Schein, Kettensägenlehrgang, Anschläger-/Kranführerschein oder Lehrgänge im Arbeitsschutz erweitern Einsatzmöglichkeiten und erhöhen oft die Einstufung.
  • 4
    Spezialisierungen, etwa Holzrahmenbau, Dachsanierung, Abbund/CNC-gesteuerter Abbund oder Restaurierung im Bestand, führen häufiger zu anspruchsvolleren Aufgaben und entsprechend besseren Konditionen.
  • 5
    Unternehmensgröße und Projektstruktur spielen mit hinein: größere Betriebe im Fertigbau oder mit Serienmontage bieten teils klarere Rollenprofile und Vergütungssysteme als Kleinstbetriebe.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Zimmerer ist in vielen Regionen von einer stabilen Nachfrage geprägt, weil Holzbau im Neubau und in der Sanierung regelmäßig eingesetzt wird. Zusätzlich sorgt der anhaltende Bedarf an Instandhaltung und Modernisierung dafür, dass Betriebe fortlaufend Kapazitäten benötigen.

Veränderungen ergeben sich vor allem durch stärker vorgefertigte Bauteile, digitale Aufmaß- und Planungsprozesse sowie effizientere Montagelogistik. Für Berufseinsteiger entstehen dadurch häufiger klar strukturierte Einsatzfelder im Fertigbau und auf spezialisierten Montageteams, während klassische Baustellenarbeit weiterhin ein Kernbereich bleibt.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Was verdient man während der Ausbildung zum Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Während der 3-jährigen Ausbildung steigt die Vergütung schrittweise von 700 € auf 1.000 € brutto im Monat. Konkret liegt das Ausbildungsgehalt im 1. Lehrjahr bei 700 € brutto, im 2. Lehrjahr bei 850 € brutto, im 3. Lehrjahr bei 1.000 € brutto. Die genaue Höhe kann je nach Tarifgebiet, Region und Betrieb variieren.

Wie hoch ist das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung zum Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung liegt das typische Einstiegsgehalt bei etwa 2.960 € brutto/Monat. Die Höhe hängt von Faktoren wie Betriebsgröße, Region und Tarifbindung ab.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) mit Berufserfahrung?

Mit Erfahrung und Verantwortung steigt die Vergütung im Verlauf der Karriere deutlich an. Vom Einstieg um 2.960 € brutto/Monat geht es häufig in Richtung 3.450 € brutto/Monat; in spezialisierten Rollen oder Führung sind vereinzelt auch höhere Werte möglich.

Welche Tarifverträge gelten für den Beruf Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Wer als Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) in einem tarifgebundenen Betrieb arbeitet, wird häufig nach dem Lohngruppe 4 (Ecklohn) / Lohngruppe 5 / Lohngruppe 6 vergütet. Neben einem geregelten Grundgehalt sichern diese Tarifverträge in der Regel auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie regelmäßige Stufenaufstiege.

In welchen Branchen kann man als Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d) arbeiten?

Berufliche Möglichkeiten bestehen in verschiedenen Bereichen, etwa Zimmerei-Handwerk, Holzbau-Handwerk, Dachdecker-Handwerk, Hoch- und Tiefbau, Bauhauptgewerbe oder Altbausanierung. Die konkreten Rahmenbedingungen hängen stark vom jeweiligen Wirtschaftszweig ab.

Was beeinflusst das Gehalt im Beruf Zimmerer (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Zu den wesentlichen Einflussfaktoren zählen Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist direkt aus, etwa über tarifliche Stufen, höhere Verantwortung auf der Baustelle oder eigenständige Montageeinsätze. sowie Tarifbindung und Eingruppierung im Bau- oder Holzbauumfeld beeinflussen die Höhe des Monatslohns spürbar; ohne Tarif sind Gehälter häufiger stärker verhandlungsabhängig.. Darüber hinaus spielen regionale Unterschiede und die Unternehmensgröße eine Rolle bei der Gehaltsgestaltung.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

Mehr über den Autor →

Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Lohngruppe 4 (Ecklohn) / Lohngruppe 5 / Lohngruppe 6), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: