Feldversuchsassistent Gehalt 2026 in Deutschland

Übersicht zu Einstiegs-, Median- und Seniorgehältern nach Branche und Region

Kurzüberblick:

Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) Gehalt 2026

∅ Einstiegsgehalt

(0–2 Jahre)

2.830 €

brutto / Monat

Median-Gehalt

(Fachkraft, 3–5 Jahre)

3.170 €

brutto / Monat

Senior-Gehalt

(5+ Jahre)

3.750 €

brutto / Monat

Top-Regionen

Frankfurt am Main · München · Düsseldorf

Arbeitsmarkt

Mittlere Nachfrage

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Landwirtschaft. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße. (Stand 2026)

Gehaltsspanne: Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) / Fachkraft (3–5 Jahre)

3.000 €
3.500 €
Unterer Bereich
Median
Oberer Bereich

Unterer und oberer Bereich zeigen die Einordnung innerhalb der Erfahrungsstufe (10.–90. Perzentil); Region und Branche werden separat ausgewiesen.

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr

Gehalt nach Branche

Basis: Median-Gehalt (Fachkraft, 3–5 Jahre) – 3.170 € brutto/Monat

Pharmaindustrie
3.960 €
+25%
Chemische Industrie
3.800 €
+20%
Pflanzenschutzmittel
3.650 €
+15%
Pflanzenzucht
3.490 €
+10%
Saatgutproduktion
3.490 €
+10%
Agrarforschung
3.330 €
+5%
Landwirtschaftliche Forschung
3.330 €
+5%
Umweltforschung
3.170 €
+0%
Lebensmittelindustrie
3.170 €
+0%
Agrarwirtschaft
3.010 €
-5%
Agrarverarbeitung
3.010 €
-5%
Umweltschutzbehörden
2.850 €
-10%
Landwirtschaftsverwaltung
2.700 €
-15%

Die Gehaltsangaben stützen sich auf öffentlich zugängliche Vergütungsdaten, tarifliche Regelungen sowie fundierte Branchenkenntnisse aus langjähriger Erfahrung im Bereich beruflicher Arbeitsmarktinformationen. Methodik & Quellen siehe Datenbasis & Methodik.

Kurzbeschreibung Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Feldversuchsassistenten unterstützen die Planung, Anlage und Betreuung von Versuchsflächen und begleiten Messreihen über die Vegetationsperiode hinweg. Dazu gehören Aussaat- und Pflanzarbeiten, das Ausbringen von Dünger und Pflanzenschutz nach Vorgaben, Probenahmen sowie das Dokumentieren von Witterung, Auflauf, Ertrag und Qualitätsmerkmalen.

Gearbeitet wird überwiegend draußen auf Parzellen, Versuchsfeldern und angrenzenden Betriebsflächen, ergänzt durch Tätigkeiten in Lager, Werkstatt und Laborraum für Probenaufbereitung. Beschäftigung findet sich beispielsweise bei Saatgut- und Agrarunternehmen, in landwirtschaftlichen Versuchsstationen, bei Forschungseinrichtungen, in der Pflanzenzüchtung sowie unter anderem bei Dienstleistern für Feldversuche und Produktprüfungen.

Monatliche Bruttogehälter in 15 Städten

Gehaltsspannen für Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach Region – basierend auf regionalen Faktoren. Klicken Sie auf eine Stadt, um diese im Suchfeld zu übernehmen.

Frankfurt am Main

3.487 €

3.300 € – 3.850 €

+10%

München

3.424 €

3.240 € – 3.780 €

+8%

Düsseldorf

3.424 €

3.240 € – 3.780 €

+8%

Hamburg

3.360 €

3.180 € – 3.710 €

+6%

Köln

3.297 €

3.120 € – 3.640 €

+4%

Stuttgart

3.265 €

3.090 € – 3.605 €

+3%

Nürnberg

3.233 €

3.060 € – 3.570 €

+2%

Deutschland (Durchschnitt)

3.170 €

3.000 € – 3.500 €

±0%

Hannover

3.170 €

3.000 € – 3.500 €

±0%

Essen

3.138 €

2.970 € – 3.465 €

-1%

Dortmund

3.107 €

2.940 € – 3.430 €

-2%

Bremen

3.075 €

2.910 € – 3.395 €

-3%

Berlin

3.012 €

2.850 € – 3.325 €

-5%

Leipzig

2.853 €

2.700 € – 3.150 €

-10%

Dresden

2.853 €

2.700 € – 3.150 €

-10%

Regionale Einschätzung

Regionale Unterschiede beim Gehalt hängen häufig mit Wirtschaftskraft, Tariflandschaft und Lebenshaltungskosten zusammen. Tendenziell liegen Verdienste in südlichen Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg sowie in Ballungsräumen oft höher als in strukturschwächeren, ländlich geprägten Regionen.

Auch in westdeutschen Flächenländern mit starker Agrar- und Forschungslandschaft können die Gehälter über dem Niveau einzelner ostdeutscher Bundesländer liegen, wobei lokale Arbeitgeberstrukturen spürbar mitwirken.

Zugang zur Tätigkeit

Schulische Qualifikation für Dienstleistungsaufgaben

Der Einstieg in die Tätigkeit als Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt typischerweise über eine schulische Ausbildung, die auf unterstützende Aufgaben in Versuchs- und Erprobungsabläufen vorbereitet. Das Berufsbild ist im fachlichen Kontext Dienstleistungen verortet und verbindet praktische Arbeit im Feld mit dokumentierenden und organisatorischen Anteilen, wie sie bei Versuchsreihen, Probenahmen oder der Begleitung von Mess- und Beobachtungsarbeiten anfallen.

Inhalte der zweijährigen Regelausbildung

Als Regelzugang gilt eine 2-jährige schulische Ausbildung. Üblich ist, dass Schulen oder Bildungsträger für die Aufnahme bestimmte schulische Voraussetzungen erwarten; die konkrete Ausgestaltung kann je nach Anbieter variieren. Inhaltlich stehen Grundlagen zu Versuchsplanung und -durchführung, einfache Mess- und Probentechniken, Gerätekunde, Dokumentation sowie Arbeitsschutz im Vordergrund. Ein Praxisbezug wird häufig über Praktika oder angeleitete Übungsphasen hergestellt, weil Abläufe im Feld, etwa bei wechselnden Standorten und Witterungsbedingungen, andere Anforderungen stellen als reine Laborsituationen.

Physische Belastbarkeit und Sorgfalt

Besonderheiten ergeben sich aus den Rahmenbedingungen der Arbeit: Wegezeiten, unregelmäßige Einsatzorte und körperlich fordernde Tätigkeiten können dazugehören. Entsprechend spielen gesundheitliche Belastbarkeit, Sorgfalt bei Protokollen und ein verlässlicher Umgang mit Messmitteln eine Rolle. Wichtig sind außerdem organisatorische Fähigkeiten, weil Termine, Materialien und Daten häufig parallel koordiniert werden müssen. Teamfähigkeit ist in der Praxis relevant, da Feldversuche meist in Abstimmung mit Fachkräften aus Planung, Technik oder Auswertung durchgeführt werden.

Optionen für Quereinstieg und Weiterbildung

Ergänzend zum Regelzugang kommen alternative Einstiege vor, etwa über angrenzende praktische Qualifikationen oder einschlägige Vorerfahrungen in versuchsnahen Hilfstätigkeiten, wenn betriebliche Anforderungen eher auf Routine in Datenerhebung und Dokumentation zielen. Für die weitere Entwicklung innerhalb des dienstleistungsorientierten Umfelds bieten sich vor allem fachnahe Spezialisierungen an, zum Beispiel in Mess- und Datenerfassung, Qualitätssicherung in Versuchsabläufen, Geräte- und Sensorikschulungen oder in angewandtem Arbeits- und Gesundheitsschutz für Außeneinsätze.

Aufstiegsfortbildung

Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/LandwirtIHK/HWK

Die Qualifikation als Feldversuchsassistent wird durch eine Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt erworben. Diese baut auf einer abgeschlossenen Berufsausbildung und Berufserfahrung auf.

Typische Dauer
Variabel
Zugangsvoraussetzung
Mittlerer Schulabschluss (Realschule) oder vergleichbare Qualifikation
Abschluss
Öffentlich-rechtlich anerkannter Abschluss

Digitalisierungspotenzial und KI-Einfluss: Feldversuchsassistent

Digitalisierungspotenzial
Mittel
KI-Einfluss
mittel
Precision Farming SoftwareDrohnen und SensortechnikDatenanalyseplattformenFeldmessgeräte digital

Hinweis: Während der Fortbildung kann Aufstiegs-BAföG beantragt werden. Eine klassische Ausbildungsvergütung gibt es nicht.

Ausbildung & Berufseinstieg

Relevante Abschlüsse für den Start

Der Berufseinstieg als Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) erfolgt typischerweise über eine schulische Ausbildung. Als Zugang kommen vor allem Qualifikationen wie die Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt in Betracht. In der Praxis führt dieser Weg häufig in Betriebe und Einrichtungen, die Versuche im Pflanzenbau, in der Züchtung oder im Pflanzenschutz planen und begleiten; Gehälter werden dabei üblicherweise nach Branchentarifverträgen gruppiert.

Praktische Schwerpunkte im Ausbildungsverlauf

Die Ausbildungsdauer: 2 Jahre ist in vielen Bildungsgängen auf eine Mischung aus Theorie und anwendungsnahen Praxisanteilen ausgelegt. Typische Stationen sind das Anlegen und Betreuen von Versuchsparzellen, Probenahmen, Bonituren, Dokumentation sowie die Arbeit mit Mess- und Erfassungstechnik. Gefragt sind Sorgfalt, verlässliches Arbeiten im Team, ein sicherer Umgang mit Daten und Protokollen sowie eine gewisse Wetter- und Saisonfestigkeit, da Termine in Feldversuchen oft an Vegetationsverläufe gebunden sind.

Regionale Faktoren beim ersten Arbeitsverhältnis

Beim Übergang in den Job steht meist die Übernahme klar umrissener Teilaufgaben im Vordergrund, etwa die Vorbereitung von Flächen, die Betreuung einzelner Versuchsglieder oder die Auswertung standardisierter Messreihen. Das Einstiegsgehalt liegt im deutschlandweiten Durchschnitt bei 2.830 € brutto/Monat, mit einer Spanne von 2.580 € bis 3.000 € brutto/Monat. Unterschiede ergeben sich häufig aus Tarifbindung, Region, Arbeitgebertyp und dem Grad an eigenverantwortlicher Versuchsbetreuung.

Vertiefung in spezifische Kulturpflanzen

Als erste Schritte nach dem Einstieg gilt häufig die Spezialisierung auf bestimmte Kulturen, Methoden oder Versuchsfelder, etwa Sortenprüfung, Düngungs- und Pflanzenschutzversuche oder digitale Datenerfassung im Feld. Mit wachsender Routine werden Koordination, Geräteverantwortung und die Abstimmung mit Labor, Versuchswesen oder Betriebsleitung wichtiger; die Rolle bleibt dabei meist stark an standardisierte Abläufe und eine saubere Dokumentation gekoppelt.

Saisonale Einflüsse auf den Arbeitsalltag

Für den Beruf ist zudem relevant, dass Arbeitssicherheit und betrieblich geregelte Abläufe im Umgang mit Technik, Flächen und ggf. Pflanzenschutzmaßnahmen eine große Rolle spielen. Auch wenn nicht jeder Einsatz gleich aussieht, prägen Saisonspitzen und eng getaktete Erhebungsfenster den Einstieg oft deutlich. Diese Rahmenbedingungen wirken sich in der Praxis auch darauf aus, wie Aufgaben zugeschnitten und wie Beschäftigte innerhalb tariflicher Gruppen eingestuft werden.

Berufliche Entwicklungsoptionen Feldversuchsassistent

Berufe mit ähnlichen Kompetenzen, die ohne vollständige Neuqualifizierung erreichbar sind:

Führt Untersuchungen und Probenanalysen im agrar- und umweltbezogenen Labor- und Praxisumfeld durch und dokumentiert Ergebnisse.

Gehalt:
2.700 € - 3.600 € brutto/Monat
Starker Overlap bei Probenahme, Dokumentation, Umgang mit Mess- und Analyseverfahren sowie Qualitätssicherung.
Mittlerer Aufwand

Plant und bewirtschaftet Kulturen, steuert Maschinen- und Betriebsmittel-Einsatz und dokumentiert betriebliche Kennzahlen.

Gehalt:
2.600 € - 3.800 € brutto/Monat
Überschneidung in Pflanzenbau, Bestandsführung, Versuchsanbau und saisonaler Arbeitsorganisation im Freiland.

Gärtner/in (z. B. Gartenbau/Produktion)

Mittlerer Aufwand

Pflegt und produziert Pflanzenbestände, führt Kultur- und Pflanzenschutzmaßnahmen durch und arbeitet an Produktions- oder Anlagenstandorten.

Gehalt:
2.500 € - 3.400 € brutto/Monat
Gemeinsame Basis in Kulturführung, Pflanzenkenntnis, Pflanzenschutz und praktischer Arbeit im Außenbereich; stärkerer Fokus auf Produktion/Anlagenpflege.

Technische/r Assistent/in (Naturwissenschaften/Umwelt/Agrar, je nach Einsatzfeld)

Hoher Aufwand

Unterstützt Messkampagnen und Versuchsreihen, bereitet Proben vor und dokumentiert Ergebnisse nach Qualitätsvorgaben.

Gehalt:
2.900 € - 4.000 € brutto/Monat
Overlap bei Feldarbeit, Datenerhebung/Protokollierung und Einsatz von Agrartechnik; stärkerer Schwerpunkt auf wissenschaftsnaher Mess- und Auswertelogik.

Typischer Karrierepfad mit zunehmender Verantwortung und höherem Einkommen:

Stufe 1:Feldversuchsassistent (m/w/d): Einstieg

Gehalt:
2.580 € - 3.000 € brutto/Monat

Unterstützt Feldversuche organisatorisch und praktisch, führt Standardarbeiten im Versuchsfeld durch und dokumentiert Messwerte nach Vorgaben.

Schulische Ausbildung (z. B. Pflanzentechnologe, LTA oder Gärtner/Landwirt), erste Praxiserfahrung im Versuchswesen

Stufe 2:Feldversuchsassistent (m/w/d): nach einigen Jahren Berufserfahrung

Gehalt:
3.000 € - 3.500 € brutto/Monat

Übernimmt eigenständig Teilversuche, koordiniert Feldarbeiten im Tagesgeschäft und stimmt Abläufe mit Labor, Technik und Versuchsanstellung ab.

Mehrjährige Erfahrung im Feldversuch, sichere Datenerfassung und -dokumentation, Routine in Versuchsabläufen

Stufe 3:Senior Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
3.500 € - 4.170 € brutto/Monat

Plant und betreut komplexere Versuchsreihen im Feld, verantwortet Qualität der Datenerhebung und wirkt an Auswertung und Berichtswesen mit.

Mehrjährige einschlägige Berufserfahrung, vertiefte Kenntnisse in Versuchstechnik/Bonitur, sehr sichere Dokumentation und Prozessqualität

Stufe 4:Teamleitung Feldversuch / Versuchskoordination (m⁠/⁠w⁠/⁠d)

Gehalt:
4.170 € - 5.420 € brutto/Monat

Koordiniert mehrere Versuchsstandorte oder Versuchsteams, priorisiert Ressourcen und stellt die termingerechte Durchführung sowie Datenqualität sicher.

Umfangreiche Berufserfahrung, Zusatzqualifikation für Führung/Arbeitsorganisation (z. B. Ausbildereignung, interne Führungstrainings), nachweisbare Koordinations- und Budget-/Ressourcenroutine

Fachliche Vertiefungen statt Führungsverantwortung:

Bonitur & Pflanzenkrankheiten im Feldversuch

diagnostisch

Erkennen, erfassen und bewerten von Befallssituationen, Schadbildern und Bestandsmerkmalen nach Boniturschemata.

Gehalt:
3.120 € - 3.560 € brutto/Monat
Bonitur- und Diagnostikschulungen, Kenntnisse gängiger Schaderreger/Bewertungssysteme, sichere digitale Datenerfassung

Pflanzenschutz-Versuchswesen

diagnostisch

Anlage und Betreuung von Pflanzenschutzversuchen, Applikationstechnik, Wirksamkeits- und Verträglichkeitsbeobachtung.

Gehalt:
3.300 € - 3.820 € brutto/Monat
Sachkunde Pflanzenschutz (betrieblich/behördlich je nach Kontext), Spritz- und Applikationstechnik, Versuchs- und Dokumentationsstandards

Saatgut- und Sortenprüfung im Freiland

diagnostisch

Durchführung von Sorten- und Saatgutversuchen mit Fokus auf Feldaufgang, Merkmalsausprägung, Ertrag und Qualität.

Gehalt:
3.240 € - 3.740 € brutto/Monat
Kenntnisse in Sortenmerkmalen/Prüfschemata, Probenahme- und Ernteorganisation, sichere Auswertedokumentation

Versuchstechnik & Messsysteme (Sensorik im Feld)

diagnostisch

Aufbau, Betrieb und Pflege von Messsystemen (z. B. Wetterdaten, Bodenfeuchte, Bestandsmessungen) und Sicherung der Datenqualität.

Gehalt:
3.520 € - 4.080 € brutto/Monat
Einweisung in Sensorik/Logger, grundlegende Daten- und Fehlerdiagnose, Arbeitssicherheit und Gerätewartung

Qualitätssicherung & Versuchsdokumentation

diagnostisch

Standardisierung von Arbeitsabläufen, Prüfbarkeit von Versuchs- und Messdaten, Dokumentations- und Auditfähigkeit im Versuchsbetrieb.

Gehalt:
3.410 € - 3.950 € brutto/Monat
QS-Schulungen, sehr sichere Protokollführung, Kenntnisse interner SOPs und Dokumentationsanforderungen

Gehalt nach Unternehmensgröße

Bruttogehalt:
pro Monat
pro Jahr
Großkonzern
3.645 €
Großunternehmen
3.487 €
Mittelstand
3.170 €
Kleinunternehmen
2.790 €

Gehalt nach Branche

Basis: Fachkraft (3–5 Jahre) – 3.170 € brutto/Monat

Pharmaindustrie
3.963 €
+25%
Chemische Industrie
3.804 €
+20%
Pflanzenschutzmittel
3.645 €
+15%
Pflanzenzucht
3.487 €
+10%
Saatgutproduktion
3.487 €
+10%
Agrarforschung
3.329 €
+5%
Landwirtschaftliche Forschung
3.329 €
+5%
Umweltforschung
3.170 €
+0%
Lebensmittelindustrie
3.170 €
+0%
Agrarwirtschaft
3.012 €
-5%
Agrarverarbeitung
3.012 €
-5%
Umweltschutzbehörden
2.853 €
-10%
Landwirtschaftsverwaltung
2.695 €
-15%

Durchschnittliches Bruttogehalt bei 40 Wochenstunden. Die Faktoren basieren auf Tarifverträgen und Marktdaten.

Karriereverlauf & Gehaltsentwicklung Feldversuchsassistent

Mit zunehmender Routine in Anbauversuchen, Probenahme und Datendokumentation steigt das Einkommen im Berufsfeld schrittweise an. In der Praxis prägen saisonale Arbeitsspitzen, sorgfältige Mess- und Protokollarbeit sowie Abstimmung mit Versuchswesen, Labor und Außenstandorten den Verlauf. Nach der schulischen Ausbildung, etwa als Pflanzentechnologe, LTA oder Gärtner/Landwirt, wachsen Aufgaben häufig von unterstützenden Tätigkeiten hin zu eigenständig betreuten Parzellen und Teilversuchen. Digitale Feldmessgeräte, GIS-Grundlagen, Versuchsdatenbanken und Datenanalyseplattformen gewinnen dabei an Bedeutung; Automatisierung und KI verändern Abläufe spürbar, ohne die Feldpraxis zu ersetzen.

1. Jahr2.830 €
Berufseinstieg (Einarbeitung, erste eigene Mess- und Dokumentationsaufgaben)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

2. Jahr2.910 €
Berufseinstieg (zunehmend selbstständige Probenahme, Gerätepflege, Parzellenarbeit)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

3. Jahr2.990 €
Berufliche Festigung (Routine in Erhebungen, Qualitätssicherung der Versuchsdaten)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

4. Jahr3.080 €
Berufliche Festigung (eigenständige Teilversuche, mehr Abstimmung mit Labor/Versuchsleitung)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

5. Jahr3.170 €
Berufliche Festigung (sicherer Umgang mit Versuchsdatenbank, standardisierte Auswertungen)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

6. Jahr3.310 €
Erfahrung & Spezialisierung (Schwerpunkt z. B. Bonituren, Ertragsmessung, Sensorik)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

7. Jahr3.440 €
Erfahrung & Spezialisierung (Datenkonsistenz, GIS-Grundlagen, digitale Feldmessgeräte)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

8. Jahr3.580 €
Erfahrung & Spezialisierung (komplexere Versuchsanlagen, Schnittstelle zu Precision-Farming-Tools)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

9. Jahr3.660 €
Erfahrene Fachkraft (stabile Ergebnisqualität, eigenständige Jahresplanung einzelner Versuche)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

10. Jahr3.750 €
Erfahrene Fachkraft (höhere Verantwortung für Geräte, Datenflüsse, Schulung neuer Mitarbeitender)

Schulische Ausbildung: Ausbildung zum Pflanzentechnologen, LTA oder Gärtner/Landwirt; fortschreitende Qualifizierung

Hinweis: Die Tabelle zeigt typische Gehaltsstufen nach Berufsjahren. Die tatsächliche Entwicklung hängt von individuellen Faktoren wie Leistung, Arbeitgeber, Tarifbindung und Spezialisierung ab – ein linearer Anstieg ist nicht garantiert. Zeitliche Bezüge dienen der strukturellen Einordnung und stellen keine Aussage über zukünftige Gehaltsentwicklungen oder Marktbedingungen dar.

Tarifliche Grundlage: Tarifvertrag Landwirtschaft. Die Vergütung variiert je nach Tarifbindung, Region und Unternehmensgröße.

Gehaltsanalyse

Zum Berufseinstieg liegt das typische Monatsbrutto bei etwa 2.830 €, je nach Einsatzfeld und Eingruppierung in einer Spanne von 2.580 € bis 3.000 €. In dieser Phase dominieren praktische Tätigkeiten im Versuchsbetrieb, während Verantwortung und Dokumentationsumfang häufig noch eng geführt sind.

Nach rund fünf Jahren Berufserfahrung werden im Schnitt etwa 3.170 € brutto im Monat erreicht, mit Werten von 3.000 € bis 3.500 €. Als erfahrene Fachkraft liegt das typische Niveau bei etwa 3.750 € brutto, innerhalb von 3.500 € bis 4.170 €. Gehaltsanstiege ergeben sich oft stufenweise über Tarife, die Übernahme eigener Versuche und eine breitere Koordination mit Labor, Außendienst oder Forschung.

Einflussfaktoren auf die Gehaltsentwicklung

  • 1
    Berufserfahrung und längere Betriebszugehörigkeit wirken sich meist über höhere Verantwortungsanteile aus, etwa bei eigenständiger Versuchsbetreuung, Terminsteuerung und Abstimmung mit Züchtung oder Produktprüfung.
  • 2
    Zusatzqualifikationen erhöhen die Einsatzbreite, zum Beispiel Sachkunde im Pflanzenschutz, Bedienberechtigung für Flurförderzeuge (Staplerschein) oder Schulungen zu Versuchs- und Datenstandards wie GEP/GLP-nahe Dokumentation.
  • 3
    Tarifbindung und Eingruppierung können das Monatsgehalt deutlich prägen, besonders wenn Tätigkeiten klaren Stufen folgen und Zulagen für Saisonspitzen, Wochenendarbeit oder Bereitschaften geregelt sind.
  • 4
    Unternehmensgröße und Organisationsgrad spielen eine Rolle, weil größere Betriebe oder Forschungseinrichtungen häufiger standardisierte Rollen, Schichtmodelle und klar definierte Verantwortungsstufen im Versuchswesen haben.
  • 5
    Spezialisierungen, etwa auf Pflanzenzüchtung, Pflanzenschutzmittelprüfung, Sensorik-gestützte Bonitur oder Drohnen- und GPS-gestützte Flächenaufnahme, führen oft zu anspruchsvolleren Aufgaben und höherer Bewertung.

Marktausblick

Der Arbeitsmarkt für Feldversuchsassistenten wird in vielen Regionen als stabil geprägt, weil Sortenprüfung, Pflanzenschutz- und Düngestrategien sowie Produktentwicklungen kontinuierlich getestet werden müssen. Saisonale Spitzen bleiben typisch, da Vegetations- und Erntetermine die Arbeitsplanung stark bestimmen.

Veränderungen kommen vor allem durch Digitalisierung im Versuchswesen, etwa mobile Datenerfassung, GPS-gestützte Parzellenführung und sensorbasierte Bonituren. Gleichzeitig erhöhen strengere Dokumentationsanforderungen und Nachhaltigkeitsziele den Bedarf an sauberer Versuchsdurchführung und nachvollziehbaren Daten, was Einstiegschancen in organisierten Versuchsbetrieben unterstützt.

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Häufig gestellte Fragen zum Berufsfeld

Wird die schulische Ausbildung zum Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) vergütet?

Schulische Ausbildungen sind häufig unvergütet oder werden nur gering bezahlt. In einigen Bundesländern und bei bestimmten Trägern gibt es jedoch Ausbildungsvergütungen oder finanzielle Unterstützung wie BAföG.

Mit welchem Gehalt kann man als Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) nach der Ausbildung rechnen?

Das Einstiegsgehalt nach der Ausbildung liegt bei etwa 2.830 € brutto/Monat. Öffentliche Träger zahlen oft nach Tarif, private Arbeitgeber variieren stärker.

Wie entwickelt sich das Gehalt im Beruf Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d) über die Jahre?

Mit Berufserfahrung steigt das Gehalt auf 3.170 € brutto/Monat und bei längerer Tätigkeit auf bis zu 3.750 € brutto/Monat. Spezialisierungen und Zusatzqualifikationen beschleunigen diese Entwicklung.

Welche Rolle spielen Tarifverträge für den Beruf Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Gerade im öffentlichen und kirchlichen Bereich wird häufig nach dem Tarifvertrag Landwirtschaft vergütet, was für transparente Gehaltsstrukturen und regelmäßige Stufenaufstiege sorgt.

Wie hoch ist das typische Gehalt im Beruf Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Das Gehalt liegt typischerweise zwischen 2.830 € brutto/Monat für Einsteiger und 3.750 € brutto/Monat für erfahrene Fachkräfte. In Spitzenpositionen sind bis zu 5.420 € brutto/Monat möglich.

Welche Faktoren beeinflussen das Gehalt als Feldversuchsassistent (m⁠/⁠w⁠/⁠d)?

Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Region und Branche. Wer nach dem Tarifvertrag Landwirtschaft vergütet wird, profitiert in der Regel von einem höheren Grundgehalt.

Markus Schmitz - Fachautor

Markus Schmitz

Geschäftsführer und Fachredakteur für Karriere- und Gehaltsthemen

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Wir prüfen die Inhalte regelmäßig anhand aktueller Gehaltsdaten, tariflicher Regelungen und verfügbarer amtlicher Statistiken. Alle Angaben sind statistische Orientierungswerte; tatsächliche Gehälter können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung, Erfahrungsstufe, Rolle sowie variabler Vergütung (z. B. Boni/Zulagen) abweichen.

Datenbasis & Methodik

Die auf dieser Seite dargestellten Gehaltsangaben basieren auf einer Auswertung tariflicher Vergütungsmodelle (u. a. Tarifvertrag Landwirtschaft), öffentlichen Statistiken sowie aktuellen Marktdaten aus dem deutschen Arbeitsmarkt. Ergänzend wurden Gehaltsniveaus auf Basis interner Analysen aus der Auswertung aktueller Stellenanzeigen und Jobprofile ermittelt. Übersichten zeigen Medianwerte; Spannen dienen der Einordnung innerhalb einer Erfahrungsstufe. Einkommen können je nach Region, Berufserfahrung, Verantwortungsbereich, Unternehmensgröße und variabler Vergütung deutlich variieren.

Definitionen

  • Median: Der Wert, bei dem 50 % der beobachteten/aggregierten Gehälter darunter und 50 % darüber liegen.
  • Spanne: Untere/obere Grenze basierend auf dem 10. bis 90. Perzentil der Gehaltsverteilung.
  • Senior (5+ Jahre): Auswertung für erfahrene Fachkräfte; Abgrenzung nach Berufserfahrung und Karrierelevel.

Datenherkunft

  • Aggregation aus: Tarifangaben, Arbeitgeber- und Branchenreports, amtliche Statistiken (u. a. Entgeltatlas, Destatis).
  • Bereinigung: Normalisierung auf Vollzeitäquivalent (40 Std./Woche), regionale Gewichtung, Ausreißerbereinigung.

Verwendete Quellen (1)

Hinweis: Gehaltsangaben sind statistische Orientierungswerte und können je nach Region, Arbeitgeber, Tarifbindung und Rolle abweichen.

Datenstand: 2026 · Durchschnitt bei 40 Wochenstunden · Monatsangaben = 1/12 Jahresbrutto (ohne Sonderzahlungen)

Redaktionell geprüft am: